Lebt eure Gefühle, nicht eure Emotionen!

Startbeitrag von ein Bürger, wie Du am 04.05.2013 16:25

Ist die Überschrift eine Provokation? In gewisser Weise ist das richtig, denn üblicherweise werden Emotionen für Gefühle gehalten.

Wir erleben sehr oft Gefühle, ohne uns dessen bewusst zu sein. Denken wir einmal an unser tägliches Leben. Was geschieht dort alles, was uns bewegt. Vor 50 Jahren habe ich beim Hotelfrühstück erlebt, wie ein sehr prominenter Schauspieler ein Riesentheater machte, weil sein Frühstücksei nicht die richtige Konsistenz hatte. Das waren keine Gefühle, die dort hoch kochten, sondern egobedingte, übersteigerte Emotionen.

Im täglichen Leben gibt es immer wieder Reibereien. Auch diese entstehen nie in erster Linie aus Gefühlen, sondern aus Emotionen. Der Ursprung dieser Emotionen kann durchaus ein Gefühl sein, durch die Übersteigerung wird aus diesem Gefühl eine Emotion. Wenn wir dieser Emotion freien Lauf lassen, wird aus einer Mücke ein Elefant und der Streit ist vorprogrammiert.

Man ist in Eile, weil man einen Termin einhalten möchte. Vor einem fährt ein Lastwagen und kann nicht überholt werden und man wird ungeduldig. „Muss der ausgerechnet jetzt vor mir so langsam fahren!“ Dieser Gedanke kann zu Emotionen führen, die zu unvorsichtigem Überholen führen können. Die Vernunft sagt: In ein bis 2 Minuten hat sich der LKW erledigt und ich halte meinen Termin, doch die Emotionen kochen hoch. Es ist nicht das Gefühl, das einen so in Rage bringt. Es sind die Emotionen.

Ich blicke beim Spazierengehen über einen Gartenzaun und sehe eine wunderschöne Rose und freue mich. Das ist ein Gefühl, keine Emotion. Der Vogelgesang, den ich morgens beim Aufstehen höre weckt das Gefühl der Freude in mir. Die Begegnung mit dem Lehrer, der mir mein Abitur vermasseln wollte, ist mir unangenehm. Auch das ist ein Gefühl. Lasse ich es zu, dass sich dieses Gefühl steigert, wird es zur Emotion.

Unsere Gefühle sind Indikatoren. Sie zeigen uns Schönheit und sie zeigen uns unsere Wunden, die noch nicht verheilt sind. Gerade die letzteren Gefühle sind so wichtig, denn wenn wir ihnen nachgehen, erkennen wir die Verletzung und als spirituelle Menschen wissen wir, wie wir damit umgehen. Wir gehen ihnen auf den Grund, um die Ursache zu erkennen. Die Begegnung mit dem oben genannten Lehrer ist ein gutes Beispiel: erkenne ich den Grund für das unangenehme Gefühl, transformiere ich es in Liebe und verzeihe dem Lehrer und mir, so dass die Verletzung geheilt ist. Die andere Alternative ist, den Lehrer zur Rede zu stellen, was in einem heftigen Streit ausarten kann. Das Gefühl würde zur Emotion und, als es noch Blockaden gab, durfte man mit einer saftigen Blockade rechnen.

Es müsste zwar nicht gleich so weit kommen, doch das Risiko, aus in Emotionen übersteigerte Gefühle eine Blockade zu bekommen, war recht groß. Heute gibt es keine Blockaden mehr, aber der Streit führt immer noch zu einer Verletzung der Seele, die die Schwingung senkt.

Seine Gefühle zu leben ist einerseits sehr angenehm, soweit es sich um positive Gefühle handelt, andererseits ist es Arbeit, denn die unangenehmen Gefühle fordern die Auflösung ihrer Ursachen.

Auch das Gefühl der Liebe kann übersteigert werden. Aus der Liebe kann Eifersucht entstehen, wenn man dem Partner/der Partnerin nicht vertraut. Aus übersteigerter Liebe können Besitzansprüche entstehen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich übersteigerte Liebe auswirken kann. Auch hier ist es wichtig, die Emotionen im Zaum zu halten, denn die bedingungslose Liebe, die wir anstreben, stellt überhaupt keine Ansprüche. Sie fordert nicht, sondern sie gibt ohne wenn und aber.

Diese Liebe zu leben ist eine wunderbare Erfahrung, nicht, weil sie uns zurückgegeben wird, sondern weil sie die natürlichste Form der Liebe ist. Es ist die Liebe, die wir ständig von GOTT erfahren.

http://einfachemeditationen.wordpress.com/2013/05/03/lebt-eure-gefuhle-nicht-eure-emotionen/

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