Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck

Vor fünfzig Jahren

Startbeitrag von Drahbeck am 01.01.2013 01:24

Radionik
Eher so beiläufig mitgeteilt, erfährt man im „Wachtturm" vom 1. 1. 1963:
Zitat

„Wie verhält es sich mit der 'Radionik'? Mit diesem Ausdruck bezeichnet man jenen Zweig der Radiästhesie, bei dem das Pendel durch ein kompliziertes Gerät ersetzt wird."

Nach dieser Beschreibung, geht es weiter mit der Frage:
Zitat

„Wozu diese Geräte? Sie werden angeblich auf die Strahlungen oder Wellenlängen der Krankheit 'eingestellt'. Manche Heilbehandler behaupten, damit erstaunliche Erfolge erzielt zu haben."

Aber:
Zitat

„Radiologen und andere Fachleute, die einige dieser Geräte geprüft haben, sagten jedoch, sie wüßten nicht wieso sie eine Wirkung haben könnten. Ein Radiologe sagte, er habe bei einem dieser komplizierten Geräte 'nicht die geringste Spur von Energie oder einer Schwingungsfrequenz feststellen können'"
Bis dahin würde sich wohl auch die WTG von solcherlei Voten nicht sonderlich beeindrucken lassen, wie das für Geschäftemacher mit dem Aberglauben generell gilt.
Nun war aber der Umstand zu registrieren, die Kritik an dieser Geschäftemacherei erreichte eine gewisse Öffentlichkeitswirksamkeit. Dazu liest man im genannten WT-Artikel:
Zitat

„Die Presse hat auch schon des öfteren berichtet, daß die Behörden in den Vereinigten Staaten solche Geräte beschlagnahmt haben, da es unmöglich sei, damit Diagnosen zu stellen oder Krankheiten zu behandeln. In der Juli-Ausgabe der Zeitschrift 'Electronic Industries' erschien zum Beispiel folgende Notiz:
Zitat

'Die Gesundheitsbehörde hat der elektronischen 'Kurpfuscherei' einen neuen Schlag versetzt. Das Bundesgericht hat sieben Typen der elektronischen Diagnostizierungs- und Behandlungsweise, die unter hochtönenden Namen bekannte waren, aber nichts taugten verboten ... Die imposanten Geräte mit einer eindrucksvollen Reihe von Lichtern, unzähligen Schaltern, Kontrollknöpfen und Elektroden versehen, waren unter den Namen 'Neurolinometer', 'Elektron-O-Strahl 51' und 'Radioklastisches Modell 40' bekannt. Untersuchungen haben ergeben, daß sie zur Behandlung völlig nutzlos sind."
Diesem „völlig nutzlos" mag man sich WTG-seitig nicht so ohne weiteres anzuschliessen, und stellt daher im WT-Kommentar die Frage:
Zitat

„Wer hat recht?"
wobei man durchaus deutlich genug erkennen lässt, eigentlich gehört die eigene Sympathie, durchaus den vorbeschriebenen Scharlatanen. Nur, man könne quasi gezwungenermaßen nicht völlig den Umstand ignorieren, dass einige dieser Scharlatane sich ein gerichtliches Verbot eingehandelt haben. Mit Sicherheit wurde letzteres garantiert nicht WTG-seitig lanciert. Aber das Verbot sei nun mal da. Ergo sehe man sich wieder Willen, auch „gequälterweise" genötigt, mit in die nun angeordnete Rückzugsfanfare einzustimmen.
Zu den verteidigenden Argumenten, welche der WT sich nicht versagt, mit anzuführen gehört dann auch:
Zitat

„So muß man doch zweifellos annehmen, daß die Geisteskraft des Behandlers die Ergebnisse entscheidend beeinflußt ... Viele Leute sind deshalb der Ansicht, daß das Gerät lediglich eine Hilfe oder Wegleitung für das außersinnliche Wahrnehmungsvermögen des Behandlers sei ... Die meisten Radiästheten sähen es gern, wenn ihre Patienten persönlich erscheinen ... Wenn nötig werden sie aber auch ohne deren Anwesenheit fertig ... Der Radiästhet oder 'Radioniker' verwendet dann einfach einen Tropfen Blut oder Speichel des betreffenden Patienten ..."
Just die massive Reklame, für solch einen Ober-Scharlatan, der da wähnte nur mittels Blutstropfen eines nicht anwesenden Patienten, Diagnosen stellen zu können, wurde von der früheren WTG-Zeitschrift „Das Goldene Zeitalter" betrieben.
Und nun hat das „böse Gericht" in den USA, diesen Scharlatanen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Großes Wehklagen deshalb bei den Dummheitsverkäufern. Auf welcher Seite der Kontroverse die WTG dabei steht, dürfte ziemlich offenkundig sein. Zwar beugt man sich nunmehr jenem Gerichtsbeschluss, das aber nur gezwungenermaßen.

Man vergleiche nur die Überschrift des ersten Artikels in der Ausgabe des „Golden Age" vom 22. 4. 1925, (fünf Druckseiten umfaßt jener Artikel) und man bekommt einen Vorgeschmack davon, wie hoch in WTG-Gefilden, solcherlei Quacksalber-Theorien angesiedelt waren.

Jener Herr Gambles war Nachfolger des famosen Herrn Abrams, für den Seitens der WTG vordem schon mächtig die Reklametrommel gerührt wurde.
Auf Seite 479 derselben „Golden Age"-Ausgabe, findet sich dann noch flankierend ein kommerzielles Inserat „Electronic-Radio-Biola" auf das die Geschäfte jener Geschäftemacher, auch garantiert florieren mögen!
Exkurs:
Man vergleiche auch die englische Ausgabe des „Golden Age" vom 5. März 1930, welche mittlerweile auch im Internet erreichbar ist.
Dort der Artikel von Roy Goodrich;
„Ouija Boards, Small and Large"
Siehe zu dem fraglichen Artikel auch:

http://www.seanet.com/~raines/goodrich.html

In ihr hatte sich der später von der WTG ausgeschlossene Roy Goodrich, kritisch zu den Machenschaften des von der WTG hochgejubelten Scharlatan Dr. Abrams geäußert.
Offenbar war Goodrich bis bei Rutherford höchstpersönlich, vorstellig geworden. Allein diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass die genannte Ausgabe des „Golden Age" seine Kritik abdruckte.
Seinen Artikel im „Golden Age" läßt er mit den Sätzen ausklingen (sinngemäss zitiert)
Es sei höchste Zeit für die Bibelforscher, diese spiritistische Schlinge des Satans zu erkennen und sich von ihr abzuwenden.
In der Ausgabe vom 30. 4. 1930 des „Golden Age" gab es dann einen weiteren thematischen Artikel: Sein Titel:
„What Is E. R. A.?"
Man geht wohl nicht fehl in der Einschätzung, seinen Sinn in einer Schadensbegrenzung, angesichts der durch Goodrich losgetretenen Diskussion zu sehen.
Was Goodrichs Verengung auf den Aspekt „Spiritismus" anbelangt, kann man als einer, dem solcherlei Weltbild mittlerweile verloren gegangen ist, auch so seine Vorbehalte haben. Zumindest bestreitet er damit eine nachprüfbare medizinische Wirkung, der Abrams und Co, den er in dem Artikel verschiedentlich namentlich benennt.

Indes der Redakteur der US-amerikanischen Ausgabe des „Golden Age", Woodworth, konnte es sich aber nicht versagen, zu diesem ihm halb aufgezwungenen Artikel, ein redaktionelles Vorwort voranzustellen. Liest man das, wird deutlich, begeistert war Woodworth über diese Kritik nicht. Nur, mit Rutherford sich selber anzulegen, daran dachte er selbstredend nicht.
Was er aber tun konnte und auch tat, war den Goodrich als nicht ernst zu nehmen zu behandeln. Und das Geschäft des Scharlatans Abrams, nebst Nachfolger, blühte in den WTG Gefilden weiter.
Dies war dann für Goodrich in späteren Jahren erneut der Anlass, seine Kritik zu wiederholen. Die Antwort bekam er dann in der Form einer ausgesprochenen Exkommunikation.

Medizinische Okkultisten

http://www.seanet.com/~raines/abrams.html

http://www.seanet.com/~raines/era.html

http://psiram.com/ge/index.php/Radionik

Antworten:

Thalidomid

Ein zeitgenössisch aktueller Medizin-Skandal, ist auch der „Erwachet!"-Ausgabe vom 8. 1. 1963 einen sechs Druckseiten umfassenden Artikel wert. Nun befindet sich die WTG diesbezüglich in der „komfortablen" Lage, mit dem Finger auf andere zeigen zu können, ohne gleich befürchten zu müssen, dass jener Finger auf sie selbst zurück zeigen würde. Letzteres kann man allerdings, zumindest wenn man aus dem Blickwinkel eines Nebenaspektes wertet, durchaus auch noch anders sehen.
In der Öffentlichkeit wurde jener Skandal als Contergan-Skandal bekannt. Siehe zu ihm in diesem Fall den neutralen Bericht der Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Contergan-Skandal

„Erwachet!" hingegen titelt als Überschrift:
Zitat

„Das Thalidomid Unglück. Hätte man es verhüten können?"
Dem liegt offenbar der Name eines Hauptbestandteiles jenes fragwürdigen Medikamentes zugrunde.
Auch die WTG kann bei diesem Thema letztendlich kein „Patentrezept" offerieren.
Und so zieht „Erwachet!" als Schlusssatz seines Berichtes sich auf die Linie zurück:
Zitat

„Das Thalidomid-Unglück ist eine Folge der Selbstsucht, des Mangels an Nächstenliebe und Selbstbeherrschung, durch die sich die Welt in den letzten Tagen auszeichnet."

Einerseits kann man den Aspekt Selbstsucht, der da mit genannt wird, nicht bestreiten. Andererseits ist wohl die Verengung auch dieses Fallbeispieles, auf Endzeittesen wohl eher als kontraproduktiv zu bezeichnen.
Weiter erfährt man in jenem Artikel, die meisten Opfer bei diesen Medizinskandal gab es wohl in der Bundesrepublik Deutschland.
Positiv stellt der Artikel hingegen das Verhalten einer amerikanischen Beamtin heraus, welche die Zulassung jenes Mittels hinauszögerte; mit der Folge, in den USA gab es nicht so viele Opfer wie in Deutschland.
Und sieht man sich die Ausführungen der Wikipedia zum Thema an, kann man registrieren. Auch andere sagten noch nein. Das wiederum hält „Erwachet!" nicht für mitteilenswert.
Zu diesen anderen gehörte dann unter anderem der Ostdeutsche Staat, von dem die Wikipedia auch einen Presseartikel aus dessen Gazette „Neues Deutschland" benennt, der da titelte:
Zitat

„DDR-Bürger schliefen ohne Contergan".

Generell ist meines Erachtens die forcierte Privatisierung des Gesundheitswesens in der Bundesrepublik Deutschland, für die in Sonderheit auch eine Klientelpartei namens FDP (aber eben nicht nur sie) einsteht, als eine der Wurzeln dieses Medizinskandals zu bezeichnen.
Dieser Vorhalt indes wird in dem „Erwachet!"-Artikel so nicht herausgearbeitet. Dafür wie schon bemerkt, der Endzeitaspekt.
„Erwachet!" fühlt sich dann auch bemüßigt, sich seinerseits wie es denn auch sagt, „witzige" Bemerkungen zum besten zu geben.
Etwa diese:
Zitat

„Voltaire sagte einmal: 'Ein Arzt ist eine Person, die einem Körper, den sie kaum kennt, Mittel verabreicht, über die sie nicht viel mehr weiß.' Witzig? Ja, aber darin liegt mehr als nur ein Körnchen Wahrheit, was aus der Tatsache hervorgeht, daß diese Worte in einem Buch für Ärzte zitiert werden ..."

Nun ist „Erwachet!" sicherlich keine Fachzeitschrift sondern eher eine des Bereiches „Publikumszeitschrift". Inwieweit denn nun jener Witz für Medizinlaien, die da in diesem Falle angesprochen werden, sonderlich hilfreich ist, erscheint wohl wenig nachvollziehbar zu sein.
Noch was; auch innerhalb der „Erwachet!"-Redaktion gibt es Spezialisierungen. Es kann unterstellt werden, stehen aus aktuellem Anlass mal wieder Medizinthemen an, dürfte die Federführung bei jenen Personen in der „Erwachet!"-Redaktion liegen, die dort auch ansonsten das Medizin-Thema bearbeiten.
Und deren Tendenz ist auch aus anderen Beispielen zur Genüge bekannt. Die Begünstigung der Heilpraktikerszene.
Nun eignete sich in diesem Fall jenes Thema weniger für diese Begünstigung. Ergo zog man sich in diesem Falle wieder mal auf das Gebiet „Endzeitzeichen" zurück.
Diese Begünstigung der Heilpraktikerszene bringt dennoch auch „Erwachet!" in diesem Artikel mit ein, indem mit erhobenen Zeigefinger auch folgende Kritik artikuliert wird:
Zitat

„Als im amerikanischen Parlament über eine Gesetzesvorlage debattiert wurde, die, obschon sie im Interesse der Bevölkerung war, von den Herstellern von Arzneimitteln heftig bekämpft wurde, hatte ein Senator die Kühnheit zu erklären:
'Die pharmazeutische Industrie unseres Landes hat Großartiges geleistet."

Und zu diesem Zitat kommentiert „Erwachet!" seinerseits:
Zitat

„Welch unerhörte Heuchelei!"

Die WTG sieht also ihr Heil darin sich denjenigen anzuschliessen, für die Pauschalurteile das A und O sind.

von Drahbeck - am 08.01.2013 05:14

Münchhausen

Vor fünfzig Jahren
Eine Lanze für das sogenannt „positive Denken" wähnt der „Wachtturm" vom 15. 1. 1963 erneut brechen zu sollen. Namentlich auch im Hinblick auf den eigenen Forderungskatalog an die Betörten.
Ein klassisches Beispiel ist ja wohl dann schon mal von Münchhausen überliefert, der sich da auch am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen haben soll.
Ein neuzeitlicherer Münchhausen hört denn wohl auf den Namen WTG.

Bemerkenswert auch noch, ein Artikel der Wikipedia zum Thema. Er erwähnt als ein Beispiel auch die Mary Baker Eddy Religion der sogenannten „Christlichen Wissenschaft" (Christian Science).
Soweit entfernt sind diese unterschiedlichen Brüder dann wohl nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Positives_Denken

Passenderweise gibt es in diesem Artikel dann gleich mal noch eine weiterführende Verlinkung zu dem Begriff „Wohlstandsevangelium"

http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlstandsevangelium

http://www.internet-maerchen.de/maerchen/muenchhausen07.htm

von Drahbeck - am 14.01.2013 23:20

„Enzyclopaedia Britannica"

Vor fünfzig Jahren
Das Nachschlagwerk „Enzyclopaedia Britannica", auch von der WTG genutzt, und in der Vor-Wikipedia-Zeit sicherlich eine „Institution", bereit ihr dennoch Sorgen, worüber „Erwachet!" vom 22. 1. 1963 in einem Artikel berichtet. Die WTG-"Bauchschmerzen" kommen auch in der Klage zum Vorschein, man erhalte laufend Anfragen, das die „Enzyclopaedia Britannica" manchmal der Bibel widerspricht. Als Beispiele werden genannt:
Zitat

„Unter anderem die Entwicklungslehre, die Altersangaben über die ägyptischen Dynastien, die Datierung der Sintflut und die Darstellung vieler der bekannten biblischen Persönlichkeiten."
Die laufenden Änderungen heutzutage in der Wikipedia belegen, dass solcherlei Wissenssammlungen, nicht vor Irrtümer gefeit sind. Bis Änderungen sich dann durchsetzen, mag im Falle eines kommerziellen, gedruckten Unternehmens, in der Tat langwieriger sein. Änderungen können dort erst im Falle einer Neuauflage zum tragen kommen. Da haben es alternative Projekte im Internet, schon mal grundsätzlich leichter.
Was die WTG besonders stört ist, wenn Aussagen im Widerspruch zu ihrer eigenen Dogmatik stehen. Da will sie halt der den Vorzug geben, und anderweitige Darstellungen diskreditiert sehen.
Welcher Strohhalme sich die WTG in diesem Falle zur Diskreditierung bedient, mag ihre nachfolgende Kritik veranschaulichen. Da bemängelt „Erwachet!"
Zitat

„Zum Beispiel stand jahrelang in der E(ncyklopedia). B(ritannica) Galileo Galilei habe bewiesen, daß Gegenstände von ungleichem Gewicht mit der gleichen Geschwindigkeit zur Erde fallen. Sie stützte sich dabei auf die Angaben eines gewissen Vivani. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, 'was Vivani nicht wußte, daß nicht Galilei Galilei, sondern ein Freund von ihm, die Gewichte von dem schieden Turm [von Pisa] warf und dabei entdeckte, daß sie n i c h t gleich schnell zur Erde fielen".
Wenn solcherlei Beispiele in WTG-Sicht zur Diskreditierung herhalten müssen, dann „hat man es wohl sehr nötig", kann man dazu nur als Kommentar bemerken.
Da wie man so zu sagen pflegt, „lautes Singen im einsamen Wald kraft geben soll", kritisiert die WTG weiter, und das ist der Hauptgrund ihres Ärgers:
Zitat

„Ferner opfert die E. B. die Wahrheit der allgemein herrschenden Meinung, indem sie bei der Behandlung biblischer Themen der 'Bibelkritik', die den Glauben an die Bibel untergräbt, Rechnung trägt ...."
Weiter kritisiert die WTG, vergleicht man verschiedene Auflagen der „Enzyclopaedia Britannica" lasse sich gewisse Schwankungen nachweisen. Unter anderem dass Aussagen, welche der katholischen Kirche nicht genehm sind, später wieder umgearbeitet wurden.
Der gravierende Punkt ist aber eben wohl der. Ihrerseits war die WTG nicht stark genug, dieses Lexikonprojekt gleichermaßen in die Kniee zu zwingen, wie es der katholischen Kirche tatsächlich gelungen sein mag.
Da sind heutzutage, WTG-Kreise im Falle der Wikipedia in der Tat schon weiter, indem sie dort, die für sie neuralgischen Punkte ständig deformieren!

http://www.britannica.com/

http://www.britannica.com/EBchecked/topic/302393/Jehovahs-Witness

http://www.britannica.com/EBchecked/topic/433643/George-Orwell

Orwell's warning of the potential dangers of totalitarianism made a deep impression on his contemporaries and upon subsequent readers, and the book's title and many of its coined words and phrases ("Big Brother is watching you," "newspeak," "doublethink") became bywords for modern political abuses.
Zitat

Orwells Warnung vor den möglichen Gefahren des Totalitarismus machte einen tiefen Eindruck auf seine Zeitgenossen und auf nachfolgende Leser, und den Titel des Buches und viele ihrer geprägten Wörter und Phrasen ("Big Brother is watching you", "Neusprech", "doppeldeutig") wurde Synonyme für moderne politische Missstände.


von Drahbeck - am 22.01.2013 02:21

Polizeigewalt

Vor fünfzig Jahren
Auch die „Wachtturm"-Ausgabe vom 1. 2. 1963 setzt in Abwendung von der Rutherford'schen Obrigkeitslehre (ohne aber diese Abwendung zu benennen), unter der Überschrift „Nutzen ziehen aus der Unterordnung unter die Obrigkeitlichen Gewalten", dieses Thema fort. Wobei namentlich der Nutzen herausgestellt wird, den die WTG wähnt, durch eine nunmehr Stromlinienförmige Anpassung für sich herausholen zu können.
Da werden dann solche Details erwähnt, wie, dass ein Bericht über den WTG-Kongress 1958 auch in dem Kongreßprotokoll des USA-Kongresses (Parlament) Eingang gefunden har. Oder auch solche für die WTG sicherlich relevante Sätze, wie, dass man Steuervorteile abschöpfen könne, welche indifferente Staaten, der Religionsindustrie im allgemeinen gewähren. Oder auch der, man könne auch das USA-Außenministerium (State Department) für seine Zwecke instrumentalisieren, um Druck auf Staaten auszuüben, welche der WTG fallweise Schwierigkeiten bereiten. Überhaupt habe man sogar in gewissem Rahmen, eigene Polizeibefugnisse.
Namentlich das mit den Polizeibefugnissen ist dann wohl einigen, auf „Wolke sieben schwebenden" Zeugen Jehovas etwas in den Kopf gestiegen.
Ein Beispiel dafür berichtete in ihrer Frühzeit aus Westberlin, die Zeitschrift „Brücke zum Menschen" (damals noch als „Bruderdienst" betitelt).
In deren Heft 4/1965 war folgende Episode berichtet worden. Unter Berufung auf eine briefliche Mitteilung eines, wie der „Bruderdienst" schreibt, diesem persönlich bekannten Briefschreibers, erfährt man etwas über dessen Mißgeschick.

Selbiger beruft sich darauf, die Veranstaltungen der Zeugen Jehovas seien ja meistens öffentlich, was sicherlich für deren „Wachtturm"-Studium und ähnliches zutrifft. Und nicht prinzipiell ungewöhnlich ist auch der Umstand, dass solche Veranstaltungen manchmal auch in öffentlichen Schulgebäuden stattfinden, was in dem fraglichen Fall auch so gewesen ist. Zwar ist das Bestreben zu beobachten über eigene Königreichssäle zu verfügen. Aber wenn dieser Status noch nicht erreicht ist, kommen durchaus auch Mietsäle unterschiedlicher Art, fallweise zur Verwendung, was wiederum von den örtlichen Gegebenheiten abhängig ist.

Danach sei ein Ex-Zeuge Jehovas auf der Strasse von letzteren angesprochen worden, und verwickelte sich dann wohl auch in eine entsprechende Diskussion. Jedenfalls bekam er dann wohl auch die Einladung, zum Besuch der öffentlichen Zeugen Jehovas-Versammlungen. Genau das tat er dann ein-zweimal. Noch ein drittes Mal wollte er es so wissen. Jenes dritte mal lief dann allerdings etwas anders ab.
Beim dritten Male wurde er ultimativ aufgefordert, den Saal sofort wieder zu verlassen. Seine Angabe gemäß kam er auch dieser Aufforderung nach.
In seinen Worten:
Zitat

„„Als ich noch ein drittes mal erschien, gebot man mir, sofort den Saal der Schule zu verlassen, was ich auch tat. Einer der „Zeugen" kam hinterher, überholte mich und ging zum „Schuldiener" der am Schultor an mich herantrat und mir den Zutritt verbot, mich zum Tor hinauswarf, wobei er erklärte, er habe Polizeigewalt.
Er zählte bis drei, und als ich nicht sofort die Flucht ergriff, schloß er das Tor ab und rief die Polizei an."

Das muss man sich dann mal bildlich vorstellen! Der Bericht kündet weiter davon, die Polizei, gleich mit vier Mann, kam auch und der „Delinquent" wurde dann quasi unter Polizeibegleitung abgeführt.

Tibetanische Gebetsmühlen

Ergänzend sei noch aus der Nr. 21/22=1970 des "Bruderdienstes" zitiert. Äußerer Anlass das Kongressspektakel der Zeugen Jehovas in Nürnberg des Jahres 1969. Und da wird aus dem "Nürnberger Evangelischen Gemeindeblatt" auch folgende Episode zitiert
Zitat

"Schön ist das natürlich nicht, wenn da am sechsten und am achten Kongreßtag eine Handvoll junger evangelischer Christen auftritt und Jehovas Zeugen glashart sagt:
„Vom Predigen allein wird man nicht satt - Matthäus 25".
Dann rufen auch die Menschen des Brooklyner Bundes nach der sonst von ihnen so verachteten Staatspolizei.
„Brüder und Schwestern, bitte weitergehen! - Keine Schriften anfassen, diesem Mann ist die Gemeinschaft entzogen worden!"
Monoton wie tibetanische Gebetsmühlen hallen die Worte der Ordner, die dem einsamen Bekenner nicht aus den Augen lassen, eine Woche über dass Dutzendufer (in Nürnberg)."


von Drahbeck - am 31.01.2013 23:27

Freireligiöse Gemeinde Offenbach

Vor fünfzig Jahren
Wer hätte diese Notiz in „Erwachet!" vom 8. 2. 1963 erwartet?
Die Frage mag offen bleiben, also weder bejaht noch verneint werden.
Die Rede ist davon, dass gemäß eines Erlasses des deutschen Bundesminister für Verkehr die Erlaubnis erteilt werden kann, dass auf öffentlichen Straßen Hinweisschilder auf Gottesdienste aufgestellt werden könnten.
In diesem Kontext notiert „Erwachet!" nun:
Zitat

„Zu einem kleinen Kulturkampf kam es jetzt in Offenbach, wo der Freireligiösen Gemeinde das Aufstellen von solchen Hinweisschildern untersagt wurde. Es wäre nicht auszudenken, so ist man sich auf beiden Seiten klar, wie die Ortseingänge aussehen würden, wenn alle der 1400 in der Bundesrepublik bestehenden Glaubensgemeinschaften darauf bestehen würden, Hinweisschilder an den öffentlichen Einfahrtstraßen aufzustellen."

Und weiter im „Erwachet!"-Bericht:
Zitat

„Das Problem konnte bis Ende 1962 in Offenbach noch nicht gelöst werden."

Einige Städte, unter ihnen Hamburg, halten indes nichts von solchen Gefälligkeiten gegenüber der Religionsindustrie, und untersagen daher die Aufstellung solcher Schilder, wird weiter berichtet. Wobei dies dann wohl die sinnvollste Variante wäre.
Sicherlich wurde diese Notiz WTG-seitig nicht ohne Hintersinn aufgenommen. Käme es zu einem Präzedenzfall, konnte man wohl darauf warten, dass auch die WTG analoge Ansprüche anmeldet.
Wie es aber aussieht, sind wohl auch bei diesem Thema, weiterhin nur die vermeintlichen Großkirchen privilegiert.

Offenbach ist dann wohl als eine Ausnahme von der Regel ansprechbar. Laut Wikipedia eine der n o c h bestehenden größten Freireligiösen Gemeinden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frei-religi%C3%B6se_Gemeinde_Offenbach

Dieser Satz erschließt sich dann wohl näher, sieht man sich beispielsweise die Internetpräzenz selbiger, für den Bereich Berlin an.
http://www.freigeistig-berlin.de/index.php/berlinergemeinde

Darin vorfindlich auch der Satz
Zitat

„Zwei Diktaturen haben die freireligiöse Tradition in Berlin und im Osten Deutschlands existentiell beschädigt."

Dies trotz des Umstandes, dass es auch in der DDR eine Freireligiöse Gemeinde gab. Die aber war regional auf die Region Leipzig begrenzt. Vielleicht trug zu diesem Sonderstatus mit bei, das der Ostdeutsche Politiker Walter Ulbricht, dereinst in seinen Jugendtagen, auch in diesem Milieu aufwuchs.

Müntz/Wachowitz notierten in ihrem Handbuch "Kirchen und Religionsgemeinschaften in der DDR"
DDR-bezogen über selbige:
Zitat

1946 wurde in der damaligen sowjetischen Besatzungszone der Bund freireligiöser Gemeinden wieder zugelassen. ... Der zunehmende Mangel an echten sozialen Grundlagen für eine eigenständige Profilierung des Bundes sowie das Fehlen einer verhaltensnormierenden Lehre bildeten Grundlagen für einen unaufhaltsamen Rückgang der Gemeinschaft. ... Führende Vertreter versuchten noch bis zu Beginn der 70er Jahre unter dem Hinweis, daß die freigeistige Gemeinschaft bei Ihren Erfahrungen noch immer spezifische Aufgaben in der Vielfalt des kulturellen Lebens der DDR sehe, die Arbeit des Bundes zu aktivieren, konnten aber einen weiteren Mitgliederrückgang und schließlich die Auflösung als arbeitsfähige Organisation nicht aufhalten.
Der Bund Freireligiöser Gemeinden in der DDR hat heute nur noch wenige
ältere Mitglieder. Für sie existiert in Magdeburg noch eine
Geschäftsstelle, deren Sprecher auf Wunsch die Trauerrede für verstorbene
Mitglieder übernimmt."

Günther Kolbe notierte in seiner 1964 publizierten Dissertation:
Zitat

Im Vergleich zu den 20er Jahren waren jedoch Einfluß und Mitgliederzahl weiter
zurückgegangen.
1947 gehörten den in Sachsen bestehenden sechs Gemeinden ca. 4000 Personen an; davon entfielen 3500 allein auf Leipzig. Gegenwärtig existieren im Gebiet des ehemaligen Sachsen einige kleine Gemeinden, deren Wirksamkeit im gesellschaftlichen Leben der DDR kaum spürbar ist. Lediglich die Leipziger Gemeinde, die auf Grund ihrer Traditionen eine Art hegemonialer Stellung innehat, bildet eine gewisse Ausnahme. Doch auch in Leipzig als Vorort der freireligiösen Vereinigungen in der DDR sank die Mitgliederzahl auf ca. 3000 ab, die im allgemeinen sinkende Tendenz aufweist.
In der Öffentlichkeit des öfteren abgehaltene Veranstaltungen, Feierstunden und Vorträge vermögen nicht darüber hinwegzutäuschen, daß auch in Leipzig der sektenartigen Bewegung keinerlei Aufschwung beschieden ist.

Siehe auch:
Mysnip.35677

von Drahbeck - am 07.02.2013 23:12

Elsaß-Lothringen

Vor fünfzig Jahren
Eine wesentliche Wurzel des WTG-Werkes in Frankreich, konzentrierte sich dort besonders auf das weitgehend deutschsprachige Elsaß-Lothringen. Letzteres eine sehr wechselvolle Geschichte aufweisend. Mal politisch zu Deutschland, dann wieder zu Frankreich gehörend. Und auch während der Nazideutschen Ära, und den Jahren danach, setzte sich diese wechselvolle Geschichte fort.
Eine der bekannteren Persönlichkeiten mit Wurzeln im Elsass war beispielsweise Albert Schweitzer. Demgegenüber waren im eigentlichen französischsprachigen Frankreich, es überwiegend aus Polen eingewanderte Bergarbeiter, die dort zur WTG-Religion stießen.
Weitaus weniger (die Zeit vor 1945 betrachtend), indes eigentlich Französischsprachige Kreise.
Die WTG-Statistiken weisen für das Jahr 1931 in Frankreich, 40 polnische Gruppen mit insgesamt 670 Gliedern aus. Während zur gleichen Zeit es nur 10 französische Gruppen mit 170 Gliedern gab.
Als Verkündigerzahl für Frankreich wurde im Jahre 1938 die Zahl von 845 angegeben.
Die Zahl für 1946 wird dann mit 2157 angegeben.
Die genannte Sonderrolle des Elsass indes, spiegelt sich in diesen Zahlen wohl nicht wieder.

Bemerkenswert ist vielleicht auch der Umstand, dass der sowohl in der WTG-Geschichte, als später auch in deren Dissidentenkreisen eine gewisse Rolle spielende Herr Conrad C. Binkele, sich in späteren Jahren auch das Elsass als „Rückzugsgebiet" auserkor.

Der „Wachtturm" vom 15. 2. 1963, druckte nun einen Bericht des Henri Geiger ab, der zu damaliger Zeit, die Spitze der WTG-Organisation im Elsass (später auch in ganz Frankreich) darstellte.
Auch in seiner Biographie spiegeln sich dann die wechselvollen politischen Wirren wieder, namentlich auch die Nazizeit betreffend.
Vielleicht etwas als „Ergänzung", da die WTG-Geschichtsschreibung nur das Ziel kennt, „Jubelberichte" zu verfassen, auch dann noch, wenn es eigentlich nichts mehr zum jubeln gibt, sei auch noch aus der CV Nr. 140 etwas zitiert, welche sich den WTG-Jahrbuchbericht, Frankreich betreffend, mal etwas näher ansah. Und in der Folge davon einige Ergänzungen als notwendig erachtete.
Letztere notierte also auch:
Zitat

Das "Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1980" beschäftigt sich u.a. auch mit der Tätigkeit der Zeugen Jehovas in Frankreich. Von 261 Seiten des Jahrbuches wird fast die Hälfte diesem Bericht gewidmet.

Zitat

"Du wirst fasziniert sein, zu lesen, wie aus diesem einen Zeugen trotz Schwierigkeiten durch untreue Brüder und nationalsozialistischer Verfolgung ein gewaltiges Heer von über 67000 Königreichsverkündigern geworden ist" (S. 33).
Zitat

Fasziniert sein bedeutet: Beeindruckt, begeistert sein. Unter diesem Aspekt wollen wir uns einmal folgende Tatsachen ansehen.
Im Zeitraum von 1912 bis 1951 wechselten Brüder in überaus verantwortlichen Positionen, wie Zonendiener, Zweigdiener und Gehilfen des Zweigdieners, die für Frankreich verantwortlich waren, 14 mal! Das heißt, etwa alle zweieinhalb Jahre wurde ein hoher WTG-Diener von einem anderen abgelöst! Wenn man den Zeitraum von 1912-1929 nimmt, dann kommt sogar ein Wechsel innerhalb von knappen 2 Jahren zustande, 9 Ablösungen innerhalb von 17 Jahren!
Weshalb wurde denn ein so häufiger Wechsel erforderlich!
Lesen wir in Stichworten:
Zitat

"Lanz war verärgert, verhielt sich rebellisch und wandte sich gegen die Gesellschaft." (S.45), "Infolge seines unrichtigen Handelns hat ihn (Freytag) die Wachtturm- Bibel- und Traktat-Gesellschaft des Amtes entsetzt und übergab sämtliche Geschäftsangelegenheiten Bruder C. C. Binkele in Zürich." (S.50). "Schließlich wurde der Fäll vor Gericht gebracht, und Freytag wurde gezwungen, das Eigentum, das er der Gesellschaft gestohlen hat, zurückzugeben." (S. 51).
"Nun, im Laufe der Zeit wurden sowohl Bruder Lefevre als auch Bruder Roussel unzufrieden und erwiesen sich als böse Knechte" (S. 57).

Zitat

Im Juli 1925 wurde Bruder Binkele, der Leiter des "Zentraleuropäischen Büros", aus gesundheitlichen (?) Gründen von Bruder Zaugg abgelöst.
Im darauffolgenden Jahr wandte sich Binkele gegen die Gesellschaft und gründete eine Sekte, die er "Die freien Bibelforscher" nannte .
1926 wurde Bruder Zaugg von Bruder Martin Harbeck abgelöst, den Bruder Rutherford aus Brooklyn schickte.
Bruder Zaugg gab den Vollzeitdienst auf und verließ schließlich die Wahrheit. (S. 63).

Zitat

"Ein Bruder aus dem Elsaß, Gustave Zopfer, wurde als Leiter dieses neuen Pariser Büros eingesetzt." (S. 66). "Bruder Zopfer wurde 1936 als Leiter des Pariser Büros von Fred Gabler ersetzt, einem englischen Bruder, der schon jahrelang im Vollzeitdienst tätig war, und Emile Dellonnoy wurde als sein Gehilfe eingesetzt. Gustave Zopfer gab später die Wahrheit auf und kollaborierte während des Krieges sogar mit den Nazis." (S. 83).
"Während des Kongresses erklärte Bruder Knorr, daß Bruder Henri Geiger nach vielen Jahren treuen Dienstes aus gesundheitlichen und anderen Gründen (!) von Bruder Leopold Jontes als Zweigaufseher ersetzt werde." (S. 127).
Ein Beispiel: "Adolphe Weber war ein einfacher, bäurischer Mann, aber er war ein ergebener reifer Christ, der Englisch, Französisch und Deutsch beherrschte." (S. 36)
"Bruder Russell übertrug Emile Lanz, einem Schweizer Zahnarzt aus Mühlhausen/Elsaß, die Verantwortung für das Zweigbüro. Lanz nahm die Dienste von Alexandre Freytag in Anspruch, der beim Übersetzen des französischen Wachtturms half.
So trat Adolphe Weber, der das Werk im französisch-sprachigen Europa am Anfang an treu beaufsichtigt hatte, zugunsten der gebildeteren Brüder Lanz und Alexandre Freytag zurück". (S. 43)

Zitat

Weber beherrschte 3 Sprachen, brachte mit großem Erfolg das Werk in Frankreich in Gang, mußte aber die Leitung an "gebildeterer" Brüder abgeben. Diese "gebildeteren" Brüder wurden schließlich Gegner der WTG, aber die hatten eine Eigenschaft, die anscheinend als Zweigdiener nötig ist: Die waren nicht demütig!
Man ist wirklich fasziniert
"Du wirst fasziniert sein…" Ja, man fasziniert von dem Chaos innerhalb WTG.


19252Schweizer

von Drahbeck - am 15.02.2013 00:08

Entmythologisierung

Vor fünfzig Jahren
„Erwachet!" vom 22. 2. 1963 zitiert erneut, als aus seiner Meinung nach Kritikpunkt:
Zitat

„Ernest W. Barnes, der verstorbene anglikanische Bischof von Birmingham (England) soll, wie die Zeitungen schrieben, erklärt haben, daß das, was die Bibel über den Ursprung des Menschen sage, 'Mythen' seien. Er erklärte den Geistlichen seiner Diözese:
Zitat

'Wir dürfen die Kinder in unseren Konfessionsschulen keine Mythen lehren, sie mögen noch so poetisch, literarisch wertvoll oder symbolisch sein.'
Zitat

Barnes fuhr fort:

Zitat

'Wenn wir das Vertrauen des jungen Menschen gewinnen wollen, müssen wir ihnen die neuen Wahrheiten über den Ursprung des Menschen und der menschlichen Kultur sagen, und die Beweise dafür müssen in ihre religiöse Unterweisung eingeflochten werden."

Und weiter „Erwachet!"
Zitat

„Jene Männer, die sich als Lehrer und Befürworter der Bibel ausgeben sind ihre größten Gegner.
Heinrich Jochmus, Schriftleiter der evangelischen Monatsschrift 'Der feste Grund' schrieb in der Ausgabe vom Mai 1961, daß einige Universitätsprofessoren die Bibel entmythologisieren wollten.
Zitat

'Nach ihrem Urteil setzt sich die Bibel zum großen Teil aus Mythen, Sagen, Legenden und mythischen Vorstellungen zusammen ... Das in der Bibel berichtete Geschehen, die Schöpfung der Welt, die Sintflut, die Geschichte der Patriarchen, das Leben Jesu, seine Gottessohnschaft, seine Jungfrauengeburt, seine Wunder, seine Sühnetod am Kreuz, seine Auferstehung, seine Himmelfahrt, seine Wiederkunft und die letzten Dinge, die in der Offenbarung berichtet werden - das alles seinen Mythen, Sagen und Legenden. Das alles sei, so wie es dort erzählt wird, nicht geschehen und nicht wahr.'"

Und weiter in der „Erwachet!"-Replik:
Zitat

„Auch Rudolf Bultmann, der zu den einflußreichsten Theologen Deutschlands zählt, vertritt solche Anschauungen über die Bibel. Und heute haben seine Schüler Lehrstühle an führenden Universitäten Deutschlands inne."
Auch wenn die WTG und Geistesverwandte Kreise, das ausgeführte, interessegeleitet, zwar nicht wahrhaben wollen, ändert das nichts an dem Umstand, dass die Entmythologisierer trotzdem recht haben.

Nahezu skurill wirkt der Umstand, dass man selbst in Geistesverwandten Kreisen der Gegner der Entmythologisierung ähnliches Unbehagen registrieren kann.
Beispiel. In Berlin gab es mal einen Fernsehprediger. Seine Tribüne der Sender „offener Kanal". Seine Herkunft das Zeugen-Milieu, bzw., zu seiner „Glanzzeit" als „Fernsehprediger" eben Ex-Zeugen Jehovas-Milieu.


Bis eines Tages, auch nach vorangegangener Kritik auch in säkularen Medien, namentlich ob seiner politischen Rechtslastigkeit, dem Sender sein Angebot „zu bunt" wurde.
Parsimony.17101
Einige dieser Sendungen, die da vom Hundersten ins Tausendste abschweiften, und allenfalls als „Schlafmittel" geeignet waren, indem man sich nach Sendungsende fragte, was hat denn jener Herr da „gepredigt". Einige dieser Sendungen (des inzwischen verstorbenen Herrn) hatte ich wie sie denn mal akut waren mir auch angesehen.
Wahrlich bemerkenswert. In der dem Bereich Ex-Zeugen Jehovas zuzuordnenden Zeitschrift „Bruderdienst" (heute unter dem Titel „Brücke zum Menschen"), wurde auch mal ein Leserbrief von ihm abgedruckt. (Nr. Nr. 49/50=1977) Der Leserbrief, an den in diesem Kontext zu denken ist, nahm wohl auf eine bereits frühere Stellungnahme jenes Herrn Quaißer bezug, in der er sich allerdings nicht richtig interpretiert sah (seiner Meinung nach). Und weil das so sei, begehrte er eine „Richtigstellung".
Was er da so „richtigstellen" wollte las sich in seiner Lesart dann so.
Zitat

„Ich möchte hier zum Schluß noch kurz meine Bewertung der Bibel als Ganzes so zusammenfassen, obwohl in dieser Kürze für viele Leser ein Mißverständnis oder wenigstens eine Unklarheit steckt:
Für mich ist die Bibel nicht „Gottes Wort". Für mich ist nicht alles verbindlich, was in ihr geschrieben steht, nicht mal in den Schriften des NT. Der Wert dessen, was in ihr berichtet wird, ist von sehr großem Unterschied, obwohl jeder einzelne Satz in ihr von mir absolut wahr anerkannt wird, ich keinen Satz, kein Wort und keinen Buchstaben für überflüssig halte und schon gar nicht einfach streiche. Alles hat seinen eigenen Platz, Rang und Wert, aber nur in einem ganz bestimmten Zusammenhange, trotz der Wahrheit jedes Satzes oder Wortes, und deshalb auch nicht unbedingt für uns Christen Verbindlichkeit."

Möglicherweise ist noch ein weiterer Leserbrief im Bruderdienst" (Nr. 29/30=1973) gleichfalls dem Kontext jenes Herrn Quaißer zuzuordnen. Der letztgenannte Leserbrief führte unter anderem aus:
Zitat

„Im vorigen Jahr, auf dem Kongreß in München, sah ich am Eingang zum Kongreßgelände einen jungen Mann, der Schriften anbot. Als ich nähertreten wollte, um diese Broschüre entgegenzunehmen, wurde ich von einigen Ordnern ziemlich unsanft abgedrängt. Anderen Brüdern, die nichtsahnend das gleiche vorhatten, erging es genauso. Auf meine Frage nach dem Grund dieses Handelns sagte man mir, dieser junge Mann sei ein Gegner der Organisation und ihm sei wegen Verbreitung falscher Lehren die Gemeinschaft entzogen worden.
Tatsächlich fand ich ganz in der Näher, auf dem Weg zur Stadt, im Papierkorb zwei Broschüren.
Nach dem Lesen von „Dreiunddreißig Jahre Irrtum im Namen Jehovas" war mir sofort klar, daß der Anspruch der Gesellschaft, die ausschließliche Organisation Jehovas zu sein, völlig ungerechtfertigt ist.
Zwei Monate später schrieb ich an Siegfried Quaißer und bat um weiteres Material."

Es sei ja Herrn Quaißer zugebilligt, dass er wie auch andere, mit der WTG trübe Erfahrungen gesammelt hat. Allein dieser Umstand indes, qualifiziert ihn noch lange nicht zum überragenden Lehrer, als der er sich denn wohl so sah.

Wenn also selbst dieser Herr Marke „Einfalt" ein solches Urteil zu Papier brachte, dann braucht man sich wohl nicht zu wundern, wenn auch Leute, die eben nicht zu den Einfaltspinseln gehören, Thesen wie die von der Entmythologisierung kredenzten.
Weiteres zu Bultmann


von Drahbeck - am 21.02.2013 23:28

Die „polnischen Hunde und Katzen"

Vor fünfzig Jahren
Eine Zunahme von 4,1 % an Verkündigern gegenüber dem Vorjahr, meint der „Wachtturm" vom 1. 3. 1963 registrieren zu können. Aber o weh, untergliedert man diese Zahl, kann festgestellt werden, in 177 Ländern zusammengefasst, betrage jene Zuwachsazahl sogar 6%. Da wären dann allerdings noch die sogenannten Verbotsländer, also vorrangig die Länder des damaligen Ostblocks. Und zählt man deren Zahlen hinzu, sacke die weltweite Durchschnittszahl eben auf 4,1 % ab.
Aber es tröstet sich auch die WTG, „lautes Singen im einsamen Wald ergäbe doch Kraft". Sicherlich erreichten nicht alle Zahlen aus den Ostblockländern zu jener Zeit, den Westen.
In einem stalinistischen Lande wie Albanien, zu der Zeit, mag das vielleicht so zutreffend gewesen sein. Indes selbst in den Jahren zuvor, wo dort die Situation noch nicht so zugespitzt war, gehörte die Zahl der albanischen Zeugen Jehovas, eher zu den numerisch unbedeutenden.
Weitaus bedeutender waren von jeher die Zahlen von Polen, danach Ostdeutschland kommend. Sicherlich auch zu den größeren Zahlenposten gehören wohl auch Rumänien und die Tschechoslowakei. Die eigentliche Sowjetunion zu damaliger Zeit, von einem Herrn Kolarz mal als die „größte" Zeugenbastion des Ostblock gepriesen. Bei der bleiben die Zweifel ob diese Zeugenbastion dort wirklich so „groß" war zu damaliger Zeit, unausgeräumt, weiter bestehen.
Allem Anschein nach ist für diesen zahlenmäßigen Rückgang besonders Polen verantwortlich. Dort gab es in der Tat eine Zeit, wo selbst Hunde und Katzen eines Zeugen Jehovas, als „Verkündiger" mitgezählt wurden.
Wie man dort noch „Hunde und Katzen mitzählte" konnte man auch noch jubilierend berichten:
Zitat

„Von 1949 bis 1960 hätte sich die Zahl der Zeugen Jehovas (in Polen) von ca. 10.000 auf 70.000 erhöht."

Weiter wird über Polen berichtet:
Zitat

„Im März 1959, als 84.061 Verkündiger über ihre Tätigkeit berichteten, besuchten nicht einmal so viele das Gedächtnismahl. Daher konnte die geistige Stärke der Organisation leicht geschwächt werden. […] Es wurden Korrekturen vorgenommen. Die Zahl der Verkündiger sank allmählich bis sie sich bei 50.000 einpendelte."

Siehe 19572Polen

Bis dann eines Tages die WTG den polnischen Zeugen Jehovas „verklickerte", in anderen Ländern werden aber auch nicht die „Hunde und Katzen als Verkünder" mitgezählt. Ergo sollten die polnischen Zeugen Jehovas doch lieber mal ihre Zählweise den internationalen Gepflogenheiten anpassen, was sie denn auch taten. Und das Ergebnis eben jener Statistik-Rückgang. Wenn die WTG da unterstellt, vielleicht kamen nicht alle Zahlen im Westen an, so ist das eine reine Schutzbehauptung. Dazu ist das WTG-Managment zu sehr mit allen - auch Geheimdienstlichen Wassern - gewaschen, als dass diese Schutzbehauptung akzeptiert werden könnte.
Sicherlich spielte bei diesen Zahlenrückgängen, gleich hinter Polen kommend, auch Ostdeutschland eine Rolle.
Bis August 1961 war dort die direkte Kommunikation mit dem Westen, noch relativ einfach möglich. Das hatte sich nun mit dem Ostdeutschen Mauerbau auch verändert. Und siehe da, für jene Ostblockländer zusammengefaßt, muss die WTG erstmals in ihrer Geschichte nach 1945, einen zahlenmäßigen Rückgang, um 9,6 Prozent, konstatieren. Die „polnischen Hunde und Katzen" und wohl eben auch Ostdeutschland, bewirkten diesen Rückgang!

von Drahbeck - am 01.03.2013 03:35

Radionik

Erneut sieht sich die WTG genötigt zu der Quacksalberei Radionik in einem Artikel der „Erwachet!"-Ausgabe vom 8. 3. 1963 Stellung zu nehmen.

Erneut verschweigt die WTG, dass sie selbst zu Zeiten ihrer Zeitschrift „Das Goldene Zeitalter" (und offenbar auch noch danach) einer der aktivsten Beförderer dieser Quacksalberei gewesen ist.
Siehe auch:
Medizinische Okkultisten

Halb gezwungener Maßen endet der diesmalige „Erwachet!"-Artikel mit der These:
Zitat

„Weist doch so vieles darauf hin, daß 'das Geheimnis', von dem die 'Radionik' umhüllt ist, Spiritismus sein könnte, daß Christen nichts damit zu tun haben sollten ..."


http://de.wikipedia.org/wiki/Radionik

http://psiram.com/ge/index.php/Radionik

von Drahbeck - am 08.03.2013 02:12

Psychoanalyse

Vor fünfzig Jahren
Mit eher gemischten Gefühlen, kam „Erwachet!" in seiner Ausgabe vom 8. 1. 1955 einmal auf das Thema Psychoanalyse zu sprechen.
Siehe Kommentarserie1955
Auch andere aus dem Zeugen Jehovas-Milieu haben zu diesem Thema schon so ihre Erfahrungen gesammelt. Zum Beispiel Willi Bühler, welcher in seinem seinerzeitigen Buch „Korkeiche und Olivenzweig" darüber berichtet.
Bühler einer der WTG-Betörten, den es in Folge seiner WTG-Betörung, in ein in WTG-Sicht „Hilfe tut not"-Gebiet verschlug (von Deutschland kommend nach Portugal), lernte die dortige „Fürsorge" der WTG unter anderem dergestalt kennen, einen umgebauten Hühnerstall als dortige Wohnung zu bekommen (dieweil selbiger eben billiger war, als andere Wohnmöglichkeiten).
In seiner Betörungszeit hat er das wohl nicht sonderlich weiter reflektiert. Aber es gab eben danach auch noch eine „Ernüchterungsphase" für ihn. Und in der gehörte dann auch die nachträgliche Reflektierung seiner so gesammelten Erfahrungen mit dazu. Und da mag es wohl eine Mit-Ursache gewesen sein, dass er sich nunmehr auch für das Thema Psychoanalyse zu interessieren begann. Dabei wiederum, nicht untypische WTG-Erfahrungen sammelnd.
In seinen Worten:
Zitat

"Ich denke da an eine Begebenheit, die sich zutrug als ich von der Versammlung Hamburg-Lurup zu der Versammlung Hamburg-Altona, gewissermaßen >Zwangsumgesiedelt< wurde (eine Glaubensschwester hatte es bewirkt). Ich stand unter >SanktionenRedeverbotGrundformen der Angst«, von Fritz Riemann, beschäftigt. Das war ein Dorn in den Augen des Vorsitzführenden Aufsehers, Klaus (Name geändert) und dem Dienstaufseher, Jochen (Name geändert) und gleichzusetzen mit >Rebellion gegen die Organisation«.

Weiter Bühler in seinem Votum:
Zitat

„Alleine der Name "Sigmund Freud", der Entdecker der Psychoanalyse, wirkt auf die meisten Zeugen Jehovas, wie das Wort "Luzifer". Bodo setzte nach: "Freidenker werden bei uns nicht geduldet, die fliegen raus, hast du verstanden!".
Ja, ich hatte verstanden. Nur Menschen, die strikt nach einer vorgegebenen Schablone denken haben die Aussicht anerkannt zu werden. Nur angepasste und gleichgeschaltete Menschen haben hier ihren Platz. Allerdings zahlen sie für ihr Angepasstsein einen hohen Preis."

In der „Wachtturm"-Ausgabe vom 15. 3. 1963 meint die WTG sich erneut, letztendlich negativ, mit diesem Thema auseinander setzen zu müssen. Wenn die WTG dieses Thema überhaupt aufgreift, dann doch wohl auch deshalb, weil den WTG-Apparatschicks in einer schwachen Stunde auch mal deuchtet, dass ihre angeblich „heile" Welt, in der Praxis, ziemlich weit von diesem Zustand entfernt ist. Und in solchen Konstellationen kommt eben auch die Psychoanlyse mit auf die Tagesordnung. Bei der indes wittert die WTG für sich Gefahren. Das ist eben der Grund, weshalb die genannte WT-Ausgabe sich genötigt sah, das Thema erneut aufzunehmen.
Schon einleitend im WT-Votum ist abwertend von hohen Honoraren der Psychologenszene die Rede. Weil dieses Abschreckungsmittel aber eben doch nicht so wirkt, wie die WTG sich das wünscht, geht es weiter mit ihrer Behauptung:
Zitat

„Wie zuverlässig die Psychoanalyse ist kann niemand genau sagen."

Und weiter im WT-Votum:
Zitat

„Ihre Absicht, Menschen zu helfen, eine normale Grundlage für das Leben zu schaffen, ist nicht verkehrt, aber einige ihrer Methoden sind verkehrt."

Die WTG-Kritik schießt sich dann auf den Aspekt ein:
Zitat

„Nach Freud, einem der führendsten Psychiater, ist die Religion eine große Illusion, von der sich der Mensch eines Tages frei machen wird. Die Psychatrie betont: 'Erkenne dich selbst' und erweckt so den Eindruck, als ob eine kultivierte Eigenliebe für ein erfolgreiches Leben genüge."

Da aber die WTG von der genannten Illusion auch materiell zu leben pflegt, kann man es in gewissem Grade nachvollziehen, dass sie ihren Interessen nicht dienliche Theorien „wegzubeissen" sucht.
Mit dieser Gegensätzlichkeit ist allerdings noch lange kein begründet substanzielles Urteil über diese von der WTG nicht geschätzten Strömungen geliefert!

von Drahbeck - am 15.03.2013 04:44

Lächerlich gemacht

Vor fünfzig Jahren
Die „Erwachet!"-Redaktion beliebte in ihrer Ausgabe vom 22. 3. 1963, einmal etwas näher in der Kirchengeschichte herumzustöbern. Als Frucht dieses Exkurses wähnt sie dann ihrer Leserschaft unter anderem mitteilen zu sollen:
Zitat

„Die 'Catholic Encyclopedia' (katholische Enzyklopädie) schreibt, daß zu der Zeit, da Johannes II. Papst geworden sei (533-535) 'bei der Wahl von Päpsten und Bischöfen Simonie [Kauf oder Verkauf von geistl. Ämtern] sowohl unter Geistlichen als auch unter Laien weitverbreitet' gewesen sei."

Kritiker indes meinen, will man Simonie „bewundern" müsse man keinesfalls so weit in der Geschichte zurückblicken. Man brauche nur das Verhalten einiger WTG-Fürsten einer Lupenbetrachtung zu unterwerfen, und man wird auch in der Gegenwart fündig.
Die WTG-Überlebenskünstler
Weiter im „Erwachet!"-Zitat:
Zitat

„Papst Johannes VIII. (872-882), der als 'einer der bedeutendsten der großen Päpste' gilt, die im neunten Jahrhundert regierten, wurde, wie das Werk 'The Catholic Encyclopedia' schreibt, von den Historikern 'als grausam, leidenschaftlich und wankelmütig' bezeichnet."

Mit diesen beiden Beispielen hat die „Erwachet!"-Redaktion, dann allerdings ihre Munition keineswegs schon verschossen. Ihr Bericht geht des langen und breiten weiter, und nennt diverse weitere Beispiele dieser Art noch.

Etwas einsilbig ist das ganze aber doch ausgewählt. Wenn man die neuere Kirchengeschichte im Blick mit hat, müsste in dieser Galerie unbedingt ein weiterer Herr mit erwähnt werden, von dem Beispielsweise nachfolgende Aussage überliefert ist.

Zwar nannte jener Herr zum Zeitpunkt dieser Aussage, noch nicht Beth Sarim in Kalifornien als seine Wohnadresse. Aber auch das sollte sich dann ja noch ändern!

von Drahbeck - am 22.03.2013 03:31
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.