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Abraham
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
ein Bürger, wie Du

Die Reise des Eisbergs

Startbeitrag von ein Bürger, wie Du am 09.06.2013 19:41

Es war einmal ein wunderschöner Eisberg der trieb im großen weiten Meer und er erfreute sich seines Daseins, seiner Hingabe zum Dasein wie er sich so treiben lies.



Damals, es kam ihm nun vor wie vor einer Ewigkeit, hatte er sich befreit, hatte sich losgelöst von der großen Eismasse mit der er viele Lebzeiten verbunden gewesen war, derer er ein Teil war und als er sich ablöste davon, als ER endlich abbrach und hinab stürzte ins Meer, war er erstaunt und auch erschrocken darüber dass dies nun geschah, obwohl er so lange schon ersehnt hatte sich zu lösen.

Es war ein wunderbares und erhebendes Gefühl sich aus der Starre der Eismasse nun in dieses liquide Element zu stürzen, gestürzt zu werden, diese Bewegung, diese Dynamik, als er wie mit einem Paukenschlag dort hinein fiel und eine große Welle der Freude auslöste, die seinem nun folgenden Weg voraus eilte.

Es war auch etwas trauriges darin fort zu gehen und als er sich noch einmal umschaute hatte er das Gefühl als ob sie dort um ihn trauerten.

Er bedankte sich für die Zeit die er dort verbringen durfte, für die Demut die er erfahren hatte in der scheinbar starren Form, in der Gefangenschaft, wie er es oft empfunden hatte und nun wurde ihm klar, dass er diese Zeit gut genutzt hatte zu seiner Entwicklung.

Das aneinander reiben mit den umliegenden Eisplatten, das ineinander und übereinander schieben, den Druck, den er auch so sehr geliebt hatte, so kam es ihm nun vor und schließlich sein Körper der daraus hervor gegangen war und der war nun geboren weil er Reif war sich abzulösen.

War es dort die Hingabe in der anscheinenden Starre die herausfordernd war, so war es nun das erstaunen einer neuen Form der Hingabe.

Zunächst war es ein tiefes Eintauchen in dieses so ungewohnte Element, obwohl dieses Element so wie er selbst ja auch Wasser war.

So oft hatte er gesehen und miterlebt, wie seine Brüder und Schwestern geboren wurden und fort gingen, als er selbst schon nahe genug an den Rand der Eismasse vorgedrungen war.
Es nun selbst zu erleben war jedoch etwas ganz anderes, als es zu beobachten; das wurde ihm nun klar.

Seine verinnerlichte Demut, sein Wissen dadurch, dass immer alles in bester Ordnung ist ermächtigte ihn sich seiner Reise hinzugeben.

Er genoss die Bewegung, das floaten in diesem wundervollen, warmen, salzigen Wasser, nahm in Freude und Dankbarkeit wahr und hin, dass es ihn trug, ihn den großen schweren Eisberg.

So wie das Meer ihn trug und die Wellen und Winde ihn offensichtlich leiteten und führten, so bewegte und veränderte es sich auch in ihm selbst.

Seine Struktur veränderte sich, von der festen, kristallinen Form in eine flüssige, in eine gasförmige und schließlich in eine ätherische Form und so wurde ihm bewusst, wie er sich selbst verströmte, wie er sein ICH BIN ausstrahlen durfte indem er sich auflöste.

Dazu bin ich also hier, dachte es in ihm, um mich hinzugeben dem Leben, der Natur, der sich in Freiheit und Liebe verändernden Strukturen, das loszulassen was gehen will an mir, in mir um verstehen zu lernen und zu erleben, dass all das Eins ist.



Ich kann also gar nichts verlieren, selbst wenn ich mich auflöse und nun konnte er es fühlen, nun wusste er wie sehr jedweder Eisbrocken der von ihm abbrach einfach nur seinen Weg ging und in Freude taute und verschmolz, wie jeder Tropfen der verdunstete in Freude in die Atmosphäre aufstieg und dieses Wissen in die Welten brachte.



Ein tiefer Frieden breitete sich in ihm aus und legte sich durch ihn über die Erde.

Was für ein grandioses Schauspiel, was für ein Geschenk ….. dazu bin ich also hier …..



Robert Stein

http://herz.perlen-taucher.net/

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