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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck

"Hart auf die Fresse gefallen" - und doch "nichts gelernt"

Startbeitrag von Drahbeck am 18.09.2013 06:00

Bezüglich eines Falles in der Schweiz, liest man in dem entsprechenden Bericht, als Schlusssatz auch das Votum:
"Die Anwälte (der Zeugen) klopften sich auf die Schultern – zum Urteil."

Weshalb ist solches möglich? Wohl auch deshalb weil wie es weiter heißt der Involvierte gehe weiterhin jeden Samstag in die Zeugen Jehovas Versammlung. "Obwohl auch dort niemand mit ihnen spricht."
Einerseits offenbart sich unfraglich eine Tragik bei dem Fall.
Andererseits sollte sich der Betreffende schon sagen lassen. Seine Inkonsequenz ist letztendlich für das von ihm nicht gewünschte Ergebnis hauptverantwortlich.
Er fühle sich weiterhin als Zeuge Jehovas vernimmt man weiter als seine diesbezügliche Motivation. Wenn er denn aus seinen Erfahrungen nichts gelernt hat, darf er sich nicht wundern, dass am Ende nur sein eigenes "Zerbrechen" stehen kann.
Seine unfraglich aufgewendete Energie in seinem Fall, hätte er anders kanalisieren sollen, das wäre auch seiner seelischen Befindlichkeit, dienlicher gewesen. Just jenes sich weiterhin als Zeuge fühlen, ist sein eigentliches Verhängnis.

www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/ein-verstossener-zeuge-jehova-kaempft-gegen-seine-glaubensgemeinschaft-127187015

Exkurs:
Eine historische Reminiszenz:
Ein Dialog zwischen dem Blutrichter Freisler und einem seiner Opfer:
Zitat

Ich dachte an die vielen Morde ...
Freisler
Morde?
... Die im In- und Auslande ...
Freisler
Sie sind ja ein schäbiger Lump. Zerbrechen Sie unter der Gemeinheit?
Ja oder nein, zerbrechen Sie darunter?
...
Herr Präsident
Freisler
Ja oder nein, auf eine klare Antwort!
...
Nein
Freisler
Nein, Sie können auch nicht nehr zerbrechen, denn Sie sind ja nur
noch ein Häufchen Elend, das vor sich keine Achtung mehr hat."

Wer in diesem Fall der tatsächliche moralische Sieger war, kann man durchaus anders sehen, als es der Blutrichter Freisler sehen wollte.
Sein Opfer ereilte so oder so, sein Schicksal, wie auch immer er agieren würde.
Seine moralische Integrität hatte er nicht verloren, obwohl Blutrichter Freisler ihn dazu zwingen wollte!

Anmerkung in der Literatur etwa bei Pannenbecker wird in der ersten Zitatform das Opfer als „Wirmer" genannt. Viel wahrscheinlicher indes dürfte es sich um den Grafen Ulrich von Schwerin gehandelt haben.
Nach einer anderen Quelle die auch noch zitiert sei (Riess) spielte sich das wie folgt ab:
Zitat

„Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, Verbindungsmann zwischen militärischen und zivilen Widerstandskämpfern, gab sich gleichfalls unbeeindruckt von Freisler. Der versuchte es auf die psychologische Tour.

»Sie müssen mit dem Polenfeldzug ein besonderes Erlebnis gehabt haben... denn vorher...«

Graf Schwerin: »Die Morde! Ich dachte an die vielen Morde!«

Freisler: »Ich verstehe nicht. Morde?«

Graf Schwerin: »Jawohl, die Morde. Die im In- und die im Ausland...
Aber darüber wissen Sie genausogut Bescheid wie ich. Vermutlich viel besser. Können Sie eigentlich nachts noch schlafen ?«

Freisler (springt auf, voller Wut): »Sie sind ja ein schäbiger Lump.
Zerbrechen Sie unter Ihrer Gemeinheit? Ja oder nein? Zerbrechen Sie darunter?«

Graf Schwerin: »Herr Präsident, ich verstehe nicht ganz...«
Freisler (ganz außer sich): »Ja oder nein?«
Graf Schwerin: »Ich bin nicht wie Sie, Herr Präsident!«

Freisler (hat sich so überschrien, daß er seine Stimme fast verloren hat): »Ja oder nein? Eine klare Antwort!«

Graf Schwerin: »Nein.«

Freisler (fast erstaunt): »Nein?« (Er setzt sich.) »Sie können auch gar nicht mehr zerbrechen! Sie sind ja nur noch ein Häufchen Elend, das vor sich selber keine Achtung mehr hat.«
Graf Schwerin sieht ihn nur kopfschüttelnd an. Er öffnet noch einmal den Mund, aber bevor er ein Wort sagen kann, wird er von Freisler überschrien, er solle »das Maul halten!« Und wird bald darauf abgeführt.

Ohne jetzt weiter zu zitieren sei aber aus dem Bericht von Riess zumindest noch der Anfangssatz seiner weiteren Berichterstattung zitiert:
Zitat

„Im Gegensatz zu den anderen Angeklagten macht Generalstabsmajor Egbert Hayessen den Eindruck eines geschlagenen Mannes, oder vielleicht wäre es besser zu sagen, eines zerschlagenen. ...

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