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Informationen zum Thema:
Forum:
Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck

Staatsreligion ???

Startbeitrag von Drahbeck am 30.05.2013 05:33

Herr Rüdiger Hentschel hat jetzt auch seine Erfahrungen mit militanten Zeugen Jehovas gesammelt, dire sich schon als „Staatsreligion" wähnen und reagieren, worüber Hentschel dann umfänglich berichtet

http://www.antichrist-wachtturm.de/zeugen-jehovas-rufen-polizei-speyer-2013-05-25.xhtml

Der Fall erinnert mich auch an jenen, worüber in nachfolgendem Link berichtet wurde.

Polizeigewalt

Antworten:

Leipziger "Reichshallen"

Noch ein thematischer Bericht in meinen Archin-Unterlagen gefunden
Ort der Handlung Ostdeutschland zur Zeit des Zeugen Jehovas-Verbotes.
Ein Leserbrief abgedruckt in der "Leipziger Volkszeitung" vom 1. 9. 1950.
Wenn auch einzuräumen ist, dass jener Leserbrief in der Hochangespannten Situation jener Tage, für genanntes Blatt das "gefundene Fressen" war, so ändert das nicht viel an dem Umstand, dass sich das so abgespielt haben dürfte, wie es in diesem Leserbrief geschildert wird. Auf sonstige zeitgenössische Propagandathesen, die auch jenes Blatt mit publizierte, sei jetzt hier verzichtet.
Also mag jener Leserbrief im nachfolgenden für sich selber sprechen:
Zitat

„Freiheit den Gefangenen!“ - versprach ein Vortrag, den die „Zeugen Jehovas“ am 2. Juli 1950 in den Leipziger „Reichshallen“ in der Elisabethstraße in Szene gehen ließen. Etwa fünfzig Personen scharten sich vor dem Lokal um einen Lautsprecher, durch den die Veranstaltung übertragen wurde. Ich erwischte im Saal einen Stehplatz. Da ich das Gehörte später durchdenken wollte, machte ich mir einige Notizen. Ein Halbwüchsiger forderte mich auf, eine verfassungswidrige Äußerung des „Predigers“ recht genau festzuhalten, da sie höchst wichtig sei. Plötzlich stellte sich ein handfester „Zeuge Jehovas“ neben mich, der durch eine weiße Armbinde als eine Art „Saalschutz“ gekennzeichnet war. Er zischte mir mehrmals ins Ohr, sofort den Saal zu verlassen. Auf meine Zwischenfrage, woher er das Recht zu dieser Aufforderung nehme, denn es handelte sich um eine öffentliche Veranstaltung, antwortete er, dies geschehe „kraft göttlicher Gesetze.“
Als er sah, daß ich seiner Aufforderung nicht Folge leistete, packte er mich am Arm und entfernte mich gewaltsam aus dem Lokal. Widerstand zu leisten, war zwecklos, denn er ging an einer „Ehrenkompanie“ dieser „Zeugen Jehovas“ vorbei.
Auf der Straße setzte ich meine Aufzeichnungen fort, dabei wurde ich von den „Zeugen Jehovas“ weiter beobachtet. Ein Sektierer pilgerte in meiner unmittelbaren Nähe ständig auf und ab. Schließlich wurde ich von mehreren dieser verdächtigen „Zeugen“ regelrecht umzingelt.
Ich wechselte meinen Platz. Trotzdem ließ man mir keine Ruhe.
Nachdem ich mir wieder einen anderen Standort gewählt hatte, verfolgten mich zwei dieser „Zeugen“ und versuchten unter erneuten Provokationen mich in ein Gespräch zu verwickeln. Daraufhin sah ich mich gezwungen, um meiner Sicherheit willen, wegzugehen...."

Exkurs
Am 3. 9. 1950 nahm die "Leipziger Volkszeitung" in einem eigenen redaktionellen Artikel, mehr indirekt, erneut auf den zitierten Leserbrief Bezug.
In diesem Artikel auch der Satz:
Zitat

"Die „Zeugen Jehovas“ - wir meinen in diesem Zusammenhang ihre Prediger, die die Werbearbeit für die amerikanischen Kriegstreiber verrichten, sind sich ihres landesverräterischen, volksfeindlichen Treibens bewußt. Denn sie lassen ihre Versammlungen zwar mitunter sogar durch Lautsprecher übertragen, um auf viele Menschen zu wirken, aber es darf niemand wagen, sich über das Gehörte Notizen zu machen, sonst wird er von dem nach nazistischem Muster eingerichteten Saalschutz belästigt, bedroht und bis auf die Straße verfolgt."

Jener Artikel trägt die Überschrift:
Zitat

„Greuel der Verwüstung“.

Zu dieser Überschrift inspirierte dann wohl auch besonders die nachfolgende Passage in jenem Artikel:
Zitat

"Die Prediger der „Zeugen Jehovas“ haben bisher nichts für den Aufbau unserer Deutschen Demokratischen Republik getan. Im Gegenteil, sie verkleinern das, was bisher von uns aufgebaut worden ist. Ihre angeblichen Religionsstunden benutzen sie gerade dazu, unser Volk vom wirtschaftlichen und politischen Aufbau unseres Vaterlandes abzuhalten. Sie suchen unsere Friedensbewegung zu sabotieren, indem sie - ganz im Sinne der amerikanischen Monopolkaptalisten - behaupten, die Friedensbewegung habe überhaupt keinen Sinn, weil es Jehova allein sei, der über Krieg und Frieden entscheide. Die „Zeugen Jehovas“ sind keine religiöse Sekte, sondern eine Agentur amerikanischer Monopolkapitalisten. In unverschämter, hämischer Weise greifen sie unsere neue demokratische Ordnung und unsere Wirtschaftsplanung an. Sie schreiben z. B. in einem neuen Traktätchen:

Zitat

„Die neue Weltordnung, wie sie von den Plänemachern vorgeschlagen wird, ist der in der Bibel erwähnte „Greuel der Verwüstung“, der an dem heiligen Orte des Reiches Gottes zu stehen kommt".




von Drahbeck - am 09.06.2013 22:23

Staatsreligion-Ambitionen (II)

Eine Arbeitsgerichtliche Entscheidung kündet davon.
Das Begehren der Zeugen Jehovas eine "Extrawurst" gebraten zu bekommen, hat einen Dämpfer verpasst bekommen.

www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/auch-auszubildende-die-der-religionsgemeinschaft-der-zeugen-jehovas-angehoeren-duerfen-mit-vorbereitungshandlungen-zur-schwaebisch-alemannischen-fasnet-betraut-werden

von Drahbeck - am 11.06.2013 01:13
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