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vor 4 Jahren, 5 Monaten
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Gerry

Keine Angst vor dem Crash!

Startbeitrag von Gerry am 17.08.2013 12:10

von Johannes, Schnittpunkt 2012

Nicht ob, sondern wann ...

Mein letzter Artikel "Höchste Alarmstufe" brachte mir wieder einige Reaktionen wie "Jetzt redet man schon so lange vom Crash, ich glaube nicht mehr daran" oder "ich warte schon so lange ... nichts passiert" ...

In der Tat zieht sich dieser Niedergang unseres Systems sehr in Länge und auch profunde Experten haben sich im Zeitplan offensichtlich geirrt.

Und doch wird uns ein totaler Zusammenbruch unseres Systems nicht erspart bleiben. Doch so negativ wie es sich anhört, ist es nicht, denn grundsätzlich ist dieser Crash vorerst wertfrei zu sehen denn er ist nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang. Jeder Tod impliziert eine Geburt, jedes Ende einen Anfang! Deshalb müssen wir diesen Zusammenbruch des Systems auch als Chance für einen Neubeginn sehen und uns nicht aufgeben!

In den letzten fünf Jahren seit der Pleite des Bankhauses Lehman Brothers in den USA schrammten wir einige Male ganz knapp an jenen neuralgischen Punkten des "no Returns" vorbei. Das Überschreiten dieser Punkte hätte einen desaströsen Dominoeffekt ausgelöst, der unser Finanzsystem binnen Stunden vernichtet hätte. Nur durch Unsummen von Geld (Krediten) und bizarre Garantien von Regierenden konnten die Situationen voresrt entschärft werden.

Dass es allerdings einen Zusammenbruch unseres Geldsystems und damit auch unseres gesamten Finanzsystems geben muss, ist jedem klar, der das System versteht. Es ist viel weniger kompliziert, als die meisten annehmen (und sich aus diesem Grunde niemals damit auseinandersetzen).

Bekannt und wahr ist der Auspruch von Henry Ford: "Wüssten die Menschen wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir morgen früh eine Revolution!"

Unser Geldsystem ist erstens ein Betrugssystem, von dem nur wenige wirklich profitieren und der Rest bezahlt. Zweitens ist es ein elitäres und korruptes System, das noch dazu äusserst manipulativ ist und von jenen, die an der Spitze sitzen, beliebig gesteuert werden kann ... allerdings unter Einhaltung gewisser Regeln. Und diese Regeln sind auch die Sargnägel des Systems ... die Zinsen. Drittens ist unser Geldsystem aufgrund des Zinseszinssytems ein Schneeballsystem. Die Zinseszinsen verdoppeln nicht das Kapital, sondern potenzieren dies. Doch soviel Geld, wie durch Zinsen "verdient" wird, existiert gar nicht! Und klar ist, jedes Schneeballsystem endet an seinen physischen Grenzen. Irgendwann sind die Summen so astronomisch hoch, dass sie alle Grenzen sprengen.

Deswegen, weil wir dieses Geldsystem vom Römischen Reich übernommen haben, bricht in regelmässigen Abständen dieses zusammen. Früher waren einzelne Staaten, die eigene Währungen hatten, betroffen. Jeder kann recherchieren, wie oft einzelne Staaten mit ihren Währungen pleite gingen - auch Deutschland und Österreich. Nun leben wir in Währungsverbünden, mit wenigen sogenannten Leitwährungen, in einer vernetzten, von einander abhängigen Welt.

Implodiert eine der grossen Währungen (US-Dollar, Pfund, Euro, Franken, etc.), dann reisst dieser Zusammenbruch mit höchster Wahrscheinlichkeit die anderen Währungen mit.

Denn, allen unseren Währungen liegt kein Wert mehr zu Grunde. Kein Wert wie Gold, Wirtschaftsleistung, etc. Unser Geld ist nur mehr ein Versprechen des Herausgebers und dessen Regierung, dafür einen physischen Wert (Lebensmittel, Auto, etc.) eintauschen zu können. Das heisst, der Wert unseres Geldes ist abhängig vom Vertrauen ... und genau dieses schwindet! Damit sinkt auch der Wert des Geldes ... vor allem gegenüber dem Wert des Goldes.

Warum ist dann der Goldpreis heuer so dramatisch gesunken? Weil auch dieser Markt nicht der Realität entspricht, sondern manipuliert wird. Ein höherer Goldwert hätte gewaltige Auswirkungen. Der Wert des Geldes würde sinken (Inflation), die Zinsen würden steigen und damit zur Gefahr des Systems werden.

Da der Goldmarkt nur zu einem geringen Teil den Handel mit physischem Gold (Goldbarren, Goldmünzen, Schmuckgold, ...) betrifft und der weit grössere Teil intransparente "Papiergoldgeschäfte" sind, ist der Manipulationen des Marktes Tür und Tor geöffnet, was natürlich die Grossen, wie JP Morgan und Konsorten zum eigenen Vorteil auch ausnutzen.

Doch auch solche Manipulationen bei Goldpreis und Währungswert halten den Zusammenbruch des gesamten Systems nicht auf. Es verzögert diesen nur ...

Denn die Summen der Zinsen steigen unerbittlich, auch wenn sie niedrig gehalten werden. Die Summen sind derartig hoch, dass in vielen Fällen, das betrifft vor allem Staaten, eine reale Kreditrückzahlung, also Rückzahlung von angelaufenen Zinsen UND Kapital, nicht mehr möglich ist. Ergo werden neue Schulden aufgenommen, um zumindest den Zinsdienst leisten zu können ...

Geld entsteht aus Schuld! Jeder Euro, jeder US-Dollar, jeder Yen, jeder Franken, jeder Pfund, der neu erschaffen wird, herkömmlich bezeichnet als "gedruckt wird", ist eine Schuld. Und diese Schuld muss getilgt werden - Kapital und Zinsen.

Und genau darin liegt die Explosivität unseres Systems, weil sich diese Schulden nicht einfach verdoppeln, sondern potenzieren ... und dann sind schnell die Grenzen eines Schneeballsystems erreicht!

Deswegen geht es nicht darum ob es einen Zusammenbruch unseres Systems geben wird, sondern nur wann dieser Crash kommen wird!

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