Thüringer HC II - SG Kleenheim: Spielbericht aus Kleenheimer Sicht

Startbeitrag von koama74 am 10.12.2007 07:39

Kleenheimerinnen stehen in Thüringen neben sich

Bei Niederlage im Angriff zu konfus - Hohe Fehlerquote - Trauerflor für Jenny König

BAD LANGENSALZA (vk). Regelrecht von der Vergangenheit eingeholt wurde am zwölften Spieltag in der Frauenhandball-Regionalliga die SG Kleenheim. Die Kleebachtalerinnen unterlagen beim Thüringer HC II mit 29:33 (11:14). Die Mannschaft spielte in Trauerflor, weil genau am Spieltag der ersteTodestag von Jenny König war. Die überragende Spielmacherin war am 8. Dezember vergangenen Jahres auf tragische Weise ums Leben gekommen. Thüringer HC II -
SG Kleenheim 33:29
"Die Konzentration auf das Spiel war nicht besonders, ich habe das die ganze Woche über schon im Training gemerkt. Einige Spielerinnen waren völlig neben der Spur", waren SG-Trainer Ralf Kern die Hände gebunden. Zudem fielen nach den verletzten Johanna Schmidt, Conny Pyko und Lydia Klevinskas auch Torhüterin Anne-Kathrin Rotter und Kathrin Stelzenbach (beide aus beruflichen Gründen) aus. Lediglich A-Jugend-Torhüterin Svenja Rüspeler hielt sich für den Ernstfall bereit.
"Wir haben einfach vorne viel zu konfus gespielt", erklärte der Kleenheimer Coach. Nach der 2:0-Führung der Gastgeberinnen gelang Annett Kraban zum 1:2 (6.) der erste Kleenheimer Treffer. Über 3:1 (7.) erhöhte die Bundesliga-Reserve vor nur 50 Zuschauern in der Salza-Halle in Bad Langensalza auf 8:5 (15.). "Wir waren nie in Führung, haben uns aber immer wieder herangekämpft", erläuterte Kern. Beim 9:11 (24.) durch die an diesem Tag beste Gäste-Werferin Sandra Steinbach schöpften die Mittelhessen kurzzeitig Hoffnung. Zur Pause hatten sich die Thüringer Youngster wieder auf 14:11 abgesetzt.
Kleenheims Torjägerin Catharina Meywald erhielt zwar keine Manndeckung, "doch wurde sie auf elf, zwölf Meter rausgedrängt", wie es ihr Trainer formulierte. Beim 25:19 (42.) hatten sich die Gastgeberinnen wieder deutlicher abgesetzt. Nach dem 30:24 für die THC-Zweite schaffte Kleenheim vier Tore in Folge und war beim 28:30 (52.) durch Kerstin Salzmann wieder ganz nah dran. Kleenheim hatte die Taktik geändert und Beatrix Mosert und Marion Radonic rausgenommen. "Das ging noch einige Male so hin und her und wir hatten Gelegenheit das 29. Tor zu machen, doch das hat nicht geklappt", erläuterte Kern. Das 31:28 (56.) für die Heimmannschaft war dann die Entscheidung.
"Mosert mit vier Feldtoren, Radonic mit fünf und Breitschuh mit drei Toren, das ist alles im Rahmen, die haben wir kontrolliert. Nur haben sich andere Spielerinnen im Eins-gegen-eins durchgesetzt und wir haben schlecht ausgesehen", analysierte Kern die zweite Niederlage seiner Amtszeit in Folge. Mit 18 technischen Fehlern und 23 verworfenen Bällen war wie schon in den letzten Spielen die Fehlerquote zu hoch. "Das war alles insgesamt sehr ärgerlich. Thüringen war schlagbar, die Mannschaft ist keine Übermannschaft", bilanzierte der Kleenheimer Trainer.

ImStenogrammThüringer HC: Ponick, Roch; Radonic (5), Breitschuh (3), Mosert (6/2), Eber (3), Echtermeyer (1), Michel (9/2), Bolze (5/2), Fuhrmann, Berninger (1).
Kleenheim: Albert, Rüspeler; Meywald (5), Bechthold (2), Lang (4), Strassheim (1), Salzmann (2), Steinbach (9/5), Bach (1), Kraban (5).
Schiedsrichter: Rudolph/Scholz (Gotha). - Zuschauer: 50. - Zeitstrafen: 8:6 Minuten. - Disqualifikation: Breitschuh (dritte Zeitstrafe). - Siebenmeter: 7/6:8/5.

Quelle: http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?template=d_epaper_detail&id=3273922&_zeitungstitel=1133842&_resort=1103634&_adtag=sports

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