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Abraham
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vor 4 Jahren, 8 Monaten
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Gerry

Indien erkennt Delfine als nicht-menschliche Personen an

Startbeitrag von Gerry am 03.08.2013 18:31

Indien hat Delfine als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Recht auf Freiheit und Unversehrtheit geschützt werden muss. Delfinarien, Delfinshows und Delfine in Zoos sind damit in Zukunft illegal, bereits bestehende Delfinarien werden geschlossen.

In einer Stellungnahme begründet die Regierung ihren Schritt mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eindeutig gezeigt hätten, dass Delfine aufgrund ihrer hohen Intelligenz "als nicht-menschliche Personen angesehen werden sollten, mit entsprechenden persönlichen Rechten."

Indien ist bereits das vierte Land auf der Welt, das die Gefangenschaft von Delfinen für rechtswidrig erklärt, zuvor hatten bereits Costa Rica, Ungarn und Chile entsprechende Gesetze erlassen. Spannend ist im Falle Indiens die Wortwahl der Begründung, die ein neues Kapitel im indischen Tierschutz aufschlagen könnte.

Delfine sind Personen

Die Forderung, Delfine als Personen zu betrachten, nahm 2010 ihren Anfang in Helsinki, wo die weltweit führenden Meeresbiologen eine Erklärung unterzeichneten, die einen neuen Rechtsstatus für Delfine forderte. "Wir erkennen alle Wal- und Delfinarten al Personen an, mit dem Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit."

Hintergrund ist, dass Delfine alle Formen von Intelligenz zeigen, die gewöhnlich gebraucht werden, um Tiere von Menschen zu unterscheiden: Sie besitzen Selbstbewusstsein, haben eine Sprache, verwenden Namen für einzelne Individuen, erkennen sich im Spiegel, sind zu abstrakter Logik fähig, gebrauchen Werkzeuge, drücken Emotionen aus, haben eine eigene Kultur und enge familiäre Bindungen. Dieser Umstand veranlasste viele Wissenschaftler zu der Überzeugung, dass es keine wissenschaftliche Begründung gibt, die es ethisch erlauben würde, Delfinen die Persönlichkeitsrechte vorzuenthalten, die für Menschen gelten.

Dass diese Überzeugung nun erstmals Eingang in nationale Rechtsprechung gefunden hat, ist ein juristisches Novum. Tierschützer können nun hoffen, dass andere Länder dem Beispiel Indiens folgen werden und Delfine in Zukunft vielleicht international als Personen anerkannt werden.

Das wäre nicht nur juristisch interessant, sondern vor allem philosophisch. Bisher hat wurden Tiere größtenteils als "fühlende Dinge" betrachtet. Der Schritt, anzuerkennen, dass wir uns diesen Planeten mit weiteren hochintelligenten Spezies teilen, die sich aus fühlenden und selbstbewussten Individuen zusammensetzen, wäre ein großer philosophischer Schritt für den modernen Menschen.


Quelle: sein.de

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