Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Pfauenforum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
MSittig, Peacock, .Eva., Helga_

Pfauen-Schreie

Startbeitrag von MSittig am 30.09.2008 08:29

Hallo Pfauenfreunde,
wir halten seit ca. 30 Jahren Pfaue. Seit 2 Jahren laufen unsere Tiere
frei bzw. in unseren Gewächshäusern. Niemand störte sich. Nun sind neue
Nachbarn zugezogen und haben uns wegen der "Schreie" die Gemeinde auf den Hals gehetzt (Lärmbelästigung). Uns wurde nahegelegt die Pfaue um
zusiedeln.
Wer hat Erfahrungen ähnlicher Art gemacht?

Antworten:

Hallo MSittig,

Wohnt Ihr in einem eher ländlichen Gebiet? Wie viele andere Nachbarn gibt es, die sich nicht an den Tieren stören? Hat der neue Nachbar vielleicht nen Hund, der Euch stören könnte? Zu welcher Jahreszeit ist der Nachbar denn eingezogen? Die laute Balzzeit ist ja eigentlich schon seit Monaten vorbei. Wenn Eure Pfaue gern in den Gewächshäusern sind, müßte es doch gehen sie morgens erst um 8 Uhr raus zu lassen, damit keiner um 4 Uhr aus dem Bett fällt. Schreibt doch mal ein bißchen genauer, vielleicht kommen ein paar gute Tipps.

Viele Grüße, Eva

von .Eva. - am 30.09.2008 16:07
Hallo Eva,
unsere Gärtnerei grenzt auf der einen Seite ins Wohngebiet, der anderen an den Feldrand und wieder eine andere an den Friedhof. Tatsächlich sind diese Leute erst im Frühling diesen Jahres zugezogen und haben Verstärkung bekommen von einem Nachbarn der hier schon länger wohnt, aber dem die Schreie zur Balzzeit anscheinend erst jetzt auffallen. Viele Leute die drumherum wohnen haben wir angesprochen; sie sagen, daß sie die Pflaue schon gar nicht mehr höhren.
Unser Problem ist, das unsere Pfauenmänner die ganze Zeit im Freien sind. Letztes Jahr konnten wir sie nach und nach mit Futter in den Stall locken, da fangen und dann im Gewächshaus wieder frei lassen, wo sie den Winter verbracht haben. Leider sind die Herren der Schöpfung schon etwas älter und sie lassen sich nicht allabendlich in den Stall
bzw. das Gewächshaus locken. Zumal der angrenzende Betrieb - ein Obstbauer - viel Freifläche hat und Hühner mit denen sie dann oft zusammen fressen.
Wüßte gerne ob es schon mal Erfolge gab, sich gegen den "Gesetztgeber" zu wehren.
Grüße Martina

von MSittig - am 01.10.2008 09:40
Hallo Martina,

hab zwar schon gegoggelt, aber Nachbarrecht ist wohl auch Ländersache; was in NRW gültig ist, muss wohl noch lange nicht in Hessen Sache sein :-( Das OLG Frankfurt hat mal entschieden, dass in so einem Fall der Pfau an Wochentagen in der Zeit von 22.00 - 07.00 h einzusperren ist, am Sonntag von 22.00 - 8.00 h. Ich meine auch gelesen zu haben, dass in reinen Wohngebieten die Haltung von Pfauen grundsätzlich untersagt ist... aber wer hält schon einen Pfau in der Stadt :confused:

Könnte man eventuell versuchen, die neuen und die neu rebellierenden Nachbarn bei einem netten Essen und einem guten Glas Wein davon zu überzeugen, dass sie doch tierisch gut drauf sind? Unabhängig davon würde ich mich trotzdem noch mit einem Rechtsverdreher in Verbindung setzen und mich mal beraten lassen. Im Zuge meiner Suche nach entsprechenden Urteilen hab ich leider auch lesen müssen, dass es heutzutage selbst in rein ländlichen Gebieten nicht mehr hingenommen werden muss, wenn der Hühnerhahn des Morgens kräht :eek:

Heute habe ich diese Meldung gefunden:

Landwirt muss für eifersüchtigen Pfau zahlen
Düsseldorf (dpa) - Ein Landwirt aus Düsseldorf muss für die Eskapaden eines liebestollen Pfaus tief in die Tasche greifen. Das Tier hatte sein eigenes Spiegelbild im Lack einer Limousine für einen Nebenbuhler gehalten und sich mit Schnabel und Krallen auf das Auto gestürzt. Dabei war ein Schaden von 2900 Euro entstanden. Dafür muss der Landwirt als Besitzer des Pfaus nun aufkommen, entschied das Düsseldorfer Amtsgericht.

© Die Welt
erschienen am 30.09.2008 um 16:19 Uhr

In unserer Lokalzeitung war dann noch der Hinweis, dass der Krawallpfau wild auf dem Grundstück des Landwirtes lebt!

Ich drück' Dir und Deinen Tieren jedenfalls ganz fest alle Daumen, dass Du doch noch eine befriedigende Lösung und viellleicht hier sogar noch eine Antwort erhälst.

LG,

Helga




von Helga_ - am 01.10.2008 21:10
Hallo MSittig,

mich würde mal interessieren, wie die Sache ausgegangen ist. Meine drei Hähne sind ebenfalls im Sommer nicht dazu zu bewegen, in den Stall zu kommen, vielmehr bevorzugen sie Nachtquartiere in luftigen Höhen auf den umliegenden Bäumen. Obwohl die nächsten Wohnhäuser erst ca. 300 m Luftlinie entfernt liegen hat sich wohl offensichtlich jemand beschwert, dass er morgens um 4 von den Schreien geweckt wird. Ein Gemeindemitarbeiter war hier und sagte meinem Sohn quasi über den Gartenzaun, dass wir die Pfauen nachts einschliessen müssten. Das würde bedeuten, dass wir sie ständig eingeschlossen halten müssten. Will mich hier mal kundig machen, wie weit das gehen kann.

Danke vorab und LGs

von Peacock - am 24.06.2013 14:02
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.