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Abraham
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vor 3 Jahren, 1 Monat
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Gerry

Ron Paul: Warum die wirklich Regierenden Frieden hassen

Startbeitrag von Gerry am 19.01.2015 11:26

Der US-Kongressabgeordnete Dr. Ron Paul aus Texas genießt in den USA landesweites Ansehen als oberster Verteidiger der Freiheit in der heutigen Politik.

Eine der lapidarsten Erklärungen dazu, wie es Regierungen immer wieder gelingt, ihre Bevölkerung für die Unterstützung eines Krieges zu gewinnen, stammt von Hermann Göring aus der Zeit der Nürnberger Prozesse nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

»Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.
Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt...
Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.«
(Hermann Göring, am 18. April 1946 abends in seiner Zelle; zitiert nach G.M. Gilbert, Nürnberger Tagebuch, Frankfurt 1962, S. 455.)

Es ist schon erschreckend, dass ein verurteilter Nazi-Kriegsverbrecher eine solche grundlegende Wahrheit ausspricht!

Es sollte schwieriger sein, insbesondere dann Unterstützung für einen Krieg zu mobilisieren, wenn am Ende so viel Bedauern und Reue stehen. In den vergangenen 60 Jahren hatte die amerikanische Bevölkerung wenig zu sagen, wenn es um die Entscheidung ging, ob ein Krieg zu führen sei.

Wir haben zugelassen, dass eine ganze Reihe von Präsidenten sowie die Vereinten Nationen letztlich entschieden haben, wann und ob wir in den Krieg zogen, ohne dass eine ausdrückliche Kriegserklärung des Kongresses vorlag, wie es die Verfassung verlangt.

Seit 1945 war unser Land an mehr als 70 offenen oder verdeckten militärischen Auslandseinsätzen beteiligt. In zahlreichen Fällen haben wir beiden Seiten eines Konflikts Waffen und Geldmittel zur Verfügung gestellt. Es ist für unsere so genannten Verbündeten keinesfalls ungewöhnlich, sich gegen uns zu wenden und die von uns gelieferten Waffen gegen amerikanische Soldaten einzusetzen. In den letzten Jahrzehnten waren wir sowohl Verbündete und Feinde von Saddam Hussein, Osama bin Laden und den Islamisten im Iran. Wohin hat uns all das geführt?

Die Verluste und Folgeschäden an Menschenleben und Verletzungen, die Verschwendung an Steuergeldern, die Inflation und Haushaltsdefizite, die sich aus dieser unserer dummen und absurden Politik ergeben, werden noch viele kommende Generationen belasten.

Damit sich die menschliche Zivilisation weiter entwickeln kann, müssen wir die Zahl der Kriege verringern. Vor allem zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit wir hoffen können, dieses Ziel zu erreichen:

1. Alle Angehörigen der Streitkräfte (einschließlich der verdeckt paramilitärisch operierenden Einheiten) weltweit müssen sich weigern, Offensivkriege über ihre Landesgrenzen hinaus zu beginnen. Dies muss für jeden einzelnen Soldaten oder jede einzelne Soldatin zu einer Frage der persönlichen Ehre werden. Die Schweiz ist ein Beispiel für ein Land, das zwar bereit und in der Lage ist, sich zu verteidigen, sich aber bisher beharrlich geweigert hat, Truppen ins Ausland zu entsenden.

2. Die wahre Natur des Krieges muss offen gelegt werden, und seine Verherrlichung muss aufhören. Anstatt Kriegshelden mit Paraden und Orden für Kriege zu belohnen, die nicht für die wirkliche Verteidigung unseres Landes geführt wurden, sollten wir uns ehrlicher der realen Folgen des Krieges bewusst werden: Tod, Zerstörung, schreckliche Verwundungen und Behinderungen, zivile Opfer, wirtschaftliche Kosten und der Verlust der Freiheit im eigenen Land.

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