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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck

Schloss Sternberg

Startbeitrag von Drahbeck am 06.08.2013 05:25

Für Konfessionskundler der Neuzeit, sind die Anhänger des F. L. A. Freytag heutzutage bereits „gestorben, haben allenfalls noch vergessen umzufallen".
Immerhin besaßen sie ja mal eine gewisse Kirchengeschichtliche Bedeutung.
Sofern es noch aktive Rudimente von ihnen gibt, scheint jedenfalls das Internet sie noch nicht erreicht zu haben, was man auch bei anderen Gruppen aus dem ZJ-Umfeld beobachten konnte, etwa den Kreis um die Zeitschrift „Christliche Warte" in Kirchlerngern (Westfalen). Heute nicht mehr erscheinend, und zu keinem Zeitpunkt den Sprung ins Internet geschafft habend.

Was nun die Anhänger des F.L.A.Freytag anbelangte, notierte ein exemplarischer Text mal:
Zitat

„Ich versuchte mehrmals, Kontakt mit der Gemeinde des Menschenfreundlichen Werks in Basel aufzunehmen, erhielt aber nie eine Antwort. Der obige Text ist daher nicht das Ergebnis eines Interviews, sondern wurde anhand von Sekundärliteratur zusammengestellt (Eggenberger: Die Kirchen, Sondergruppen...; Gasper/Müller/Valentin: Lexikon der Sekten; Handbuch Religiöse Gemeinschaften).

www.inforel.ch/i1148.html

Immerhin liegt eine ihrer historischen Bedeutungen auch darin, im Kontext ihrer sogenannten „Versuchsstationen zur Errichtung des Reiches Gottes", auch einen umfänglichen Immobilienbesitz zusammengekauft zu haben. Insbesondere historisch entstandene Schlossanlagen, standen da wohl auf der „Einkaufsliste" so sie denn man im Immobilienmarkt angeboten wurden. Von 30 solcher Objekte, verstreut in Europa ist die Rede.
Und noch was ist zu beobachten. Sieht man sich die Beschreibungen solcher Schlösser näher an, registriert man nicht selten den Umstand. Sie werden als Privateigentum behandelt, auch dann wenn die heutige Nutzungsform, vielfach im „Verfallenlassen" nur noch besteht.

Und für kommunale Interessenten ist dann vielfach abschreckend der Finanzbedarf, sollte solch eine Immobilie übernommen und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.
Eine bemerkenswerte Presse-Artikelüberschrift beispielsweise:
Zitat

„Wahrzeichen: Das Sternberg-Schloss verfällt"

www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburgland/Wahrzeichen-Das-Sternberg-Schloss-verfaellt;art83421,2121053

Andererseits inspiriert die historische Bedeutung solcher Anlagen, manchen aus dem Bereich Denkmalpflege.
Nur deren Interessen, und die Frage tatsächlicher Finanzierbarkeit, sind dann nicht selten zwei entgegengesetzte Pole.

Jedenfalls hat es eines der Schlösser aus dem Immobilenpool der Freytagerianer, wieder mal zu einer Erwähnung in einem neueren Presseartikel gebracht.
Erst 1933 sei der Aufkauf des Schlosses Sternberg für 30.000 Mark vom Vorbesitzer erfolgt. Viel Freude hatten die Erwerber damit allerdings nicht, denn der nazistische Rasenmäher des Zeugen Jehovas-Verbotes traf auch diese Gruppe.

Ergo gab es dann erst nach 1945 eine Neu-Eigentumsübertragung an diese Gruppe. Damals (nach 1945) mögen sie noch eine gewisse Relevanz gehabt haben. Ob dieser Umstand noch in der Gegenwart besteht?
Mehr als ein Fragezeichen ist dabei wohl angebracht.

Der derzeit aktuelle Presseartikel:
www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Der-Ursprung-einer-Leidenschaft;art765,7611619

Weitere thematische Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Sternberg

www.rhoen.info/lexikon/staetten/Schloss_Sternberg_bei_Sulzdorf_8665313.html

www.rhoenbilder.de/search.htm?search_keywords=sternberg

www.siegfried-schwinn.homepage.t-online.de/Sternberg.html

Freytag
Parsimony.8552

Nachtrag:
Als Meinungsäußerung meinte im Internet am 16. 7. 2011 ein Kommentator an einer Stelle, wo man solcherlei Kommentare eher weniger vermuten würde:
Zitat

„Meine persönlichen Erfahrungen mit der "Menschenfreundlichen Gesellschaft" veranlassen mich dazu, vor dieser Sekte in jeder Beziehung eindringlich zu warnen.
Es handelt sich hier um eine Abspaltung von den Zeugen Jehovas. Vorgegangen wird nur mit noch raffinierteren Methoden.
"Sendboten" der "Menschenfreundlichen Gesellschaft" tauchen an Haustüren gerade von einsamen und schwachen Menschen auf, behaupten z. B. Kindern gegenüber, die Mutter hätte die Zeitung "Sendbote der Gerechtigkeit" oder die Schriften des Sektengründers Freytag bestellt, ob nicht ausreichend Taschengeld da wäre, um dies alles zu bezahlen.
Wer auf diesen Trick einmal hereinfällt und diesen "Boten" Geld gibt, der bekommt diese geradezu skrupellosen "Drücker" nicht mehr los. Die Anschriftendaten werden innerhalb der Organisation weitergereicht. Die von anderen "Aktivisten" an der Haustür ausgeübte Bedrängung Publikationen der "Menschenfreundlichen Gesellschaft" zu kaufen wird immer stärker, nicht zuletzt dann, wenn der hiergegen geäußerte Widerstand schwächer wird.
Das auf diese Weise vereinnahmte Geld fließt in eine mit irdischen Güter recht reich "gesegnete" Organisation: In die Zentrale in der Schweiz sowie hier in Deutschland in das Schloss Sternberg in Sulzdorf: Das größte Landschloss im bayerischen Franken.
Der Zutritt zu dieser überaus ansehnlichen Liegenschaft ist dem "einfachen Volk" verwehrt. - Wer dort anklopft und um eine Unterstützung bittet, so wie die Boten der "Menschenfreundlichen Gesellschaft" gerade bei alten, schwachen und einsamen Personen Geldmittel "eintreiben", der wird alles andere als "Menschenfreundlichkeit" erfahren. Hier zeigt sich das wahre Gesicht dieser Sekte, die auch nur der teuflischen Kraft des Geldes frönt."


www.pointoo.de/poi/Frankfurt/Menschenfreundliche-Gesellschaft-der-Engel-des-Herrn-Kirche-des-Reiches-2833076.html

Demnach wäre das noch der Rubrik „Lebenszeichen" zuzuordnen.
Unbeantwortet indes bleibt die Frage, in welcher „Größenordnung" solcherlei zu konstatieren wäre.
Zumindest für Österreich ist dann auch ein Webauftritt nachweisbar.

www.menschenfreunde.at/

Über seine „Aussagekraft" sind wohl auch unterschiedliche Meinungen möglich.

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