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Forum:
Pfauenforum
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren
Beteiligte Autoren:
Birgit-Horn, Helga_, Outback, Fried

1 von den Küken von Maria ist gestorben Was hab ich bloss falsch gemacht ??

Startbeitrag von Birgit-Horn am 21.06.2011 07:42

Hallo alle zusammen,

nach den Aufregungen mit den Küken von Gina und Maria war bei uns bis heute morgen alles ruhig.

Die Küken von Gina werden am Donnerstag 4 Wochen alt und die von Maria sind heute 14 Tage alt.

Heute morgen lag auf einmal ein Kleines tot vor der Mutter im Nest. Ich hatte schon furchtbare Angst alle 5 wären tot, aber die krabbelten dann nach einer Weile unter ihrer Mutter hervor.

Mir ist aufgefallen, dass ein Kleines häufiger genau an der Stelle an der ich das Tote heute morgen gefunden habe, vor der Mutter sass, eigentlich direkt vor der Brust, ganz nah an der Mutter aber nicht unter ihr. Ich habe mir keine grossen Sorgen deshalb gemacht, denn beim zweiten Mal nachschauen war es meist wieder unter der Mutter verschwunden.

Was ist da passiert?? Hat Maria es nicht mehr unter sie gelassen?
Habe ich etwas falsches gefüttert? oder zuviel oder zuwenig??
Jede Familie bekommt pro Tag morgens und abends je 1 hartgekochtes Ei mit 2 Esslöffeln feinen Haferflocken vermischt, Putenstarter, die Mutter Hühnerfütter gemischt mit Bruchmais und Sonnenblumenkernen, und ein Tellerchen mit Grünzeug - Brennesseln, Löwenzahn, junges Gras und Vogelmiere.
Gerade die 5 Kleinen haben sehr gut gepickt, auch den Putenstarter, den die grösseren 4 nicht so gerne mögen.
Ach ja hab ich noch vergessen, sie bekommen auch jeden Tag noch ein paar getrocknete Mehlwürmer, auf die sie ganz verrückt sind. Die 5, jetzt sind es ja leider nur noch 4, hätten sie mir schon aus der Hand gepickt, wenn die Mutter sie gelassen hätte.

Ach so, wie ihr wisst, sitzen sie ja im geschlossenen Stall und jeder in einer eigenen Ecke.

Vielleicht weiss einer von euch Rat, Helga oder Claudia !!????
Ich hab grosse Angst, dass die anderen auch sterben.

Bis hoffentlich bald
Birgit

Antworten:

Liebe Birgit,
meine Erfahrung mit Pfauen ist sehr, sehr klein, aber ich weiss, dass es immer wieder passiert, das ein Tier Nachwuchs es nicht schafft. Das kann tausend Gruende haben und keiner davon muss irgendwas mit Dir zu tun haben. Vor allem, wenn es sich schon eine zeitlang anders verhalten hat als die Geschwister, ist das oft ein Zeichen dafuer, dass was nicht stimmt. Ich hab ein paar mal Laemmer und Kaelber verloren, die von ihrer Mutter aus mir nicht ersichtigen Gruenden verlassen worden waren, die sind mir einfach so tot umgefallen. (Und ich hab schon mindestens hundert Laemmer, Ziegen und Kaelber erfolgreich mit der Flasche aufgezogen). Und bei Huehnerkueken ist dass auch so, dass es sein kann, dass eines einfach zu schwach ist, nicht mitkommt und dann tot ist.
Mach Dir nicht zuviel Sorgen um die anderen Kueken, wenn sie frisch und munter wirken.
Viele Gruesse
jutta

von Outback - am 21.06.2011 08:18
Liebe Jutta,
danke für deine aufmunternden Worte.
Es ist immer furchtbar, wenn so ein kleines Wesen stirbt. Jetzt beobachte ich die anderen natürlich mit Argusaugen. Eins lässt die Flügel etwas hängen, es frisst aber normal und springt auch mit den anderen herum.

Hoffentlich kommen sie alle gut durch die Nacht und sind morgen früh wieder gesund und munter.

Ich habe ein ganz klein wenih Traubenzucker ins Trinkwasser gegeben. War hoffentlich nicht falsch.

Liebe Grüße nach Douwn-Under
Birgit

von Birgit-Horn - am 21.06.2011 15:59
Birgit, Du hast sicher nichts falsch gemacht.

Nicht immer muss es eine Krankheit sein. Ich habe vor 2 Wochen ein totes Hühnerküken gefunden, jedoch vermutlich schlichtweg Genickbruch, weil ein großes deppertes Huhn, vielleicht auch gerade von einem notgeilen Hahn gejagt, draufgetreten war. Ich habe keine andere Erklärung, alle 18 "Geschwister" sind nachhaltig fit und möglicherweise ist ähnliches bei Dir passiert.

Traubenzucker und/oder Vitamingaben sind in akuten Situationen auf jeden Fall nie verkehrt.

Ich drücke Dir die Daumen, mir stehen die Vaterfreuden (und Sorgen) der ersten Pfauenküken noch bevor.

LG
Fried

von Fried - am 21.06.2011 22:27
Hallo Birgit,

tut mir unendlich leid um das Kleine... doch man steckt manchmal nicht drin. Ich habe vor einigen Wochen eine einjährige weiße Henne abgegeben, die nach 14 Tagen urplötzlich von einem auf den anderen Tag verstorben ist. Der TA des neuen Besitzers sagte wortwörtlich, das er noch nie ein so gesundes Tier obduziert hat. Das hat mir lange Zeit sehr zugesetzt!

Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, dann füttere nun mehr Ei und biete vor allem lebende Mehlwürmer an. Die Kleinen sind auf bewegliche Nahrung gepolt. Zum zweiten sollten die vierwöchigen Küken nun ans Tageslicht, sprich in den Freilauf. Die Kleinen brauchen für ein gesundes Gedeihen ganz dringend Sonnenlicht, nicht nur durch ein Fenster! Vielleicht kannst Du für die Jüngsten einen kleinen Auslauf bauen, in denen sie auch die Sonne genießen können?

Oft genug habe ich Küken vor Mutters Brust gesehen... doch natürlich waren sie irgendwann darunter verschwunden!

Fühl Dich fest getröstet,
Helga



von Helga_ - am 21.06.2011 23:25
Hallo zusammen, danke für eure tröstenden Worte.

Jetzt begreife ich erst, was es für eine Verantwortung mit sich bringt, Pfauenküken zu betreuen. Und ich meine wirklich nur helfend betreuen, aufziehen tut die Mutter sie ja. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man sich überhauupt Gedanken über eine Kunstbrut machen kann, ohne jemals einen lebendigen Pfau gehabt zu haben.
Ich bin heilfroh und glücklich, dass ich euch alle im Pfauenforum habe, die mir immer wieder mir ihrer Erfahrung und Ratschlägen zur Seite gestanden haben. Vor allem dir liebe Helga, nochmal tausend Dank für alle Tips und aufmunternden Worte.

Ich habe seit 4 oder 5 Jahren Pfauen und mache mir wirklich Gedanken und Sorgen um ihr Wohlergehen, aber das ist alles nichts im Vergleich zu der Aufzucht der Jungen jetzt. Ich bin so blauäugig an die Sache heran gegangen, aber die Hennen machen einfach nie das was ich erwartet habe. Gestern abend wollte Maria mit ihren 2 Wochen alten Küken das 1. Mal aufbaumen oder besser gesagt aufstangen, und was hat sie sich ausgesucht, wirklich die dünnste und krummste Stange. Wir haben 3 schöne breite Bretter angebracht, aber nein es musste diese runde Stange sein. Die Kleinen kamen über unsere selbstgebaute Sprossenleiter auch einigermaßen hinterher, fielen dann aber immer wieder von der Stange. Entweder konnten sie die Balance nicht halten oder sie wurden von einem zappelnden Geschwisterchen runtergeschubst. Nach einer Weile waren sie dann so kaputt, dass sie resigniert auf den unteren Stangen sitzen blieben. Ich glaub ich hab sie mindestens 4 oder 5 zur Mama und den anderen vorsichtig wieder auf die Stange gesetzt. Mich hat gewundert, wie ruhig die Henne geblieben ist, als ich ihr immer wieder ihre Babys nachgetragen habe. Nach mindestens 2 Stunden Aufregung und immer wieder durch einen winzigen Spalt schielend, setzte sich die Henne noch mal kurz auf und ich konnte kurz sehen, dass nur 3 Küken unter ihrem Bauch sassen. Eins fehlte !! Taschenlampe geholt und fast auf dem Bauch in den Stall gerobbt, ich wollte die anderen 4 von Gina ja nicht wieder aufscheuchen, da sah ich es ganz hinten in der dunkelsten und kältesten Ecke des Stalles kauern. Es ließ sich ganz leicht einfangen und ich habe es ganz vorsichtig direkt neben die Mama gesetzt. Es ist dann ganz langsam unter sie gekrochen. Das war übrigens das Kleine, dass die Flügelchen so hängen lässt. Nachdem ich dann gestern bestimmt noch bis elf neben dem Stall Wache gehalten habe und auf jedes Piepserchen da drin gehört habe, bin ich heute morgen um 5.30 gleich wieder runter. Gott sei Dank. Alle lebten noch. Ich habe den Kleinen mit den hängenden Flügeln bis jetzt beobachtet, er frisst und pickt und springt mit seinen Geschwistern munter herum. Hoffentlich hat er nichts, der Kot ist übrigens auch ganz normal.

Liebe Helga ich habe deinen Rat befolgt und mehr Ei gefüttert, ich gebe ihnen immer nach, wenn das Tellerchen leer ist. Mehlwürmer habe ich auch besorgt, meinst du ich kann den 2 Wochen alten schon welche geben?

Zu dem Freilauf konnte ich noch keinen Mut fassen, es soll ja die ganze Woche regnen und da Gina immer auf dem Baum übernachtet, befürchte ich dass sie das dann auch gleich wieder tun wird. Sie sitzt immer auf einem sehr alten hohen Kirschbaum, die Äste fangen erst in 2,50 m Höhe an. Ich habe Angst, dass die Kleinen dass noch nicht schaffen, ich sehe mich schon heute Nacht unter dem Baum kampieren.

Wir haben ja einen für die Stalltür passenden Rahmen mit Kükendraht bespannt, und stellen diesen bei schönem Wetter dann immer vor die Stalltür. So kann die Sonne wirklich gut reinscheinen und die Küken und die Mamas sitzten dort und schlafen und putzen sich.

Ich hoffe heute abend, finden alle wieder unter Mamas Bauch, ohne grosse Rettungsmanöver.

Alles in allem ist dieses Abenteuer Pfauenbabys wundervoll, aber wenn man es richtig und verantwortungsvoll machen will, weiss ich nicht, ob ich es noch einmal machen würde. Ich liebe alle meine Tiere, Katzen, Ziegen, Fische und meinen wirklich absolut zu den Pfauen respektvollen Hund - und besonders jetzt meine Pfauenküken. Vielleicht übertreibe ich das alles, ganz sicher sogar, aber es ist wahnsinnig aufregend und eigentlich habe ich immer Angst, der Verantwortung die man für diese kleinen Lebewesen hat,nicht gerecht werden zu können.

In diesem Sinne kann ich wirklich nur noch mal sagen, Finger weg von der Kunstbrut und genau überlegen, ob die Gegebenheiten und Räumlichkeiten für eine Pfauenkinderstube geeignet sind.

Bis hoffentlich wieder zu guten Nachrichten

liebe Grüße von Birgit aus Herdecke.


von Birgit-Horn - am 22.06.2011 11:36
Hi Birgit,

nee, bei dem Wetter bitte nicht nach draussen lassen... sonst lockt Gina sie wirklich heute abend noch in den Baum! Wenn genug Sonnenlicht in den Stall fällt, ist's ja erstmal gut :-)

Klaro kannst Du auch den jüngeren Kükis schon die lebenden Mehlwürmer geben. Meine bekommen sie ab dem 3. Tag.

Du wirst sehen, im nächsten Jahr läuft alles besser. Bei Erstbrut ist sowohl die Mama als auch Pfauenomi noch etwas unsicher :-) Im Frühling 2012 seid Ihr dann schon ein eingespieltes Team! Meine Hennen vertrauen mir jetzt jedenfalls blind und selbst die Eigenheimverweigerinnen marschieren nach Schlupf mit den Federbällen sofort in den sicheren Stall!

LG aus dem platten Münsterland,

Helga



von Helga_ - am 22.06.2011 16:17
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