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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
MatthiKuschelbaer, Drahbeck

Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen - Teil 1 - Vorwort

Startbeitrag von MatthiKuschelbaer am 22.07.2013 22:46

Gäbe es keine Öffentlichkeit wäre Gutenberg heute noch Ministerpräsident.

Die Frage die sich stellt ist: Hat es einen Nutzen gegen Plagiate vorzugehen.

Insbesondere wenn Plagiieren Ideologisch gefordert wird.

Um übersichtlich zu bleiben habe ich nachfolgenden Fall in 4 Teile aufgeteilt.
Die nachfolgenden 3 Teile beschäftigen sich rein mit dem Plagiat.
Die Einleitung aber beschäftigt sich mit dem Hintergrund.

Warum kam es zu einem Plagiat.

Wir haben es hier mit einem Weltkonzern zu tun, der eigenständiges Denken unterbindet.
Die wissenschaftliche Arbeit verteufelt.
Der Schule auf ein Rekrutriergebiet zur Mitgliedergewinnung reduziert.

Bei Nachfolgenden Fall handelt es sich nur um eine Arbeit die zu 80% Plagiiert wurde.

Aber eben nicht nur um das.
Bevor ich zu dem reinen Plagiat komme, möchte ich den Versuch unternehmen zu begründen warum es dazu gekommen ist.

Zitat
Wachtturm

Warum nicht Klassenbesprechungen oder Schulaufsätze nutzen, um Zeugnis zu geben?

*** Königreichdienst der Zeugen Jehovas Februar/2005 S. 3 Abs. 2 Die Zeit des Gedächtnismahls — eine Zeit vermehrter Tätigkeit ***


Was von der Schülerin als begeisterte Herzenssache dargestellt wird ist in Wirklichkeit eine von einem Weltkonzern inszenierte Veranstaltung.

Zitat
Vorbemerkungen der Schülerin

Als das Thema für meine Seminararbeit feststand, hab ich mich sehr darüber gefreut.
Ich spürte den Geist Jehovas, der mein Herz frohlocken lies. Und mit dieser Einstellung ging ich auch meine Seminararbeit an.


Hier geht nicht ein Schüler spontan an ein Seminararbeitsthema heran, sondern er folgt der Anweisung einer Organisation.

Zitat
Wachtturm

Sei ein guter Zeuge: Warum betrachtest du die Schule nicht als dein persönliches Gebiet für informelles Zeugnisgeben? Im kommenden Schuljahr hast du einzigartige Möglichkeiten zum Zeugnisgeben.

*** Königreichdienst der Zeugen Jehovas August/1998 S. 1 Abs. 4 Ihr Jugendlichen — macht euch die Schulzeit zunutze ***


Der Schulhof und das Klassenzimmer werden zu Predigdienstgebiet um Neumitglieder zu Generieren.

Zitat
Wachtturm

Sei umsichtig: Du kannst die Schule zwar als dein persönliches Gebiet betrachten.

*** Königreichdienst der Zeugen Jehovas Oktober/2011 S. 2 Abs. 2 Zögere nicht! ***


Dabei steht dieser Weltkonzern aber im direkten Konflikt zu höherer Schulbildung.

Zitat
Wachtturm

Immer mehr Jugendliche lehnen gutbezahlte Arbeitsstellen oder eine höhere Schulbildung ab, um eine Laufbahn im Dienste Gottes zu verfolgen.

*** Königreichdienst der Zeugen Jehovas September/82 S. 1 Abs. 6 Ihr Jugendlichen — dient Jehova loyal ***


Ausbildung wird verteufelt, weil selbstständiges Denken für diese Organisation eine Gefahr darstellt.

Zitat
Wachtturm

Akzeptiere ich, was Jehovas Organisation über eine höhere Schulbildung sagt? Belehre ich meine Kinder dementsprechend? Werden die Ziele, die ich meinen Kindern setze, ihnen helfen, „Gottesfurcht“ zu haben?

*** w87 1. 12. S. 14 Abs. 16 Kann die Gottesfurcht von Nutzen sein? ***


Unabhängiges Denken könnte dazu führen, das man die Lehren dieser Gesellschaft hinterfragt.
Hinterfragen der Lehren der Gesellschaft bringen aber eine akute Gefahr des Gemeinschaftsentzuges mit sich.

Zitat
Wachtturm

Stolz, Starrsinn, Eigenwille und unabhängiges Denken wirken dem Verstand und dem Verständnis entgegen

*** Einsichten Band 2 Seite 1227 Wachtturm Bibel und Traktatgesellschaft ***


Und noch Mal...

Zitat
Wachtturm

Vermeide unabhängiges Denken

*** Wachtturm 1983 15. 4. S. 22 Die heimtückischen Anschläge des Teufels bloßstellen ***


und noch Mal...

Zitat
Wachtturm

Der Kampf gegen unabhängiges Denken

*** Wachtturm 1983 15. 4. S. 27 Ausgerüstet für den Kampf gegen böse Geister ***


Wissenschaftliches Arbeiten erfordert eine kritische Distanz zu den eigenen Ergebnissen und Urteilen.
Laut diesem Weltkonzern ist Wissenschaft aber für sich schon die Verkörperung Satans.

Zitat
Wachtturm

In der ganzen Welt hat man sich die verschiedensten Dinge zu Göttern gemacht... Die materialistische Wissenschaft hat ihre Verehrer. ...Und alle diese Götter haben den einen über sich, den Paulus den „Gott dieses Systems der Dinge“ nannte: Satan, den Teufel. — 2. Kor. 4:4.

*** Wachtturm 1973 15. 3. S. 177 Abs. 27 Sich jetzt entscheiden, im Namen welches Gottes man wandeln möchte ***


Wie gesagt - es geht nur um ein Plagiat.
Aber gerade wegen dem zustande kommen dieses Plagiats, besteht ein öffentliches Interesse.

Dies geht uns alle an.

Hier wirbt ein Weltkonzern mit handfesten, wirtschaftlichen Interessen öffentlich in unseren Schulen.
Warum sollen wir das verschweigen?
Wenn wir es nicht verhindern wollen, weil wir eine offene freie Gesellschaft sein wollen, dann gehört die Mühe dazu, Verbraucher zu informieren.

Information für Lehrer, Schüler, Eltern und Gesetzgeber.
Was der Einzelne mit dieser Information macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Im Zuge einer anderen Seminararbeit über verschiedene Glaubensgemeinschaften hat die Schülerin ihre Seminararbeit selber übrigens öffentlich zugänglich gemacht.

Wissenschaftliches Arbeiten fordert einen selbstkritischen differenzierenden Umgang mit seinem Forschungsprojekt.
Einem aktiven Zeugen Jehovas bleibt aber von der Wachtturm Gesellschaft kein Spielraum für eine hinterfragende Herangehensweise.
Insbesondere wenn, wie in diesem aktuell vorliegenden Fall die Seminararbeit als Predigdienst missbraucht wird.

Was bleibt ist ein Plagiat.

Das wiederum disqualifiziert aber den, der eine wissenschaftliche Arbeit als sein eigenes Werk abgibt.

Bei der Nachfolgend von einem Zeugen Jehovas verfassten Seminararbeit, handelt es sich um eine reine Kopie des Wachtturm Gedankengutes.

Der Schüler setzte sich Sonntagnachmittag vor dem Abgabe Termin hin und schrieb buchstäblich eine Wachtturm Broschüre ab.
Zum Schluss berichtete er es noch als Predigdienststunden.
Schon im August 2012 schrieb ich im Forum von Vroniplag, das der Schüler damit Prahlt das er bloß Wachtturmschriften Kopieren wird.

Die Betreiberin von Vroniplag empfahl mir damals mit der Schülerin und den Lehrern zu reden.
Das Ergebnis war, das die Schülerin halt versuchte besser zu Plaggieren.

Jehovas Zeugen leiden unter einer seltsamen Form von Allmachtsfantasien.

Insgesamt findet in der Seminararbeit kein einziger kritischer Umgang mit der Materie statt.
Die Seminararbeit verfehlte ihr Thema "Jehovas Zeugen" eklatant.

Strittige Themen wie Bildungsfeindlichkeit, Denunziantentum, Gemeinschaftsentzug, Umgang mit Kritikern, verbotene Bücher, systematische Geschichtsfälschung, falsche Voraussagen, Erdumfassender Genozid, Kinderarbeit oder Kindertaufe, Finanzierung und vieles andere wurden völlig unerwähnt gelassen.

Kein kritisches Wort über die so genannten Zeichen der Letzten Tage, oder diverser Verschwörungstheorien.

Geschichtsfälschungen der Zeugen Jehovas wurden unreflektiert übernommen.
Das Zerstören von Familien wurde komplett außen vor gelassen.
Kein Wort darüber das heute allgemein gültige Familienmodelle unter Zeugen Jehovas den Gemeinschaftsentzug zur Folge haben.

Die Zerstörung der Sprache, gespaltene Persönlichkeiten, psychische Probleme, eingriff in die intimste Privatsphäre, Reglementierung in Bezug auf jeden Lebensbereich.

In keinem Wort spiegelt sich die Einstellung der Wachtturm Gesellschaft wieder, das Wissenschaftler Feinde der Wahrheit sind. Das die Wissenschaft (und auch die, so Wörtlich: "Geschäftswelt") den Interessen Satans dient.
Das unabhängiges Denken, den Geist der Welt widerspiegelt.

Darüber hinaus wird nicht nur das Gedankengut der Sekte Plagiiert sondern auch deren Geschichtsfälschung wider besseres Wissen unreflektiert kopiert.

Niemand will und kann den Zeugen Jehovas den Zugang zu akademischen Graden verwehren.

Trotzdem muss für alle dieselben Zugangsbestimmungen gelten.

Es ist nicht einzusehen warum für diesen Schüler andere Bewertungsregeln gelten sollten, nur weil es sich bei Jehovas Zeugen um eine Bildungs- und Wissenschaftsfeindliche Gruppierung handelt.

Wenn es aber aus dem Hintergrund einer verächtlichen Grundeinstellung zur Wissenschaft und der verächtlichen Haltung gegen weltliche höhere Schulbildung, wie hier, zu einem Plagiat kommt, kann das nicht mit einem Abitur belohnt werden.

Wir haben es hier also mit mehr als nur einem Plagiat zu tun.

Deswegen suche ich die Öffentlichkeit.

Antworten:

Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen - Teil 2 - Gesetzeslage

Als Nachschlagewerk und Informationsquelle worum es geht stelle ich hier die aktuelle Gesetzeslage als Zusammenfassung zur Verfügung.

Relevanter Stand: Oktober 2012

Rechtslage:

Folgen bei Planierung

vorwissenschaftliche Arbeit Seminararbeit Fachoberschule

http://www.fosbos-bayreuth.de/home/ausbildung/die-seminararbeit/

Bewertung des schriftlichen Teils der Seminararbeit

Bei der Bewertung der Seminararbeit sind die folgenden allgemeinen Kriterien einzubeziehen:

• Inhalt und Aufbau
• Selbstständigkeit im Umgang mit dem Thema
• Differenziertheit und Strukturiertheit der inhaltlichen Auseinandersetzung
• logische Struktur und Stringenz der Argumentation
• kritische Distanz zu den eigenen Ergebnissen und Urteilen


• wissenschaftliche Arbeitstechniken
• Umfang und Gründlichkeit der Materialrecherche
• Souveränität im Umgang mit den Materialien und Quellen
• Anwendung fachspezifischer Methoden
• korrekte Zitiertechnik


• unter sprachlichem Aspekt:
• Beherrschung der Fachsprache
• Verständlichkeit
• Präzision und Differenziertheit des sprachlichen Ausdrucks
• sinnvolle Einbindung von Zitaten und Materialien in den Text
• grammatikalische Korrektheit - Rechtschreibung und Zeichensetzung


• unter formalem Aspekt:
• Vollständigkeit der Arbeit
• angemessene Veranschaulichung
• Sauberkeit und Übersichtlichkeit von Graphiken und des Schriftbilds
• Einhaltung der vereinbarten Schreibformate und Regelungen
• korrektes Literaturverzeichnis


Eine Themaverfehlung führt zu einer Bewertung der schriftlichen Arbeit mit 0 Punkten.

Bei Nichtabgabe oder erwiesenem Plagiat entfällt die Pflicht zum Angebot einer zusätzlichen mündlichen Prüfung; die Kann-Regelung bleibt dabei unbenommen.

(5) 1 Grundlage der Bewertung der Seminararbeit sind die Leistungen im Rahmen der Seminarphase und die schriftliche Arbeit. 2 Zusätzlich kann eine mündliche Prüfung nach Korrektur der schriftlichen Arbeit abgehalten werden, deren Ergebnis in die Gesamtbewertung eingeht; sie muss abgehalten werden, wenn die Seminararbeit mit der Note 5 oder 6 (weniger als 4 Punkte) bewertet wurde, ausgenommen bei Nichtabgabe oder erwiesenem Plagiat. 3 § 65 Abs. 2 findet für die Seminararbeit keine Anwendung.

(6) 1 Das Thema bzw. eine Kurzform des Themas der Seminararbeit, die erreichte Punktzahl und die erzielte Note sind im Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife bzw. im Jahreszeugnis auszuweisen. 2 Das Ergebnis der Seminararbeit wird bei der Ermittlung der Durchschnittsnote wie ein Pflichtfach gewertet.

Das Thema bzw. eine Kurzform des Themas der Seminararbeit und das erzielte Ergebnis werden im Abiturzeugnis ausgewiesen. Das Ergebnis der Seminararbeit wird bei der Ermittlung der Durchschnittsnote wie ein Pflichtfach gewertet. Deshalb kann eine mündliche Prüfung (50% Gewichtung) notwendig werden, wenn die Seminararbeit mit 0 bis 3 Punkten bewertet wird. Bei Nichtabgabe oder erwiesenem Plagiat muss die Note 6 (0 Punkte) erteilt werden, auch wenn der Seminarabschlussbericht vorgestellt wurde. Eine Teilnahme an der Abschlussprüfung ist ausgeschlossen, wenn die Seminararbeit mit der Note 6 (0 Punkte) bewertet wurde.

Bei 0 („Null“) Punkten im Seminarfach erfolgt keine Zulassung zur Abiturprüfung.

Wird eines der drei Bereiche (Mündlich – Mitarbeit – Schriftliche Arbeit mit 0 Bewertet muss alles mit Null bewertet werden)

Die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist ausgeschlossen, wenn die Seminararbeit mit der Note 6 (0 Punkte) bewertet wurde (FOBOSO § 43 (2)).


Plagiat

„Als Plagiat bezeichnet man allgemein die bewusste Aneignung fremden Geistesgutes. Plagiator ist derjenige, der ein fremdes Werk oder Teile eines fremden Werkes als sein eigenes Werk ausgibt und somit ‚geistigen Diebstahl’ begeht. Der Plagiator begeht eine zivilrechtlich unerlaubte und zum Schadensersatz an den Autor verpflichtende Handlung, die gleichzeitig auch noch strafbar ist. Der Plagiator ist also derjenige, der seinen Text wörtlich bei einem anderen Urhe-ber abschreibt, ohne ihn korrekterweise zu zitieren, um anschließend dieses Werk als sein eigenes geistiges Eigentum wieder herauszugeben.“ (Karsten Kutschera)
Quelle: http://i31www.ira.uka.de/docs/mm+ep/11_RECHT/node14.html

Bei Plagiat geht es also um die wörtliche oder geringfügig abgeänderte Übernahme von wesentlichen, zusammenhängenden Textpassagen bzw. des Gedankengutes ohne Quellen-angabe. In diesen Fällen muss die gesamte Arbeit mit 0 Punkten bewertet werden.
Hilfe beim Nachweis von Plagiaten bei Seminararbeiten:
Es wird empfohlen bei Zitaten von Texten aus dem Internet die jeweiligen Stellen in Form eines Ausdrucks als Anlage zur Arbeit einzufordern bzw. bei der Abgabe eine digitale Fassung der Seminararbeit (CD-ROM) zu verlangen, da damit ggf. der Nachweis von Pla-giaten erleichtert wird. Hilfreiche Hinweise zum Nachweis von Plagiaten können auch der Homepage der Uni Bielefeld entnommen werden. Die Adresse ist den unten aufgeführten Links zu entnehmen (vgl. 12.).


Dissertation

Durch die Dissertation (auch Doktorarbeit genannt) soll der Doktorand belegen, dass er selbständig wissenschaftlich zu arbeiten versteht. Die Dissertation sollte neue Erkenntnisse zu dem gewählten Gegenstand enthalten und methodisch einwandfrei sein. Das bedeutet, dass z.B. für Zitate aus anderen Arbeiten gewisse Formen üblich sind. Die auszugsweise Übernahme fremder Texte ohne Quellenangabe kann als Täuschung gewertet werden und zur späteren Aberkennung des Doktorgrades führen (siehe unten). Gleiches gilt, wenn sich herausstellt, dass die Arbeit durch einen Ghostwriter geschrieben wurde. Um dem vorzubeugen, verlangen einige Universitäten, dass der Doktorand eine eidesstattliche Erklärung abgibt, dass die Dissertation auf selbständiger Arbeit beruht.

Ob die Arbeit ohne die beanstandeten Passagen noch Bestand hat, ist irrelevant

Es kommt bei der Aberkennung eines Doktorgrades nicht darauf an, ob die eingereichte Dissertation ohne die beanstandeten Stellen oder bei jeweils wörtlicher Zitierung der Doktorgrad noch verliehen worden wäre. Derartig hypothetische Erwägungen im Sinne einer Art geltungserhaltender Reduktion finden nicht statt. Es sei für die Ursächlichkeit der vom Kläger begangenen Täuschung nicht von Bedeutung, ob ihm für eine andere Arbeit, als er sie tatsächlich vorgelegt habe, der Doktorgrad verliehen worden wäre (Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 13.10.2008, Az. 9 S 494/08).

Jede Fußnote ist zu kennzeichnen

Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat entschieden, dass in einer Doktorarbeit jeder Gedankengang und jede Fußnote, die nicht aus eigener gedanklicher Leistung, sondern von dem Werk eines anderen herrühren, als solche zu kennzeichnen sind. Insbesondere darf eine Dissertation nicht komplette Passagen aus einem anderen Werk enthalten, die wortwörtlich oder nur minimal umformuliert wurden, ohne kenntlich zu machen, dass es sich insofern um Zitate handelt. Eine gelegentliche Nennung des fremden Werkes reicht nicht aus (Verwaltungsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 23.05.2007, Az. 12 E 2262/05). Ebenso entschied das Verwaltungsgericht Berlin in einem Fall, in dem nur 95 von insgesamt 294 Seiten der Dissertation nicht vom Plagiatsvorwurf betroffen waren und es im Übrigen sehr augenfällige Übereinstimmungen mit teilweise fast wörtlich übernommenen Passagen (Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 25.06.2009, Az. 3 A 319.05).

Eine Täuschung liegt ebenfalls vor, wenn in einer Doktorarbeit Textsegmente anderer Werke an einigen Stellen korrekt zitiert werden, an anderer Stelle jedoch Textpassagen verwendet werden, ohne diese als Zitat kenntlich zu machen (Verwaltungsgericht Darmstadt, Urteil vom 14.04.2011, Az. 3 K 899/10.DA).

Dem Zitiergebot genügt es nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs auch nicht, wenn nur in der Nähe der übernommen Textstelle ein Hinweis auf das benutzte Werk steht. Das Gericht stellte klar, dass die wörtliche oder sinngemäße Übernahme von Textpassagen aus fremden Werken ohne (ausreichendes) Zitat gegen grundlegende Maßstäbe wissenschaftlichen Arbeitens verstoße und damit die Annahme einer Arbeit als Dissertation im Regelfall ausschließe (Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 04.04.2006, Az. 7 BV 05.388).

Formatierungsfehler sind nicht glaubhaft

Wer aus anderen Werken abschreibt, ohne dies zu kennzeichnen, kann sich nicht damit herausreden, dass ihm am Computer bloß Formatierungs- und Bearbeitungsfehler unterlaufen seien und er beim Korrekturlesen aufgrund der eigenen Fachvertrautheit keinen Unterschied der kopierten Stellen zu den eigenen Formulierungen habe erkennen können (Oberverwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 12.10.2010, Az. 2 A 170/10).

Teils korrekt zitiert, an anderer Stelle Zitate nicht kenntlich gemacht

Das Verwaltungsgericht Darmstadt führte in einer Entscheidung aus, dass wenn in einer Doktorarbeit Textsegmente anderer Werke an einigen Stellen korrekt zitiert, an anderer Stelle jedoch Textpassagen verwendet werden, ohne diese als Zitat kenntlich zu machen, dies eine Täuschung darstellt, die den Entzug des Doktorgrades rechtfertigt (Verwaltungsgericht Darmstadt, Urteil vom 14.04.2011, Az. 3 K 899/10.DA).

Änderungen an Satzbau machen noch keinen eigenständigen Gedanken

Die Richter befanden, dass in vorliegendem Fall unzweifelhaft eine Täuschung über die Urheberschaft der Gedanken vorliege. Dies gelte jedenfalls an den Stellen, an denen ein Verweis auf die Fundstelle ganz unterblieben sei. Es gelte aber auch, soweit kleinere Änderungen - insbesondere in Form von Umgruppierungen wiederum fast wörtlich übernommener Passagen - vorgenommen worden seien. Auch insoweit sei die Gedankenführung nicht eigenständig entwickelt und darüber getäuscht worden, dass die wissenschaftliche Leistung von einem anderen stamme. Die Vorgehensweise der Umstellungen und der Syntaxvariationen belege im Übrigen die gezielte Verschleierungsabsicht des Klägers.

der Leitsatz

1. Die nicht gekennzeichnete Übernahme kompletter Passagen aus dem Werk eines anderen Autors in einer Dissertation beinhaltet eine Täuschung über die Eigenständigkeit der erbrachten wissenschaftlichen Leistung. Sofern sie planmäßig und nicht nur vereinzelt erfolgt, kann sie die Hochschule zur Entziehung des verliehenen Doktorgrades berechtigen.

2. Auf den Umfang der abgeschriebenen Stellen sowie auf die Frage, ob die Arbeit auch ohne das Plagiat noch als selbständige wissenschaftliche Arbeit hätte angesehen werden können, kommt es grundsätzlich nicht an.
http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=10871

Die Regelung in § 15 Abs. 3 Satz 1 PrOWI über die Sanktionierung eines Täuschungsversuchs bewegt sich innerhalb des von der Ermächtigung in § 31 Abs. 1 Satz 1 BerlHG vorgegebenen Rahmens. Der Grundsatz der Chancengleichheit, der das gesamte Prüfungsrecht beherrscht, gebietet es, dass für vergleichbare Prüflinge so weit wie möglich vergleichbare Prüfungsbedingungen und Bewertungskriterien gelten. Dieser Grundsatz ist verletzt, wenn ein Prüfling sich durch eine Täuschungshandlung einen Vorteil gegenüber anderen Prüflingen verschafft. Zudem wird der Zweck der Prüfung, die tatsächlichen Leistungen und Fähigkeiten des Prüflings zu bewerten, verfehlt, wenn der Prüfling die Leistung nicht selbständig oder nur unter Zuhilfenahme unzulässiger Hilfsmittel erbringt. Es entspricht daher allgemein anerkannten prüfungsrechtlichen Grundsätzen, Täuschungshandlungen eines Prüflings zu sanktionieren. Die Möglichkeit, die entsprechende Prüfungsleistung, bei der die Täuschungshandlung begangen wurde, als nicht bestanden zu bewerten, stellt dabei eine typische verfahrensrechtliche Regelung in Prüfungsordnungen dar, so dass die entsprechende Vorschrift in der hier in Rede stehenden Prüfungsordnung zu den Bestimmungen gehört, die sich der Gesetzgeber bei Erlass der Ermächtigungsnorm vorgestellt hat. Es bedurfte daher keiner weitergehenden ausdrücklichen Entscheidung des Gesetzgebers über die Sanktionierung von Täuschungshandlungen (vgl. Beschluss des Senats vom 7. November 2011, a.a.O., Rn. 6).

von MatthiKuschelbaer - am 22.07.2013 22:51

Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen - Teil 3 - Das Plagiat

25% der Seminararbeit wurden aus einem Video abgeschrieben.

Mit folgenden Text beginnt die Seminararbeit die aus dem Wachtturm Video entnommen wurden:

www.youtube.com/watch?v=Ba0Vx6XxrCY

Es beginnt ab Minute 4:48.

Macht euch mal den Spaß und spielt das nachfolgende Video ab und lest nur in der Seminararbeit mit.

Zitat
Original Seminararbeitstext

Im 12. Jahrhundert zum Beispiel gab es einen französischen Kaufmann der anfing die Bibel in die Sprache des einfachen Volkes zu übersetzen.
Zweihundert Jahre später sprach sich John Wyclif[1] entschieden gegen die unbiblischen Praktiken der Kirchen aus.
Später gab er die erste Bibelübersetzung im Englischen heraus.
Seine Schüler begannen die Lehren der Bibel jedem zu predigen, der sie hören wollte.
Dadurch, dass die Bibel nun auch einfachen Menschen zur Verfügung stand, begannen sie selbst darin zu lesen.
Einige erkannten die Irrlehren der entstandenen Kirchen.
Im 16. Jahrhundert suchten Männer wie Martin Luther[1] und Johannes Calvin[2] Irrlehren um diese an zu prangern, auch wenn sie dabei den Hass der Kirchen auf sich zogen.
Doch wer anders war wurde verfolgt und viele lenkten ein.
Doch das Interesse des Studiums der Bibel wuchs immer weiter.
Die Lehre der Dreieinigkeit wurde zurück gewiesen, auch von Menschen wie Sir Isaac Newton[1], John Milten[2] und Joseph Priestley[3].
Priestley lehnte nicht nur die Dreieinigkeit ab, sondern auch die Lehre über die Unsterblichkeit der Seele.
Er war der festen Überzeugung die Christen des 1. Jahrhunderts hatten den wahren Glauben und jede Abweichung davon wäre falsch.
1791 wurde sein Haus verwüstet.
Man setzte ihm solange zu bis er in die Vereinigten Staaten flüchtete.


Hier der Text wie er im Video gesagt wird:

Zitat
Wachtturmvideo

Im 12. Jahrhundert zum Beispiel gab ein französischer Kaufmann Namens Rode eine Übersetzung von Bibelbüchern in die Sprache des einfachen Volkes in Auftrag.
Zweihundert Jahre später sprach sich der katholische Priester John Wyclif entschieden gegen unbiblische Praktiken der Kirche aus.
Um 1382 gab die Arbeitsgruppe um Wyclif die erste englische Übersetzung der Bibel heraus.
Seine Schüler, die Lolarden, predigten die biblische Botschaft jedem der zuhörte
Bald lasen die Menschen selbst darin
Einige von ihnen erkannten das die Kirche vom rechten Weg abgewichen war
Im 16. Jahrhundert predigten Männer wie Huldrich Zwingly, Martin Luther und Johannes Calvin man müsse zu den Grundsätzen des Urchristentums zurückkehren. Sie und andere suchten scheinheilige praktiken an zu prangern. Obwohl sie damit die mächtige Kirchen Hierachie gegen sich aufbrachten.
Aber wer anders war wurde verfolgt und unter Verfolgung lenkten viele ein.
Dennoch waren das 17te und 18te Jahrhundert geprägt von einem stark aufblühenden Interesse am Studium der Bibel.
In England wiesen viele Gelehrte Männer die Lehre der Dreieinigkeit als Unbiblisch zurück. Darunter der Wissenschaftler Sir Isaac Newton, der Dichter John Milten und der Chemiker Joseph Priestley.
Er lehnte nicht nur die Dreieinigkeitslehre ab sondern hielt auch die Unsterblichkeit der Seele für eine Irrlehre.
Er vertrat den Standpunkt das die Christen im ersten Jahrhundert den wahren Glauben hatten und das jede Abweichung von diesem Glaubensmuster ihn verfälschte
1791 verwüstete ein Mob Priestleys Haus samt seinem Labor.
Über die nächsten drei Jahre setzte man ihm immer stärker zu bis er schließlich in die vereinigten Staaten auswanderte.


Über 100 Sätze wurden so einfach aus einem Wachtturm Lehrvideo abgeschrieben.

Dieses Wachtturm Video wurde förmlich als Transkription abgeschrieben und in der Seminararbeit als eigenes Gedankengut ausgewiesen.
Obwohl er den kompletten Text, Satz für Satz aus beiden Teilen des deutschen Videos entnommen hat wird dies in der Quellenangabe verschwiegen.

Hier noch Beispiel aus dem Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Auch die Taufe im Wasser wurde dabei ein fester Bestandteil.
1894 wurden die ersten reisenden Vertreter2 eingesetzt.
Russell begann Bücher zu veröffentlichen.
Er schrieb sechs Bände „Studies in the Scriputes“.
Die Bibelforscher lebten aus, was sie aus der Bibel lernten.


Hier die fünf Sätze wie sie im Wachtturm Video gesagt werden:

Zitat
Wachtturm

Die christliche Taufe wurde dabei zu einem festen Bestandteil.
1894 wurde noch etwas eingeführt. Reisende Vertreter.
Um diese Zeit begann Russel die Ergebnisse seiner Forschung auch in Büchern zu veröffentlichen.
Insgesamt schrieb er sechs Bände. (Im Video sieht man die englischen Büchdeckel „Studies in the Scriputes“)
Die Bibelforscher lebten das aus was sie aus der heiligen Schrift lernten.


Der Seminartext folgt in dem Aufbau des Inhalts Satz für Satz der Reihenfolge des Wachtturm Videos.

Ärgerlich daran ist, das die Formulierungen die die Wachtturm Gesellschaft verwendet, um ihre Geschichte verfälscht und geschönt darzustellen, genau so in der Seminararbeit übernommen wurde.

Hier ein Beispiel.
Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Am 8. Mai 1918 wurde Rutherford und sieben Andere festgenommen.
Sie wurden schuldiggesprochen und Rutherford erhielt eine 20 jährige Haftstrafe.
Natürlich hatten die Männer sich keinerlei Schuld zukommen lassen.
Damals dachte man, man hätte die Aktivität der Bibelforscher niedergelegt.


Die Aussage ist falsch und wie alles andere aus dem Sekten Film kopiert.
Hier die Vier Sätze wie sie im Video gesagt werden:

Zitat
Wachtturm

Am 8 Mai 1918 wurden Josef Rutherford und sieben seiner Mitarbeiter verhaftet.
Am 20 Juni wurde sie in vier Anklagepunkten schuldig gesprochen. Ihr Strafmaß: 20 Jahre Gefängnis.
Diese Brüder haben garantiert keine Staatsgefährdenden Umtriebe gegen die US Regierung unternommen.
Die Geistlichkeit war überzeugt sie habe die Stimme der Bibelforscher zum schweigen gebracht.


Die Zeugen Jehovas bezogen deutschfreundlich für die Kriegsgegner der Amerikaner Stellung.
Sie wetterten gegen die Englänger und beteten für ihre Soldaten auf der Deutschen Seite in den Wachtturmkongressen.

Der Schüler besuchte die Berufliche Oberschule Straubing im Wirtschaftsorientierten Zweig.
Der Schüler ließ an einer Stelle die Aussage das die "Geschäftswelt" (O-Ton Wachtturm) der Feind der Zeugen Jehovas ist, weg.
Und das obwohl er den Rest abschrieb.

Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Ihnen war dadurch klar geworden, dass sie von nun an einem Kampf gegen Politiker und Kirchenführern gegenüber standen.


Sie wurde bei dieser Aussage im Video mitgeschrieben:

Zitat
Wachtturm

Ihnen stand ein Kampf bevor mit der Politik, der Religion und der Geschäftswelt.


Nachdem sie das Wachtturm Video abgeschrieben hat nahm sie die zwei zum Sommerkongress 2012 erschienen Broschüren "Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach?" und "Eine gute Botschaft von Gott" und schrieb dort von jeder Broschürenseite ein Teil ab.

Aus diesen beiden Broschüren schrieb der Schüler 111 Sätze, etwa 26%, der Seminararbeit ab.

Durch die Bank wurde die Gedankenführung nicht eigenständig entwickelt.
Absichtlich wurde darüber getäuscht, dass die wissenschaftliche Leistung von einem anderen stammt.

Hier ein Beispiel:

Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

1. Um die Wahrheit über Gott bekannt zu machen,
2. Um vorzuleben, wie man Jehovas Willen tun sollte und
3. um sein vollkommenes Leben als Lösegeld zu geben.
Ein Lösegeld wurde früher bezahlt um jemanden vom Tod zu bewahren.


Kopiert wurde aus der Broschüre "Eine gute Botschaft von Gott".
Ohne diese als Quelle zu erwähnen.

Dort sieht die Passage so aus:

Zitat
Wachtturm

1. um die Wahrheit über Gott bekannt zu machen,
2. um vorzuleben, was es bedeutet, Gottes Willen zu tun, selbst unter schwierigen Umständen,
3. um sein vollkommenes Leben als „Lösegeld“ zu geben.
Ein Lösegeld wird bezahlt, um jemand vor dem Tod zu bewahren


Die Vorgehensweise der Umstellungen und der Syntaxvariationen belegt die gezielte Verschleierungsabsicht des Schülers.

Auch aus den Broschüren wurde Gedankengang für Gedankengang einfach abgeschrieben.

Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Einmal den „Kreisaufseher“, der 20 Versammlungen (1 Kreis) betreut, er besucht diese Versammlungen zwei mal im Jahr und arbeitet eine Woche lang mit ihnen zusammen.
Der „Bezirksaufseher“ hingegen betreut mindestens 10 Kreise (->200 Versammlungen).
Er trägt die Verantwortung für die Kreiskongresse in seinem Bezirk und währenddessen besucht er einige wenige Versammlungen.
Die Männer1 haben meist bereits viel Erfahrungen im Dienst für Jehova gesammelt.
1Und falls sie verheiratet sind natürlich auch ihre Frauen
Sie bemühen sich so viele wie möglich aus den Versammlungen kennen zu lernen und sie ganz persönlich zu ermuntern.


Kopiert wurde aus der Broschüre "Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach?".
Ohne diese als Quelle zu erwähnen.

Zitat
Wachtturm

Ein Kreisaufseher betreut um die 20 Versammlungen. Er besucht jede Versammlung zweimal im Jahr und arbeitet dann eine Woche lang mit ihr zusammen.
Ein Bezirksaufseher ist für mindestens 10 Kreise zuständig.
Er hat die Verantwortung für die Kreiskongresse in seinem Bezirk und besucht bei seiner Tätigkeit auch verschiedene Versammlungen.
Diese Brüder — und wenn sie verheiratet sind, auch ihre Frauen — bringen viel Erfahrung mit,
— und wenn sie verheiratet sind, auch ihre Frauen —
Sie bemühen sich jeden, ob alt oder jung, kennenzulernen,


So geht das durch die ganze Seminararbeit.

Mindestens 30% des Seminararbeitstextes wurde der Wachtturm Daten CD-Rom entnommen.
Die Kopien sind so dreist, das sie sogar eigentümliche Formatierungen der Wachtturm CD-Rom unverändert in der Seminararbeit unverändert übernommen hat.

Als Beispiel "e i n e n":
Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

„Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alles gesündigt hatten“ (Römer 5:12)


Und hier wie es in der Wachtturm CD-Rom vorkommt:

Zitat
Wachtturm

„Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“ (Römer 5:12)


Wenn auch ein großer Prozentsatz der Seminararbeit aus Bibelzitaten besteht, wurden diese nicht der Wachtturmbibel sondern der aus der Wachtturm-CD-Rom entnommen.
Was man aus der Übername seltsamer Formatierungen erkennt.

Am Samstag vor dem Abgabetermin prahlte der Schüler noch nichts für die Seminararbeit gemacht zu haben.
Der Schüler meinte höhnisch dass die Lehrer ja nicht in der Lage wären die Seminararbeit zu bewerten und Jehova für die Verherrlichung seines Namens die Lehrer mit Blindheit schlagen wird.

An dem Sonntag vor dem Abgabetermin wurden die 450 Sätze der Seminararbeit lustlos abkopiert und montagmorgens abgeschickt.
Blind wurden Aussagen, die bewusst manipulativ von der Sekte gemacht werden, übernommen.
Das Ergebnis war, das dann aus den Kopien, recht verschrobene Sinnentstellungen entstanden.

Wie zum Beispiel diese Aussage:
Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

In manchen Religionen wird Jesus meist als ein hilfloses Baby oder einen nutzlosen Toten am Kreuz dargestellt.


Hier wie es in der Wachtturm CD-Rom vorkommt:

Zitat
Wachtturm

in der Vorstellung vieler Menschen existiert Jesus entweder als niedliches, in Windeln gewickeltes Baby in einer Krippe oder als bemitleidenswerte, ans Kreuz genagelte Kreatur. In beiden Fällen erscheint er hilflos.


Ist ja schon die Aussage der Wachtturm Gesellschaft unsäglich genug.
Aber in der Seminararbeit hinterlässt die Aussage nur Fragezeichen.
Die Wachtturm Gesellschaft stellt Jesus nicht auch meist als hilfloses Baby oder als nutzlosen Toten dar?
Welche Religion handhabt das nicht vergleichbar wie bei den Zeugen Jehovas?
Das die Wachtturm Gesellschaft behauptet sie wisse was in den Vorstellungen der Menschen existiert ist ja schon verschroben genug - die Aussage in der Seminararbeit ist jedoch lächerlich und schlicht Falsch.

Unreflektiert wurden Textpassagen aus der Sekten-CD-Rom kopiert.
Aussagen die niemand machen würde, wenn er sich auch nur für eine Sekunde selber darüber Gedanken machen würde.

Beispiel aus dem der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Man hört zwar immer wieder Berichte über Menschen die gestorben sind, weil sie keine Bluttransfusion wollten, doch die größere Zahl der Menschen, die an Bluttransfusionen gestorben sind, wird meist nicht erwähnt.


Solch eine Aussage gilt es zu ächten und nicht durch einen akademischen Titel zu belohnen.
Wie bei jedem Medikament oder medizinischen Anwendung am Menschen, wird der Nutzen und die Risiken weltweit akribisch dokumentiert.
Vor jeder Bluttransfusion werden die Risiken mit dem Patienten Besprochen.
Jede Nebenwirkung, jedes Risiko wird akribisch genau Dokumentiert und laufend in Fachzeitschriften veröffentlicht.

Die Aussage in der Wachtturm CD-Rom lautet wie folgt:

Zitat
Wachtturm

Wenn wir das beachten, gehorchen wir nicht nur Gottes Gesetz, sondern werden auch vor ansteckenden Krankheiten wie Syphilis, Malaria und Hepatitis geschützt, an denen viele Patienten gestorben sind, denen Blut übertragen wurde. ... Es ist zwar vorgekommen, daß einige wenige, die aus Gewissensgründen eine Bluttransfusion verweigert haben, gestorben sind, aber da solche Personen Gottes Gesetz treu gehalten haben, werden sie im Paradies Gottes auferstehen.


Falsche Wachtturmkonforme Aussagen in dieser Seminararbeit sind deswegen so interessant, weil sie belegen, dass sie aus den Wachtturmschriften unreflektiert übernommen wurden und als eigenes Gedankengut ausgegeben wurden.
Die manipulative Vorgehensweise der Zeugen Jehovas wäre sicher eine Seminararbeit wert aber dass von den Wachtturmschriften einfach abzukopieren ist unerträglich.

Die Betreiberin von Vroniplag empfahl mir mich Monate vor dem Abgabetermin mich in dieser Sache mit den Lehrern in Verbindung zu setzen.
Schon vor Abgabe der Seminararbeit, wurden die Schule und die Lehrer darüber informiert, dass der Schüler damit prahlte dass niemand seine Arbeit bewerten kann.
Die Seminarvorbereitung der Schule ging sehr ausführlich und einfühlsam auf das Thema Plagiat ein.
Möglicherweise gerade weil ich schon ankündigte das ein Schüler hier mit seinem Plagiat prahlt.

Das hielt den Schüler aber nicht davon ab so Sätze von sich zu geben wie:

„Die Lehrer wären zu dämlich das bewerten zu können“
„Jehova würde die weltlichen Lehrer mit Blindheit schlagen“
„Die Seminararbeit wäre unter dem Segen Jehovas da es für ihn verkündet“

Der Schüler prahlte damit dass er an dem Sonntag vor dem Abgabetermin die Arbeit erstellt hätte.
Noch Samstag prahlte er damit dass er noch nichts gemacht hätte außer der Gliederung die er schon für ein Referat benützte.

Das Ergebnis ist dann das:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Der Ausdruck Bethel kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Haus Gottes“.
Von dort aus wird die gesamte Predigttätigkeit koordiniert und unterstützt.
Zudem wird die benötigte Literatur gedruckt und verschickt.
Wie eine Familie wohnen dort die Bethelmitarbeiter alle in einem großen Komplex und nennen sich auch „Bethelfamilie“.
Sie essen zusammen, sie arbeiten zusammen und sie studieren gemeinsam die Bibel.
Die Männer und Frauen im Bethel gehen im Dienst für Jehova völlig auf.
Sie werden für ihre Tätigkeit zwar nur gering bezahlt erhalten aber alles Nötige kostenfrei im Bethel wie Essen, Kleidung und Unterkunft.
Jedem Betheldiener wird eine bestimmte Aufgabe zugeteilt, die er mit Freude erfüllt.
Der Zweck des Bethels besteht darin die Literatur der Zeugen Jehovas so vielen Menschen wie möglich zugängig zu machen.


Hier wie es aus der Broschüre "Der Wille Jehovas: Wer lebt heute Danach? Thema 21 Seite 24 Was ist ein Betel?“ abgeschrieben wurde.

Zitat
Wachtturm

Der Ausdruck „Bethel“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Haus Gottes“
Es ist ein passender Name für die Gebäude, die Jehovas Zeugen überall auf der Welt nutzen, um die Predigttätigkeit zu koordinieren und zu unterstützen.
Nehmen wir nur einmal die Broschüre, die Sie gerade in der Hand halten. Sie wurde ...auf den Rotationsmaschinen in verschiedenen Betheldruckereien gedruckt und an über 100 000 Versammlungen versandt.
Alle, die gemeinsam in einem Bethel tätig sind, verstehen sich als Bethelfamilie.
Wie eine Familie wohnen und arbeiten sie harmonisch zusammen, nehmen miteinander Mahlzeiten ein und studieren gemeinsam die Bibel
Die Männer und Frauen in einem Bethel sind Vollzeitdiener und gehen völlig darin auf,
Sie werden für ihre Tätigkeit nicht bezahlt, erhalten aber freie Kost und Logis und eine monatliche Zuwendung für persönliche Ausgaben.
Jedem im Bethel wird eine bestimmte Arbeit zugeteilt, …
Der Zweck eines Bethels besteht hauptsächlich darin, so vielen Menschen wie möglich die biblische Wahrheit zugänglich zu machen.


341 Sätze von 417 Sätzen sind so abgeschrieben.


Zuerst geht es rein um die Frage: Plagiat oder nicht.
Das Thema der Seminararbeit tut dabei nichts zur Sache.
Aber es steckt doch mehr dahinter - gerade weil die Zeugen Jehovas behaupten die besseren Menschen zu sein:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Aus Erfahrung anderer konnte man sehen, dass einem mehr Vertrauen in der Arbeit / Schule ausgesprochen wurde, einfach nur deswegen, weil Jehovas Diener sich an die Grundsätze Gottes hielten und ehrlich gegenüber ihren Mitmenschen waren.


In Anbetracht einer zu 80% abgeschriebenen Seminararbeit schlägt das doch glatt dem Fass den Boden aus.

Eine ehrliche und kritische Aussage lässt sich jedoch tatsächlich in der Seminararbeit Finden:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Und natürlich muss man auch betonen, dass nicht alles Gold ist was glänzt, also das nicht jeder der behauptet ein Diener Jehovas ist auch nach dessen Grundsätzen lebt.


In Anbetracht des abgelieferten Betrugs meinte der Schüler sich hier offensichtlich selbst.

von MatthiKuschelbaer - am 22.07.2013 23:01

Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen - Teil 4 - Die Fehler

Das Mitschreiben während des Videos scheint den Schüler derart gelangweit zu haben, dass ihm beim Mitschreiben mehrere Flüchtigkeitsfehler unterlaufen sind.

Hier ein Beispiel.
Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Die Präsentation konnte in 80 Ländern gezeigt werden.


Diese Aussage ist falsch.

Sie wurde bei dieser Aussage im Video mitgeschrieben:

Zitat
Wachtturm

Die Vorführungen waren so organisiert dass sie täglich in 80 Städten stattfinden konnten.


Abgabe Termin für die Seminararbeit war der Montag der 1.Oktober 2012 um 10:00 Uhr.
Begonnen hat der Schüler mit der Seminararbeit am Samstag den 29.9.2012 um 15:02 Uhr.
Fertig war die Seminararbeit dann Sonntag den 30.9.2012 22:59 Uhr.

Zwangsläufig kamen dann solche Abschreibfehler wie diese zustande:

Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Im Jahre 1914 gab es ca 15.000 Bibelforscher in 48 Ländern.


Diese Aussage ist gleich zweifach falsch abgeschrieben.

Sie wurde bei dieser Aussage im Video mitgeschrieben:

Zitat
Wachtturm

1914 gab es rund 5.000 Bibelforscher die in 68 Ländern predigten.


Das Video spricht nur von 5000 Bibelforschern und 68 Ländern.

Genauso hier.

Zuerst der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Im Jahre 1872 brachte er eine monatlich erschienene Zeitschrift heraus „The Bibel Examiner“.


Diese Aussage ist falsch.

Sie wurde bei dieser Aussage im Video mitgeschrieben:

Zitat
Wachtturm

1842 begann Storrs mit der Herausgabe einer Monatszeitschrift mit dem Titel „The Bibel Examiner“


Flüchtigkeitsfehler weil die Arbeit auf die Schnelle zusammengezimmert wurde.
Sinnentstellungen weil die Schülerin verschleiern wollte dass sie Abkopiert hat.

Zitat
Original Seminararbeitstext

Was die meisten nicht wissen ist, wie diese Zusammenkünfte überhaupt ablaufen und was sie dort erwartet?


Warum endet dieser Satz mit einem Fragezeichen?
Es wurde aus der Broschüre - Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach? - jl Thema 5 S. 8 Was erwartet Sie bei unseren Zusammenkünften? herauskopiert und beim Satzumbau verlor das Fragezeichen seinen Sinn

So steht es wirklich in der Broschüre:

Zitat
Wachtturm

Was ist bei den Zusammenkünften von Jehovas Zeugen anders? Was erwartet einen dort?


Satzumstellungen um ihren Betrug zu verschleiern führten zu Sinnentstellenden Fehlern.
Wie hier:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Welche Hoffnung uns in der Zukunft erwartet, wird deutlich wenn man den Bibeltext aus Offenbarung 21:4 liest:.


Diese Aussage ist falsch.

Die Hoffnung hat man jetzt zu haben und nicht erst in der in Offenbarung beschriebenen Zukunft.
Man beachte aber auch den Doppelpunkt und den Punkt.
Dies passierte dem Schüler wegen der gewollten Satzumstellung.

Hier der Wachtturmtext:

Zitat
Wachtturm

Die Bibel ist jedoch nicht nur heute von Nutzen, sie vermittelt auch eine Hoffnung auf künftiges Leben. ...Man beachte, wie herzerwärmend sie die Zukunft beschreibt:


Es erwartet einen Zeugen keine Hoffnung in der Zukunft, wie es in der Seminararbeit behauptet wird, sondern die Hoffnung hat man heute zu haben, wegen dem was man in der Zukunft zu erwarten hat.

Wenn man schon den Satz ummodelt, sollte doch zumindest die Grundaussage korrekt wiedergeben werden.

Auch machte die Schülerin Quellenangaben, obwohl in den Quellen kein einziges Wort darin vorkommt.

Zitat
Original Seminararbeitstext

Fünf Jahre später am 24. März 2005 erhielten sie den öffentlich-rechtlichen Status und ein Jahr später wurde das Urteil rechtskräftig.2
2 Vgl.: Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania: Jehova's Witnesses – Faith in Action, Part 2: Let the Light Shine, Brooklyn, 2011 (Englisch)


Wegen dieser Aussage musste ich mir das Video dreimal ansehen.
Zur Sicherheit auch die Bild und Satz genaue englische Version.
Deutschland kommt darin aber kein einziges Mal vor.
Man beachte auch die Hinterlist dass die Schülerin den englischen Titel angab, obwohl es doch ein deutsches Video gibt.

Quellen anzugeben die den Kopierten Text NICHT enthalten sollen in die irreführen.
Der Schüler schreibt ab und gibt dann eine Irreführende Quelle ab.

Oder dann diese gelangweiten Flüchtigkeitsfehler.
Wie diesen zum Beispiel:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Bei dem Erwachet! werden 84 Sprachen vertreten und 4.104.200 aufgelegt.


Diese Aussage ist falsch.

Hier der Wachtturmtext aus der CD-ROM:

Zitat
Wachtturm

Dicht gefolgt von ihrer Schwesterzeitschrift Erwachet! mit einer Auflage von 41 042 000 in 84 Sprachen.


Die Auflagenzahl ist in der Seminararbeit Falsch.
Es sind 36.937.800 Zeitschriften mehr als die Schülerin angibt.
Durch das umdrehen des Satzes passierten ihr diese Fehler.

oder dieses Beispiel:

Zitat
Original Seminararbeitstext

„Wir wissen, dass wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der Macht dessen der böse ist.“ (1. Johannes 5:18 ).


Diese Aussage ist falsch.

Ich hab jetzt dreimal nachgeschaut.
In 1 Johannes 5:18 steht etwas anderes.

Noch ein Beispiel:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Offenbarung 14:1: „Und ich sah, und siehe, das Lamm1 stand auf dem Berg Zion2 und mit ihm hundert vierundvierzig tausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen.“
1 Metapher für Jesus Christus
2 Metapher für Gottes Königreich


Diese Aussage ist falsch.
Der Berg Zion steht für "im Himmel"
Gottes Königreich ist aber im Himmel und auf der Erde.

Davon gibt es noch mehr.
Hier zum Beispiel:

Zitat
Original Seminararbeitstext

3.9 Treu und verständiger Sklave


Diese Bezeichnung gibt es nicht.
Es heißt treuer und verständiger Sklave.

Das mag zugegebener maßen kleinlich sein.
Wenn man aber vor sich, einen offensichtlich lustlos kopierten Text liegen hat, sind die Flüchtigkeitsfehler nur noch ärgerlich.

Zitat
Original Seminararbeitstext

Verschiedene Religionen hatten angefangen den Namen Gottes zu ersetzen und aus der Bibel zu verdrängen mit Worten wie „Herr“ oder „Gott“, obwohl er dort ursprünglich 7.000 mal vertreten war.


Die Zahl 7000 ist falsch und wird in dieser Broschüre auch so nicht gesagt.
Es sind weniger als 7000 Mal und es wird in der Broschüre nur von RUND 7000 geredet.

Zitat
Wachtturm

In vielen Bibeln ist Gottes Name durch Bezeichnungen wie „Herr“ oder „Gott“ ersetzt worden. Doch ursprünglich stand er rund 7.000 Mal in der Bibel.



Ein weiteres Beispiel ist dieser Satz aus dem der Original Seminararbeitstext:

Zitat
Original Seminararbeitstext

Eine Hilfe ist die öffentlich-rechtliche Anerkennung, die Zeugen Jehovas erhalten haben, denn so konnte man endlich das Gerücht sie seien eine Sekte schlagkräftig widerlegen.


Diese Aussage ist falsch.
Wenn auch die Sekte, die Verleihung der Körperschaftsrechte als Solche in dieser Art missbraucht.
Wird aber eine solche Aussage der Zeugen Jehovas in einer wissenschaftlichen Seminararbeit Plagiiert, gezielt irreführend platziert und als eigenes Gedankengut ausgegeben, bedarf dass der klaren Rüge.

von MatthiKuschelbaer - am 22.07.2013 23:08

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 1

Um sich ein Bild von dem Ausmaß der Kopie machen zu können hier zuerst das Kopierte Wachtturmvideo.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis

www.youtube.com/watch?v=Ba0Vx6XxrCY

Es beginnt ab Minute 4:48.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.


Zitat
Original Seminararbeitstext
Im 12. Jahrhundert zum Beispiel gab es einen französischen Kaufmann der anfing die Bibel in die Sprache des einfachen Volkes zu übersetzen.
Zweihundert Jahre später sprach sich John Wyclif[1] entschieden gegen die unbiblischen Praktiken der Kirchen aus.
Später gab er die erste Bibelübersetzung im Englischen heraus.
Seine Schüler begannen die Lehren der Bibel jedem zu predigen, der sie hören wollte.
Dadurch, dass die Bibel nun auch einfachen Menschen zur Verfügung stand, begannen sie selbst darin zu lesen.
Einige erkannten die Irrlehren der entstandenen Kirchen.
Im 16. Jahrhundert suchten Männer wie Martin Luther[1] und Johannes Calvin[2] Irrlehren um diese an zu prangern, auch wenn sie dabei den Hass der Kirchen auf sich zogen.
Doch wer anders war wurde verfolgt und viele lenkten ein.
Doch das Interesse des Studiums der Bibel wuchs immer weiter.
Die Lehre der Dreieinigkeit wurde zurück gewiesen, auch von Menschen wie Sir Isaac Newton[1], John Milten[2] und Joseph Priestley[3].
Priestley lehnte nicht nur die Dreieinigkeit ab, sondern auch die Lehre über die Unsterblichkeit der Seele.
Er war der festen Überzeugung die Christen des 1. Jahrhunderts hatten den wahren Glauben und jede Abweichung davon wäre falsch.
1791 wurde sein Haus verwüstet.
Man setzte ihm solange zu bis er in die Vereinigten Staaten flüchtete.
Einer seiner Anhänger war Henry Grew.
1807 wurde Grew Pfarrer einer baptistischen Kirche.
Er vertrat die Ansicht, dass man Bibelvers mit Bibelvers vergleichen sollte, denn er dachte, dass sich die Bibel selbst am besten auslegt.
Vier Jahre später verließ er die Kirche, da seine Einstellung zur Dreieinigkeit nicht mit seinem Pfarramt übereinstimmen konnte.
Später veröffentlichte er Schriften in denen er seine Ansichten der Bibel niederschrieb.




Zitat
Wachtturm

Im 12. Jahrhundert zum Beispiel gab ein französischer Kaufmann Namens Rode eine Übersetzung von Bibelbüchern in die Sprache des einfachen Volkes in Auftrag.
Zweihundert Jahre später sprach sich der katholische Priester John Wyclif entschieden gegen unbiblische Praktiken der Kirche aus.
Um 1382 gab die Arbeitsgruppe um Wyclif die erste englische Übersetzung der Bibel heraus.
Seine Schüler, die Lolarden, predigten die biblische Botschaft jedem der zuhörte
Bald lasen die Menschen selbst darin
Einige von ihnen erkannten das die Kirche vom rechten Weg abgewichen war
Im 16. Jahrhundert predigten Männer wie Huldrich Zwingly, Martin Luther und Johannes Calvin man müsse zu den Grundsätzen des Urchristentums zurückkehren. Sie und andere suchten scheinheilige praktiken an zu prangern. Obwohl sie damit die mächtige Kirchen Hierachie gegen sich aufbrachten.
Aber wer anders war wurde verfolgt und unter Verfolgung lenkten viele ein.
Dennoch waren das 17te und 18te Jahrhundert geprägt von einem stark aufblühenden Interesse am Studium der Bibel.
In England wiesen viele Gelehrte Männer die Lehre der Dreieinigkeit als Unbiblisch zurück. Darunter der Wissenschaftler Sir Isaac Newton, der Dichter John Milten und der Chemiker Joseph Priestley.
Er lehnte nicht nur die Dreieinigkeitslehre ab sondern hielt auch die Unsterblichkeit der Seele für eine Irrlehre.
Er vertrat den Standpunkt das die Christen im ersten Jahrhundert den wahren Glauben hatten und das jede Abweichung von diesem Glaubensmuster ihn verfälschte
1791 verwüstete ein Mob Priestleys Haus samt seinem Labor.
Über die nächsten drei Jahre setzte man ihm immer stärker zu bis er schließlich in die vereinigten Staaten auswanderte.
Viele die seine Ansichten teilten sollten ihm folgen. Darunter Henry Grew.
1807 wurde ihm mit 25 Jahren eine Stelle als Pfarrer der Baptisten Kirche …angetragen.
Er vertrat ein sehr interessantes Prinzip zum Studium der Bibel. Lasst uns Bibelvers mit Bibelvers vergleichen. Grew war der Meinung dass sich die Bibel selbst am besten auslegt.
Durch sein Bibelstudium ging ihm auf das die Dreieinigkeitslehre nicht stimmen konnte. Nach vier Jahren schieden Grew und mehrere andere aus der Kirche aus.
Später veröffentlichte Grew Schriften in denen er anhand der Bibel indenen er die Lehren… wiederlegte.


von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:18

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 2

Das Wachtturm Video hat nichts mit der Stückelung von Youtube zu tun, hilft hier aber aufgrund des enormen Textvolumens den Überblick zu behalten.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis


www.youtube.com/watch?v=UPP2nYjVauk

Es geht mit der ersten Sekunde los.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.


Zitat
Original Seminararbeitstext
Ein Traktat Grews fiel dem Methodisten-Prediger George Storrs 1837 in die Hände.
Was Storrs durch sein eigenes Studium der Bibel herausfand traf bei seinen Pfarrer-Kollegen auf nur wenig Verständnis.
1840 legte er sein Pfarramt nieder.
Im Jahre 1872 brachte er eine monatlich erschienene Zeitschrift heraus „The Bibel Examiner“.1
Aufgrund hoher familiärer Verluste durch den Tod glaubte er nicht an das, was die Kirchen lehrten.
Er war ein wohltätiger und wohlhabender Geschäftsführer an der Seite seines Vaters.
Im Jahre 1868 geriet er in einen Saal der Adventisten und hörte ihre Lehren der Bibel.
Russell wurde dadurch motiviert die Lehren der Bibel zu studieren.
Er gründete zusammen mit seinem Vater und ein paar Bekannten einen Bibelkreis, indem sie zu verschiedenen Themen die direkten Worte der Bibel verglichen.
Sie schrieben ihre wichtigen Schlussfolgerungen auf und konzentrierten sich rein auf die Wahrheit.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
Ein Traktat Grews sollte weitreichende folgen haben. Es fiel dem Methodisten-Prediger George Storrs ins Auge.
Doch was er herausfand stieß bei seinen Pfarrerkollegen auf wenig Anklang.
1840 schließlich plagte ihm sein Gewissen derart…das er sein Amt aufgab.
1842 begann Storrs mit der Herausgabe einer Monatszeitschrift mit dem Titel „The Bibel Examiner“
(Im Video wird der Tod von Familienmitgliedern erwähnt) und so konnte er das was in den großen Kirchen geglaubt wurde… einfach nicht akzeptieren
Er glaubte, gutes für andere tun könne er am besten als wohltätiger Geschäftsmann. Mit 11 Jahren war er schon Geschäftspartner seines Vaters in einer schnellwachsenden Bekleidungskette.
1868 ... "Wie durch Zufall geriet ich eines Abends in einen Staubigen Saal. Dort hörte ich zum ersten Mal die Ansichten der Adventisten.
Diese Predigt eines Adventisten reichte damit er seine viel benutzte Bibel vom Regal nahm und wieder zu forschen anfing.
Mit neu entfachter Begeisterung gründete Charles, sein Vater Joseph und ein paar Bekannte… einen Bibelstudienkreis. Sie nahmen sich ein Thema vor, nahmen eine Bibelkonkordanz, schlugen jeden einzelnen Vers zu diesem Thema nach
Sie nahmen sich ein Thema vor, nahmen eine Bibelkonkordanz, schlugen jeden einzelnen Vers zu diesem Thema nach und schrieben dann ihre Schlussfolgerungen auf… Sie Konzentrierten sich auf die Suche nach Wahrheit. Und dass sie ihre Schlussfolgerungen aufschrieben zeigte das sie wirklich glaubten die Wahrheit sei zu finden.



von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:18

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 3

Das Wachtturm Video hat nichts mit der Stückelung von Youtube zu tun, hilft hier aber aufgrund des enormen Textvolumens den Überblick zu behalten.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis


www.youtube.com/watch?v=gpjmOurd4c8

Weiter geht es bei 0:44.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.


Zitat
Original Seminararbeitstext
Charles zeigte gern seine Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die ihn zu seiner neuen Glaubensansicht verhalfen, wie George Storrs aber auch Nelson Barbour, der Herausgeber der Zeitschrift „Harald of the Morning“.
Russell teilte Barbours Meinungen und so schloss er sich mit anderen der größeren Gruppe von Barbour zusammen.
Er verkaufte seine Geschäfte und widmete sich der Verbreitung seiner Bibelauslegungen.
Charles reiste von Stadt zu Stadt.
Doch er traf auf Ablehnung.
Russell und Barbour hatten Meinungsunterschiede, was Russell bewog sich von Barbour zurück zu ziehen.
1879 als Russell seine eigene Zeitschrift veröffentlichte „Zion's W a t c h T o w e r and Herald of Christ's Presence“.
Innerhalb eines Jahres wurden 30 „Versammlungen“1 gegründet.
Bekannt wurden die Gruppe als „B i b e l f o r s c h e r“.
Russell gründete die „Watch Tower Society“, die sich um den Druck und die Verwaltung der Versammlungen kümmerte.
Von Anfang an verlangte man keine Kirchensteuer, Abgaben von einem Zehnt oder ähnliches.
Damals entstanden Gelegenheiten für große Kongresse.
Immer mehr Kongresse wurden organisiert.
Auch die Taufe im Wasser wurde dabei ein fester Bestandteil.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
Er würdigte die Hilfe die er anderen Verdankt, wie Jonnefen Wendall, George Storrs sowie einem Mann der auch gleichzeitig seinen größten Glaubensprüfungen verursachte, Nelson Barbour. Herausgeber der Zeitschrift „Harald of the Morning“.
Wie Russel glaubte auch Barbour Christus würde unsichtbar wiederkommen. Kurz darauf schloss sich Russels etwa dreißig Köpfiger Bibelstudienkreis mit der größeren Gruppe um Barbour zusammen.
Russel verkaufte nach und nach seine Geschäftsanteile um sich ganz dem Predigen zu widmen.
Mit 25 Jahren reiste er von Stadt zu Stadt
Natürlich lachten sie ihn aus und ließen ihn stehen.
Nach zwei Jahren Zusammenarbeit mit Nelson Barbour kam es zu Differenzen die für jedem in dem Bibelkreis zur Nagelprobe werden sollte. Nach monatelangem Streit zog sich Russels Gruppe von der Barbours zurück.
Im Juli 1879 begann Russell mit der Herausgabe der Zeitschrift Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence
1879 und 1880 gründeten Russel und die Leser von Zions Watch Tower 30 Versammlungen.
Bekannt wurden die Dazugehörenden einfach als Bibelforscher
Als nächstes gründete Russel gemeinsam mit Anderen Jehova ergebenen Christen eine gemeinnützige Bibelgesellschaft um Biblischen Lesestoff in verschiedenen Sprachen weithin verbreiten zu können.
Von Anfang an war man sich einig das man nie um Geld bitten und betteln würde.
Mit der jährlichen Feier zum Gedenken an Christi Tod ergaben sich Gelegenheiten für große Kongresse
Bald fanden sie Regelmäßig statt
Die christliche Taufe wurde dabei zu einem festen Bestandteil.



von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:19

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 4

Das Wachtturm Video hat nichts mit der Stückelung von Youtube zu tun, hilft hier aber aufgrund des enormen Textvolumens den Überblick zu behalten.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis


www.youtube.com/watch?v=zIml1mwl1_4

Es geht mit der ersten Sekunde los.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.


Zitat
Original Seminararbeitstext
1894 wurden die ersten reisenden Vertreter2 eingesetzt.
Russell begann Bücher zu veröffentlichen.
Er schrieb sechs Bände „Studies in the Scriputes“.
Die Bibelforscher lebten aus, was sie aus der Bibel lernten.
Im Jahre 1881 begann das heutige Predigtwerk3.
Durch die Verkündigung gab man den Menschen die Chance sich selbst ein Bild zu machen.
Die Kirchen waren dagegen und wollten den Bibelforschern das Predigen verbieten.
Es gab eine sechs tägige Debatte um 1903 bei denen verschiedene Pfarrer versuchten Russell als Irrlehrer darzustellen.
Doch die Menschen sahen das Russell seine Theorien rein auf Verse der Bibel gründete, was es für viele glaubwürdiger machte.
Später wurden Russells Reden immer in Zeitungen veröffentlicht.
Das erste „Bethel“4 entstand 1908.
Das Werk wurde international, da Russell die ganze Erde umreiste.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
1894 wurde noch etwas eingeführt. Reisende Vertreter.
Um diese Zeit begann Russel die Ergebnisse seiner Forschung auch in Büchern zu veröffentlichen.
Insgesamt schrieb er sechs Bände. (Im Video sieht man die englischen Buchdeckel „Studies in the Scriputes“)
Die Bibelforscher lebten das aus was sie aus der heiligen Schrift lernten.
In dem Artikel 1000 Prediger gesucht wurde Lesern von Zions Watch Tower 1881 ans Herz gelegt biblischen Lesestoff öffentlich zu verteilen.
Viel wichtiger war die Menschen ganz persönlich anzusprechen und ihnen selbst eine Chance zu geben.
Die Geistlichkeit brachte das natürlich in Rage.
1903 wurde in Pitsburgs Carnegie Hall eine sechstägige Debatte ausgetragen. E L Eaton Pfarrer der Bischöflichen Episkopalkirche und Vertreter einer Allianz protestantischer Geistlicher hatte ein Ziel. Russels Einfluss auszuschalten.
Die Leute konnten nicht nur den Gegensatz zwischen den beiden erkennen sondern auch sehen dass die Wahrheit viele dieser Punkte klar in der Bibel steht.
Nach jeder Debatte erschien am nächsten Tag ein ausführlicher Bericht in der Lokalzeitung.
1908 sandte Russel J F Rutherford und andere mit dem Auftrag nach New York City passendere Räumlichkeiten zu erwerben. Man nannte sie Bethel.
Das Werk wurde International. Er bereiste ganz Europa. Den nahen Osten und umrundete schließlich die ganze Erde.


von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:20

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 5

Das Wachtturm Video hat nichts mit der Stückelung von Youtube zu tun, hilft hier aber aufgrund des enormen Textvolumens den Überblick zu behalten.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis


www.youtube.com/watch?v=EM-VpDyZ-FA


Es geht mit der ersten Sekunde los.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.

Zitat
Original Seminararbeitstext
Im Jahre 1914 gab es ca 15.000 Bibelforscher in 48 Ländern.
Dank neuer Technologien war eine neue Art des Predigen möglich.
„The Photo-Drama of Creation“ („Das Photodrama der Schöpfung“), war eine mit Musik und Ton unterlegte achtstündige Audiovisuelle Präsentation, die in jeweils zwei Stunden an vier Abenden vorgeführt wurde.
Die Teile beinhalteten alles von den ersten Schöpfungstagen an bis hin zur Verbreitung des Christentum und welche Menschenmenge noch nichts von den Worten Gottes gehört hatten.
Die Präsentation konnte in 80 Ländern gezeigt werden.
Das war eine bis dahin unerreichte technische Leistung.
Russell vertrat die Meinung, dass 1914 Harmagedon eintreten würde und ihr Werk dann vollbracht sein würde.
Sie erkannten, dass dieses Jahr von Bedeutung war.
Dann brach der 1. Weltkrieg an.
Die Bibelforscher waren voller Erwartung.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
1914 gab es rund 5.000 Bibelforscher die in 68 Ländern predigten.
Gab es Wege, in kürzerer Zeit mehr Menschen zu erreichen? Ja die gab es. Dank neuer Technologien
Mit Musik und Ton synchronisierte Lichtbilder und Filmsequenzen wurden zu einer achtstündigen Audiovisuellen Präsentation zusammengestellt. Vorgeführt wurde das Photodrama die in jeweils zwei Stunden an vier Abenden.
Der erste Teil handelte von den verschiedenen Schöpfungstagen. Im vierten Teil konnte man sehen wie sich das Christentum ausbreitete. Und welche riesigen Menschenmengen noch mit der Königreichsbotschaft erreicht werden mussten.
Die Vorführungen waren so organisiert dass sie täglich in 80 Städten stattfinden konnten.
Das Photodrama der Schöpfung war eine bis dahin unerreichte technische Meisterleistung.
In erster Linie erwarteten sie für 1914 den Beginn des Gerichts an der Welt. Also Harmagedon. Damals dachten sie ihr Werk sei wohl vollbracht.


Sie erkannten das 1914 bedeutsam war. Was sie verstanden war, Dieses Jahr ist bedeutsam.
Als im Juli der 1 Weltkrieg ausbrach fühlten sie sich bestätigt.
Doch die Bibelforscher zählten die Tage und ließen sich nicht beirren.



von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:20

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 6

Das Wachtturm Video hat nichts mit der Stückelung von Youtube zu tun, hilft hier aber aufgrund des enormen Textvolumens den Überblick zu behalten.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis


www.youtube.com/watch?v=9h9iWUuMbwo

Weiter geht es bei 1:40.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.


Zitat
Original Seminararbeitstext
1916 verstarb Charles Taze Russell.
Es gab einige, die enttäuscht waren, dass 1914 nicht ihren Erwartungen entsprach, zudem kam ihre tiefe Trauer über den Verlust Russells, deswegen brachen sie die Verbindung zu den Bibelforschern ab.
Doch Andere gaben nicht auf.
Den Bibelforschern wurde klar, dass 1914 nur der Anfang der Gegenwart Christi war und somit seine Herrschaft im Himmel begann1.
Die Führung des Bibelforscherprogramms übernahm nach Russells Tod Joseph Franklin Rutherford.
Er war direkter und schroffer als Russell gewesen.
Joseph veröffentlichte ein Buch, dass sich der Reihe Russells anschloss „The finished Mystery“.
Die Geistlichen der Kirchen beschuldigten die Bibelforscher des Landesverrats.
Somit wurde das Werk verboten.
Am 8. Mai 1918 wurde Rutherford und sieben Andere festgenommen.
Sie wurden schuldiggesprochen und Rutherford erhielt eine 20 jährige Haftstrafe.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
Auf einer Vortragsreise verstarb er 1916 im Alter von 64 Jahren.
Einige kamen einfach nicht über ihre Enttäuschung hinweg. Enttäuschung darüber das 1914 nicht alle ihre Erwartungen erfüllt worden waren. Verstärkt durch ihre verständliche Trauer über Russels Tod. Einige brachen die Verbindung zu den Bibelforschen komplett ab.
Statt aufzugeben aus lauter Enttäuschung darüber was sich 1914 nicht erfüllt hatte, bewahrten sich die Bibelforscher einen klaren Blick für die Bedeutung dessen was sich abgespielt hatte.
Den Bibelforschern wurde klar dass im Jahr 1914 Christi Gegenwart begonnen hatte.
Zwei Monate nach Russels Tod wurde Joseph Rutherford die Aufsicht über das Werk übertragen.
Bruder Rutherfort hatte eine völlig andere Persönlichkeit. Mit schroffen Umgangsformen, der sich nicht scheute irgendjemanden auf die Zehen zu treten.
Rutherford ließ aus Russels Notizen für einen siebten Band der Schriftstudien ein neues Buch zusammen stellen (Man sieht im Film den Einband mit dem Titel „The finished Mystery“.)
Die Geistlichen hassten das Buch. Sie nutzten die aufgeheizte Kriegsstimmung aus. Beschuldigten die Bibelforscher fälschlich Staatsgefährdender Umtriebe, der Spionage, sowie des Landesverrats.
Und drängte die US Regierung dem Werk Einhalt zu gebieten.
Am 8 Mai 1918 wurden Josef Rutherford und sieben seiner Mitarbeiter verhaftet.
Am 20 Juni wurde sie in vier Anklagepunkten schuldig gesprochen. Ihr Strafmaß: 20 Jahre Gefängnis.



von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:21

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis Teil 7

Das Wachtturm Video hat nichts mit der Stückelung von Youtube zu tun, hilft hier aber aufgrund des enormen Textvolumens den Überblick zu behalten.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania:
Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 1: Out of the Dark, Brooklyn, 2010 (Deutsch)
Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Aus der Finsternis


www.youtube.com/watch?v=nbFBFf5M0q8


Weiter geht es bei 0:13.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.



Zitat
Original Seminararbeitstext
Natürlich hatten die Männer sich keinerlei Schuld zukommen lassen.
Damals dachte man, man hätte die Aktivität der Bibelforscher niedergelegt.
Der Weltkrieg endete.
Kriegsgefangene kamen frei, doch Joseph und die anderen Männer blieben in Gefangenschaft.
Die Bibelforscher setzten eine Petition zur Freilassung aus.
Am 26. März kamen alle wieder frei.
Ihnen war dadurch klar geworden, dass sie von nun an einem Kampf gegen Politiker und Kirchenführern gegenüber standen.
Im Jahre 1919 kündete man eine Schwester-Zeitschrift zum Wachtturm an: „The Golden Age“ („Das Goldene Zeitalter“).
Ein großer Kongress fand am 8. September 1922, als Rutherford seinen denkwürdigsten Vortrag aller Zeiten hielt „Verkündet Verkündet Verkündet“1.
Den Bibelforschern wurde klar, dass sie das Predigtwerk durchführen mussten.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
Diese Brüder haben garantiert keine Staatsgefährdenden Umtriebe gegen die US Regierung unternommen.
Die Geistlichkeit war überzeugt sie habe die Stimme der Bibelforscher zum Schweigen gebracht.
Am 11 November 1918 war der Weltkrieg zu Ende.
Kriegsgefangene wurden frei gelassen, Rutherford und seine Mitarbeiter aber nicht.
Die Bibelforscher setzten eine Petition zur Freilassung der acht Männer in Umlauf.
Am 26 März wurden alle acht Freigelassen.
Ihnen stand ein Kampf bevor mit der Politik, der Religion und der Geschäftswelt.
Dort kündigte man eine Schwester Zeitschrift für den Wachtturm an. Das goldene Zeitalter (Im Video sieht man das Cover mit der Aufschrift „The Golden Age“)
Am 8 September 1922 fand ein weiterer Kongress in Cedapoint statt. Dort hielt Rutherford seine wohl denkwürdigste Rede. (Im Video sieht man einen Schauspieler der sagt „Verkündet Verkündet Verkündet“)
Worauf wir uns damals nach Bruder Rutherfords Vortrag Konzentrierten war, das wir Arbeit vor uns hatten, mit einem Werk betraut waren das getan werden musste.



von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:21

Betrug erster Fall - Kopiertes Video Jehovas Zeugen - Glaube in Aktion: Lasst das Licht leuchten Teil 8

Ab hier wechselte die Schülerin die DVD und startete den zweiten Wachtturm Film.

Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania: Jehovas's Witnesses – Faith in Action, Part 2: Lasst das Licht leuchten, Brooklyn, 2011 (Deutsch)


www.youtube.com/watch?v=2o-o2FznYc0


Weiter geht es bei 2:20.
Einfach das Video Starten und im Seminartext mitlesen.



Zitat
Original Seminararbeitstext
Nach kürzester Zeit kamen Reden von Rutherford im Radio.
Es wurde sogar eine eigene Radiostation gegründet.
Zudem gab es ein Auto, dass durch die Straßen fuhr und durch Lautsprecher wurden die Lehren der Bibelforscher verbreitet.
Man nutzte ebenfalls einen mobilen Plattenspieler um Vorträge vorzuführen.2
Die Bibelforscher wurden oft verwechselt zum Beispiel mit den Russelliten.
Als man das Jahr 1931 schrieb gab Rutherford bekannt, dass sich der Name der Bibelforscher für immer ändern sollte.
Der neue Name war „Z e u g e n J e h o v a s“.
Die Menschen kannten zwar Jehovas Namen bereits, doch jetzt hatten sie das große Vorrecht Jehovas Namen als seine Zeugen zu tragen.



Zum Vergleich der Text des Wachtturmvideos:


Zitat
Wachtturm
Zum Beispiel hielt J F Rutherford etliche Ansprachen im Rundfunk
1922 begannen die Bibelforscher mit dem Bau ihrer eigenen Rundfunkstation
Ein weiteres wichtiges Instrument war der Lautsprecher Wagen. Wir hatten einen Lieferwagen mit einem Plattenspieler. Angetrieben von einer eigenen Autobatterie. Meist parkten wir den Wagen außerhalb einer Ortschaft und spielten erst eine Musikaufnahme ab...
Das ebnete einer weiteren Verkündigungsmethode den Weg. Dem Einsatz des tragbaren Grammophons.
Nur fingen die Leute dann an uns Russeliten und Rutherford Anhänger zu nennen.
Ihr Selbstverständnis war Gegenstand eines siebentägigen Kongresses der 1931 in Colambus Ohio stattfand. (Man sieht in dem Video wie ein Schauspieler Rutherford spielt der bekannt gibt dass der neue Name Jehovas Zeugen lauten soll.)
"Fortan soll jeder wissen: Wir sind Jehovas Zeugen"
Frühe Ausgaben von Zions Wacht Turm zeigen dass die Bibelforscher Gottes Namen schon lange kannten. Aber ihr neuer Name erinnerte diese Christen jetzt daran: Die Erkenntnis bringt auch die Verantwortung mit sich Zeugnis abzulegen.



von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:22

Betrug zweiter Fall - Kopierte Broschüre - Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach? - Teil 9

Leider weiß ich nicht wie ich anhand einer Tabelle hier Satz für Satz gegenüber stellen kann.
Das würde den Abgleich erleichtern.
Konnte man beim Video sich den Seminartext noch vorlesen lassen würde ich hier vorschlagen einfach mit zwei Browserfenstern zu arbeiten.

25% dr Seminararbeit wurden von den beiden Neuerscheinungen des Bezirkskongresses 2012 abgeschrieben.
Die Schülerin ging wohl davon aus das man das nicht nachvollziehen könnte.

Um es ein bisschen übersichtlicher zu gestalten teile ich die beiden Broschüren in zwei Postings.
Immerhin haben wir es mit über 110 Sätzen zu tun.

Hier also zuerst die Broschüre:

Der Wille Jehovas: Wer lebt heute danach?


Zitat
Original Seminararbeitstext
Im selben Jahr veröffentlichten Jehovas Zeugen die „New World Translation“ („Neue-Welt-Übersetzung“).
und ebenfalls auf einer Prophezeiung Jesu, die in Matthäus 24:14 niedergeschrieben wurde:
„Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“
Jesus sagte also bereits, dass Zeugen Jehovas auf der ganzen Erde predigen würden.
Dies ist uns allerdings nur möglich, wenn wir die Leute zum Beispiel bei sich zuhause besuchen.
Deswegen hat jede Versammlung ein bestimmtes umrissenes Gebiet, dass unter den einzelnen Predigern aufgeteilt wird.
Doch Jehovas Zeugen versuchen überall zu predigen.
So auch in der Öffentlichkeit auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln und ähnliches.
Zeugen Jehovas verstecken ihre Glaubensansichten auch nicht vor ihren Bekannten oder Freunden.
Man kommt zusammen, mit Menschen, die die eigene Einstellung zum Leben und Glaubensansichten teilen, um sich gegenseitig immer wieder zu ermuntern und sich gegenseitig bei Problemen zu helfen
In unseren Versammlungen können wir wahre Freunde finden und Freundschaften gründen, die für ein ganzes Leben bestehen bleiben.
Was die meisten nicht wissen ist, wie diese Zusammenkünfte überhaupt ablaufen und was sie dort erwartet?
Am Wochenende halten getaufte Zeugen Jehovas – meist von außerhalb - einen „öffentlichen Vortrag“1.
1Ein 30-minütiger biblischer Vortrag, der Themen so veranschaulicht, dass auch biblisch unerfahrene es verstehen können
Abends unter der Woche findet ebenfalls eine Zusammenkunft statt, bei der es das Primärziel ist uns mit Bibelwissen auszurüsten und uns für das Predigtwerk zu schulen.
Die Versammlung beginnt mit dem „Versammlungsbibelstudium“, ebenfalls eine Besprechung mit Fragen und Antworten aus einer literarischen Veröffentlichung der Zeugen Jehovas.
Danach folgt die „Theokratische Predigtdienstschule“ in der zuerst Bibelpassagen beleuchtet werden und dann kurze Präsentationen vorgeführt werden, die zeigen wie man im Dienst praktisch vorgehen kann.
Mit der „Dienstzusammenkunft“ endet die Versammlung.
Dort werden Kurzvorträge gehalten um andere mit der Bibel vertrauter zu machen.
Hier unterscheidet man zwischen drei Arten von Kongressen:
Tagessonderkongress (ein tägig), Kreiskongress (zwei tägig) und Bezirkskongress (drei tägig).
Diese Kongresse fördern die christliche Bruderschaft, da aus mehreren Städten viele Diener Jehovas zusammen kommen,
Dort wird auch die Wasser-Taufe vollzogen als Zeichen der absoluten Ergebenheit und Bereitschaft Jehova mit vollem Einsatz zu dienen.
An Kongressen hat man immer die Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen und gleichzeitig alte Freundschaften über ganze Kontinente zu pflegen.
Zeugen Jehovas achten zusätzlich darauf immer gut gekleidet in den Zusammenkünften zu erscheinen.
Warum?
Unsere Kleidung unterstreicht unsere Achtung vor Gott und sie spiegelt unsere Werte wieder.
Um Jehova Ehre zukommen zu lassen, ist die richtige Kleidungswahl noch das leichteste von allen.1
In der normalen Umgangssprache versteht man unter Pioniere meist jemanden der Neuland erkundet und anderen den Weg ebnet.
Genau genommen war auch Jesus ein Pionier, der für uns den Weg zum Predigen ebnete.
Als Jesu Nachkommen setzen wir viel Zeit in das Verkündigen des Wortes Gottes ein.
Hilfspioniere2 gehen 50 Stunden in den Dienst, Pioniere3 setzen sich 70 Stunden im Werk ein und Sonderpioniere predigen sogar 130 Stunden im Monat.
Pioniere achten darauf, ihr Leben einfach zu halten, sodass genug Zeit für den Predigtdienst bleibt, denn sie vertrauen darauf, dass Jehova für das Notwendige sorgen wird.
Es ist die Liebe zu Gott und zu den Menschen, die einen Pionier antreibt sich so intensiv im Predigtwerk einzusetzen.
Durch ihre Nächstenliebe fühlen sie sich verpflichtet den Menschen eine Zukunftsperspektive zu bieten, die schon in den heutigen schweren Zeiten halt gibt.
Dadurch wird auch ihr eigener Glaube gefestigt.4
Missionare sind demütige Menschen, die ihr Zuhause aufgeben und in Gebiete ziehen in denen die Versammlungen beim Predigen besondere Hilfe benötigen.
Sie treten in die Fußstapfen Jesu, der ebenfalls in verschiedene Städte ging und vom Königreich Gottes erzählte – so wie die Missionare heute.
Es kann passieren, dass sich diese Diener Jehovas innerhalb kürzester Zeit an einen komplett anderen Lebensstandard, Kultur oder Klima gewöhnen müssen.
Um solche Opfer bringen zu können ist viel Liebe notwendig.
Missionare besuchten vor ihrer Lebensumstellung die „Wachtturm-Bibelschule Gilead“, ein fünftägiger Lehrgang, der das Vertrauen in Jehova und sein Wort stärkt.
Danach werden sie in die Länder geschickt die Hilfe brauchen.
Diese Zeugen Jehovas sind perfekte Beispiele für die Aussage in Jesaja 6:8
„Hier bin ich! Sende mich!“1
Dienstamtgehilfen sind männliche Diener Jehovas, die unterstützend den Ältesten zu Hand gehen.
Sie übernehmen Routinearbeiten, die in der Versammlung anfallen.
Zum Beispiel das herzliche Willkommen heißen neuer Besucher der Zusammenkunft, das Bedienen der Lautsprecher Anlage2, das Verteilen der neu gelieferten Literatur oder das Verwalten der Predigtdienstgebiete.
Egal welche verantwortungsvolle Aufgabe ansteht, Dienstamtgehilfen nehmen sie gern an.
Qualifizieren tun sich diese Diener Jehovas durch ihre vorbildlichen christlichen Eigenschaften.
Sie beteiligen sich an den Programmpunkten der Versammlung und gehen ihren Möglichkeiten entsprechend in den Predigtdienst.
Ihr kooperativer Geist fördert den Frieden und die Freunde in den Versammlungen.
Viele Dienstamtgehilfen werden früher oder später Ältester.3
Anders wie in anderen Religionsarten haben wir keine bezahlten Geistlichen.
Die Ältestenschaft besteht aus befähigten Männern aus der Versammlung.
Sie übernehmen die Führung in den Zusammenkünften und kümmern sich um die Verwaltung.
Sie achten darauf, dass andere Zeugen Jehovas in der Versammlung Freude finden und sich wohl fühlen, Denn dies war die Aufgabe, die Jehova selbst ihnen gegeben hatte:
Die Ältesten kennen jeden einzelnen in der Versammlung.
Sie sind dazu da in den Versammlungen zu lehren und die anderen in ihrem Glauben zu stärken.
Doch sie gehen auch mit einem guten Beispiel voran, was ihr Predigtwerk angeht.
Die meisten Ältesten sind neben ihren Dienst für Jehova noch berufstätig und haben familiäre Verpflichtungen, die ebenfalls seine Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen.
Die Arbeit dieser Männer verdient tiefen Respekt.
„Wir bitten euch nun, Brüder, die zu respektieren, die unter euch hart arbeiten und die euch vorstehen im Herrn und euch ernstlich ermahnen, und ihnen um ihres Werkes willen über die Maßen Achtung zu zollen in Liebe. Seid friedsam miteinander!“ (1. Thessalonicher 5:12,13)1
In den Schriften werden Barnabas und der Apostel Paulus als reisende Aufseher betitelt, die in die frühchristlichen Versammlungen reisten, um sie zu ermuntern und zu stärken.
Das gleiche Ziel haben die reisenden Aufseher von heute.
Einmal den „Kreisaufseher“, der 20 Versammlungen (1 Kreis) betreut, er besucht diese Versammlungen zwei mal im Jahr und arbeitet eine Woche lang mit ihnen zusammen.
Der „Bezirksaufseher“ hingegen betreut mindestens 10 Kreise (->200 Versammlungen).
Er trägt die Verantwortung für die Kreiskongresse in seinem Bezirk und währenddessen besucht er einige wenige Versammlungen.
Die Männer1 haben meist bereits viel Erfahrungen im Dienst für Jehova gesammelt.
1Und falls sie verheiratet sind natürlich auch ihre Frauen
Sie bemühen sich so viele wie möglich aus den Versammlungen kennen zu lernen und sie ganz persönlich zu ermuntern.
Sie gehen mit den verschiedensten Dienern Jehovas in den Predigtdienst und machen sogenannte „Hirtenbesuche“, bei denen sie spezielle Zeugen Jehovas Mut zusprechen wollen.
Zudem gibt es spezielle Sitzungen mit den Ältesten und Dienstamtgehilfen, in denen er ihnen praktischen Rat im Umgang mit der restlichen Versammlung geben kann.
Sogar die Pioniere erhalten von ihm neue Impulse im Dienst standhaft zu bleiben.
Ihr Glaube zeugt von tiefer Ergebenheit zu Jehova und sein Wort. 2
Der Ausdruck Bethel kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Haus Gottes“.
Von dort aus wird die gesamte Predigttätigkeit koordiniert und unterstützt.
Zudem wird die benötigte Literatur gedruckt und verschickt.
Wie eine Familie wohnen dort die Bethelmitarbeiter alle in einem großen Komplex und nennen sich auch „Bethelfamilie“.
Sie essen zusammen, sie arbeiten zusammen und sie studieren gemeinsam die Bibel.
Die Männer und Frauen im Bethel gehen im Dienst für Jehova völlig auf.
Sie werden für ihre Tätigkeit zwar nur gering bezahlt erhalten aber alles Nötige kostenfrei im Bethel wie Essen, Kleidung und Unterkunft.
Jedem Betheldiener wird eine bestimmte Aufgabe zugeteilt, die er mit Freude erfüllt.
Der Zweck des Bethels besteht darin die Literatur der Zeugen Jehovas so vielen Menschen wie möglich zugängig zu machen.
Durch jeden kleinen Dienst, der im Bethel verrichtet wird, leistet man seinen Beitrag zu dem Predigen der guten Botschaft.1
Jesus versprach kurz vor seinem Tod für jemanden zu Sorgen, der seine Nachfolger mit den nötigen Informationen versorgen würde:
„Wer ist in Wirklichkeit der treu und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit2 zu geben?“ (Matthäus 24:45)
Die Personen, die den Treu und verständigen Sklaven bilden sind Nachfolger Jesu, die mit Gottes heiligen Geist gesalbt worden sind.
Alle Anbeter Jehovas brauchen die geistige Speise um in ihrem Glauben voran zu kommen.
Nebenbei verwalten sie das Haus Gottes, also das Bethel. Sie haben also die Verantwortung für Jehovas irdische Organisation.
Durch Versammlungen und Kongresse lässt der Sklave uns die Speise zukommen und so erhalten wir genau zur rechten Zeit genau das, was wir brauchen.
Die Diener Jehovas, die den treuen Sklaven bilden, halten sich fest an die biblischen Wahrheiten und Jehova segnet all ihre Tätigkeiten, was man daran erkennt, dass die Zahl der Zeugen Jehovas immer größer wird.
Der Treu und verständige Sklave sind also die Menschen, die unsere Literatur verfassen und niederschreiben.3
Im Großen und Ganzen kann man sagen, Zeugen Jehovas sind auch nur ganz normale unvollkommene Menschen.



Zum Vergleich der Text der Wachtturm Broschüre:


Zitat
Wachtturm Broschüre Der Wille Jehovas Wer lebt heute danach
So veröffentlichten wir 1950 den ersten Band der New World Translation (Neue-Welt-Übersetzung), einer genauen Übersetzung in modernem Englisch.
Jesus sagte kurz vor seinem Tod voraus:
„Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14).
Jesus sagte kurz vor seinem Tod voraus
Wir suchen die Menschen in ihrem Zuhause auf.
Auch heute ist unsere Predigttätigkeit so organisiert, dass jede Versammlung für ein fest umrissenes Gebiet zuständig ist.
Wir suchen die Menschen überall auf.
So versuchen wir überall, wo wir können, mit anderen über die Bibel zu sprechen: auf der Straße, in Geschäftsvierteln, in Parks oder am Telefon
Auch mit Nachbarn, Arbeitskollegen, Klassenkameraden und Verwandten reden wir über unseren Glauben, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet.
Es entstehen stabile Freundschaften, in denen einer dem anderen bei Problemen sofort zur Seite steht
Bei unseren Zusammenkünften treffen wir nicht lediglich Bekannte, sondern echte Freunde, mit denen wir auch gern unsere Freizeit verbringen. Durch dieses Miteinander lernen wir uns gegenseitig schätzen, und das vertieft unsere Liebe zueinander. Es entstehen stabile Freundschaften
Was ist bei den Zusammenkünften von Jehovas Zeugen anders? Was erwartet einen dort?
An den Wochenenden wird in jeder Versammlung ein 30-minütiger biblischer Vortrag gehalten, der zeigt, wie die Bibel unser Leben berührt und warum sie gerade für unsere Zeit so aktuell ist.
An den Wochenenden wird in jeder Versammlung ein 30-minütiger biblischer Vortrag gehalten, der zeigt, wie die Bibel unser Leben berührt und warum sie gerade für unsere Zeit so aktuell ist.
Sie rüsten uns aus, anderen Bibelwissen zu vermitteln. An einem Abend unter der Woche findet außerdem ein dreiteiliges Programm statt.
Es beginnt mit dem 30-minütigen Versammlungsbibelstudium, einer Besprechung mit Fragen und Antworten,
Darauf folgt die 30-minütige Theokratische Predigtdienstschule, in der zunächst eine Bibelpassage beleuchtet wird, die die Anwesenden bereits im Voraus gelesen haben. Anschließend tragen Teilnehmer der Schule kurze Präsentationen vor und alle erhalten Tipps, wie sie ihre Lese- und Redefähigkeit noch verbessern können
Die 30-minütige Dienstzusammenkunft besteht aus Kurzvorträgen, gespielten Szenen und Interviews und schult uns darin, andere mit der Bibel vertraut zu machen.
Die 30-minütige Dienstzusammenkunft besteht aus Kurzvorträgen, gespielten Szenen und Interviews und schult uns darin, andere mit der Bibel vertraut zu machen.
Es gibt drei solche Anlässe im Jahr:
einen Tagessonderkongress, einen zweitägigen Kreiskongress und einen dreitägigen Bezirkskongress.
Sie fördern die Einheit in unserer christlichen Bruderschaft.
Zu jedem Kongress gehört auch die Taufe, durch die Neue ihrer Hingabe an Gott Ausdruck verleihen.
Kongresse sind gute Gelegenheiten, Glaubensbrüder aus anderen Versammlungen oder sogar aus anderen Ländern zu treffen.
Vielleicht ist Ihnen auf den Fotos in dieser Broschüre aufgefallen, dass Jehovas Zeugen immer gut angezogen sind, wenn sie zu ihren Zusammenkünften gehen.
Warum legen wir so großen Wert auf unser Erscheinungsbild?
Unsere Kleidung verrät Achtung vor Gott… Unsere Kleidung spiegelt unsere Werte wider.
Ein gepflegtes, geschmackvolles Äußeres kann ohne ein Wort „die Lehre unseres Retters, Gottes, . . . schmücken“ und „Gott verherrlichen“
Unter einem Pionier stellt man sich im Allgemeinen jemanden vor, der Neuland erschließt und anderen den Weg bahnt.
So gesehen war auch Jesus ein Pionier, denn er kam zur Erde, um eine lebenswichtige Mission zu erfüllen, die anderen den Weg zur Rettung bahnte
Als seine Nachfolger setzen wir heute so viel Zeit wie möglich dafür ein, Menschen zu Jüngern zu machen
Doch etliche von ihnen haben ihr Leben so geregelt, dass sie allgemeiner Pionier sein können, das heißt, sie predigen jeden Monat durchschnittlich 70 Stunden. Einige Pioniere werden im Lauf der Zeit zu Sonderpionieren ernannt und in Gebiete geschickt, wo größerer Bedarf an Verkündigern des Königreiches besteht. Sie setzen monatlich mindestens 130 Stunden ein. Pioniere geben sich mit einem einfachen Leben zufrieden und vertrauen darauf, dass Jehova für ihre Grundbedürfnisse sorgt Viele, denen es nicht möglich ist, Pionier zu sein, sind von Zeit zu Zeit Hilfspionier und predigen dann in dem betreffenden Monat 30 oder 50 Stunden.
Pioniere geben sich mit einem einfachen Leben zufrieden und vertrauen darauf, dass Jehova für ihre Grundbedürfnisse sorgt
Ein Pionier wird von Liebe zu Gott und zu Menschen angetrieben.
Durch unser Bibelwissen können wir ihnen jedoch eine sichere Zukunftsperspektive aufzeigen, die ihnen heute schon Halt gibt. Ein Pionier setzt aus Nächstenliebe großzügig Zeit und Kraft ein, um anderen Hoffnung zu geben
Dadurch wird auch sein eigener Glaube gefestigt
Könnten Sie sich vorstellen, Ihr Zuhause aufzugeben und Ihren Angehörigen Lebewohl zu sagen, um irgendwo im Ausland das Evangelium zu verkündigen?
Ein Missionar tritt in Jesu Spuren.
Damit haben sie es dem bedeutendsten Missionar aller Zeiten gleichgetan: Jesus Christus
Er muss in der Lage sein, sich an einen völlig anderen Lebensstandard, eine neue Kultur, ein anderes Klima und an eine fremde Küche zu gewöhnen.
Um solche Opfer bringen zu können, braucht man echte Liebe zu den Menschen, denen man predigt.
Viele unserer Missionare haben die Wachtturm-Bibelschule Gilead besucht. Dieser fünfmonatige Lehrgang stärkt das Vertrauen auf Jehova, zur Bibel und zu Gottes Organisation
So erhalten sie das Rüstzeug für ihren Auftrag, „bis zum entferntesten Teil der Erde“ zu predigen
Tausende von Zeugen Jehovas haben sich dazu bereit erklärt und quasi gesagt:
„Hier bin ich! Sende mich“
Sie gehen den Ältesten zur Hand. Dienstamtgehilfen sind gewissenhafte, zuverlässige jüngere oder auch ältere Männer, die sich vom Geist Gottes leiten lassen.
Sie übernehmen wichtige Routinearbeiten, die in jeder Versammlung anfallen.
Einige Dienstamtgehilfen sind dafür eingeteilt, bei den Zusammenkünften jeden Besucher herzlich willkommen zu heißen. Andere bedienen die Lautsprecheranlage, teilen Literatur aus, führen die Versammlungskonten oder verwalten die Gebiete, in denen die Versammlung predigt.
Wo auch immer ihr Verantwortungsbereich liegt, sie setzen sich gerne ein.
Dienstamtgehilfen qualifizieren sich durch christliche Eigenschaften.
Dadurch dass sie das Programm der Zusammenkünfte mitgestalten, stärken sie den Glauben der Zuhörer. Ihr Einsatz beim Predigen wirkt auf andere oft motivierend.
Und durch ihren kooperativen Geist fördern sie die Freude und die Einheit in der Versammlung
Viele Dienstamtgehilfen werden früher oder später zu Ältesten ernannt.
Wir haben keine bezahlten Geistlichen
Wie schon in den Anfängen der Christenversammlung werden bei uns befähigte Männer zu Aufsehern oder Ältesten ernannt, um „die Versammlung Gottes zu hüten“
Diese reifen Christen übernehmen die Führung in der Versammlung und hüten „die Herde Gottes . . . Woche für Woche leiten Älteste die Zusammenkünfte, ...
sondern achten darauf, dass es dem Einzelnen gut geht und er nicht die Freude verliert
Wie ein gewissenhafter Hirte, der jedes einzelne seiner Schafe kennt, versuchen auch die Ältesten, jeden Einzelnen in der Versammlung gut kennenzulernen
Sie lehren die Versammlung, Gottes Willen zu tun. Woche für Woche leiten Älteste die Zusammenkünfte, um die Versammlung im Glauben zu stärken
Diese einsatzfreudigen Männer gehen auch beim Evangelisieren mit gutem Beispiel voran, predigen gemeinsam mit ihren Glaubensbrüdern und schulen sie in den verschiedenen Predigtmethoden.
Neben ihrer Arbeit für die Versammlung sind die meisten Ältesten noch berufstätig und haben familiäre Verpflichtungen, die ihre Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchen
Diese stark eingespannten Männer verdienen bestimmt Achtung und Respekt
(1. Thessalonicher 5:12, 13).
In den Christlichen Griechischen Schriften ist immer wieder von Barnabas und dem Apostel Paulus die Rede. Diese beiden Männer waren reisende Aufseher und besuchten die frühchristlichen Versammlungen, weil ihre Glaubensbrüder ihnen sehr am Herzen lagen.
Das gleiche Ziel verfolgen reisende Aufseher auch heute.
Ein Kreisaufseher betreut um die 20 Versammlungen. Er besucht jede Versammlung zweimal im Jahr und arbeitet dann eine Woche lang mit ihr zusammen.
Ein Bezirksaufseher ist für mindestens 10 Kreise zuständig.
Er hat die Verantwortung für die Kreiskongresse in seinem Bezirk und besucht bei seiner Tätigkeit auch verschiedene Versammlungen.
Diese Brüder — und wenn sie verheiratet sind, auch ihre Frauen — bringen viel Erfahrung mit,
— und wenn sie verheiratet sind, auch ihre Frauen —
Sie bemühen sich jeden, ob alt oder jung, kennenzulernen,
und freuen sich, andere beim Predigen von Haus zu Haus und bei Bibelstudien zu begleiten. Zusammen mit den Ältesten machen die reisenden Aufseher auch sogenannte Hirtenbesuche, bei denen sie ihren Glaubensbrüdern Mut zusprechen.
Sie kommen mit den Ältesten und Dienstamtgehilfen zusammen, besprechen mit ihnen, wie sich die Versammlung entwickelt hat, und stehen ihnen mit praktischem Rat zur Seite.
Auch geben sie den Pionieren neue Impulse für den Predigtdienst.
Ihr Glaube und ihre tiefe Ergebenheit Gott gegenüber sind mit Sicherheit nachahmenswert
Der Ausdruck „Bethel“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Haus Gottes“
Es ist ein passender Name für die Gebäude, die Jehovas Zeugen überall auf der Welt nutzen, um die Predigttätigkeit zu koordinieren und zu unterstützen.
Nehmen wir nur einmal die Broschüre, die Sie gerade in der Hand halten. Sie wurde ...auf den Rotationsmaschinen in verschiedenen Betheldruckereien gedruckt und an über 100 000 Versammlungen versandt.
Alle, die gemeinsam in einem Bethel tätig sind, verstehen sich als Bethelfamilie.
Wie eine Familie wohnen und arbeiten sie harmonisch zusammen, nehmen miteinander Mahlzeiten ein und studieren gemeinsam die Bibel
Die Männer und Frauen in einem Bethel sind Vollzeitdiener und gehen völlig darin auf,
Sie werden für ihre Tätigkeit nicht bezahlt, erhalten aber freie Kost und Logis und eine monatliche Zuwendung für persönliche Ausgaben.
Jedem im Bethel wird eine bestimmte Arbeit zugeteilt, …
Der Zweck eines Bethels besteht hauptsächlich darin, so vielen Menschen wie möglich die biblische Wahrheit zugänglich zu machen.
Mit jedem dieser Arbeitsschritte leistet die Bethelfamilie einen entscheidenden Beitrag zum Predigen der guten Botschaft…
Jesus, der „Herr“, versprach hier jemanden, der seine Nachfolger in der Zeit des Endes stetig mit „Speise zur rechten Zeit“ versorgen würde.
„Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben?“ (Matthäus 24:3, 45; Markus 13:3, 4).
Es sind Nachfolger Jesu, die mit Gottes Geist gesalbt sind.
Alle Anbeter Jehovas sind darauf angewiesen, dass er „ihnen fortwährend ihr Maß an Speisevorrat zur rechten Zeit“ gibt
Sie verwalten das „Haus Gottes“
Durch Veröffentlichungen, Zusammenkünfte und Kongresse lässt uns der treue und verständige Sklave geistige Speise zukommen. So erhalten wir immer genau zur richtigen Zeit das, was wir brauchen.
Die gesalbten Nachfolger Jesu halten treu an der biblischen Wahrheit und an ihrem Auftrag fest, die gute Botschaft zu predigen, ... Jehova segnet ihre Tätigkeit, was man daran erkennt, dass Gottes Volk immer größer wird ...
Durch Veröffentlichungen, ... lässt uns der treue und verständige Sklave geistige Speise zukommen.
Wir sind ganz normale Menschen



Bei dieser Menge und Wucht an Plagiat kann niemand mehr von einem Versehen oder einem Kavaliersdelikt sprechen.

von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:23

Betrug dritte Fall - Kopierte Broschüre - Eine gute Botschaft von Gott - Teil 10

Dies ist die zweite der beiden Neuerscheinungen des Bezirkskongresses 2012 von dem die Seminararbeit abgeschrieben wurde.
Die Schülerin ging wohl davon aus, dass noch niemand die neuen Broschüren haben konnte.

Hier also zuerst die zweite Broschüre:

Eine gute Botschaft von Gott

Zitat
Original Seminararbeitstext
Da dieser Name keine Selbstlaute besitzt wird er in jeder Sprache anders ausgesprochen, in Deutschland sagen wir deswegen Jehova.
Verschiedene Religionen hatten angefangen den Namen Gottes zu ersetzen und aus der Bibel zu verdrängen mit Worten wie „Herr“ oder „Gott“, obwohl er dort ursprünglich 7.000 mal vertreten war.
Doch auch im Vater-Unser heißt es „Dein Name werde geheiligt“ (Matthäus 6:9).
Und wenn Jehova eine höhere Lebensform ist, interessiert er sich dann überhaupt für uns?
Dadurch, dass Jehova unser liebevoller Schöpfer ist,
sollten wir uns bemühen alles zu tun, was er möchte.
Die richtige Anbetung zu Jehova kommt in erster Linie aus unserem Herzen.
Sehen wir Jehova als unseren Freund an, so fällt es einem leichter ihn sich vorzustellen und sich ihm näher verbunden zu fühlen.
Jehova hat Menschen die Ehre erwiesen einen freien Willen zu besitzen.
Wir entscheiden selbst über das was wir tun oder lassen.
Leider gibt es aber viele Menschen auf dieser Erde, die ihre Willensfreiheit dafür einsetzen die Welt ins Verderben zu stürzen.
Doch das heißt noch lange nicht, dass Gott an dem Leid dieser Welt schuld ist.
Bevor Jesus als Mensch auf die Erde kam, war er die erste Schöpfung Jehovas.
Er war ein Engel und half bei der Erschaffung der Erde.
1. Um die Wahrheit über Gott bekannt zu machen,
2. Um vorzuleben, wie man Jehovas Willen tun sollte und
3. um sein vollkommenes Leben als Lösegeld zu geben.
Ein Lösegeld wurde früher bezahlt um jemanden vom Tod zu bewahren.
Berechtigt ist an dieser Stelle die Frage, was Jesus aktuell tut.
Dadurch zeigte er schon einen Teil dessen, was Gott für die Erde vorgesehen hatte.
Nach seinem Tod wurde er wieder zu einer Geistperson.
Jesus ist der ideale König für diese Regierung, da er bereits die Leiden eines Menschen miterlebte, gütig ist und fest für das eintritt, was gut ist.
Was genau 1914 geschah wurde in Offenbarung 12,7-9 prophezeit



Zum Abgleich der Text der Broschüre Eine gute Botschaft von Gott:


Zitat
Wachtturm Broschüre Eine gute Botschaft von Gott
In jeder Sprache wird er anders ausgesprochen. Im Deutschen sagt man normalerweise „ Jehova“
In vielen Bibeln ist Gottes Name durch Bezeichnungen wie „Herr“ oder „Gott“ ersetzt worden. Doch ursprünglich stand er rund 7 000 Mal in der Bibel.
Jesus sagte: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt“
...eine höhere Lebensform als die Geschöpfe auf der Erde
… Jehova interessiert sich wirklich für uns.
Der wahre Gott hat alles erschaffen.
...Wie ein liebevoller Vater sorgt Gott dafür, dass es uns auf lange Sicht gut geht
Wer sich bemüht, Gott besser kennenzulernen, und tut, was er möchte, beweist seine Liebe zu Gott und wird ihm immer näher kommen
Jehova gefallen Gebete nur, wenn sie von Herzen kommen.
Dadurch wird man mit seiner Persönlichkeit vertraut und lernt ihn kennen. So kann man Gottes Freund werden.
Gott hat uns Willensfreiheit gegeben und das ehrt uns.
Ist es nicht schön, dass wir uns dafür entscheiden können, Gott zu dienen?
Viele Menschen fügen anderen aber bewusst Böses zu und deshalb werden die Zustände immer schlimmer.
Bedeutet das viele Leid auf der Welt, dass Jehova Gott nicht an uns interessiert ist? Manche behaupten, er bringe Leid über uns, um uns zu prüfen, doch das stimmt nicht.
Er war Gottes erste Schöpfung
und half bei der Erschaffung alles anderen mit.
1. um die Wahrheit über Gott bekannt zu machen,
2. um vorzuleben, was es bedeutet, Gottes Willen zu tun,
3. um sein vollkommenes Leben als „Lösegeld“ zu geben.
Ein Lösegeld wird bezahlt, um jemand vor dem Tod zu bewahren
5. Was macht Jesus heute?
Dadurch zeigte er, was er in Zukunft für alle tun wird, die Gott gehorchen
Nach seinem Tod wurde Jesus von Gott als Geistperson auferweckt
Gottes Sohn ist der ideale König, weil er gütig ist und fest für das eintritt, was richtig ist
Was geschah, als Jesus zu regieren begann? Gottes Königreich hat 1914 zu regieren begonnen




30% wurden dann noch aus der Wachtturm CD-Rom entnommen.
Das macht es noch schlimmer aber allein das Video und die beiden Broschüren sind Tatbestand des Betrugs genug.

von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:25

Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen - Aberkennen des Abiturtitels

Das Gemeine an diesen Abschreibern ist das sie alle anderen, die fleißig und mit Interesse an ihrem Abitur gearbeitet haben in Verruf bringen.

Sieht man heute Tour De France denkt man das die doch eh alle betrügen.
Ob der Sportler dopt oder nicht.
Sieht man heute einen Doktortitel denkt man an Plagiat - wie wertvoll und echt diese Arbeit auch gewesen sein mag.

Die Schule darf und kann auf gar keinen Fall dieses Plagiat durchgehen lassen.
Egal was auch immer die Schülerin in ihrer weiteren Laufbahn tun wird, sie muss immer damit rechnen dass ihr Betrug in der Seminararbeit ihren Weg zu Nichte macht.
Und nicht nur das.
Auch die Schule und deren Verantwortlichen stehen nun immer in der Gefahr an den Pranger gestellt zu werden.

Man nehme nur den Aktuellen Fall
lammertplag.wordpress.com/
Eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1974.

Und die Daten der Schülerin liegen jetzt in den Speichern der Presse.
Was, wenn die Schülerin mal in Amt und Würden kommt?
Sie und die Schule die ihr das durchgehen ließ, bleiben immer in der Gefahr dass sich jemand dieser Schummellei bedient.

Oder man denke an diesen Fall:
www.sueddeutsche.de/bayern/nach-abi-pleite-schweinfurter-privatschule-schliesst-1.1720201
Die Privatschule hat die Schüler nicht betrügen lassen.
Die Berufliche Oberschule in Straubing nun nachweislich schon.
Wie viele Schüler hätten in Straubing das Abitur bestanden wenn die Schule nicht wissentlich Plagiate decken würde?

Wenn es viele Abschreiber gibt, dann ist es nur folgerichtig, das es viele Plagiatsjäger gibt.

Das Ganze bekommt man nicht in den Griff, indem man das Aufspüren von Plagiaten verneint, sondern bei Betrug nicht wegsieht.

Der Schülerin muss umgehend der verliehene Abiturtitel wieder aberkannt werden.

von MatthiKuschelbaer - am 30.07.2013 16:18

Tauben oder Spatzen?

Ich komme wohl nicht umhin zu dem Thema erneut Stellung zu nehmen.
Auch ist zu beobachten, dass sich die Kritik, etwa bei „Infolink" wo zuerst das ganze thematisiert wurde, in der Tonlage verschärft.
Gestern las ich in der „Berliner Zeitung" den Bericht über eine Abmahn-Angelegenheit.
Eine Sängerrin versus einer Lokalzeitung.
Da wurde der Weg beschritten, den man auch so zusammenfassen kann. „Jemand über den Tisch zu ziehen".
Das Opfer in dem Falle die Sängerin. Der Anstifter der Journalist einer Lokalzeitung, mit seinen Erfüllungsgehilfen aus der Abmahnindustrie.
Beim lesen solcher Berichte wird dann - mit Verlaub gesagt - mir etwas mulmig in der Magengegend.
Nun hat der hier thematisierte Fall in der Tat nicht jene fragwürdige „Qualität" des eben angedeuteten.
Ich würde auch es so sehen wollen, um auf den hiesigen thematisierten Fall zurückzukommen.
Die Gewährung eines Abiturtitels oder die Aberkennung eines Doktortitels, etwa im Falle Gutenberg, sind dann wohl zwei verschiedene linke Schuh.
Ich habe die Gewährung des Abiturtitels in der Tat nicht zu bewerten. Dafür bin ich thematisch nicht zuständig und will es auch nicht sein.
Selbst wenn im formalen der Tatbestand eines Plagiates erreicht sein sollte, stellt sich auch noch die Frage des „Gnade vor Recht".

Ich habe, das sei mein mehr abschliessendes Votum, die sich da in Sachen „Plagiat" herausgebildete „Kultur" weder „begründet" noch sehe ich mich als deren Erfüllungsgehilfen.
Können, unabhängig vom konkreten Fall, bereits einige eine neues Geschäftsmodell praktizieren, (einschließlich angegebener Steuernummer der Initiatoren solcherlei Geschäftsmodelle auf den zugehörigen Webseiten). Und dieses Geschäftsmodell hat dann nur das eine Thema Plagiat. Und als großer Sieg in dieser Szene, wird dann beispielhaft gefeiert, man habe es geschafft, dem Gutenberg den Doktorititel wieder aberkennen zu lassen. Dann mögen solche Siege wohl für diese Szene beflügelnd sein.
Inwieweit sie dann noch sonderlich „weit entfernt" sind von dem weiter oben genannten Fall der Sängerin versus dem Lokaljournalisten, wäre wohl auch eine zu stellende Frage.

Dieser Thread wird hiermit vorangekündigt, per 8. 8. geschlossen zu werden.
Bis 8. 8. bleibt die Option zum Antworten fallweise noch offen, danach nicht mehr.

Zum Weiterlesen seien auch noch diese thematischen Links genannt.

www.berliner-zeitung.de/medien/urheberrechtsverletzung-von-musikerin-7-600-euro-fuer-einen-lokalzeitungstext,10809188,23858010.html

http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?14618-Wachtturm-in-unseren-Klassenzimmern&p=466893&viewfull=1#post466893

http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?14618-Wachtturm-in-unseren-Klassenzimmern&p=466154&viewfull=1#post466154

http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?14618-Wachtturm-in-unseren-Klassenzimmern

von Drahbeck - am 31.07.2013 06:32
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