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Abraham
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vor 6 Jahren, 3 Monaten
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vor 6 Jahren, 3 Monaten
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ein Bürger, wie Du

Nächstes Sparkurs-Opfer: Rumänische Regierung muss zurücktreten

Startbeitrag von ein Bürger, wie Du am 01.05.2012 19:12

Rumänien ist kurz nach den Niederlanden das nächste Land, das in den Schulden-Strudel gerissen wird. Die Regierung verlor ein Vertrauensvotum im Parlament. Die Abgeordneten verweigerten die Gefolgschaft für ein umfassendes Sparpaket.

Es hat fast den Anschein, als gäbe es neben der Finanzkrise eine richtige Politik-Krise in der EU. Eine Regierung nach der anderen scheitert. Nach Griechenland, Slowenien, Portugal, Irland, Finnland, Spanien, Italien, der Slowakei und den Niederlanden, die aus unterschiedlichen Gründen an der Schuldenkrise scheiterten, bekommt nun auch Rumänien eine neue Regierung.

Rumäniens Regierung verlor am Freitag das Vertrauensvotum bei dem Versuch, die Sparpolitik fortzuführen. Premier Mihai Razvan Ungureanu kürzte Gehälter, hob die Steuern an und versuchte das Defizit des Landes, wie mit dem IWF ausgehandelt, zu reduzieren.

Erst am Montag kündigte der niederländische Premier Mark Rutte seinen Rückgang und Neuwahlen im September bekannt (hier). Die tschechische Regierung muss sich noch einem Vertrauensvotum stellen. Vor einer Woche war es in Prag zu massiven Protesten gegen die Regierung gekommen. Grund hierfür waren Korruptionsskandale und die Sparmaßnahmen der Regierung.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/04/27/naechstes-sparkurs-opfer-rumaenische-regierung-muss-zuruecktreten/

Antworten:

1. Mai 2012

EUROPAS SPRÜCHEKLOPFER, JJK

„Ihr könnt darauf vertrauen, dass der Euro
eine stabile Währung sein wird. Das funktioniert.“
(Wolfgang Schäuble, 12/1996, damals CDU/CSU-Fraktionschef)

„Der Euro ist eine außerordentlich stabile Währung,
stabiler als zum Beispiel die Mark (D-Mark) während
der meisten Zeit ihrer 50-jährigen Existenz.“
(Otmar Issing, 01/2000, damals Chefökonom
der Europäischen Zentralbank)

„Dieses Geld wird eine große Zukunft haben.“
(Helmut Kohl, 12/2001, damals Wendekanzler a.D.)

Drei Zitate, die uns daran erinnern,
mit welchen Mitteln wir davon überzeugt wurden,
dem EU-Beitritt und der Einführung des EURO zuzustimmen.

Mit Wolfgang Schäuble ist einer der verantwortlichen
„Sprüche-Klopfer“ immer noch an den „Schalthebeln der Macht.“

Es ist an der Zeit, dass diese Politiker zur Verantwortung
gezogen werden – denn die Währungsunion ist eine
Konzernunion und eine Bankenunion geworden.

Dabei werden bisher souveräne Einzelstaaten
und deren Volkswirtschaften allmonatlich zum Finanz-Aderlass
gezwungen, da es Transferleistungen in Billiardenhöhe für
bankrottierende Staaten zu erbringen gilt.
Den Staaten selbst ist kaum ein Vorwurf zu machen,
diesen Architekten und den Nachlassverwaltern dieser
EU a la Schäuble - jedoch sehr wohl!

Denn die gebetsmühlenartige Laier,
„wir haben alles unter Kontrolle“ und "die Bürger der Währungsunion
können sich sicher sein, dass es unser Ziel ist, Preisstabilität zu
sichern und dass wir über alle nötigen Werkzeuge verfügen,
dieses Ziel zu erreichen" (Draghi, aktueller EZB-Chef, neulich,
als er zugeben musste, dass das Finanzsystem im November 2011
vor dem Kollaps stand), wird zunehmend unerträglicher,
da die Menschen auf der Straße von der Realität eingeholt werden:
Teuerung – Armut – Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten.

„Eine Währung, die gerettet werden muss, ist schon keine mehr.“
(Professor Dr. Wilhelm Hankel)

Von Kohls „großer Zukunft des Euro“ ist wenig geblieben
und die Versprechungen der Politiker erweisen sich einmal mehr
als blanke Hirngespinste – so man es gut mit ihnen meint – oder
als Lügen, im Falle, dass wider besseren Wissens gehandelt
worden ist, was man bei vielen der Akteure durchaus annehmen darf.

Werden die Menschen erwachen?

Ich vertraue darauf.

Jahn J Kassl

http://lichtweltverlag.blogspot.de/search?updated-min=2012-01-01T00:00:00%2B01:00&updated-max=2013-01-01T00:00:00%2B01:00&max-results=50

von ein Bürger, wie Du - am 01.05.2012 19:15
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