Federn Verlust

Startbeitrag von Thomyfr am 01.04.2013 15:45

Hallo zusammen,

ich habe eine neue junge Pfauendame bekommen und nun verliert die beim
Einfangen die Federn. Kann das durch Streß hervorgerufen werden?
Freue mich auf Antworten.

Grüsse

Thomas

Antworten:

Hallo Thomy,

durch das Einfangen ist Deine Pfauenhenne in die so genannte "Schockmauser" (auch "Schreckmauser" genannt) gekommen, die wahrscheinlich durch Stresshormone ausgelöst wird. Die Federn werden also in der Tat bedingt durch Stress abgeworfen. Es handelt sich um einen natürlichen Schutzreflex des Vogels, der ihm - wenn ihn z.B. ein Beutegreifer packt - das Leben retten kann, indem der Beutegreifer nur einige Federn "erbeutet" und der Vogel selbst unverletzt entkommen kann. Diese verlorenen Federn werden aber bald nach dem Verlust vom Vogelkörper wieder ersetzt.

Grüße

Alfredo

PS: Lies dazu auch nach unter www.birds-online.de unter dem Stichwort "Schockmauser"

von Pfauenauge - am 02.04.2013 21:16
Hallo Thomas,

die sogenannte Schockmauser tritt ein, wenn ein Wildvogel einer Raubtier-/Greifvogelattacke entgehen will. In diesem Fall widerspreche ich Alfreds Beitrag entschieden.

Bei sachkundigem Einfangen der Pfaue verlieren sie vielleicht ein paar Federn, kommen aber in keinem Fall in eine Schreck-/oder Schockmauser. Das deutet schlicht und ergeifend nur auf völlig unsachgemäßes Einfangen der Vögel hin!

Was heißt denn eigentlich, dass die Henne beim "Einfangen" die Federn verliert? Bedeutet das, dass sie mehrmals eingefangen wurde?

Fragende Grüße,
Helga

von Helga_ - am 03.04.2013 01:55
Hallo Helga und Thomas,

tut mir leid, aber ich weiß wirklich nicht, was es da in meinem Beitrag zu widersprechen gibt. Die Sache mit der Beutegreiferattacke habe ich ja auch beschrieben. Und ob Thomas die Pfauenhenne nun sachgemäß oder unsachgemäß eingefangen hat, berichtete er nicht in seinem Beitrag.

Auch "völlig unsachgemäßes Einfangen" soll nun mal vorkommen; nicht alle sind wir schon Experten, aber nach einiger Zeit der Erfahrung und des Lernens mit unseren Tieren kommen wir dem immer näher... so meine bisherige Erfahrung mit den Pfauen!

In diesem Fall kann ich aus eigener Erfahrung bzw. "Nichterfahrung" berichten, denn ich war gezwungen (um ihr Leben nicht zu gefährden) eine Pfauenhenne einzufangen, die sich am Tage des Kaufes - nachdem sie den Tag im Freien verbrachte - abends auf dem Boden meines Hundezwingers für die Nacht niedergelassen hatte.(Da es hier sehr viele Füchse gibt u. ich wußte, dass diese auch ohne Probleme den 1,8m hohen Zaun überklettern können, war ich zum Einfangen gezwungen. Sie ließ sich für die Nacht im Hundezwinger nieder, weil sie wohl das Übernachten in einer Voliere gewöhnt war.).

Natürlich ergriff ich sie völlig unsachgemäß - wie ich z.B. ein Huhn vom Boden aufnehmen würde. Ich wartete damit auch bis es völlig dunkel war, denn dann wehren sich z.B. Hühner überhaupt nicht, wenn man sie aufnimmt. Mit aller Mühe verbrachte ich sie - sie wehrte sich sehr heftig - in einen geschlossenen Schuppen. Dort kam es dann zu dieser Schockmauser und sie ließ innerhalb eines Augenblicks eine große Menge Federn in meinen Händen zurück - hauptsächlich vom Rücken sowie ca. 10 große Schwingenfedern und rannte - gerettet vor meiner "Greiferattacke" - in eine Ecke des Schuppens. Dort übernachtete sie dann die erste Nacht. Am nächsten Vormittag dann baute ich den Hundezwinger (ca. 60 qm) zur Voliere um; das Wichtigste war natürlich, ihn mit einer geschlossenen Maschendrahtdecke zu versehen, um ihn fuchssicher zu machen.


Nur nebenbei: es passierte so in der ersten Woche meiner "Pfauenerfahrung" - und auch noch begründet durch die falschen Ratschläge des "Züchters" und Experten, das neu erworbenen Pfauenpaar sofort nach Ankunft im neuen Zuhause in die Freiheit (in den Garten) zu entlassen. "Sie sind zahm, bleiben sofort im Garten und fliegen dann abends zum Übernachten auf die Bäume", sagte er noch - was aber ja dann doch ganz anders kam... Auf meine Frage, ob sich denn zwei Hähne überhaupt vertragen würde (wie schon a.a.O. berichtet, flog mir ein paar Tage zuvor ein Pfauenhahn zu) meinte dieser "Experte" nur, dass sie sich gut vertragen würden, denn es sei nicht so wie bei den Hähnen der Haushühner. Auch diese Aussage stimmte nicht, denn innerhalb von kurzer Zeit vertrieb der "Zugeflogene" den Neuankömmling..

Freundliche Grüße aus Italien von

Alfred

von Pfauenauge - am 03.04.2013 08:20
Bei all Deinen Einwänden, Alfred... die Frage ist doch ganz schlicht:

"warum verliert die Henne beim einmaligen oder mehrfachen Einfangen Federn bis hin zur Schockmauser"?

Menno,
Helga

von Helga_ - am 03.04.2013 23:04
Hallo Alfred,
Hallo Helga,

vielen Dank für die Info´s. Hab mir schon gedacht, dass es sich um eine Schockmauser handeln könnte. Wir haben die weitere Pfauendame recht neu und da wir Sie abends in den Stall jagen müßen um nicht ein leckeres
Fest für den Fuchs zu werden habe ich Sie einfach in die Hand genommen....
allerdings wäre es anderst nicht gegangen ist zwar nicht optimal aber ich denke besser wie Tod.

Grüsse

Thomas

von Thomyfr - am 04.04.2013 06:45
Hallo Thomas,

na, dann ist die Frage nun geklärt!

Verwöhn die Kleine jetzt ein wenig, damit sie das für sie unschöne Erlebnis rasch vergißt :-)

Gruß,

Helga

von Helga_ - am 04.04.2013 23:18
Hallo Helga,

oje, die Pfauen werden viel zu arg verwöhnt bei mir die "verfolgen" mich den ganzen Tag...

Grüsse

Thomas

von Thomyfr - am 05.04.2013 06:55
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