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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
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Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
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Drahbeck

Herr Triller „zum 99 mal"

Startbeitrag von Drahbeck am 21.04.2012 02:30

Herr Triller wähnte wieder mal die Chance zu einem seiner tendenziösen Leserbriefe zu haben. Die lässt er sich selbstredend nicht entgehen, was dann wieder mal zu beobachten ist.
Da Herr Triller das Schicksal der Familie Emter mit thematisiert, sei vielleicht noch die Ergänzung gestattet.
Die Tagesmeldungen des Gestapa 16. 9. 1937 berichten unter anderem über die Verhaftung des Hermann Emter (geb. 7. 4. 1904). Er wird Gestaposeitig als Bezirksdiener der WTG für Schlesien bezeichnet.
Laut Lahrtz wurde Herr Emter auf einer seiner WTG-"Dienstreisen" auf dem Dresdner Hauptbahnhof verhaftet, die ihn dort (durch Verrat bereits informiert) erwartete.
Indes Herr Emter war nicht der einzigste ZJ den die Gestapo der Erwähnung in ihrer genannten Tagesmeldung für würdig erfand. Bezuggenommen wird darauf, dass die 1937er Verhaftungsaktion der Gestapo, in rückblickender Sicht, mit einer Enthauptungsaktion der WTG-Organisation in Hitlerdeutschland, identisch ist.

Von diesem Schlag konnte sich die WTG-Organisation nicht mehr erholen. Zwar gab es regionale Neuformierungen, auch noch danach. Jedoch gelang es der WTG nicht mehr, sich erneut Deutschlandweit zu organisieren.
Die genannte Tagesmeldung berichtet weiter:

Zitat

„Im Zuge der weiteren Aktion gegen die "Internationale Bibelforschervereinigung" wurden folgende Hauptfunktionäre festgenommen.
Albert Wandres (geb. 10. 04. 02 zu Kehl a. Rh. ) Reichsdiener
Hermann Emter (geb. 7. 4. 04, Bezirksdiener für Schlesien
Gertrud Pötzinger geb. Mende (Kurierin)
Ludwig Stickel (Bezirksdiener für Württemberg)
Georg Ebert (geb. 2. 2. 91) Stellvertreter und Nachfolger von Stickel
Auguste Schneider (geb. 6. 1. 91) Bezirksdiener für Baden
Walter Friese (geb. 28. 5. 98, Bezirksdiener für Thüringen, Prov. Sachsen und Hannover
Arthur Förster (als Nachfolger für Friese vorgesehen)
Erich Venhofen (geb. 4. 7. 02, Bezirksdiener für Westfalen
Franz Stoldt (geb. 17. 4. 1890, Bezirksdiener für Berlin
Hermann Fritz, Hauptfunktionär in Hamburg
Frieda Christiansen (geb. 12. 12. 97) Bezirsksdienerin für Schleswig Holstein
Charlotte Perske (Hauptfunktionärin für Berlin)

Weiter in der Zitierung der Gestapoakte ZB I - 565
Zitat

„Ausserdem konnten auf Grund der Aussagen der vorgenannten Hauptfunktionäre bisher 27 Gruppendiener festgenommen werden.
Die Ermittlungen ergeben, dass die IBV-Anhänger Anschriften von Bekenntnischristen und von Personen, die an nationalen Festtagen nicht flaggten, sammelten. Die Anschriften wurden vom Bezirksdiener nach dem Bibelhaus in Bern gesandt damit von dort aus die Belieferung der Personen mit IBV-Material erfolgte.

Die vom Geheimen Staatspolizeiamt eingeleitete Aktion gegen Funktionäre der IBV führte vor kurzem zur Ermittlung bestimmter Wohnungen in Berlin, in denen Funktionäre der illegalen IBV, in den Monaten Mai bis Juli ihre Haupttreffs abgehalten hatten. Unter sachdienlicher Zusammenarbeit mit der Stapoleitstelle Berlin wurde im Verfolg dieser Feststellung am 21. 8. 1937 die IBV-Funktionärin Elfriede Löhr ergriffen. Die Löhr die nun mit gefälschten Pässen und sonstigen Ausweisen seit etwa einem Jahr aktiv für die illegale Organisation tätig ist, hat in erster Linie seit März d. Js. Kurierdienste geleistet und die Verbindungen der IBV von Deutschland nach dem Auslande aufrecht erhalten.
Nach eingehenden Untersuchungen wurde schliesslich das Berliner Quartier der Löhr ermittelt. Dieses teilte sie mit dem Reichsdiener des sogenannten Deutschen Werkes der IBV, Heinrich Dietschi.
In dem Quartier wurde umfangreiches Material der IBV-Organisation erfasst.
Durch die ständige Überwachung des Quartiers mit Unterstützung von Beamten der Stapoleitstelle Berlin wurde in der Nacht zum 25. 8. 1937 der Reichsdiener Heinrich Dietschi festgenommen, der unmittelbar aus Paris von dem Weltkongress der IBV kam, der dort unter persönlicher Leitung des Richters Rutherford in der Zeit vom 20. 8. bis 23. 8. 1937 stattgefunden hat. Dietschi hatte das Deutsche Reichsgebiet über die Schweiz verlassen und auch wieder betreten, wobei er sich eines schweizerischen Passes, auf den Namen Stauffer lautend, bedient hatte."


www.morgenweb.de/region/schwetzinger-zeitung-hockenheimer-tageszeitung/leserbriefe/drei-frauen-die-besonders-gelitten-haben-1.546066

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