Däniken: „Die Aliens kommen wieder und helfen uns auf den Sprung“ – EXKLUSIVINTERVIEW

Startbeitrag von Gerry am 22.10.2017 15:30

Der Schweizer Erich von Däniken befasst sich seit Jahrzehnten mit der Menschheitsgeschichte. Er hat Bücher mit Millionenauflagen geschrieben und ist überzeugt: „Außerirdische haben uns besucht.“ Der „Prä-Astronautik“-Experte berichtet von Geheimdiensten und Alien-Implantaten, sagt aber: Sie kommen in friedlicher Absicht. Das Gespräch in Auszügen:

Herr von Däniken, Sie haben fast alle Länder dieser Welt besucht, Grabstätten und anderes Mysteriöses entdeckt und erlebt. Was ist die Quintessenz ihrer jahrzehntelangen Forschung?

Die Quintessenz ist die alte: Vor vielen, vielen Jahrtausenden ist unsere Erde mal von Außerirdischen besucht worden. Unsere Vorfahren waren damals Steinzeitleute, die begriffen überhaupt nicht, was sich abspielte. Sie meinten irrtümlicherweise, diese Außerirdischen seien „Götter“. Aber es gibt keine Götter und das wussten unsere Vorfahren nicht. Die sogenannten „Götter“ verhielten sich ganz ähnlich, wie sich heute Ethnologen benehmen würden: Sie haben ein paar Stämme studiert, ein paar Sprachen gelernt, ein paar Ratschläge gegeben. Irgendwann haben sie sich verabschiedet, mit dem Versprechen, in einer fernen Zukunft wiederzukehren. Dieses Wiederkunftsversprechen ist eingewandert in alle Kulturen und alle Religionen bis auf den heutigen Tag.

Wann kommen die „Götter“ wieder? Und: Was macht Sie denn so sicher, dass es früher wirklich außerirdischen Alien-Einfluss auf unseren Planeten, auf unsere früheren Hochkulturen gab?

Wann sie wiederkommen, weiß letztendlich niemand. Es ist nicht mal auszuschließen, dass sie schon da sind, aber das ist ein anderes Thema.

Wie kann man den Unterschied finden zwischen Naturreligion und den angeblichen Fremden? Die Fremden haben Informationen gegeben: Und zwar wissenschaftliche Informationen, welche unsere steinzeitlichen Leute nicht wissen konnten. Ein Beispiel: Da gibt es dieses „Buch Henoch“. Henoch ist in der Bibel der siebte Patriarch nach der Flut. Er wird von den Fremden hochgenommen, in den angeblichen Himmel – das ist die religiöse Betrachtung. Meiner Meinung nach wird er hinaufgenommen in ein Raumschiff. Er lernt die Sprache der Fremden, dann wird er unterwiesen. Und dann sagt der (außerirdische) Astronom zu ihm: „Menschensohn, schau mal raus. Siehst du das kleine Licht dort draußen? Ihr Menschen sagt Mond dazu. Der Mond hat gar kein eigenes Licht.“ Und dann erklärt er ihm die Mondphasen, warum es Voll- und Halbmond gibt. Das ist eine wissenschaftliche Information. Die hat nichts mit Naturreligion zu tun. Das ist der Unterschied. Es ist Information geflossen.

Kritiker Ihrer Arbeit sagen immer wieder: Vieles sei an den Haaren herbeigezogen und hineininterpretiert. Manche behaupten, dass „Götter“, die vom Himmel hinabsteigen, nur dem kollektiven Unterbewussten entspringen würden. Welche Beweise und welche Indizien haben Sie für Ihre Thesen?

Ich liebe die Kritiker. Es ist wunderbar zu diskutieren. Denn in meinem Fachbereich weiß ich in Gottes Namen mehr als meine Kritiker. Was ich ihnen nicht vorwerfe. Ich weiß auch nicht viel von anderen Fachbereichen. Nun, es gibt einfach eindeutige Indizien, die man hat. Aber es bleibt die Frage der Interpretation.

Sie erzählen in Interviewsoft auch viel Hintergründige: Viele Ihrer Kollegen aus der klassischen Archäologie, also der Mainstream-Wissenschaft, würden Ihnen immer wieder hinter vorgehaltener Hand Dinge verraten, die sie öffentlich niemals sagen könnten. Können Sie da vielleicht mal aus dem Nähkästchen plaudern und ein Beispiel verraten?

Man kann die Namen nicht sagen, wenn man eine Abmachung mit Handschlag gemacht hat. Da halte ich mich dran. Aber so viel: Ich habe in einem meiner Bücher über die Maya geschrieben. Die Mayas hatten zwei Kalender gehabt: Den normalen, irdischen Kalender mit rund 365 Tagen, mit Schaltstunden und Schaltjahren. Sie hatten noch einen zweiten Kalender, den sogenannten Götter-Kalender, der hatte 260 Tage. Dieser Kalender passt hinten und vorne nirgendwo in unsere Welt. Mit 260 Tagen können wir nichts anfangen, angesichts unserer Jahreszeiten.

Jetzt kam ein Professor von der Universität Bonn, ein Kenner der Maya-Welt, zu mir und sagte: „Herr von Däniken, diesen Kalender können Sie ganz leicht erklären. Zwischen Mars und Jupiter liegt der Asteroidengürtel. Das sind heute tausende von Gesteinsbrocken, kleine und größere. Wenn dort mal ein Planet gewesen wäre, hätte er eine Umlaufbahn von 260 Tagen gehabt.“ Ich sagte: „Danke, Herr Professor, ich nehm’s gern auf.“ Aber er wollte unter keinen Umständen, dass ich ein Wort von ihm sage, dass die Idee dazu von ihm kam.

Warum ist Ihre Arbeit, laut Ihren eigenen Aussagen, immer wieder auch von Interesse für staatliche Geheimdienste? Wollen Sie dazu etwas sagen?

Es gibt tatsächlich heute Leute, die behaupten, sie seien von Außerirdischen entführt worden. Ich persönlich habe darüber immer nur gelacht. Ich dachte: Das ist alles psychoanalytisch erklärbar. Die haben alle einen Knall. Und dann kam ich mit Prof. Dr. Dr. John Mack zusammen. Der ist Pulitzer-Preisträger in den USA, ist Professor an der Elite-Hochschule Harvard. Wir haben uns zwei, drei Abende unter vier Augen unterhalten. Er sagte mir: „Herr von Däniken, ich hasse es, beobachtet zu werden, aber es geht nicht mehr anders.“ Ich sage: Wieso denn? Ist doch alles Quatsch mit diesen Entführungen. Er erwiderte: „In bestimmten Fällen nicht. Weil wir Implantate gefunden haben.“

Es gibt tatsächlich Menschen mit Implantaten. Natürlich dann die Frage: Was soll denn das sein? Hat man es analysiert? Natürlich hat man es analysiert. Chemisch, physikalisch – aber wir werden nicht schlau, was es sein soll. Das sind so Dinge. Und dann kommen tatsächlich Menschen, die behaupten, sie seien vom Staat und fragen: „Herr von Däniken, können Sie uns Namen liefern? Mit wem haben Sie gesprochen?“ Was ich dann immer nicht mache. Ich muss zuerst den Gegenpart fragen, ob sie einverstanden seien. Sonst wird halt geschwiegen.

Und die Geheimdienstmitarbeiter lassen Sie dann in Ruhe?

Ja. Es gibt offenbar Gespräche mit UFO-Entführten. Sie werden analysiert und in Tomographie geschoben. Der Staat will wissen: Ist da irgendeine potenzielle Bedrohung für die Menschheit? Oder ist das alles nur Spinnerei? Darum geht’s dann. Ich habe die Antwort nicht. Ich persönlich habe bis heute immer noch kein UFO gesehen, mich noch mit keinem Außerirdischen unterhalten. Nur: Es gibt tatsächlich Menschen mit außerirdischen Implantaten.

Wenn die „Götter“ wiederkommen, werden die Aliens uns mit feindseligen Absichten besuchen?

Nein, überhaupt nicht. Es wird so etwas wie einen Evolutionssprung geben, von außen. Wir haben eine Evolution, wir sind Produkte der Evolution – aber nicht nur. Die Erde war nie ein geschlossenes System. Es gab zu allen Zeiten Eingriffe von außen. Die Kritiker sagen: „Das ist doch ein Blödsinn. Wie soll man sich das vorstellen?“ Wir Menschen haben in der Vergangenheit zum Beispiel einen Kirschbaum veredelt. Wir haben ganz einfach gepfropft, dazu muss man nichts wissen von Genetik. Und dennoch entstand eine bessere Kirsche. Etwas Ähnliches ist in der Vergangenheit passiert, zumindest den alten Texten nach.

Alexander Boos

Das komplette Interview mit Erich von Däniken ist hier zum Nachhören.

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