Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Teil II)

Startbeitrag von Drahbeck am 03.08.2008 12:16

Teil I
siehe:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,10593,10593#msg-10593





Vielleicht hat der eine oder andere auch schon die Erfahrung gesammelt.
Werden Thread's zu groß, namentlich sind in solchen auch noch Postings etwa von „+" mit vielen Faksimiles enthalten.
Und dann kommt vielleicht noch ein neuer Eintrag hinzu. Es bedarf unter Umständen einiges Aufwandes, diesen letzten Beitrag „habhaft" zu werden.
Nun ist das mit dem Teilen von Thread's manchmal dergestalt problematisch, dass etwa eine andernorts vorgenommene Verlinkung dann nicht mehr richtig funktionieren kann. Beispiele solcher Art habe ich selbst schon erlebt.

Ergo ist eine gewisse Behutsamkeit beim Teilen von Threads angesagt.
Mit scheint aber; ich bitte das nicht als „persönlichen Affront" zu werten, dass jetzt wohl solch eine Threadteilung vonnöten wieder ist. Nach Möglichkeit versuche ich den Aspekt der „Behutsamkeit" mit zu berücksichtigen, und hoffe auf entsprechendes Verständnis.
Vielen Dank!

Antworten:

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

Erwachet! 8.Dezember 1991 S.20-23
,,Die
Bill of Rights
Warum benötigt?


Warum benötigen die Vereinigten Staaten einen Grundrechtskatalog? . . .

Was die meisten Amerikaner fürchteten, war die Tyrannei einer sich in alles einmischenden nationalen Regierung, die persönliche Freiheitsrechte, . . . mißachten würde. . . .

Wenn es das erste Ziel einer Verfassung ist, eine Regierung aufzurichten, dann muß das zweite, gleich wichtige darin bestehen, das Volk vor der Regierung zu schützen. Das hat die gesamte menschliche Geschichte und menschliche Erfahrung gelehrt. . . .

Der erste Zusatz garantiert Meinungsfreiheit und Freiheit der Meinungsäußerung sowohl im Weltlichen wie auch im Religiösen. . . .

Trennung von Kirche und Staat: Keine Bevorzugung priesterlicher Hierarchien und keine Verfolgung Andersdenkender mehr! . . .

Jefferson war der gleichen Ansicht und sagte:, die staatliche Unterstützung schwäche die christliche Religion . . .

In den letzten 50 Jahren haben Jehovas Zeugen eine ganze Anzahl von Fällen, die die Redefreiheit und die freie Religionsausübung betrafen, vor das Oberste Bundesgericht gebracht. In der Mehrzahl der Fälle ging es um das Recht, seine Ansichten zu verbreiten.* . . .


Gewährt die Führung der Zeugen Jehovas die für sich in Anspruch genommenen Rechte auch ihren Mitgliedern?


vgl.: Unser Königreichsdienst September 2007
,,Billigt es der ,,treue und verständige Sklave", wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? . . . Nein!"
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,3726,3780#msg-3780


Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.68, 69
Manche versuchen, die Rechtssprechung zu beeinflussen, indem sie Millionen von Dollar an Topanwälte bezahlen, die das Recht nach ihrem Willen beugen sollen.
Da alle totalitären Sekten glauben, daß der Zweck die Mittel heiligt, meinen sie, über dem Gesetz zu stehen. Solange sie überzeugt sind, daß das, was sie tun, >>richtig>gerecht


von X ~ mysnip - am 23.07.2008 21:15

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

Guten Morgen X !

Es ist von dir hervorragend dokumentiert, wie man eine Sekte erkennen und definieren kann.
Ein Kennzeichen dabei: es wird die Wahrheit gebogen und viel gelogen.

von Gerd B. - am 24.07.2008 05:31

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! Warum die Anerkennung?

Guten Abend Gerd!

Ich hatte dir in einer PM geschrieben das ich die Beiträge von E.F. schätze da sie, wie auch hier bestätigt, viele ansprechen.
Jeder hat seine besonderen Stärken. Die WT- Lehren anhand der Bibel zu beleuchten ist in den Foren unverzichtbar. Deswegen nochmals herzlichen Dank für deine Mühe die Ausarbeitungen weiterzuleiten und an E.F. für die Analyse.

Zum Ausgangsthema.

Erwachet! 8.Dez 1991 Die Bill of Rights S.22
,,Einige seiner Gedanken über die Nichteinmischung des Staates in die Religion hielt Madison in einer Schrift, betitelt ,,Eine Erinnerung und Anklage", fest. Geschickt argumentierte er, daß eine wahre Religion nicht auf die Unterstützung des Gesetzes angewiesen ist, daß niemandem Steuern zur Unterstützung irgendeiner Kirche auferlegt werden sollte und daß eine von der Regierung gegründete Religionsgemeinschaft zwangsläufig die Verfolgung Andersdenkender nach sich zieht. Madison gab außerdem zu bedenken, daß eine solche Einrichtung die christliche Evangelisation hemmen würde.
Jefferson war der gleichen Ansicht und sagte, die staatliche Unterstützung schwäche die christliche Religion: ,,Das Christentum gedieh drei Jahrhunderte lang ohne staatskirchliche Stellung. Sobald es unter Kaiser Konstantin zur Staatskirche wurde, schwand seine Reinheit" (Under God von Garry Wills).


,,eine wahre Religion nicht auf die Unterstützung des Gesetzes angewiesen" ???

,,staatliche Unterstützung schwäche die christliche Religion" ???


Warum dann die Anerkennung?

www.jehovas-zeugen.org/akt/pmg/bmt/presse/urk-ueberr.htm
http://www.agpf.de/Zeugen-Jehovas.htm

http://www.religio.de/dialog/397/397s8.html


von X ~ mysnip - am 24.07.2008 22:06

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! Warum die Anerkennung?

Lieber X !

Leider konnte ich deine PM nicht bekommen, da ich im besagten Forum gesperrt bin. Ich kann zwar die Inhalte der Postings lesen, aber ins Profil etc. darf ich nicht vordringen. Dort kannst du jedoch meine E-mailadresse sehen, also so wäre dann ein Kontakt möglich.

Mit EF habe ich schon telefonisch vereinbart wie und wo wir künftig seine Beiträge platzieren könnten.

Welchen Vorteil sich die WTG in Österreich durch die staatliche Anerkennung erhofft, ist nicht ganz klar. Vielleicht wollen sie damit nur das Sektenimage loswerden?

Einen schönen Morgen wünsche ich dir und deiner Frau und allen Mitlesern!

Gerd

von Gerd B. - am 25.07.2008 02:07

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Bill of Rights"

Erwachet! 8.Dez. 1991 S.22
,,In den letzten 50 Jahren haben Jehovas Zeugen eine ganze Anzahl von Fällen, die die Redefreiheit und die freie Religionsausübung betrafen, vor das Oberste Bundesgericht gebracht. In der Mehrzahl der Fälle ging es um das Recht, seine Ansichten zu verbreiten.*"

Die Videodokumentation 'Standhaft trotz Verfolgung' der Zeugen Jehovas
,,In den Vereinigten Staaten erstritten Jehovas Zeugen vor amerikanischen Gerichten bemerkenswerte Entscheidungen, "durch die die Religionsfreiheit der amerikanischen Bürger sichergestellt und ausgedehnt wurde", wie ein Autor bemerkt. . . .[46][30] www.jwhistory.net/text/hesse1998/wrobel1998.htm#erklaerung

Werden die erstrittenen Rechte auch innerhalb der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas geachtet?


Internes Mitteilungsblatt der Zeugen Jehovas Unser Königreichsdienst September 2007
,,Billigt es der ,,treue und verständige Sklave", wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? . . . Nein!"


von X ~ mysnip - am 25.07.2008 21:59

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Bill of Rights"

Danke X,

habe deinen Beitrag an entsprechende Stellen weiter geleitet :spos:

von Gerd B. - am 26.07.2008 05:42

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Bill of Rights"

Reaktion per Mail:

Zitat
Pressesprecher antwortet
Lieber Gerd,

danke. Genau das sind die Argumente, die man dem Kultusamt vorlegen muss.

Liebe Grüße
F...


von Gerd B. - am 26.07.2008 08:21

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Der Luzifer-Effekt"

Pilip Zimbardo Der Luzifer - Effekt S.414-419
,,Für jeden von uns besteht die Herausforderung darin, optimal zwischen zwei Polen zu pendeln, zwischen vollständiger Hinwendung und angemessener Distanz. Zu wissen, in welchen Fällen wir anderen Menschen verbunden bleiben sollten, wann wir ein Ziel unterstützen oder eine Beziehung loyal fortführen sollten, ist eine delikate Frage, die sich uns allen regelmäßig stellt. Wir leben in einer Welt, in der es manche Menschen darauf anlegen, uns auszunutzen, in der es aber auch andere gibt, die aufrichtig mit uns teilen wollen, was sie für beiderseitig positive Ziele halten. Wie kann man die einen von den anderen unterscheiden? . . .

In vielen Situationen legen kluge Menschen ein dummes Verhalten an den Tag, weil sie es versäumen, auf Schlüsselelemente in den Worten oder Taten von Einflußnehmern zu achten und offensichtliche situative Hinweise nicht bemerken. . . .

Die besten Ergebnisse können Sie erzielen, indem Sie neben Achtsamkeit auch ,,kritisches Denken" in ihrem Widerstand einsetzen. Fragen Sie nach Belegen für in Raum gestellte Behauptungen; fordern Sie, dass Ideologien hinreichend erklärt werden, um Rhetorik von Substanz trennen zu können. . . .

Untertützen Sie bei Kindern von der Wiege an kritisches Denken und klären Sie sie auf über irreführende Werbespots, voreingenommene Behauptungen und verzerrte Sichtweisen, die ihnen präsentiert werden. Helfen Sie ihnen, klügere und kritischere Menschen zu werden. . . .

Gehorsam gegenüber Autoritäten ist in dem Maße gegenüber blind, wie wir uns der Tatsache bewusst sind, dass die Diffussion von Verantwortung lediglich unsere persönliche Mittäterschaft an fragwürdigen Taten verschleiert. Ihre Konformität mit antisozialen Gruppennormen wird in dem Maße abnehmen, wie Sie das Abschieben von Verantwortung nicht zulassen und es ablehnen, die Verantwortung in der Gang, der Studentenverbindung, der Werkstatt, dem Bataillion, dem Konzern zu verteilen. Stellen Sie sich stets den Tag vor, an dem Sie wegen ihrer heutigen Taten vor Gericht stehen und niemand ihre Ausreden - wie ,,ich habe nur Befehle ausgeführt" oder ,,alle anderen haben das auch gemacht" - akzeptieren wird. . . .

Versuchen Sie stets, zwischen Autoritäten zu unterscheiden, die aufgrund ihrer Kompetenz, ihrer Klugheit, ihrer Lebenserfahrung oder ihres speziellen Status Respekt verdienen, und den illegitimen Autoritätsfiguren, die jeglicher Substanz entbehren, aber dennoch Gehorsam einfordern. Viele, die sich den Mantel der Autorität umhängen, sind Pseudo-Führer, falsche Propheten, Betrüger oder Propagandisten in eigener Sache, denen man weder Respekt noch Gehorsam erweisen, sondern die man vielmehr einem kritischen, öffentlichen Urteil aussetzen sollte. . . .

Wer etwas darstellt, wird zum Darsteller - und mitunter zum Hochstabler oder Betrüger. Die Art und Weise, wie ein Sachverhalt dargestellt wird, hat oft größeren Einfluß als die tatsächlich überzeugenden Argumente im Rahmen dieser Darstellung. . . .

Meistens erringen Manipulateure Macht über uns, indem sie einen faustischen Handel anbieten: Du wirst vor Unheil geschützt sein, wenn du nur der jeweiligen Autorität einen Teil deiner persönlichen oder bürgerlichen Freiheiten preisgibst.
Der mephistophelische Verführer wird argumentieren, dass seine Macht, Sie schützen zu können, davon abhänge, dass alle Menschen kleine Opfer bringen und dieses kleine Recht oder jene kleine Freiheit aufgeben. Gehen Sie nicht auf diesen Handel eine. Opfern Sie nie grundlegende persönliche Freiheiten für das Versprechen von Sicherheit, denn das Opfer ist real und unmittelbar, die Sicherheit jedoch eine ferne Illiusion. . . . Erich Fromms Klassiker Furcht vor der Freiheit erinnert uns eindringlich daran, dass dies unweigerlich der erste Schritt eines faschistischen Führers ist, auch in einer formal demokratischen Gesellschaft. . . .

,,Ich kann mich ungerechten Systemen widersetzen." Der Mut des Einzelnen schwindet angesichts der Intensität der beschriebenen Systeme: beim Militär und in Gefängnissen ebenso wie in Gangs, Sekten, Studentenverbindungen, großen Unternehmen und sogar in gestörten Familien. Doch der Widerstand des Einzelnen kann sich mit dem Widerstand ebenso entschlossener Gleichgesinnter verbünden und einen Unterschied bewirken. Im nächsten Abschnitt dieses Kapitels werde ich Menschen porträtieren, die Systeme verändert haben, indem sie das Risiko auf sich nahmen, korruptes Verhalten öffentlich zu machen oder sich konstruktiv für Änderungen einzusetzen. Widerstand mag es erfordern, sich einer totalen Situation zu entziehen, in der alle Informationen, Belohnungen und Bestrafungen unter Kontrolle stehen. Er mag erfordern, die vorherrschende Mentalität des Gruppendenkens infrage zu stellen und alle Vorwürfe von Fehlverhalten belegen zu können. Er mag erfordern, die Hilfe anderer Autoritäten, Berater, investigativer Journalisten oder revolutionärer Landsleute zu suchen. Systeme besitzen eine enorme Macht, Änderungen zu widerstehen und auch rechtschaffenen Attacken standzuhalten. Unter solchen Umständen kann ein einzelner Mensch heroische Taten gegen ein ungerechtes System und seine schlechten Erschaffer am besten vollbringen, indem er andere dazu bewegt, sich seiner Sache anzuschließen. Das System kann den Widerstand eines einzelnen als verwirrt hinstellen, die Opposition von zweien als folie á deux, doch zu dritt werden Sie zu einer Macht von Ideen, mit der man sich auseinandersetzen muss."


Entsprechen die Lehrpunkte der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas den Ausführungen von Prof. Zimbardo?

WTG- Buch (2008): Bewahrt euch in Gottes Liebe S.48,49
,,Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen"

Das alte Israel musste dringend gut organisiert werden, denn Moses konnte sich um so ein Millionenvolk auf dem Weg durch eine gefährliche Wildnis nicht allein kümmern. Wie löste er das Problem? ,,Moses ging daran tüchtige Männer aus ganz Israel auszuwählen und ihnen Stellungen als Häupter über das Volk zu geben . . .
Auch die Christenversammlung muss gut organisiert sein. . . .
Eine solche Struktur macht es nötig, dass sich die Einzelnen gut einfügen und sich unterordnen. Wer möchte schon wie Diotrephes sein, der keinerlei Respekt vor denen hatte, die damals die Versammlung leiteten? . . .
Manche gehorchen nur, wenn sie mit einer Anweisung einverstanden sind und den Grund dafür einsehen. Doch vertrauensvolle Unterordnung bedeutet, auch dann zu gehorchen, wenn es einem eigentlich nicht zusagt. Darum ist es gut sich zu fragen: Höre ich auf die Ältesten und ordne ich mich ihnen vertrauensvoll unter?. . . Setzen wir uns doch deshalb alle zum Ziel, uns auch in der Zukunft immer vertrauensvoll unterzuordnen."




von X ~ mysnip - am 29.07.2008 20:25

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "unverfälschte Wahrheit"

WTG- Broschüre (1995) Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft - Wer sind sie? S.3
,,JEHOVAS ZEUGEN haben den aufrichtigen Wunsch, daß man sie besser kennenlernt. . . .
es ist ihr Herzenswunsch, allen Menschen Gutes zu tun und anderen zu helfen, wann immer es ihnen möglich ist."


Erwachet! (Januar 2006) S.3
,,In der Erwachet!- Ausgabe vom 8.Januar 1947 wurde versprochen: ,Für unverfälschte Wahrheit einzustehen wird das höchste Ziel dieser Zeitschrift sein.'"

Wie weit darf den obigen Aussagen der LK vertraut werden, angsichts der unten gemachten Erklärungen?

Wer bestimmt wann jemand das Recht hat von ZJ wahrheitsgemäße Informationen zu erhalten?

Nichtanbeter Jehovas dürfen irregeführt werden und eine geschlossenene Gegnerschaft bekämpft man mit Spaltung?


WTG- Buch Einsichten über die Heilige Schrift Band 2 S.237
,,Bösartiges Lügen wird zwar in der Bibel deutlich verurteilt, aber das bedeutet nicht, daß man verpflichtet ist, jemandem wahrheitsgemäß irgendwelche Informationen zu geben, die zu erhalten er kein Recht hat. Jesus Christus gab den Rat: ,,Gebt das Heilge nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen" (Mat 7:6). Deshalb hielt sich Jesus bei gewissen Gelegenheiten zurück, eine vollständige Auskunft zu geben oder gewisse Fragen direkt zu beantworten, wenn er dadurch unnötigen Schaden angerichtet hätte (Mat 15:1-6; 21:23-27; Joh 7:3-10). Zweifellos muß die Art und Weise, wie Abraham, Isaak, Rahab und Elisa handelten, als sie Personen, die keine Anbeter Jehovas waren, irreführten oder ihnen gewisse Tatsachen verschwiegen, ebenso beurteilt werden (1Mo 12:10-19; Kap. 20; 26:1-10; Jos 2:1-6; Jak 2:25; 2Kö 6:11-23)."

Der Wachtturm 15. Mai 2008 S.19
,,10,11. (a) Was für Fragen stellt man dir möglicherweise, wenn du dich entschieden hast, Gott zu dienen?
(b) Wie beantwortete Jesus Fragen zur wahren Anbetung, und was kannst du von ihm lernen?


,,10 Es kann gut sein, dass Schulkameraden, Nachbarn oder Verwandte überhaupt nicht verstehen können, warum du dich entschieden hast, Jehova zu dienen. Vielleicht wollen sie wissen, wie du dazu kommst, oder stellen dir kritische Fragen zu deinem Glauben. Was dann? Damit du ihnen deine Gründe erklären kannst, musst du dir darüber natürlich erst einmal selbst im Klaren sein. Und wenn es darum geht, wie man Fragen zu seinem Glauben beantwortet, brauchst du dir eigentlich nur Jesus Christus zum Vorbild zu nehmen.

11 Einmal stellten jüdische Religionsführer Jesus Fangfragen zum Thema Auferstehung. Als Antwort machte er sie auf einen Bibeltext aufmerksam, den sie nicht beachtet hatten (2.Mo 3:6; Mat. 22:23, 31-33). Ein andermal fragte ihn ein Schriftgelehrter, welches Gebot das größte von allen sei. Wieder zitierte Jesus passende Verse aus der Bibel. Der Mann war richtig dankbar für die Antwort (3.Mo. 19:18; 5.Mo. 6:5; Mar. 12:28-34). Was Jesus aus den heiligen Schriften zitierte und wie er es sagte, führte dazu, dass ,,seinetwegen eine Spaltung unter der Volksmenge" entstand und seine Gegner ihm nichts antun konnten (Joh. 7:32-46)."

[vgl.: http://forum.mysnip.de/read.php?27094,3187,3187#msg-3187]

Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.68
,,Da alle totalitären Sekten glauben, daß der Zweck die Mittel heiligt, meinen sie, über dem Gesetz zu stehen.
Solange sie überzeugt sind, daß das, was sie tun, >>richtig>gerecht


von X ~ mysnip - am 31.07.2008 15:16

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Damit gute Menschen Böses tun bedarf es der Religion"

Der Wachtturm 1. Dezember 2007 S.3
,,Wie die Geschichte zeigt, stehen Rivalität und Vorurteile seit Langem jeder Hoffnung auf Einheit entgegen. Und die Religion? Gerade sie hat bei Konflikten eher noch Öl ins Feuer gegossen, als es zu löschen. ,,Alles, was die Menschen trennt, kann Feindseligkeiten auslösen, und kaum etwas entzweit sie so sehr wie die Religion", schrieb der Journalist James A. Haught. ,,Trotz der allgemeinen Überzeugung, die Religion mache ,gute' Menschen, ist offensichtlich sie es, die einige zu abscheulichem Tun veranlasst.'' Der Autor Steven Weinberg ist der gleichen Ansicht. ,,Damit gute Menschen Böses tun", schrieb er, ,,bedarf es der Religion.""

Erwachet! 8.Dezember 1991 S.8
,,Ein auf gegenseitigem Verständnis beruhender Frieden zwischen Einzelpersonen ist für den Weltfrieden unerläßlich."


Trennt bzw. entzweit die Religion der Zeugen Jehovas?

Oder

Trägt sie zu einem auf gegenseitigen Verständnis beruhenden Frieden zwischen Einzelpersonen bei?


Unser Königreichsdienst August 2002 für Deutschland km-X Ge 8/02 Jg.45,Nr.8 Seite 3,4
,,3,4. Welcher Umgang mit Ausgeschlossenen und mit Personen, die die Gemeinschaft verlassen haben, ist gemäß der Bibel verboten? . . .
Gottes Wort sagt, wir sollten nicht einmal mit einem solchen essen (1.Kor. 5:11). . . .
Daher sollten wir auch keinen gesellschaftlichen Umgang mit einem Ausgeschlossenen haben.

3. . . . Das schließt aus, mit ihm zu picknicken, zu feiern, Sport zu treiben, einzukaufen, ins Theater zu gehen, sich mit ihm zum Essen in der Wohnung oder einem Restaurant zu treffen.

4. Wie verhält es sich mit Gesprächen mit einem Ausgeschlossenen? . . .
,Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß.'

Zu dieser Stelle wurde im Wachtturm vom 15. Dezember 1981 auf Seite 24 gesagt:

,Ein einfacher Gruß kann der erste Schritt zu einer Unterhaltung und vielleicht sogar zu einer Freundschaft sein.

5. Was büßt jemand ein, der ausgeschlossen wird?
5. Ja, es ist genau so, wie auf Seite 30 desselben Wachtturms gesagt wurde:

,Fest steht, dass ein Christ, der sich in Sünde verstrickt und ausgeschlossen werden muss, viel einbüßt: die Anerkennung Gottes, . . . die liebliche Gemeinschaft der Brüder und einen Großteil der Gesellschaft seiner christlichen Verwandten.'"
[vgl.: http://www.manfred-gebhard.de/Parsimony.24151.htm]

von X ~ mysnip - am 31.07.2008 21:22

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "... in einem Land der Uniformität"

Erwachet! [[color=#FF0000]roter [/color]Text] 8. Oktober 1995 S.10-14 Sieg für eine Minderheit in einem Land der Uniformität - Von unserem Korrespondenten in Japan
,,Das Technikum Kobe hatte von Kunihito verlangt, im Rahmen des Sportunterrichts an Kendoübungen teilzunehmen. Als Zeuge Jehovas erlaubte ihm sein biblisch geschultes Gewissen jedoch nicht, bei Kampfsportübungen mitzumachen. . . . Warum mußte aber ein junger Student vor Gericht gehen, um seinem Recht auf Religionsfreiheit [Einfg. 1 vgl.: WTG- Buch Bewahrt euch in Gottes Liebe (2008) S.34, 35 ,,Mitunter ist es nötig, den Kontakt zu jemandem aus der Versammlung abzubrechen. Zum Beispiel wenn jemand ausgeschlossen wird, weil er ein Gesetz Gottes bricht und keinerlei Reue zeigt, oder wenn er sich vom wahren Glauben distanziert, indem er falsche Lehren verbreitet oder die Gemeinschaft verläßt." Wie geht die LK der ZJ mit dem Recht auf Religionsfreiheit in ihren Reihen um?] und auf eine Ausbildung Geltung zu verschaffen? Professor Koji Tonane von der Universität Tsukuba sagte: ,,Auf Grund von Gleichgültigkeit und Unverständnis kann es geschehen, daß Gläubigen unvorhergesehene Einschränkungen auferlegt werden." Wenn die Regierung oder die Allgemeinheit eine Religionsgemeinschaft auch nicht vorsätzlich schikaniert, so kann es doch vorkommen, daß die Religion unwissentlich unterdrückt wird.
Weshalb wurden einer Minderheit solche ,,unvorhergesehenen Einschränkungen" auferlegt? ,,Weil die Japaner eine Gesellschaftsordnung hochachten, in der die Minderheit gezwungen ist, sich der Mehrheit anzupassen"
[Einfg. 2 vgl.: 10 u.19 WTG- Buch Organisiert, Jehovas Willen zu tun (2005) S.17-20 ,,Der ,,treue und verständige Sklave" ist bemüht, die Einheit zu bewahren, und schafft die organisatorischen Vorraussetzungen dafür, ... Es gibt zahlreiche Gründe für unser rückhaltloses Vertrauen zur Sklavenklasse. ... uneingeschränkt mit denen zusammenarbeiten, die die Führung übernehmen. ... wir vertrauen ihm von ganzem Herzen und unterstützen ihn völlig. ... Gehorsam gegenüber ... der Sklavenklasse." Ist die Gemeinschaft der ZJ eine Gesellschaft in der die Minderheit gezwungen ist sich der Mehrheit anzupassen?], sagte Professor Hitoshi Serizawa von der Aojama-Gakuin-Universität. In Japan wird auf den einzelnen großer Druck ausgeübt, sich der Gesellschaft als Ganzem anzupassen. [Einfg. 3 vgl.: WTG- Buch Bewahrt euch in Gottes Liebe S.207, 208 ,,Wie sollten wir uns gegenüber einem Ausgeschlossenen verhalten? ... Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen. ... Drittens kann unser entschlossenes Festhalten an biblischen Grundsätzen auch dem Ausgeschlossenen nutzen. Unterstützen wir die Entscheidung des Rechtskommitees, können wir im Herzen eines Ausgeschlossenen, der bis dahin auf die Hilfestellung der Ältesten nicht reagiert hat, vielleicht etwas bewegen. Durch den Verlust lieb gewordener Kontakte zu Freunden und zur Familie kommt er womöglich ,,zur Besinnung", sieht den Ernst seines Fehlers ein und kehrt zu Jehova zurück." Wird Druck auf den Einzelnen erzeugt in die WT- Gesellschaft zurückzukehren bzw. in ihr zu verbleiben?]
Für Jugendliche ist es nicht leicht, in ein Schulsystem eingebunden zu sein, indem geächtet wird, wer anders ist. [Einfg.: 4 vgl.: WTG- Buch Bewahrt euch in Gottes Liebe S.207 ,,Wir reden mit Ausgeschlossenen nicht über unseren Glauben und haben keinen sozialen Kontakt mit ihnen." Ächten JZ Andersdenkende?] Dieses Problem geht allerdings nicht nur ein religiöse Minderheit an. Doch verfolgen wir nun den Fall von Anfang an, und betrachten wir, worum es ging und wie sich das Urteil auf die Allgemeinheit auswirkt.

Für das Minderheitenrecht eingetreten
Bis 1990 verlangte das Technikum Kobe von den Studenten nicht, Kampfsportkurse zu belegen. Nach Fertigstellung einer Turnhalle mit einem Übungsraum für Kampfsport wurde die Teilnahme an den Kendoübungen jedoch Pflicht. 1990 nahmen die Sportlehrer der Schule gegenüber Zeugen Jehovas, die mit 16 Jahren in das Technikum aufgenommen wurden, eine rigorose Haltung ein. Auf die Bitte hin, von den Kendoübungen befreit zu werden, meinte ein Lehrer: ,,Gehen Sie doch von der Schule ab, wenn Sie nicht tun können, was man von Ihnen verlangt!"
[Einfg. 5 vgl.: 1,3 u. 4 WTG- Broschüre Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft - Wer sind sie? S.14. ,,Wer nicht aufrichtig bereit ist, sein Bestes zu tun, um die alte Persönlichkeit abzulegen und die neue anzuziehen, offenbart durch seine Handlungsweise, daß er kein Zeuge Jehovas mehr sein möchte. Er kann sich jederzeit zurückziehen. . . . Ihr Wunsch wird respektiert." Mit welchen Konsequenzen für die Betroffenen respektiert die WTG den 'Wunsch'?] . . . Außerdem sagten die Lehrer zu ihnen: ,,Sie sind nicht mehr schulpflichtig. [In Japan besteht vom ersten bis zum neunten Schuljahr Schulpflicht.] Wir können sie auffordern, von hier zu verschwinden." . . . Am 22.Februar 1993, fast 2 Jahre nachdem die Studenten Klage erhoben hatten, fällte das Distriktgericht von Kobe ein Urtei zugunsten der Schule. . . . Die Studenten legten umgehend beim Obergericht von Osaka ein Rechtsmittel ein. Manch ein denkender Mensch empfand das Urteil des Distriktgerichts als besorgniserregend. In der Zeitung Mainichi Shimbun war eine Leserzuschrift mit folgendem Wortlaut abgedruckt: ,,Das Urteil gründete sich diesmal auf die Ansicht, es verstoße gegen die religiöse Neutralität zu dulden, daß jemand aus Glaubensgründen nicht am Kendountericht teilnehme. Neutralität bedeutet jedoch, für keine Seite Partei zu ergreifen. Und was religiöse Neutralität betrifft, so geht es darum, den Glauben einer Minderheit gegenüber der Mehrheit zu schützen. Deshalb wird durch dieses Urteil die Religionsfreiheit eigentlich verweigert, und das Gericht hat selbst die religiöse Neutralität verletzt."
Viele waren beunruhigt und fühlten sich bewogen, ihre Meinung zu äußern. Dr. Takeshi Kobayashi, Professor für Verfassungsrecht an der Nanzan-Universität, schrieb in einem Brief an das Obergericht von Osaka, wie er über den Fall dachte. Es hieß darin: ,,Durch diesen strittigen Fall werden die Gerichte unseres Landes eindeutig vor die Frage gestellt, wie sie der Herausforderung begegnen werden, die Rechte von Minderheiten zu schützen. . . . Unter den Deckmantel der Trennung von Kirche und Staat und der neutralen Haltung des öffentlichen Bildungswesens hat sich die Schule, gestützt auf die Ansichten der breiten Masse, eindeutig geweigert, den religiösen Standpunkt einer Minderheit zu tolerieren. Durch das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts wurde diese Vorgehensweise als gesetzlich und verfassungstreu abgesegnet. Doch selbst wenn die Glaubensansichten einer Minderheit, vom Standpunkt dessen aus betrachtet, was gemeinhin als religiös akzeptiert wird, nicht verstanden werden, müssen sie respektiert werden, sofern sie aufrichtig sind.
[Einfg. 6 vgl.: 1,3 u. 4 In Verbindung mit den Fragen: Können nicht ZJ, welche zu neuen religiösen Einsichten gelangt sind, ebenfalls aufrichtig sein? Warum verbietet dann die WTG den sozialen Kontakt mit ihnen?] Gerade von einem Gericht wird gefordert, daß es in dem Bewußtsein richtet, der letzte Beschützer der Minderheit zu sein." . . . Am 22.Dezember 1994 wartete Kunihito zusammen mit den anderen Studenten auf die Worte des Richters Reisuke Shimada vom Obergericht von Osaka.
,,Das erstinstanzliche Urteil wird umgestoßen", entschied Richter Shimada
In seinem höchst bedeutsamen Urteil kam er zu dem Schluß, daß Kunihitos Gründe für die Nichtteilnahme an den Kendoübungen aufrichtig waren. . . .

Wie das Urteil andere berührt
Warum sollte man sich für den Sieg eines jungen Mannes interessieren, der einer Minderheit angehört? Der Watergate-Sonderankläger Archibald Cox stellt in seinem Buch The Court and the Costitution eine ähnliche Frage in Verbindung mit Jehovas Zeugen und der Fahnengrußfrage in den Vereinigten Staaten: ,,Warum sollten wir über die geistige Freiheit dieser winzigen Minderheit beunruhigt sein?"
Cox beantwortet diese Frage wie folgt: ,,Die Antwort besteht zum Teil darin, daß die Würde des einzelnen eine Grundvoraussetzung ist, auf der unsere Gesellschaft beruht, eine Würde, die sowohl den Orthodoxen als auch den Nonkonformisten zusteht. Ein anderer Gesichtspunkt ist das Bewußtsein, daß wir, wenn der Staat die Zeugen Jehovas zum Verstummen bringt ..., die nächsten sein könnten."
[Einfg. 7 vgl.: 1,3 u. 4 Bringt die Führung der ZJ andere zum Verstummen? Geht sie mit Ausgeschlossenen würdevoll um?]
Professor Takeshi Hirano von der Ryukoku-Universität geht mit Cox einig und sagt über den Kendoprozeß: ,,Vernünftig denkende Menschen kommen zu der Überlegung, daß sie die Religionsfreiheit, deren man sich heute in den Vereinigten Staaten erfreut, den Zeugen Jehovas zu verdanken haben, die in vielen Prozessen für ihre Rechte gekämpft haben.
[Einfg. 8 vgl.: 1,3 u. 4 Werden Gerichte auch die Rechte bzw. Diskriminierungen der Minderheit der Ausgeschlossenen bei JZ in ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen?] Es ist zu hoffen, daß auch in unserem Land [Japan] die Religionsfreiheit durch Gerichtsfälle wie diesen fest begründet und erweitert wird."
Jehovas Zeugen haben keine Mühe gescheut, ihre Glaubensansichten gesetzlich zu verteidigen, und sie haben wesentlich dazu beigetragen, den Grundrechten im 20.Jahrhundert festen Bestand zu geben.
[Einfg. 9 vgl.: 8] In vielen Ländern haben sie Prozesse geführt, bei denen sie für das Recht des Patienten eingetreten sind, sich nach hinreichender Aufklärung eine Behandlungsart auszuwählen [Einfg. 10 vgl.: Rudtke, Werner Zeugen Jehovas Stellungnahme ,,Es ist sachlich nicht gerechtfertigt, Patienten, die Zeugen Jehovas sind, im Rahmen des Aufklärungsgesprächs auf diese Quellen hinzuweisen." >>> http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31228
Ärzten, die sich mit der Thematik Bluttransfusionverbot beschäftgt haben, wird mitgeteilt, es wäre sachlich nicht gerechtfertigt im Rahmen eines Aufklärungsgesprächs ihre Informationen dem Patienten, der ZJ ist, weiterzugeben. Sieht so hinreichende Aufklärung aus? Ist dies das für den Patienten erkämpfte "Recht"? Keine vollständige Weitergabe aller Fakten? Ist durch die Beschneidung des Arztes durch die WTG, sein Wissen weiterzugeben, eine Wahlmöglichkeit für den Patienten möglich?]
, für das Recht, selbst zu entscheiden, wie man der Nationalfahne Achtung erweist, und für das Recht des einzelnen, sein Glaubensansichten anderen mitzuteilen. [Einfg. 11 vgl.: http://forum.mysnip.de/read.php?27094,10040,10040#msg-10040] Durch den Sieg am Obergericht in Osaka wird der Beitrag, den Jehovas Zeugen zur Verankerung der Rechte von Minderheiten geleistet haben, um ein Kapitel erweitert. [Einfg. 12 vgl.: 1,3 u. 4]

Menschen mit anderen Wertbegriffen respektieren
Abgesehen von der Förderung der Menschenrechte, kommt die Toleranz gegenüber den Glaubensansichten von Minderheiten auch im täglichen Leben zum Tragen.
[Einfg. 13 vgl.: 1,3 u. 4] Professor Kaname Saruya von der Komazawa-Frauen-universität sagte mit Bezug auf den Prozeß: ,,Die von der Verfassung anerkannte Religionsfreiheit wurde außer acht gelassen, nur weil ... [der Student] anders ist. Die Ausgrenzung von Andersartigem ist in Japan weit verbreitetet."
In der heutigen Gesellschaft wird sehr darauf gedrängt, das, was andersartig ist oder von der Norm abweicht, auszumerzen
. [Einfg. 14 vgl.: 1,3 u. 4] An den Schikanierungen, die an Schulen in Japan wie auch in anderen Ländern weit verbreitet sind, läßt sich die Tendenz erkennen, das zu ächten, was von der Allgemeinheit abweicht. . . .
Die Tendenz, alles Andersartige aus der Gesellschaft auszustossen, ist überall zu beobachten
, [Einfg. 15 vgl.: 1,3 u.4] nicht nur in Japan. Doch die Fähigkeit, die Wertbegriffe anderer zu tolerieren, ist der Schlüssel zu einer friedlichen Koexistenz. [Einfg. 16 vgl.: 1,3 u. 4] Damit in Zusammenhang wurde in einem Leitartikel der Asahi Shimbun erklärt, das Urteil des Distriktgerichts von Kobe bilde ,,einen starken Kontrast" zu dem Urteil des Obergerichts von Osaka. ,,Die beiden Urteile", so die Zeitung, ,,stehen offensichtlich für zwei verschiedene Denkweisen" - managementorientierte Tyrannei einerseits und Toleranz andererseits. [Einfg. 17 vgl.: 2,10 u. 19]
Man könnte sich einmal fragen: Bin ich bereit, die Wertbegriffe anderer zu tolerieren? Bin ich gewillt, zu untersuchen, ob der Standpunkt anderer begründet ist? [Einfg. 18 vgl.: 1,3,4 u.19] Interssanterweise nennt Archibald Cox, der schon zuvor angeführt wurde, noch einen weiteren Grund, weshalb man auf Minderheiten Rücksicht nehmen sollte: ,,Noch ein Gesichtspunkt ist das Bewußtsein, daß eine abweichende Minderheit auf die Wahrheit gestoßen sein könnte - eine Wahrheit, die durch ihre Unterdrückung hinausgeschoben oder für immer verlorengehen würde. [Einfg. 19 vgl.: Raymond Franz Auf der Suche nach christlicher Freiheit S.25 ,,Mit Genehmigung des Keeper of the Records of Scotland sind hier einige Teile des offiziellen Gerichtsprotokolls der Zeugenaussagen wiedergegeben.3
Wie dort festgestellt , war Fred Franz, zu jener Zeit Vizepräsident der Organisation, der erste im Zeugenstand ... Der nächste im Zeugenstand war der Rechtsberater der Gesellschaft, Hayden C. Covington. Hier seine Feststellungen im Verlauf der Aussage ... F.: Es wurde falsche Prophetie verbreitet? A .: Ich stimme zu. F.: Sie mußte von den Zeugen Jehovas akzeptiert werden? A.: Das ist korrekt. F.: Wenn ein Glied der Zeugen Jehovas zu dem eigenen Schluß kam, die Prophetie sei falsch, und das auch sagte, wurde er dann üblicherweise ausgeschlossen? A.: Ja, wenn er das sagte und weiterhin Unruhe verursachte. Wenn nämlich die gesamte Organisation etwas glaubt, auch wenn es falsch ist, und jemand kommt daher und versucht, seine Ideen unter die Leute zu bringen, dann gibt es Uneinigkeit und Unruhe, kein Marschieren im Gleichklang. ... Unsere Absicht ist es, Einheit zu haben. F.: Einheit um jeden Preis? A.: Einheit um jeden Preis ..."
]

Allem Anschein nach schert es die technische Fachschule von Kobe wenig, daß sie eine Wahrheit unterdrückt haben könnte, noch hat sie eine tolerante Haltung gezeigt. Statt dessen hat das Technikum beim Obersten Gerichtshof Japans ein Rechtsmittel eingelegt. Wie der Oberste Gerichtshof entscheiden wird, beleibt abzuwarten."

Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.68
,,Ich bin ein Streiter für unsere Grundrechte, dem es darum geht, die persönliche Freiheit zu schützen und das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Glaubens- und Religionsfreiheit zu verteidigen. Ich trete uneingeschränkt für das Recht der Leute ein, zu glauben, woran immer sie wollen, egal wie abwegig oder unorthodox ihre Vorstellungen sein mögen. Wenn jemand glauben will, daß Mun der Messias ist, so ist das sein Recht. Aber - und dies ist ein ganz wesentlicher Punkt - die Menschen sollten vor Einflüssen geschützt werden, mit denen man sie zwingt zu glauben, daß Mun der Messias ist."

von X ~ mysnip - am 02.08.2008 17:44

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / WT: "Wir fragen die Millionen Nichtzeugen ..."

WTG- Broschüre (1995): Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft - Wer sind sie? [[color=#FF0000]roter[/color] Text] S.13
,,Viele Menschen sind erstaunt, daß alle Zeugen Jehovas die gleichen religiösen Ansichten haben. Sie fragen sich vielleicht, wie das möglich ist, und begegnen der Sache mit Mißtrauen. Weshalb? Der Grund ist, daß andere Religionsgemeinschaften, was ihre Glaubensansichten angeht, generell nicht ,,in demselben Gedankengang fest vereint" sind. Man beachte dagegen, was der Apostel Paulus den ersten Christen sagte: ,,Nun ermahne ich euch, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt" (1.Korinther 1:10; siehe auch Philipper 2:2; 4:2).
Wenn sich Studenten mit demselben Lehrfach beschäftigen - sei es Mathematik, Musik oder Physik - und dabei die gleichen Lehrbücher verwenden, ist anzunehmen, daß sie über elementare Dinge dieses Lehrfachs übereinstimmend reden werden. Das setzt natürlich voraus, daß sie gründlich studieren und ihre Lehrbücher als Autorität akzeptieren.
Niemand würde den Vorwurf erheben, sie seien einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Als Erforscher der Bibel studieren alle Zeugen Jehovas gründlich das gleiche Lehrbuch. Sie akzeptieren es als höchste Autorität, ,,nicht als Menschenwort . . ., sondern als das, was es wahrhaftig ist, als das Wort Gottes" (1.Thessalonicher 2:13). Deshalb ist es gar nicht so verwunderlich, daß sie, was biblische Lehren betrifft, übereinstimmend reden." [Einfg. 1 vgl.: 5 Studieren ZJ ausschließlich die Bibel? Welchen Stellenwert und welche Autorität haben interpretierende Veröffentlichungen der WTG? Zum Beispiel: Unser Königreichsdienst September 2007 ,,Billigt es der ,,treue und verständige Sklave", wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? ... Nein!" >>>http://forum.mysnip.de/read.php?27094,3726,3780#msg-3780 Die WTG betreibt keine Gehirnwäsche! Manipuliert sie? Schafft sie Abhängigkeit und Konformität?]

Wachtturm [[color=#FF0000]roter[/color] Text] 15. Februar 1994 S.6
,,Zahlreiche Menschen in der ganzen Welt sind mit Jehovas Zeugen gut vertraut. Wir fragen die Millionen Nichtzeugen, mit denen Jehovas Zeugen die Bibel studieren oder irgendwann einmal studiert haben: Gab es irgendwelche Bemühungen, Sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen? Haben die Zeugen durch das Anwenden irgendwelcher Praktiken versucht, ihren Sinn zu beherrschen? [Einfg. 2 vgl.: 4] Ihre ehrliche Antwort wird zweifellos lauten: ,,Nein." [Einfg. 3 Die im Wachtturm aufgeworfene Frage beantwortet sich die WTG in ihrem Sinne. Um eine objektive Antwort zu erhalten könnte die ZJ- Organisation, auf ihrer Website, ein Leserecho oder ähnliches zulassen. Warum meidet sie das öffentliche Gespräch? Antworten auf die im Wachtturm gestellte Frage finden sich u.a.: >>>http://www.sektenausstieg.net/ >>>http://forum.mysnip.de/list.php?27094] Wären solche Methoden angewandt worden, gäbe es bestimmt zahllose Opfer, die jedem Argument zugunsten von Jehovas Zeugen widersprechen würden."

Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S. 92-97
,,>>Woran würden Sie erkennen, daß Sie unter Bewußtseinskontrolle stehen?>Gehirnwäsche>Gedankenreform>Gehirnwäsche

von X ~ mysnip - am 06.08.2008 22:16

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Manche Sekten haben inzwischen beträchtlichen politischen Einfluß"

Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.302,303 Kapitel 11 Der nächste Schritt

Der unethische Einsatz von Bewußtseinskontrolle hat meiner Ansicht nach einen Punkt erreicht, wo er zu einem ernstlichen Problem für die Gesellschaft geworden ist, und dies nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in vielen anderen Ländern. Manche Sekten haben inzwischen beträchtlichen politischen Einfluß gewonnen, wie am Beispiel der Vereinigungskirche deutlich geworden ist. Andere beeinflussen die Gesellschaft lieber durch die >>Schulung>religiöse>Cult Awareness Network>abgedrehter junger Leute>vorübergehende Erscheinung

von X ~ mysnip - am 11.08.2008 19:05
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