USA: Geheimdienst-Bericht über Russland gerät zur großen Blamage

Startbeitrag von Gerry am 07.01.2017 08:57

Quelle und vollständiger Artikel bei: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Der Bericht der US-Geheimdienste über die angebliche russische Intervention in die US-Wahl ist eine einzige Peinlichkeit. Im Hinblick auf Deutschland leisten sich die Dienste einen kolossalen Sachfehler, im Blick auf Clinton und den IS einen fatalen Kurzschluss.

Am Freitag wurde der mit Spannung erwartete Bericht der US-Geheimdienste zur angeblichen russischen Beeinflussung der US-Wahl veröffentlicht. Glenn Greenwald von The Intercept urteilt knapp und zutreffend: Der Bericht wiederhole bekannte Anschuldigungen – ohne einen einzigen Beweis für die Behauptungen vorzulegen. Es sei schockierend, wie sehr dieser Bericht gehypt worden sei und sich am Ende gar nicht die Mühe gab, auch nur einen einzigen Beweis vorzulegen, schreibt Greenwald auf Twitter.

Tatsächlich ist der Bericht eine einzige Blamage: Hätten die US-Dienste auch nur ansatzweise belegen können, dass die Russen oder mit ihnen verbundene oder in ihrem Auftrag tätige Hacker oder Cyber-Kriminelle sich Zugriff auf die Server der Demokratischen Partei (DNC) verschafft haben, so hätte der Bericht und die ihm vorangegangene Erregung durchaus Berechtigung gehabt.

Die Geheimdienste lösen das Dilemma, dass man Putin ein Votum für Trump nicht direkt nachweisen kann, mit Hilfe einer zur Desinformation zur gerne angewandte Methode: Die Dienste behaupten einfach irgendetwas. So sagen sie, es sei für sie Beweis genug, dass Putin die Wahl beeinflusst habe, weil er nach der Veröffentlichung der Panama-Papiere und des russischen Doping-Skandals bei Olympia öffentlich gesagt habe, „er werde versuchen, Enthüllungen zu tätigen, die das Image der Vereinigten Staaten diskreditiere und sie als Heuchler entlarven.“

Die Kernaussage des Berichts lautet: Putin sei gegen Hillary Clinton gewesen und habe sich gewünscht, dass Donald Trump gewinnt.

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