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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck, der einzig wahre Bauer, MatthiKuschelbaer

Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen - Teil II

Startbeitrag von Drahbeck am 23.07.2013 06:03

Ja, danke dann für das Einstellen der Postings hier. Bei dem „Platzhirsch" „Infolink" habe ich ja meine Meinung zu dem Thema auch schon gepostet.
Im Gegensatz zu einigen dort - emotional aber nicht sachlich - argumentierenden, sehe ich das in der Tat etwas differenzierter (jedenfalls in meinem eigenen Selbstverständnis).

In der Tat ist dem Satz zuzustimmen, dass niemand erklärte Zeugen Jehovas daran hindern will, fallweise eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Dann gelten aber auch für diese, die dazu geltenden Voraussetzungen.
Ich sehe es in der Tat auch so: Die Voraussetzung des selbständig-kritischen Denkens, ist in dem in Rede stehenden Fall, weithin unerfüllt.
Ob vorsätzliches oder nur leichtfertiges Plagiieren vorliegt, wäre vielleicht eine Streitfrage. Unabhängig von der Bewertung jener Streitfrage erfüllt die fragliche Seminararbeit - soweit man sie zur Kenntnis nehmen konnte, den Tatbestand eines PR-Textes (Public Relation) zugunsten der WTG, jedoch nicht den Tatbestand einer Elemente selbstständig-kritischen Denkens erfüllenden Ausarbeitung.

Wenn ich was zu sagen hätte, würde die Kandidatin wegen diesem zuletzt genannten Aspekt (weniger wegen der Schiene Plagiat) in der Stufe der Bewertungsmöglichkeiten, die für eine wissenschaftliche Arbeit möglich sind, eher in den niedrigeren Stufen angesiedelt werden (in der zu vergebenden Zensur). Gleichwohl weis ich, ich habe dazu nichts auf Entscheidungsebene zu sagen. Das ändert nichts an dem Umstand meiner vorskizzierten Meinung, dann eben die Meinung eines Privatmannes.

Ich verkenne nicht die geschichtliche Problemlage, die Beispielsweise im verflossenen Ostdeutschen Regime dahingehend bestand, dass jenes Regime und die WTG-gelenkten Zeugen Jehovas, sich gegenseitig die „Bälle zuschoßen". Mit dem Ergebnis für etliche Zeugen Jehovas war der Start ins Berufsleben, nur auf dem Status eines Hilfsarbeiters (ungelernte Kraft), nicht aber auf der Ebene einer regulären Berufsausbildung, erst recht nicht im universitären Bereich, möglich.

Das gab es übrigens auch im Westen. Die Orientierung der WTG auf Halbtagsbeschäftigungen, beispielhaft, spricht da wohl Bände.
Fallweise findet man Belegstellen dafür, unter anderem auch in der Linksammlung Erinnerungen

Oder auch in den berüchtigten Verlautbarungen des WTG-Funktionärs Lösch (auch per Video dokumentiert) und anderes mehr.

Diese politisch bedingte Diskriminierung besteht in der Tat heute nicht mehr - und das ist auch gut so. Damit aber haben die Zeugen Jehovas, im Einzelfall, keineswegs schon jene Hürden gemeistert, die (denn vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt), die berechtigterweise als Zugang zu weiter führenden höheren Bildungsgängen gelten.

Ein makabres Beispiel ist in meiner persönlichen Sicht, auch der Fall des
Firmeninhabers Waldemar Hirch. Selbiger auf Grund genannter soziologischer Umstände besser situiert, konnte es sich leisten, einen Doktorgrad anzustreben. Das kann schon mal nicht jeder, jedenfalls Herr Hirch konnte es.
Bemerkenswert, an der Universität Stuttgart reichte er eine beabsichtigte Dissertation ein. Selbige beinhaltet dann wohl einen Beguterachterprozess. Und wie ging das Ergebnis jener Begutachtung nun aus? Offenbar so, von Stuttgart, jedenfalls bekam er den angestrebten Titel nicht.

Er hat ihn zwar dann über eine Fernunivesität, mittels eines Stadtbekannten skrupellosen, in vielerlei Beziehung als WTG-Begünstiger bekannten externen Gutachters, doch noch bekommen. Ob er auf den wirklich Stolz sein kann, wäre auch so eine Frage.

In Sachen Hirch bin ich selbstredend Partei, keinesfalls „neutral". Das ist nur zu gut bekannt, und meinerseits auch nicht bestritten.
Ich verweise nur als meines Erachtens aussagekräftiges Beispiel, auf die Apologetik wie sie seitens des Herrn Hirch im Falle Erich Frost vorliegt. Sein diesbezüglicher Text findet sich ja auch im Internet.

http://www.standhaft.org/forschung/verfolgung/winter/doku.htm

Dann vergleiche man zum Thema Frost auch diese Ausarbeitung.
19362Frost

Sicherlich ist einzuräumen, nicht die Erich-Frost Ausführungen waren Gegenstand für die Gutachten zur Gewährung des Dr.-Grades.
Unabhängig von diesem Umstand ist die Hirch'sche Apologetik ein Beispiel, das zumindest ich in die Kategorie einordne. Da wurde unverdient ein akademischer Grad gewährt.

Antworten:

Re: Vom 11 Gebot sich nicht erwischen zu lassen

Genau darum geht es.

Es soll niemand benachteiligt aber auch niemand bevorzugt werden.

Wenn die Berufliche Oberschule Straubing unter der Leitung des Ministerialbeauftragter Ltd. OStD Dr. F. H. hier einen Präzedenzfall schafft und einem Zeugen Jehovas erlaubt seine Wachtturm-CD-Rom zu kopieren, dann wäre das eine Gute Botschaft für alle Zeugen Jehovas.

Dann dürfen das nämlich alle anderen auch.

Und wenn es die Zeugen Jehovas dürfen, dann dürfen die Konfessionslosen auch von ihrer Brockhaus-CD-Rom abkopieren.

Wer sich nachfolgend den Spaß macht, alle Videosequenzen anhand der Seminararbeit mitzuverfolgen, wird sicherlich dann auch zu dem Schluss kommen müssen, das wir es hier nicht mit "leichtfertigen" Plaggieren zu tun haben.
Es ist auch nicht getan mit einem "Notenabzug".

Das Wachtturm Video lässt sich auf Youtube finden.
Ich teile die Dokumentation entsprechend der Youtube Schnipsel ein.

Nachfolgende acht Teile sind 25% der Seminararbeit und stellen für sich alleine schon definitiv den Tatbestand des Betruges dar.
Auch ohne weitere Plagiatsfunde wäre das für sich schon unbedingt mit Ausschluss aus dem weiteren Prüfungsverfahren zu ahnden.

Dann noch Mal 25% nur aus den Broschüren Kopiert.
Weitere 30% aus der CD-Rom
Bei der Seminararbeit handelt es sich um ein Betrug in vier Fällen.
Gesamtausmaß über 80%

von MatthiKuschelbaer - am 23.07.2013 16:17

Ein Papagei ist vielleicht noch lustig

Ein Abi zu machen ist keine Frage von Intelligenz. Das Beispiel hier spricht für sich :) hihihihi

Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht gesehen, da hatte jemand Medizin studiert nachdem sie 7-8 Jahre Ehrenrunden gedreht hat um dem Numerus clausus zu genügen. Es gibt so manche unterdurchschnittlich Intelligente und die gehen dann auch noch auf die Uni - wohl die, die so viel Wert drauf legen Akademiker zu sein.

Aber für manches, wie einem Doktortitel, gehört halt eben schon eigene Denkleistung abverlangt. Ich assoziiere hier einmal Doktortitel mit Denkvermögen, angewandtes Denken und in Folge zumindest von einer (zumindest etwas) überdurchschnittlichen Intelligenz.

Abschreiben ist einfach doof.

Und wenn jemand viel kopiert, dann hat er das worüber er so seine Dissertation schreibt womöglich gar nicht verstanden, also fachlich mangelhaft.

Ich hatte keine Lust auf zuviel Lesen, aber wenn ich das hier recht verstehe, dann kann ja bei einem Zeugen Jehovas nichts anderes herauskommen als ein Plagiat.

Ein Zeuge Jehovas darf nicht denken und nichts hinzufügen. Und nun sucht sich so eine Zeugin Jehovas ein Bibelthema mit einer speziellen Jehovas Zeugen Glaubenslehre bzw. Auslegung aus. Und wie hoch dürfen die Erwartungen sein?

Ein Papagei ist vielleicht noch lustig, das hier ist traurig. Ich bekomme richtig Mitleid mit der Frau. Wie kann man nur so .... sein?

Noch etwas anderes.
Manche Dinge muss man einfach tun. Da ist man, auch wenn man noch so überzeugt ist, eben alleine. Man muss es halt denen zeigen, dass man sich durch mangelnden Zuspruch nicht irritieren lässt.

Man darf halt einfach nicht locker lassen. Da hat Jesus auch was zu gesagt ;) Wenn man im Recht ist und nicht locker lässt ...

Gute Argumente ... und mal selbst den Standpunkt wechseln ...

Und wenn einem Leute die einem eigentlich beipflichten sollen, den Zuspruch versagen oder gar die Moral unterminieren, dann sollte man an so Sprüche wie die mit der Sau und der Eiche denken ;)

von der einzig wahre Bauer - am 31.07.2013 19:42

Re: Ein Papagei ist vielleicht noch lustig

Wenn man keine Ahnung hat ...
Unter der URL

www.sat1.de/tv/die-dreisten-drei-die-comedy-wg/episoden/die-dreisten-drei-die-comedy-wg20
gab es im Internet auch mal nachfolgenden Kurzkommentar zu lesen:
Zitat

„Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten. Eure Zeugen-Witze könnt ihr euch sparen."
Das ganze datiert vom 8. Dezember 2012 um 01.38
Offenbar wurde da auf eine auf dem Sender sat.1 ausgestrahlte wohl satirisch inspirierte Sendung Bezug genommen. Da ich selbige nicht selbst gesehen habe, kann ich zu dieser Sendung auch nichts weiter ausführen.
Aber eine Zuschauerin, die auch namentlich genannt wird, hat offenbar jene Sendung gesehen, und wähnt nun darin enthaltene Witze bezüglich der Zeugen Jehovas mit dem Kommentar zu bedenken, die Sendungsmacher sollten doch
Zitat

„einfach mal lieber die Klappe halten, und ihre Zeugen Jehovas-Witze könnten sie sich auch sparen."

Auf die Nennung des Familiennamens jener Kommentatorin, mag hier dann verzichtet werden. Ergo wird die Dame Madlen P... von der Universität Erfurt, bezüglich ihres Familiennamens hier nur verkürzt genannt. Wer indes einschlägige Links nutzt wird ohne sonderliche Schwierigkeiten, jenen Familiennamen auch erfahren können. Und das zu verhindern ist hier auch keinesfalls beabsichtigt, da in meiner Sicht diese Dame sich auch des Umstandes schuldig gemacht hat, den sie da - wie zitiert - anderen auch vorhält.
Ein magerer (inhaltlich magerer) Text von 41 Seiten Umfang, wird von besagter Dame via Buchhandel auch angeboten. Lässt man Inhaltsverzeichnis und Quellenbelege beiseite, kann man sagen, da lässt sich jene Dame (respektive ihr Verlag) jede einzelne Druckseite ihres Büchleins mit einem Euro bezahlen. Sicherlich ein stolzes Honorar, von dem andere Autoren, die gewichtigeres publiziert haben, nur träumen können. Allenfalls bliebe bei dieser Art von Wertung noch die Frage offen, ob das Kalkül jenes herausgebenden Verlages wirklich aufgeht.
Wie auch immer. Unter dem Titel
Zitat

„Die Herrschaftspraxis der Nationalsozialisten. Die Häftlinge mit dem lila Winkel"
, bietet Frau P ... ihre sogenannte Bachelorarbeit (Abschlussarbeit) zum Kauf an. Mir tun zwar die verausgabten 36 Euro dafür inzwischen leid, aber das „Schicksal" werde ich wohl mit „Fassung tragen."
Einleitend belehrt sie schon mal
Zitat

„Begriffe wie Sekte, Brooklyn und Blutverweigerung."
wolle sie nicht eingehen. Schön, kann man so unbequemes als unwichtig abtun.
Statt dessen ist es eher ihre Intention eine variierte Laudatio auf die WTG-Standhaft-DVD in dieser Arbeit zu bieten.
Etliche von der WTG im wohlwollenden Sinne zitierte Voten „Außenstehender", von denen sich manchem Kritiker der Zusatzkommentar aufdrängt „gekaufte", wird man in ihren Ausführungen ebenfalls wohlwollend zitiert, wieder begegnen.
Zu den in ihrer Sicht brauchbaren Kronzeugen gehört auch der Karl R. A. Wittig, seines Zeichens in der relevanten Phase, in der er sich für die WTG zum vermarkten eignete, amerikanischer CIC-Agent.
So fand sich auch an diesem Beispiel belegt, zusammen was zusammengehört.
Zu Wittig siehe auch (selbstredend nicht von Frau P... erwähnt)
Mysnip.140777

Nun ist die Widerständige Verhaltensweise gegenüber dem Naziregime in der Tat ein Faktum das zu konträren Wertungen führt.
Eine (auf Kritikerseite) ist dabei auch die, es ging der Brooklyner Adminstration um durch die Durchsetzung ihrer Machtansprüche auf Biegen und Brechen. Da war dann letztendlich kein Platz mehr für die Balzereits und Co in der WTG-Organisation, die eher für das geschmeidigere agieren eintraten.
Als sogenannte „Fallstudien" stellt die Autorin dann besonders drei Fälle heraus.
Den von den Nazis ermordeten Wehrdienstverweigerer August Dickmann, die Hermine Schmidt, die dann nach ihrer KZ-Odysee noch in einem skandinavischen Land anlandete, und dabei mehr „Glück als Verstand" hatte, und schließlich noch den Herrn Erich Frost.
Auf letzteren sei im Kontext ihrer Ausführungen in der Tat noch etwas näher eingegangen.
Letzteren meint sie auch als „brillanten Musiker" herausstellen zu sollen. Wenn ihr diese Art von Personenkult etwas geben mag, mir jedenfalls gibt sie nichts.
Ihre Heldensaga in Sachen Frost setzt sie dann mit der unbewiesenen Behauptung fort.
Zitat

„Er rückte außerdem in den Fokus des Zorns, weil er sich 1949 kritisch zu den kommunistischen Verhältnissen geäußert hatte. Daraufhin wurde er in verschiedenen Jahren, ... von der Staatssicherheit verhört und gehörte zu denen, die in der DDR per Haftbefehl gesucht wurden. Man konnte ihn festnehmen, weil er sich aufgrund seiner Tätigkeit als Zeuge Jehovas häufiger wegen Vorträgen in der DDR aufhielt."

Diese Behauptung trieft nur so vor ihrer Unbewiesenheit. Es reicht jener Dame also nicht Frost als Musiker zu verklären. Nein auch noch eine Zusatzverklärung in Sachen DDR-Stasi fügt sie hinzu.
Für Sachkenner ist es keine neue Mitteilung, Mitte der 1950er Jahre suchte die DDR-Stasi Frost zu erpressen. Jenes Erpressungsgespräch mit einem Stasi-Agenten, fand indes in Wiesbaden statt. Und völlig abgebrüht, ließ Frost sich dabei auch nicht durch den Hinweis auf seine unterzeichneten Gestapo-Protokolle, aus der Ruhe bringen.
Das es indes überhaupt solche Gestapo-Protokolle gab, erfährt man via Dame P ... nicht, sieht man von der Fußnote auf den einschlägigen Spiegel-Artikel mal ab.
Weiteres in Sachen Frost

Auch das hält die den Personenkult in Sachen Frost so hoch haltende Dame P... nicht für erwähnenswert, dass Frost, nachdem er Mitte der 1960er Jahre auch noch seinen letzten offiziellen Posten, als deutscher WT-Redakteur verloren hatte, nicht länger mehr in Wiesbaden verbleiben durfte. Dort jedenfalls, hatte die WTG für ihn keinen Platz mehr übrig!
In ihren Abschlussvoten findet sich auch der Satz:
Zitat

„Abschließend möchte ich zu der (Standhaft) DVD sagen, dass sie zwar Zeitdokument aber in keinster Weise eine Form von Propaganda ist."

Das indes dürften Kritiker grundlegend anders sehen.
Weiteres zur Hitlerzeit
Ihr eigenes Verhältnis zu den Zeugen Jehovas indes, lässt besagte Frau P. sowohl in der vorstehenden Schrift, als auch andernorts „unbeschrieben". Auch so ein fauler Trick sich als unabhängig von der WTG darzustellen, es in der Praxis jedoch nicht zu sein!
Auf Seite 38 ihrer Ausführungen meint sie dann gar ihrer „geneigten" Leserschaft ein besonderes Bonmot präsentieren zu können, den Text eines im „Standhaft"-Video vorhandenen Gedichtes das da mit dem Satz beginnt:
„Ich bleibe fest ..."
Ihr Kommentar dazu, sie biete nun eine Verschriftlichung jenes Gedichtes, die es ihrer Meinung nach, vorher nicht gegeben habe.
Na ja, wer denn mit solchen Mätzchen glaubt punkten zu müssen, der hat es wohl besonders nötig!

von Drahbeck - am 08.08.2013 12:39
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