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Abraham
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
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Gerry

Essbare Stadt - eine Idee verbreitet sich

Startbeitrag von Gerry am 16.04.2013 17:12

Städte, die man essen kann: Immer mehr Städte weltweit sind auf dem Weg, ihre Grünanlagen in essbare Landschaften zu verwandeln und gehen dabei teils neue Wege. In Seatle, USA, beispielsweise entsteht gerade ein essbarer Permakultur-Wald mitten in der Stadt.

Essbare Städte in Deutschland - ein Stück Schlaraffenland.

Nach dem Vorreiter, der essbaren Stadt Todmorden in England folgte in Deutschland vor allem die Stadt Andernach der Idee einer essbaren Stadt. Im Mai dieses Jahres will man nun auch Minden die ersten Samen für eine essbare Stadt pflanzen. Ähnliche Projekte gibt es bereits in Kassel, Heidelberg, Freiburg und vielen anderen deutschen Städten.

Wie die Erfahrung zeigt, haben Initiativen dieser Art nicht nur kulinarische Auswirkungen, sondern bilden spielend und pflanzend Gemeinschaft und tragen ein neues Lebensgefühl ins Stadtbild: Zwischen dem Asphalt und Häuserfassaden lugt auf einmal ein kleines bisschen Schlaraffenland durch den Beton.

Der Food-Forest von Seattle

Mittlerweile ist die Idee längst international: In den USA wurde in der Stadt Seattle gerade einerstaunlich ehrgeiziges Projekt gestartet: Der Beacon-Food-Forest wird eine öffentliche Fläche in einen essbaren Permakultur-Wald verwandeln. Eine Fläche von 21.000 Quadratmetern wird mit hunderten von Fruchtbäumen, Beeren-Büschen, Gemüsesorten und Kräutern bepflanzt, welche von Spaziergängern und Anwohnern geerntet werden können. Der Park enthält außerdem integrierte Spielplätze, Liegewiesen und Community-Gärten, welche die Anwohner nach ihren eigenen Vorstellungen selbst bepflanzen können.

"Das wurde noch nie zuvor in einem öffentlichen Park gemacht", freut sich Margarett Harrison, die Landschaftsarchitektin des Projekts, denn der gesamte "Lebensmittel-Wald" wird nach dem Prinzip der Permakultur bepflanzt. Es entsteht eine lebendige, essbare Landschaft, die wächst, wie ein wildes Öko-System.

"Das bedeutet, wir beachten die Qualität der Böden, die Kombination von Pflanzen und die vorkommenden Insekten - alles wird sich gegenseitig positiv beeinflussen", erklärt Harrison. Der Food-Forst betritt damit völliges Neuland: Noch nie wurde eine öffentliche Grünanlage dieser Größe in den USA nach dem Prinzip der Permakultur bepflanzt - was bei der Genehmigung des Projekts zu lustigen Nebenwirkungen führte. Da sich ein Permakultur-Wald als lebendige Landschaft über die Zeit verändert, passte er nicht in die üblichen statischen Bepflanzungs-Schemata der Stadt-Bürokratie. Die Kombination mit urbanen Community-Gärten machte die Sache nicht einfacher. Schließlich gelang es aber doch, die Genehmigung zu erhalten.

Wo sich seit fast 50 Jahren ein öffentlich verwaltetes Ödland befand, soll nun in wenigen Jahren ein kleines Paradies entstehen: Exotische Früchte, Nüsse und Beeren, ein Community-Center für Workshops, Kinder-Bereiche, umsäumt von dornenlosen Esspflanzen, Liegewiesen, offene Plätze für Versammlungen - und Essbares, soweit das Auge reicht. Alles in diesem Wald, von den größten Bäumen bis zu den Wurzeln der Karotten wird essbar sein.



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