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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren
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Drahbeck

Eine unerwartet eingegangene eMail

Startbeitrag von Drahbeck am 19.08.2013 21:01

(auch noch an andere Mitempfänger versandt).
Thema ein Rechtskräftig gewordenes Urteil des Oberlandesgericht Stuttgart vom 11. 7. 2013.
Ich befinde mich da in der Lage, die übersandten Unterlagen, aus meiner Sicht zu werten, und das bedeutet dann wohl auch, sie „gegen den Strich" zu lesen.

Eine Ehe ist gescheitert. Streitpunkt unter anderem, der Sorgerechtskomplex für das aus der Ehe hervorgegangene Kind.
Der Anwalt, des die Unterlagen (vorgenannter Art) übermittelnden, ist der Überzeugung.
Er könne guten Gewissens seinem Mandanten, keinerlei weiteren juristischen Schritte anempfehlen. Er nennt zwar solche die - vielleicht - noch möglich wären, fügt aber seine Einschätzung hinzu, er wurde dem Mandanten diesbezüglich keine sonderliche Hoffnung machen.

Noch so ein bemerkenswertes Detail. Bezüglich der Kosten des Verfahrens heisst es unter anderem, diese werden dem Beschwerdeführer (Kläger) auferlegt. Allerdings für die Kosten des eigenen Anwalts komme die Prozesskostenhilfe auf.
Schon dieser Umstand sagt dann einiges über die wirtschaftliche Situation des Klägers aus.
Verstehe ich die Texte richtig, zu Ostzeiten ist der Kläger im Osttteil als Zeuge Jehovas aufgewachsen, später nach dem Mauerfall in den Süddeutschen Raum verzogen.
Unklar ist mir allenfalls der Status seiner nun geschiedenen Frau. In diversen Fußnoten wird selbiger vom Kläger die Hauptschuld am Scheitern der Ehe zugewiesen. Besagte Fußnoten stützen sich zu einem nicht unwesentlichen Umfange auf Aussagen in der WTG-Literatur.

Entscheidend für das Gericht bei seiner Urteilsfindung war , wie zu erwarten, die Priorität des Kindeswohl.
Dazu gehörte auch, dass Kind befände sich Altersmäßig kurz vor der Einschulung. Da es im Zuge des Sorgerechts weiter bei der Mutter wohnhaft ist, und dort auch in einen Kindergarten geht, wäre es für das Kind vorteilhaft, es verbleibt in diesem Milieu, und wird zusammen mit den anderen Kindern dort, eingeschult.
Namentlich in Folge der vorangegangenen Ehescheidung, hat der Beschwerdeführer eine nicht unbeträchtliche Kostenlawine zu bewältigen. Sein Gerechtigkeitsempfinden sagt ihm zwar, in seiner Sicht habe seine vormalige Ehefrau die Hauptschuld am Scheitern der Ehe. Dieses sein Gerechtigkeitsempinden indes beaeindruckte in Bezug auf Kostenverteilung, wohl die urteilenden Justizinstanzen nicht sonderlich.
Einer seiner weiteren Fußnoten ist entnehmbar, nach seinem Wohnortswechsel von Ost nach West, hat er am letzteren Ort kaum in seinem Sinne erfolgreich wirtschaftlich Fuß fassen können. Solcherlei Errungenschaften dieses Landes wie etwa Hartz IV durfte (musste) er dann auch auskosten.

Fassen wir es so zusammen. Um im Leben zu scheitern, kann es vielerlei Gründe geben. Auch den Grund, das andere einen gewichtigen Teil Schuld daran mittragen. Kommt noch der Erziehungseinfluss der ZJ hinzu, welche wirtschaftlichen Aspekten einen untergeordneten, aber dem Egoismus der WTG einen übergeordneten Stellenwert zuweist, können sich solcherlei Scheiterungs-Situationen, dramatisch zuspitzen, was dann auch mein Eindruck aus der Lektüre des vorgenannten Falles wäre.

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