Die Lawine rollt: Die Euro-Zone steht vor dem Zerfall

Startbeitrag von ein Bürger, wie Du am 06.07.2015 04:50

Das Referendum in Griechenland ist der erste Akt in der ungeordneten Abwicklung der Euro-Zone. Die gewählten Regierungen kämpfen ab sofort nur noch um ihr eigenes Überleben. Sie sehen nicht, dass die Spaltung quer durch die Nationen verläuft – und werden dafür einen hohen Preis bezahlen.

Die Spaltung der Euro-Zone ist nach dem griechischen Referendum kaum noch aufzuhalten. Die Ansteckung ist vor allem politischer Art: Denn die Deutlichkeit, mit der die Griechen die Dominanz der Troika abgelehnt haben, hat alle überrascht. Das Votum der Griechen war nicht, wie von den polemischen und panischen Euro-Rettern behauptet, ein Votum für oder gegen den Euro.

Das Nein war ein Votum gegen die zerstörerische Austeriätspolitik. Die hat in vielfacher Hinsicht zu schweren Verwerfungen in den nationalen Gesellschaften geführt. Alle Gesellschaften spüren die Folgen einer beispiellosen Kredit-Orgie. Erstmals hat mit den Griechen ein Volk klar Stellung bezogen. Das Nein macht deutlich, dass die EU als reine Wirtschaftsunion mit nachgeordneter politischer Folklore nicht funktionieren kann. Das ist, so brutal die Folgen für die Griechen und die anderen Euro-Staaten auch sein werden, auch ein Sieg der Demokratie. Das griechische Votum war ein Votum für den Primat des Politischen über die Ökonomie.

Es ist müssig, sich über die Fehler der Syriza-Regierung zu echauffieren. Sie war das letzte Glied in einer langen Kette an politischem Versagen in der griechischen Politik. Das Versagen der Vorgänger-Regierungen hat den Niedergang eingeleitet. Sie haben Griechenland mit falschen Zahlen in den Euro geschmuggelt, unter tatkräftiger Mitwirkung der Investmentbank Goldman Sachs. Sie haben über Jahre von der Kredit-Orgie profitiert und zugleich die Euro-Zone an der Nase herumgeführt. Viele Dinge wurden versprochen. Eingehalten wurde nur eines: Die Steuern wurden laufend erhöht, die Sozialleistungen pausenlos verkürzt. Der griechische Staat funktionierte unter den konservativen und sozialdemokratischen Regierungen wie eine einzige große Entsolidarisierungs-Maschine. Diese Regierungen haben die verschiedenen Spaltungen vertieft, die eine schuldengetriebene Staats- und Zentralwirtschaft wie jene der EU vertieft.

Die Gräben sind kein Konflikt zwischen den einzelnen Staaten der EU. Sie verlaufen quer durch Europa und haben eine zerstörerische Wirkung in ganz Europa.

Da ist die Spaltung zwischen Jung und Alt. Eine Zeitlang berichteten alle Medien mit einer gewissen Regelmäßigkeit über die dramatisch hohe Jugendarbeitslosigkeit in den Staaten in Südeuropa. Diese Berichte sind in den vergangenen Monaten klammheimlich versickert. Die Regierungen haben sich in die Statistik-Falle locken lassen. Die Öffentlichkeit diskutierte Prozentzahlen über das Wirtschaftswachstum oder diskutierte Kunst-Themen, wie den „Primärüberschuss“.

...hier bitte weiterlesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/06/die-lawine-rollt-die-euro-zone-steht-vor-dem-zerfall/

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