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vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Gerry

Brasiliens Regierung kündigt vollständige Freigabe von UFO-Akten an

Startbeitrag von Gerry am 22.04.2013 16:18

Brasilia (Brasilien) - Worum UFO-Forscher in anderen Ländern noch immer ringen, wird derzeit in Brasilien Wirklichkeit: Innerhalb der nächsten Jahre will die brasilianische Regierung sämtliche, jahrzehntelang unter Verschluss gehaltenen UFO-Akten nach und nach der Öffentlichkeit zugänglich machen und eng mit den UFO-Forschern zusammenarbeiten. Disclosure, also die Offenbarung des UFO-Wissens, bzw. besser gesagt die "Divulgação" steht zumindest in Brasilien also kurz bevor.


Am 18. April 2013 trafen sich brasilianische UFO-Forscher mit offiziellen Vertretern des dortigen
Verteidigungsministeriums, um die zukünftige Zusammenarbeit zu koordinieren. | Copyright/Quelle: ufo.com.br


Hierzu fand vergangene Woche am 8. April 2013 ein offizielles Treffen zwischen Vertretern des brasilianischen Verteidigungsministeriums und Mitgliedern der "Comisión Brasileira de Ufólogos" (CBU, Komitee brasilianischer UFO-Forscher) in Brasilia Statt (s. Abb.), um über die derzeit noch bestehenden Probleme beim Zugang zu UFO-Akten zu diskutieren. Schließlich sollten diese Probleme eigentlich schon längst der Vergangenheit angehören, da das Ministerium bereits im Februar angekündigt hatte, die Verwaltungsvorgänge für die Beantwortung von UFO-bezogenen Anfragen zu überprüfen. Noch heute, so das CBU, sei der Zugang zu als "geheim" oder "ultrageheim" eingestuften UFO-Akten noch immer schwierig.

Tatsächlich räumte das Verteidigungsministerium bestehenden Probleme ein, kündigte zugleich aber an, sämtliche Dokumente über UFO-Fälle in Übereinstimmung mit dem brasilianischen "Ley de Acceso a Información" (Informationszugangsgesetz) zu veröffentlichen.

Binnen einer Frist von zwei Jahren wolle man sämtliche geheime UFO-Akten, die an stattlichen Stellen lagern, auf ihre Geheimhaltungswürdigkeit hin überprüfen und gegebenenfalls freigeben. Für "ultrageheime" Dokumente gelte allerdings weiterhin eine Sperrfrist von 50 Jahren seit Erstellung. "Einige Fälle unterliegen noch rechtlichen Fristen, aber diese Angelegenheit wird sich in Kürze lösen", erklärte der Ministerialbeamte Ari Matos.

Das für beide Seiten wichtigste Ergebnis des Treffens sei jedoch die Schaffung einer Allianz mit den UFO-Forschern. Diese hatten die Errichtung eines interdisziplinären Ausschusses vorgeschlagen, bei dem Militärs aller drei Waffengattungen und Mitglieder des CBU zusammenarbeiten sollten.

Brasiliens UFO-Forscher sind sicher: Diese Versammlung wird in die Geschichte eingehen. Schließlich sei es das erste Mal gewesen, dass das Verteidigungsministerium eine formelle Sitzung mit UFO-Forschern einberief, um über fliegende Untertassen zu diskutieren. "Das Treffen vom vergangenen Donnerstag markiert den offiziellen Beginn der künftigen Zusammenarbeit zwischen dem Militär und den brasilianischen UFO-Forschern, um den faszinierenden Fragen rund um das UFO-Problem und dessen Auswirkungen für die Gesellschaft auf den Grund zu gehen", kommentiert der brasilianische UFO-Forscher AJ Gevaerd vom brasilianischen "UFO Magazine".

Bis heute gebe es noch zahlreiche unbeantwortete Fragen, so Gevaerd, selbst bezüglich bekannter UFO-Ereignisse und nannte beispielhaft die Vorfälle von Varginha, rund um Opercao Prato (Operation Untertasse, ...wir berichteten, 1, 2, 3), die Sichtungen der Crew der Corvette Mearim und Sichtungen auf Trinidad.


Lesen Sie weiter bei grenz|wissenschaft-aktuell über den Hintergrund der UFO-Forschung ind Brasilien und Süamerika...

Die Situation in Deutschland

Von "brasilianischen Bedingungen" können deutsche UFO-Forscher und Disclosure-Aktivisten indes weiterhin nur träumen. Während, wie zahlreiche andere NATO-Partner auch in Frankreich UFO- bzw. "unidentifizierte Luft- und Weltraumphänomene" von offizieller Seite und zudem transparent untersucht und dokumentiert werden, behauptet die deutsche Bundesregierung von jeher, an der Erforschung entsprechender Phänomene nicht interessiert zu sein.

Doch nicht nur UFO-Forscher bezweifeln dies seit langem. Eine erst 2011 bekannt gewordene Einschätzung von keiner geringeren Institution als dem wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages kommt zu dem Schluss, dass "die Tatsache, dass sowohl Großbritannien als auch Frankreich sich mit der Fragestellung nach der Existenz von UFOs und außerirdischen Lebensformen beschäftigten und dies - nach vorheriger Geheimhaltung - in den letzten Jahren sogar via Internet veröffentlicht haben, die Vermutung nahe legt, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen" (...wir berichteten).

Noch im selben Jahr gelang zudem Forscher der Deutschen Gesellschaft für UFO-Forschung (DEGUFO) der offizielle Nachweis, geheimer deutsche UFO-Akten, die von einer ressortübergreifende Institution des Bundes verwaltet werden (...wir berichteten 1, 2). Zudem wurde 2012 ebenfalls bekannt, dass auch das Auswärtige Amt UFO-Akten verwahrt (...wir berichteten).

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