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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck

Im Zeitspiegel

Startbeitrag von Drahbeck am 05.02.2013 01:23

Letzte vorangegangene Teile dieser Serie:
http://27093.foren.mysnip.de/read.php?27094,143733,143733#msg-143733

Ein letztes Aufbäumen
Als ein „letztes Aufbäumen" kann man wohl jenen Kommentar in der Rubrik „Diskussions-Ecke" der „Freiburger Zeitung" vom 5. 2. 1933 bezeichnen. Sein Verfasser wählte die Überschrift „Quo vadis, Germania?" und kommt nach den bis dahin erst wenigen Tagen der Hitlerherrschaft, schon zu einer ernüchternden Bilanz.
Unter anderem sah er sich genötigt feststellen zu müssen:
Zitat

"Jetzt aber, nachdem Hitler Kanzler geworden ist, sprechen alle Anzeichen, trotz der gegenteiligen Beteuerungen, dafür, daß es mit dem Recht der freien Meinungsäußerung völlig vorbei ist. ..."


http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=03&day=05r1&year=1933&month=02&project=3&anzahl=4

Schon in der Ausgabe vom 7. 2. 1933 desgleichen Blattes, gab es „Entgegnungen" aus der nazistischen Ecke, die sieht man sie sich näher an, keinesfalls an Drohungen sparen. Diese Drohungen sind dann auch nicht etwa in „verpackter" Form, sondern ziemlich unverblümt artikuliert!

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=07b1&year=1933&month=02&project=3&anzahl=4

Antworten:

Marx Engels Werke

Im Zeitspiegel

Wohl wissend, die in Online enthaltenen Linkangebote für die historischen Schriften

Friedrich Engels - Zur Geschichte des Urchristentums

Friedrich Engels - Das Buch der Offenbarung

Friedrich Engels - Bruno Bauer und das Urchristentum

werden wohl die Allerwenigsten auch tatsächlich nutzen. So ist halt das Schicksal.
An anderer Stelle hatte ich ausgeführt, ich werde auch keiu Geld für gedruckte Bibelausgaben mehr ausgeben (als meine persönliche Privatentscheidung).

Zu Ostzeiten gab es vom Dietz-Verlag herausgegeben, eine mehrbändige Werkausgabe der Werke von Marx und Engels.
Die drei genannten Aufsätze dabei, waren dort in den Bänden 19, 21 und 22 enthalten.
Nun bin ich beim sichten der Blogseite des Journalisten Burkhard Schröder auf den Umstand gestossen (der mir vordem nicht bekannt war), dass besagte Werkausgabe, jetzt auch als pdf-Deteien zum Herunterladen, im Internet zugänglich sind.
Ich habe zwar nicht die Erwartung, aus dem hiesigen Leserkreis, dass jemand die Absicht hat, sich besagte drei Bände mal selbst näher anzusehen. Gleichwohl bin ich weiterhin der Meinung, "dümmer" wird der Betreffende davon sicherlich nicht.

Deshalb sei der entsprechende Link auch hier mal genannt, unabhängig davon was der Einzelne damit anfängt (oder wahrscheinlicher) nicht mit anfängt.

marx-wirklich-studieren.net/marx-engels-werke-als-pdf-zum-download/

www.burks.de/burksblog/2013/02/05/marx-engels-werke-als-pdf-zum-download

von Drahbeck - am 06.02.2013 13:43

Religionsfreiheit der Zeugen Jehovas werde dadurch nicht behindert

Im Zeitspiegel
Namentlich die 1960er Jahre waren in der Bundesrepublikanischen Publizistik mit Fällen angefüllt, das Ersatzdienst-verweigernde Zeugen Jehovas gerichtlich belangt wurden
Siehe unter anderem
Zivildienst

Auch wenn die technische Qualität der Aufzeichnung eines Radio-Essays aus dem Jahre 1967 schlecht ist, vermag jener Beitrag zumindest einen Einblick in das damals herrschende Klima zu vermitteln.
Ersatzdienst.1967.mp3
Es ist bemerkenswert, dass ein Kommentar, in der damals in Düsseldorf erscheinenden „Deutsche Volkszeitung" vom 18. 1. 1963 zu beobachten war. Jenes Blatt wird von der Wikipedia als DKP und DDR-nah charakterisiert. Desweiteren als von der DDR weitgehend finanziell ausgehalten. Folgerichtig überlebte auch dieses Blatt das Ende der DDR nicht sonderlich lange.
Jener damalige Kommentar titelte „Die Zeugen Jehovas und der kalte Krieg".
Das nun nicht, weil man in deren Redaktion vielleicht ein „Fan" der Zeugen Jehovas war. Das war man mit Sicherheit nicht, sondern, weil man prinzipiell die damalige Politik der Bundesrepublik Deutschland, eben auch die beim Thema Wehr- und Wehrersatzdienste, kritisierte.
Da erschien - unter Ausblendung des Verhaltens der DDR bei diesem Thema, zur gleichen Zeit -, die gerichtliche Belangung von Zeugen Jehovas, egal wo, Munition für die eigenen Tendenzthesen.
Formal hatte sich jenes Blatt ein anderes Sujet ausgesucht. Nicht unbedingt das Thema des Wehrersatzdienstes, wenn es kommentierte:
Zitat

„Alle zivilisierten Länder haben Ärger mit den Sekten.
„In der deutschsprachigen Moskauer Zeitung „Neues Leben" lasen wir bereits vor einem Jahr einen Bericht mit Fotos über konkrete Fälle, bei denen Zeugen Jehovas ihre Kinder mißhandelten und blutig schlugen, weil sie in der Schule der Kinderorganisation angehörten und zu Hause sich nicht den Riten der Sekte unterwarfen.
Daß in solchen Fällen die Behörde eingreift und die Eltern zur Verantwortung zieht, ist nicht nur gerechtfertigt, das wird überall auf der Welt von den erbosten Bürgern geradezu gefordert. Nur dann wollen die kalten Federkrieger der „Bild"-Zeitung das nicht wahrhaben, wenn aus der Angelegenheit für sie antikommunistisches Kapital herauszuschlagen ist."

Etwas weniger tendenziös, eben nur in der Form einer Sachstandsbeschreibung, versuchte es um diese Zeit, die in Köln erscheinende „Deutsche Zeitung mit Wirtschaftszeitung" in ihrer Ausgabe vom 11. 2. 1963.
Sie berichtete, unter Bezugnahme auf einen Gerichtsbericht, verhandelt vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart.
Als Titel für jenen Bericht wählte jenes Blatt:
Zitat

„Schranken der Gewissensfreiheit
Kriegsdienstverweigerer müssen Ersatzdienst leisten."

Berichtet wurde über eine Revisionsverhandlung zweier Angehöriger der Zeugen Jehovas.
Zitat

„Das Urteil des Oberlandesgerichts stellt fest, daß die staatsbürgerlichen Pflichten einer Gewissensentscheidung übergeordnet sind."

Das wiederum wollten die Zeugen Jehovas anders sehen, und suchten - Gerichtlich erfolglos - ihre Sicht der Dinge durchzuboxen.
Zitat

„Wollte man, so meint das Urteil, die Gewissensfreiheit für ein höheres Rechtsgut ansehen als den Gleichheitsgrundsatz, so rüttle man an den Fundamenten des Staates."

Zwar befänden sich (zu der Zeit) unter den in der Bundesrepublik Deutschland anerkannten Wehrdienstverweigern, auch etwa 1000 Zeugen Jehovas.
Das wiederum erspart ihnen nicht, fallweise zum Zivildienst alternativ einberufen zu werden.
Das wiederum hatte zur Folge das auch etwa 300 Zeugen Jehovas zum zivilen Ersatzdienst einberufen wurden (um jene Zeit).
Zitat

„Doch haben nur 70 der Einberufung Folge geleistet."

230 - also die Mehrheit - nicht.
Weiter berichtet jener Artikel:
Zitat

„80 ... Zeugen Jehovas sind wegen Verweigerung des zivilen Ersatzdienstes zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Und weiter:
Zitat

„Sie verlangen die Gleichstellung mit den katholischen und evangelischen Geistlichen, die vom Wehr- und Ersatzdienst befreit sind.
Dazu entschied ... das Bundesverwaltungsgericht ...
„Das Verhältnis von Hirt und Herde, wie es bei den christlichen Kirchen gegeben ist, existiert nicht bei der Struktur der Zeugen Jehovas."
Die Religionsfreiheit der Zeugen Jehovas werde dadurch nicht behindert."

Auch das Fachblatt „Neue Juristische Wochenschrift" ging in seiner Ausgabe Nr. 17/1963 darauf ein. Bezugnehmend auf das Urteil des O(ber)L(andes)G(ericht) Stuttgart vom 8. 2. 1963 wurde vermerkt, einer der Kläger sei vordem wegen „Dienstflucht" bereits zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt worden, und sei nachfolgend, eben in für ihn erfolglose Berufung in der Sache gegangen.
Zitat

„Der Angekl. habe ... sich darauf berufen, daß die Pflicht, den zivilen Ersatzdienst zu leisten mit seiner religiösen Überzeugung als Angehöriger der „Zeugen Jehovas" nicht zu vereinbaren sei; als Prediger in dieser Gemeinschaft ständen ihm überdies die gleichen Rechte zu wie den Geistlichen der beiden großen Konfessionen, die vom Wehrdienst und damit auch vom Ersatzdienst befreit seien."

Das Gericht indes befand:
Zitat

Das Grundrecht des Art. 4 Abs. 1 kann aber jedenfalls nicht bedeuten, daß die Staatsbürger die Befolgung jeder Norm von einer nicht nachprüfbaren Gewissensentscheidung abhängig machen dürfen. Es würde sich dann jede Ordnung auflösen."

In der Nummer 25/1963 der NJW wurde dann erneut, kommentierend, auf diese Fälle eingegangen.
Zitat

„Die Bedenken der Revision, er werde „im Ausmaß seines Bekenntnisses" behindert, wenn er sich zeitweilig nicht als Sonderpionier betätigen könne, betreffen nicht die Freiheit des Bekenntnisses und die Ausübung der Religion.
Der Kläger ist nicht wegen seines Bekenntnisses von der Dienstpflicht nicht befreit, sondern deshalb, weil das Gesetz nur einen mit besonderer Würde und mit den geistlichen Aufgaben allein betrauten Stand schützen will."

Und weiter:
Zitat

„Ihre Ausbreitung zu sichern, wozu der Sonderpionierverkündiger der Zeugen Jehovas ... durch missionarische Tätigkeit berufen ist, ist keine Aufgabe des Staates; darauf hätte der Gesetzgeber deshalb nicht Bedacht zu nehmen.
Der Staat muß auch nicht hinnehmen, daß der Kläger - wie übrigens jeder andere Zeuge Jehovas - wegen der Heiligkeit seiner religiösen Sendung vom Wehrdienst und damit vom Ersatzdienst befreit sei."

Ein Bericht der „Stuttgarter Zeitung" vom 3. 8. 1963 ging auch auf diese Problematik ein, und befand, damit befasste Richter hätten sicherlich keine leichte Aufgabe.
Zitat

„Gleichwohl wird niemand erwarten wollen, daß die Gerichte der Bundesrepublik einen bestimmten Personenkreis von den staatsbürgerlichen Pflichten entbinden, wo kämen wir hin, so würde jedermann mit Recht fragen.
Unter diesem Aspekt wird man auch das ... gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichts verstehen müssen, das grundsätzlich entschieden hat:
Die Glaubensfreiheit und der Gleichheitsgrundsatz werden durch die Einberufung zum Wehrersatzdienst nicht verletzt. Die Richter werden also in Zukunft keine rechtlichen Bedenken mehr bei ihren Urteílen haben müssen."

Die Nummer 42/1963 der NJW berichtet dann über einen Fall aus Bremen, wo man schon mal allgemein attestieren kann. Jetzt „weht ein schärferer Wind."
Auch hier wiederum, der Nichtantritt eines geforderten zivilen Ersatzdienstes in einem Krankenhaus. Daraufhin Gerichtsverfahren, welche in einem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Bremen dann noch kulminieren, welche der besondere Berichtsgegenstand ist.
Schon der vorangegangene Amtsgericht sprach eine Gefängnisstrafe von vier Monaten unter Aussetzung der Vollstreckung zur Bewährung aus.
Gegen dieses Urteil nun, legte sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch der Beklagte Berufung ein (versteht sich aus unterschiedlicher Motivation).
Das Verfahren daraufhin vor dem Landgericht endete damit, dass selbiges sagte, die Strafe wird jetzt auf sechs Monate erhöht, und auch die vordem gewährt Aussetzung zur Bewährung entfällt.
Das Landgericht bewertete den Angeklagten als „völlig unbelehrbar" was wiederum zu der genannten Strafverschärfung führte.
Und zur Begründung gibt es neben der bereits genannten Unbelehrbarkeit und Hartnäckigkeit noch die Angabe, der Angeklagte sei nicht als hauptberuflicher Geistlicher tätig, dieweil er in einem festen Arbeitsverhältnis steht, das seine Arbeitskraft überwiegend in Anspruch nimmt.
Und weiter in der Urteilsbegründung:
Zitat

„Trotzdem hält der Senat es nicht grundsätzlich für verfehlt, auch bei einem Überzeugungstäter die Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit unter Umständen strafschärfend zu verwerten.
Einem Überzeugungstäter ist zum Vorwurf zu machen, daß er seine Gewissensentscheidung bewußt über diejenige der weitaus überwiegenden Mehrheit der Staatsbürger stellt und diese damit mißachtet ... und (bei seiner Entscheidung) gewichtige, gegen seine Auffassung sprechende Gesichtspunkte völlig außer acht läßt oder sich nur oberflächlich mit ihnen befaßt."

Laut „Frankfurter Rundschau" vom 6. 7. 1963, welche über diesen Fall auch berichtete, handelt es sich bei dem Angeklagten um einen 23jährigen, welcher im bürgerlichen Beruf als Bauschlosser tätig sei.

In der Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt" vom 8. 3. 1963, gab es dann (soweit sich solche Fälle auch in der Presse-Berichterstattung niederschlugen) den wohl ersten Bericht über die Zweitverurteilung eines Zeugen Jehovas, wegen des gleichen Delikts (Nicht-Antritt des Wehrersatzdienstes), durch ein Amtsgericht. Ob der Fall sich dann noch in weiteren Gerichtsinstanzen weiter fortsetzte, mag denn dahingestellt bleiben. Gleichwohl ist letzteres im Falle von Zweit-Verurteilungen durchaus beobachtbar.
Zum verhängten Strafrahmen notiert die „Stuttgarter Zeitung" vom 19. 11. 1962 in einem Bericht.
Zitat

„Es gibt Amtsrichter, die sich mit drei oder vier Wochen Gefängnis auf Bewährung begnügen, andere wieder gehen bis zu 16 Monaten Gefängnis und verweigern damit die Strafaussetzung auf Bewährung."

Die „Süddeutsche Zeitung" vom 24. 8. 1962, zitiert in einem Bericht, auch die Motivationsbegründung des Angeklagten gegenüber dem Gericht mit den Worten:
Zitat

„Die Welt besteht nicht mehr lange, und ich habe die Aufgabe, Menschen zu Gott hinzuführen, sagte er. „Dem könnte ich nicht gerecht werden, wenn ich Ersatzdienst leisten würde."

Urteil in dem Fall: Ein Jahr Gefängnis.

Erst in späteren Jahren entschärfte sich die Situation durch die Einfügung eines § 15a in das Ersatzdienstgesetzes, welcher als „goldene Brücke" auch selbst gesuchte Tätigkeiten etwa in Krankenhäusern, (ein freiwilliges Arbeitsverhältnis in einer Heil- oder Pflegeanstalt) über einen Zeitraum, welcher länger als der reguläre Zivildienst ist, anerkannte.
Trotz diese Kompromisses, war damit „die Kuh keinesfalls vom Eis".
Ein Bericht der „Frankfurter Rundschau" vom 9. 6. 1973 berichtet noch, über eine Verurteilung zu fünf Monaten Gefängnis eines Zeugen Jehovas, der keinen regulären Zivildienst leisten wollte, aber zugleich auch die Option des selbstgewählten Dienstes in der geforderten Form, nicht wahrnahm.
Zitat

„Zwar hielt er (der Angeklagte) die Tätigkeit in einem Krankenhaus grundsätzlich für etwas Gutes, doch sei es nicht mit seinem Gewissen zu vereinbaren, wenn er dort nur deshalb arbeite, weil der Staat dies von ihm als Ersatz für den verweigerten Kriegsdienst verlange.
„Damit würde ich dem Staat bestätigen", so der 26 Jahre alte Angeklagte „daß er einen Anspruch auf Kriegsdienst hat."

Zu den späten Wandlungen in der Frage der Totalverweigerung (die KdöR-Ambitionen lassen grüßen), siehe, soweit dieser Tatbestand sich auch via Pressemeldungen niederschlug. Etwa den „Spiegel" Nr. 15/1996

www.spiegel.de/spiegel/print/d-8905293.html

von Drahbeck - am 11.02.2013 05:30

Ausverkauf der Ideale

Im Zeitspiegel

[Ergänzennd wäre noch hinzuzufügen, besagter Ausverkauf ist sicherlich nicht nur in der in der Rezension namentfch genannten Partei beobachtbar.
Zumindest mir würden im gleichen Kontext noch ein paar weitere Parteinamen mit einfallen].
So stellt sich als Resümee wohl die Schlußfrage:
Wo die Pest und die Cholera, besonders, konzentriert anzutreffen sind.

hpd.de/node/15030

von Drahbeck - am 12.02.2013 16:16

Caberta

Im Zeitspiegel
Erinnert man sich recht, gab es unter einer CDU-geführten Regierung in Hamburg, auch das „Aus" für die Aktivitäten der Frau Caberta.
Dann entschied der Hamburger Wähler, einstweilen ist auch für die dortige CDU das „Aus".
Was keiner vordem für möglich gehalten, trat ein. Ein Comeback der Frau Caberta.
Jene Hamburger Regierung (nunmehr nicht mehr CDU-geführt als derzeitiger „Betriebsunfall"), sah sich kürzlich veranlaßt, für ein anderes dortiges Sorgenkind, die Elbphilarmonie, den dortigen Architekten, eine kräftige Aufstockung ihrer Honorare zu bewilligen. Offenbar um den Preis Einsparungen andernorts.
Wen es bei diesen Einsparungen mit traf, man ist schon nicht mehr darüber verwundert.

www.tagesspiegel.de/politik/hamburger-sekten-jaegerin-hoert-auf/7752682.html

www.sueddeutsche.de/leben/scientology-sektenjaegerin-caberta-wirft-hin-1.1594102

Kommentar dazu (indirekt) auch im vorherigen Posting „Ausverkauf der Ideale"
http://27093.foren.mysnip.de/read.php?27094,145840,146365#msg-146365

von Drahbeck - am 12.02.2013 16:57

Begünstiger der Abmahnindustrie

Ein „Stadtbekannter" Begünstiger der Abmahnindustrie macht wieder von sich reden.
Dieser florierende Geschäftszweig ist ihm noch nich scharf genug ausgestaltet.
Er setzt alles daran, das sich das ändere.
Damit ist wieder mal belegt, wessen Interessen die CDU vertritt, wenn selbst die FDP von diesem Herrn „in die Schranken gewiesen" wird.
Wer diese Erkenntnisse dann nicht am Wahltage - Abwahltage - in entsprechende Entscheidungen umsetzt, der ist dann allerdings selber schuld!

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bernd-neumann-will-anti-abzock-gesetz-aufweichen-a-882813.html

von Drahbeck - am 13.02.2013 06:18

Die Meinung von Schmidt-Salomon

Das ist jener Herr der in einer Fernsehsendung, die sicherlich berechtigte These von der „halbierten Aufklärung" in diesem Lande mit vortrug.
Einerseits im Weltraumzeitalter gelandet zu sein; andererseits den Dummheitsverkäufern von „anne dunnemals" weiterhin, unberechtigte Privilegien zuzugestehen.
Siehe dazu auch:
Glaube zwischen Lebenshilfe und Wahn

Nun also besagte Meinung:
Zitat

„Ohne die Missbrauchsskandale, die Vatileaks-Affäre, ohne die jüngsten Enthüllungen, dass in der Vatikan-Bank noch immer Mafiagelder gewaschen werden, hätte der Papst seinen Rücktritt noch nicht verkündet.
... Benedikt wurde dafür kritisiert, dass er die Kirche nicht modernisieren wollte. Ihm war jedoch klar, dass eine Perestroika-Politik im Vatikan eher zum Zusammenbruch als zu einer Konsolidierung der katholischen Kirche führen würde."

Letzteren Satz, dürfte sich wohl auch die Altherren-Riege in Brooklyn-Warwick (mindestens) „dreimal täglich" im Stile einer „tibetanischen Gebetsmühle" herunterbeten, auch wenn sie denn im materiellen Sinne, für letztere keine Verwendung hat, was dann allenfalls ein „optischer" aber kein inhaltlicher Unterschied ist.
http://hpd.de/node/15040

Anmerkung
Indem ich Herr Schmidt-Salomon bei vorzitiertem Aspekt zustimme, bedeutet das keineswegs auch „vollmundige Zustimmung" beim Aspekt des Disputes in Sachen Evolution etwa,, und seinen Traumvorstellungen über einen „Zentralrat der Atheisten" mit einem Herrn an der Spitze. Dreimal darf man raten, wen er sich denn wohl für diesen Job „ausgeguckt" hat. Es könnte ja sein, dass eines Tags sein Gesponsertsein durch einen Wirtschaftsunternehmer, nicht mehr tragfähig genug ist ...

von Drahbeck - am 13.02.2013 16:30

mittelalt, mittelreich, mittelschichtig

Im Zeitspiegel

Auch wenn es im Text nicht namentlich erwähnt wird. Es gibt - wieder mal - eine Esoterik-Messe.
Wo als Ort der Veranstaltung?
Unter anderem, wie in früheren Jahren, im Logengebäude der Freimaurer, in Berlin-Wilmersdord. Die Vermieten da ihre Immobilie, versteht sich , auch zum eigenen lukrativen Nutzen.
„Nicht umsonst findet die Messe im bürgerlichen Berlin-Wilmersdorf statt, denn hier lebt die Zielgruppe: mittelalt, mittelreich, mittelschichtig."

Bemerkenswert auch dieser Satz.
„Statt einfach abzuschalten, indem man wandern geht, Musik hört, Freunde trifft oder Sport treibt wird höchst angestrengt an einem selbst rumoptimiert. Darum sieht auch fast niemand auf der Messe glücklich und zufrieden aus. Der Frondienst zollt seinen Tribut."

Auch über diesen Satz sollte man noch tiefer nachdenken:
„Menschen mit körperlichen und seelischen Gebrechen sind die beliebtesten Kunden der Esoteriker."

www.heise.de/tp/artikel/38/38567/1.html

von Drahbeck - am 15.02.2013 14:01

Mormonen als Großunternehmer

Im Zeitspiegel
"Die Mormonen als Großunternehmer", so der Titel eines Artikels in der "Freiburger Zeitung" vom 17. 2. 1933.
In ihm unter anderem die Sätze:
Zitat

"Der heutige Präsident der 'Kirche der Heiligen des letzten Tages' Heber J. Grant ist nicht nur das geistliche Oberhaupt der Mormonen, sondern auch der Leiter eines riesigen Geschäftskonzerns, in dem ein Kapital von 50 Millionen Dollars arbeitet."


http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=17a1&year=1933&month=02&project=3&anzahl=4

von Drahbeck - am 17.02.2013 05:27

Wer solche Freunde hat ...

Im Zeitspiegel
Eine Dissertation aus dem Jahre 1982 von Gottfried Herrmann („Die Geschichte der Evangelisch- Lutherischen Freikirche unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anfänge") beschäftigt sich mit der Kirchengeschichte derjenigen Kreise, welche heute den Namen führen:
„Selbständige Evangelisch-Lutherischen Kirche".
Letztere beinhaltet im Verlaufe ihrer Geschichte, auch einige Zusammenschlüsse. Unter anderem von Kreisen, die sich mal „Altlutheraner" nannten.
Namentlich Sachsen ist dann wohl einer der Geburtsorte der heutigen SELK.
Dort entstand im Jahre 1876 die „Ev.-luth. Freikirche".
Vor jenem Jahre gab es im Jahre 1871 eine kirchliche Tagung (Synode), auf welcher ein gewisser Prof. Zarncke die Rolle des „roten Tuches" für die „Stiere der SELK" wahrnahm.
Laut Herrmann soll besagter Prof. Zarncke auf jener Tagung erklärt haben:
Zitat

„Ich bin der Ansicht, daß Männer wie Reimarus, Lessing, David Strauß immer noch Christen sind und daß wir die Formen, in die wir unser Christentum umgrenzen wollen, nicht so fassen dürfen, daß sie außerhalb desselben zu stehen kommen. Es ist mir allerdings bei der Beratung des Ausschusses die Frage entgegengeworfen worden, ob ich denn David Strauß auch etwa als Geistlichen anstellen würde? Ich gestehe, das ist allerdings eine von den Fragen, die einen in Verlegenheit setzen können; (Heiterkeit) aber ich würde wohl doch eine Antwort darauf zu geben vermögen.
Ich würde zunächst wiederholen, was ich schon in der Ausschußsitzung sagte, daß ich es vor allem von seinem eigenen Willen würde abhängen lassen, und dann würde ich den genannten Gelehrten, wenn ich ihn anzustellen hätte, allerdings nicht in eine Dorfgemeinde unter die Bauern senden; aber kein Bedenken tragen, ihn etwa zu einem Universitätsprediger zu ernennen ... (Widerspruch in der Versammlung) ..."

Die „Stiere" der heutigen SELK befanden also, eine solche Position, wie die von Zarncke, können sie keineswegs mittragen. Ergo machten sie sich dann perspektivisch selbstständig.
Es gab wohl namentlich in Sachsen, weitere ähnlich gestimmte Kreise, die befanden, wenn es also Leute wie Zarncke in Deutschland gibt, dann kann unser verbleiben in diesem „verruchten" Lande nicht länger sein.
Gesagt getan - es wurde dergestalt umgesetzt, dass man sich zur Auswanderung nach den USA entschloss.
Namentlich jene sächsischen Auswanderer bildeten dann die Keimzelle der sogenannten Missouri-Synode in den USA. Heute dort noch ein relevanter Zweig der Religionsindustrie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lutheran_Church_–_Missouri_Synod

Es ist desweiteren der bemerkenswerte Umstand zu beobachten, dass lange Jahre lang, von jenen Kreisen in den USA, eine weiterhin Deutschsprachige Zeitschrift namens „Der Lutheraner" herausgegeben wurde.
Und dieweil Deutschsprachig, braucht man sich auch nicht zu verwundern, dass etliches davon, sich auch in wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland „verirrt" hat.
An und für sich, waren diese Kreise auf die Russelliten, die sie zwar notierten, aber eben nicht schätzten, keineswegs „gut" zu sprechen.
Und auch im Jahre 1913 wurden für sie die Russelliten wieder mal Thema.
Diesmal allerdings, mit einer eher unerwarteten Tendenz, welche auch die Motivation für die Überschrift dieses Beitrages bildet.

Einleitend meint jener Artikel im „Lutheraner" (S. 221)
Zitat

„Von dem berüchtigten „Pastor" Russell, der den lieben Ungläubigen zu Gefallen die Hölle abgeschafft hat, der, wie wenig andere, es versteht, sein eigen Wort zu führen und zu sprechen. „Er hat gesagt", können wir auch einmal einen g u t e n Ausspruch anführen."

Als man kann es schon als bemerkenswert bezeichnen, dass diese Stockkonservative Haufen, nun wähnt von Russell auch mal etwas in seiner Sicht positives berichten zu können glaubt.

Was sei denn nun dieses positive?
Dazu führt der „Lutheraner" dann an:
Zitat

„Den Predigern, die klagen, daß die Kanzel ihren Einfluß verloren habe, sagt er (Russell)."

Und dann folgt das eigentliche Russell-Zitat, das hier im nachfolgenden noch kommentarlos zitiert sei:
Zitat

„Das hat ihre eigene Predigt getan. Ihre eigenen Colleges und Seminare lehren die Evolution, und die höhere Kritik hat die Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift untergraben, bis diese Dinge sich in den Sonntagsschullektionen und in den Büchern der öffentlichen Schulen finden. Die Leute finden darin keine Erbauung, wenn sie hören, daß Adam und Eva vom Affen abstammten oder selbst Affen waren, daß sie nie Gottes Ebenbild getragen haben und es deswegen auch nicht verlieren konnten und keiner Erlösung bedurften. Wenn die Evolution wahr ist, dann ist der Mensch nie gefallen und bedurfte deswegen keines Heilandes, keiner Rettung aus gefallenem Zustande, sondern nur, daß man ihn in seiner Entwicklung in Ruhe ließ. Nach der höheren Kritik hat Moses die Bücher nie geschrieben, die ihm zugeschrieben werden. Jesaias, Jeremias, Daniel und andere, auch nicht diejenigen, die ihren Namen tragen.
Wenn das wahr ist, dann waren Jesus und die Apostel betrogene Leute, die diese Schriften anführten als Gottes Wort und sich für ihre Echtheit verbürgten."

Aber so recht traut besagter „Lutheraner" dem Russell, trotz seiner positiven (wohl einmaligen) Erwähnung weiterhin nicht.
Das macht dann auch das redaktionelle Nachwort des „Lutheraners" zu diesem Bericht deutlich:
Zitat

„Pastor" Russell ist eben schlauer als diese Prediger, die ihren Unglauben offen aussprechen.


von Drahbeck - am 18.02.2013 01:46

Aus dem „Tagebuch" eines Brandenburger Landpfarrers

Im Zeitspiegel
Zu den 11 Kirchengemeinden (mit zwölf Kirchen) die er da als einzelner Pfarrer zu verwalten hat, gehört auch die Detailaussage:
„Insgesamt sollen gut 300.000 Euro investiert werden. „Eigentlich Blödsinn", wie Preisler zugibt. Denn zu den Gottesdiensten in der Sükower Kirche erscheinen höchstens zehn Kirchgänger."
Viele der Kirchenmitglieder in diesem Bereich seien schon über 50 Jahre. Jüngere glänzen durch ihren Wegzug aus jener Region.
An diesem Beispiel zeigt sich einmal mehr, das eine Beamtenkirche, den Zug der Zeit bereits verpasst hat. Der in dem Pressebericht vorgestellte Pfarrer mag sich noch so mühen. Er kämpft seinen Kampf gegen Windmühlenflügel.
Da sind - wie immer man zur Ideologie der Zeugen steht, diese von ihrer Organisationsstruktur in der Tat zeitgemäßer.
Der Herr Papst von der katholischen Kirche, hat mittlerweile seinen Rücktritt angekündigt.
Einigen verknöcherten Beamtenkirchen, ständen ähnlich spektakuläre Entscheidungen, ebenfalls gut zu Gesicht. Nur, sie sind eben derzeit nicht zu registrieren.
Und noch wichtiger wäre es, den gesamten Religionsindustrie-Selbstbeschäftigungs-Apparat aus den staatlichen Universitäten, zu entfernen.
Ob ich die Realisierung einer solchen Forderung selbst noch erleben werde, mag man berechtigterweise anzweifeln.
Gleichwohl wäre diese Forderung, auch ein Gebot der Stunde!

www.berliner-zeitung.de/berlin/pfarrer-in-brandenburg-predigen-im-akkord,10809148,21860648.html

von Drahbeck - am 18.02.2013 10:25

Sippenhaft Alt-westdeutscher Langweiler

Im Zeitspiegel
Man muss kein Fan des Herrn Gysi sein. Ich bin es dergestalt schon mal nicht, als er bei der 2009er Bundestagswahl in dem Berliner Wahlbezirk, wo er als Direktkandidat kandidierte und siegte, mein Wählerstimme nicht erhielt (und auch zukünftig nicht erhalten wird).
Auch die Rolle seines Vaters (als auch Staatssekretär für Kirchenfragen und zugleich Stasi-IM ist mir ein Begriff, wobei dann die negativen Aspekte bei der Bewertung wohl überwiegen).
Gleichwohl ist Sippenhaft wohl ein unangemessenes Instrumentarium.
Man redet heute viel über Gysi. Wer redet über die weitaus schlimmere Type (auch ein Rechtsanwalt zu DDR-Zeiten) Wolfgang Schnur noch heute?
Wenn es um das Thema Mandantenverrat geht, dürfte wohl besagter Herr Schnur alles andere als eine „weiße" Weste haben.
Wer redet über den zeitweiligen Ostdeutschen Ministerpräsidenten de Maiziere heute noch? Jedenfalls kaum die, welche da zur Hetzjagd auf Gysi aufrufen.
Wenn es also um zwielichtige Personen geht, dann waren die in der „DDR" bei allen dort in „Rang und Namen" befindlichen, nicht gering vertreten.
Wer redet heute noch über den IM Anton alias Theologieprofessor Herbert Trebs?
Ich wage die These unter den Theologieprofessoren in der DDR, war der Trebs keineswegs nur der „einzigste" Stasi-IM.
Ich wage weiter die These, auch unter den westdeutschen Honoratioren, gibt es diverse „IM". Lediglich das ihre Führungsoffiziere dann halt eher ihren Dienstsitz im Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz und ähnliches haben.
Insoweit erweist sich die Causa Gysi wieder mal, als billige Stimmungsmache - zu billig.
In einem Kommentar der heutigen „Berliner Zeitung" hat mir mit am besten der Vergleich mit der westdeutschen Partei BHE gefallen, als in seiner Glanzzeit ein Sammelbecken von Altnazis. Indes ihre Glanzzeit war dann eines Tages auch mal vorbei.
Und ich bin sicher, die Glanzzeit der Gysi-Partei hat auch ihren Verfallswert, der schon vorprogrammiert ist. Dazu bedarf sie keineswegs der flankierenden Attacken eines Hamburger Magazinhauses oder der heuchlerischen Springer-Presse.
Die Zeit wird das richten, und die selbsternannten „Tugend"wächter sind dabei völlig überflüssig!

www.berliner-zeitung.de/politik/kolumne-selbstgerecht-auf-gysi-jagd,10808018,21870346.html

von Drahbeck - am 19.02.2013 07:27

Re: Sippenhaft Alt-westdeutscher Langweiler

Ein Schelm da da böses denkt.

Gelesen in einem Beitrag der Wikipedia über den genannten Wolfgang Schnur.
Zitat

„Von 1965 bis 1989 war er Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). ... Er war Mitbegründer und einige Monate Vorsitzender der Partei Demokratischer Aufbruch.
(Bildtext:
Zitat

Wolfgang Schnur beim Gründungsparteitag des Demokratischen Aufbruchs am 16. Dezember 1989 in Leipzig)

Das muss man sich nochmals „auf der Zunge zergehen lassen".
Ein erwiesener Stasi-IM gelangt in der Umbruchszeit des Jahres 1989, an die Spitze einer theoretisch, dem SED-Regime kritisch gegenüberstehenden Bewegung. Da wird also der Bock zum Gärtner gekürt!
Weiter im Wikipedia-Zitat:
Zitat

„Ende der 80er Jahre war er als Vertrauensanwalt der Evangelischen Kirche für zahlreiche bekannte Oppositionelle in der DDR tätig. Er vertrat zahlreiche Dissidenten, Bürgerrechtler und Wehrdienstverweigerer.
Schnur hatte stets enge Arbeitskontakte zu Horst Kasner, dem Vater
(einer heutzutage bekannten Persönlichkeit).
Zitat

Kasner war Mitglied im Weißenseer Arbeitskreis und war aus Sicht der Staatsführung einer der „progressiven" [d.h. SED-freundlich eingestellten] kirchenpolitischen Kräfte innerhalb der Kirche. Schnur und die Familie Kasner waren freundschaftlich verbunden."

Weißenseer Arbeitskreis des Hanfried Müller und Co.
Besagter Arbeitskreis nahm dann in etwa die Funktion im Bereich der Evangelischen Kirche war, die im Bereich Zeugen Jehovas, etwa das Projekt „Christliche Verantwortung" ausübte. Staatskonform hoch zehn, mit Scheinchristlichem Anstrich.
Ich habe allerdings bislang noch nicht registriert, dass die Heuchler aus dem Springer-Verlag, im gleichem Umfange, in der Gegenwart, wie im Falle Gysi, auch den „Weißenseer Arbeitskreis" je thematisiert hätten!
Weiter im Wikipedia-Zitat:
Zitat

„Ende 1989 stellte Schnur
(eine heute bekannte Persönlichkeit)
Zitat

zum 1. Februar 1990 als hauptamtliche Mitarbeiterin beim DA ein und machte sie noch im gleichen Monat zu seiner Pressesprecherin. Ein ständiger Gesprächspartner von Schnur und Kasner in Sachen SED-Kirchenpolitik war der als Stasi-Mitarbeiter geführte Clemens de Maizière, der Vater des späteren DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere."

Schau mal an, was sich da alles für weitere Sippenhaft-Optionen auftun würden, wenn man sie nur wahrnehmen würde. Da ist der Gysi im Vergleich dazu, geradezu „ein kleiner Fisch!"
Zitat

„Mehrere Monate lang galt Schnur als künftiger Ministerpräsident der DDR. Die gezielte Offenlegung seiner Stasi-Akte im März 1990, direkt vor der ersten freien Volkskammerwahl, beendete seine politische Karriere."

In einem Wikipedia-Beitrag über die antikommunistische Kirchenikone Rainer Eppelmann gelesen:
Zitat

„Er war Gründungsmitglied und später Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs (DA), der aber bei den ersten freien Wahlen in der DDR im Frühjahr 1990 durch die Enthüllung der Stasi-Tätigkeit des Vorsitzenden Wolfgang Schnur bedeutungslos blieb."

Also nicht nur die bekannte angedeutete Persönlichkeit, auch Herr Eppelmann hatte eine relevante Beziehung zu dem Herrn Schnur.
Das alles wäre für die Heuchler aus dem Hause Springer, genügend Ausgangsmaterial, um darauf ihre weiteren Legenden aufbauen zu können.
Bemerkenswert dabei nur: Just in diesem Falle haben sie offenbar keine Lust dazu, was dann wiederum tief blicken lässt!

http://www.youtube.com/watch?v=30CNooH3N_s

von Drahbeck - am 19.02.2013 09:46

Russischsprachig

Wieder eine Russischsprachige Versammlung in Deutschland, mehr.

www.nibelungen-kurier.de/?t=news&s=Lokalnachricht&ID=53120&from=

http://27093.foren.mysnip.de/read.php?27094,112426,119123#msg-119123

18. Dezember 2011 00:57

von Drahbeck - am 20.02.2013 01:46

Karl-Liebknecht-Haus

Im Zeitspiegel
Die von den Nazis neuformierte politische Polzei, wähnte wenige Tage nach der Installierung ihres neuen Chefs, Diels, offenbar ihr Gesellenstück ablegen zu sollen.
Das ganze ist dann in die Rubrik Besetzung des Karl-Liebknechts-Hauses der KPD in die Geschichte eingegangen.
Am 27. Februar 1933 gab es dazu einen Artikel in der „Freiburger Zeitung".
Zu den in ihm ausgeführten Details, kann an diesem Ort weder eine bestätigende, noch eine dementierende Aussage gemacht werden.
Unstrittig ist sicherlich, das die KPD sich schon frühzeitig auf die Illegalität vorbereitete
Weiter war jenes Haus, dann anschließend nicht mehr im Besitz der KPD, sondern die Nazis pflegten es für ihre Zwecke dann zu nutzen. Das wiederum schließt erneute bauliche Veränderungen nicht aus
http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=03&day=27r1&year=1933&month=02&project=3&anzahl=4

Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Liebknecht-Haus

www.ronald-friedmann.de/ausgewaehlte-artikel/2008/die-besetzung/

von Drahbeck - am 27.02.2013 04:35

Reichstagsbrand

Im Zeitspiegel
Der Reichstagsbrand des Jahres 1933 war mehr als ein Brand. Er war (bzw. wurde) vor allem zum Instrumentarium der Nazis, bürgerliche Freiheiten zu eliminieren, und ihr Terrorregime weiter auszubauen.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=28r1&year=1933&month=02&project=3&anzahl=4

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=28r1&year=1933&month=02&project=3&anzahl=4

Exkurs:
Der Anklagevertreter für die USA im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess, Justice Jackson, formulierte in diesem auch:
Zitat

"Es ist jedoch nicht notwendig die Streitfrage zu entscheiden, wer das Feuer angelegt habe (Reichstagsbrand). Wichtig ist allein, wer Nutzen aus dem Brande gezogen und welche Wirkung dieser Brand in der öffentlichen Meinung hervorgerufen hat. Die Nazis beschuldigten sofort die kommunistische Partei das Verbrechen angestiftet und ausgeführt zu haben und waren sehr eifrig darauf bedacht, diese vereinzelte Brandstiftung als den Beginn einer kommunistischen Revolution auszugeben. Sie nutzten die entfachte Bestürzung aus und begegneten der angeblichen Revolution mit einer wirklichen."

In einem Zeitschriften-Artikel der Zeitschrift "Weltbühne" (Nr.5/1971) bemerkte Bruno Frei, welcher auch ein Buch über den "Hellseher" Hanussen vordem mal publiziert hatte;
http://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Jan_Hanussen
Zitat

"Wer erinnert sich noch an den "Hellseher", der 24 Stunden vor dem Reichstagsbrand diesen "hellgesehen" hat? Diese großartige Leistung mußte Hanussen freilich bald darauf mit dem Leben büßen; man fand seine von Kugeln zersiebte, vom Wildfraß unkenntlich gemachte Leiche in einem Wald
unweit von Potsdam.
Dieser Mord hat die SA von einem rassisch unbequemen Förderer, Graf Helldorf und Sturmbannführer Karl Ernst von einem Gläubiger, die Reichstagsbrandstifter von einem Mitwisser und die NSDAP von einem nicht gerade bescheidenen Anspruch auf Belohnung für Verdienste um die Partei befreit."

Ein Verfasser unter dem Pseudonym-Namen Allan, schreibt in seinem 1969 erschienenen Buch mit dem Titel
"Falsche Geister - echte Schwindler" ebenfalls:
Zitat

"Hanussens "Prophezeiung" macht ihn für die Politik jener Tage untragbar. Für die Machthaber jener Tage. Den nachträglich zusammengetragenen Aussagen zufolge soll Graf Helldorf so unvorsichtig gewesen sein, Hanussen Andeutungen über den geplanten Reichstagsbrand zu machen. Diese Indiskretion soll zu Göring gedrungen sein, der Helldorf daraufhin nahelegte, den gefährlich gewordenen "Hellseher" Hanussen unauffällig zu beseitigen. Aber nicht Helldorf, sondern SA-Gruppenführer Ernst erteilte den Befehl, Hanussen zu ermorden. Denn zwischen Helldorf und Ernst bestand eine ausgesprochene Rivalität ... Wollte Ernst, der von Görings Wunsch erfuhr, sich bei diesem beliebt machen? Vermutlich." (S. 249)

Man vergleiche auch den eher in Richtung Zynismus tendierenden Kommentar zu Hanussen in einem Artikel der "Freiburger Zeitung" vom 18. 4. 1933



http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=18b2&year=1933&month=04&project=3&anzahl=4
Siehe auch die Freiburger Zeitung" vom 21. 4. 1933 mit einem umfänglicheren Artikel zu Hanussen

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=21b2&year=1933&month=04&project=3&anzahl=4
In der Folge des Reichtagsbrandes, jene berüchtigte - bürgerliche Freiheiten generell aufhebende - Verordnung, welch als Vehikel dann letztendlich auch noch die Zeugen Jehovas treffen sollte. Aber eben nicht „nur" sie.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=01a1&year=1933&month=03&project=3&anzahl=4

von Drahbeck - am 27.02.2013 08:17
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