Anmerkung zum "Bürgerreporter Schalies"

Startbeitrag von Drahbeck am 22.10.2013 21:41

Der „Bürgerreporter" Schalies, berüchtigt auch für seine vom vorauseilendem Gehorsam getränkten devoten Berichte, wenn denn sich einer der WTG-Kreisaufseher in seiner örtlichen Zeugen Jehovas Gemeinde angesagt habe.
In seiner Unterwürfigkeit hält Schalies es aber nicht für nötig mit zu erwähnen, dass eine der ersten Amtshandlungen des Kreisaufsehers in seiner Besuchswoche darin besteht, die von der WTG geführten Verkündiger-Dienstkarten zu sichten. Ziel der WTG-Apparatschicks dabei, die „schwachen" Leistungsträger aufs Korn zu nehmen, und jene die viel Predigtdienst machen, im gegenteiligen Fall, dann den Aufstieg in der örtlichen Hierarchie zu ermöglichen. Denn wer dort was wird oder nicht wird, entscheidet allein der Daumen der WTG-Apparatschicks, namentlich dann festgelegt im schriftlichen Abschlussbericht des Kreisaufsehers über seine Besuchswoche, zu Händen der WTG.
Jegliches kritisches Gespür indes, ist wohl auch Schalies und ähnlich devoten Herrschaften, prinzipiell abhanden gekommen.
Man darf raten, welchen Platz wohl Schalies in der örtlichen Hierarchie der Zeugen Jehovas Versammlung einnimmt. Angesichts seiner devoten Presseberichte als „Bürgerreporter" dürfte die Auflösung dieses Rätsels wohl nicht übermäßig schwierig sein.

Nun muss sogar ich mal - aus Ausnahme von der Regel - Herrn Schalies loben (und das will dann wohl einiges heißen). In einem neueren Berichte stellt er auch einen Zeugen Jehovas mit vor, (offensichtlich aus seinem Bekanntenkreis), zu dessen Biographie auch mit die Flucht von Ost- und nach Westdeutschland gehörte. Sicherlich kein prinzipieller Einzelfall.
Indes liest man die Ausgaben der WTG-Zeitschrift „Informator", der 1950er Jahre, wird man dort verschiedentlich WTG-amtliche Warnungen vor angeblichen Betrügern vorfinden, mit dem Impetus, diesen vermeintlichen „Betrügern" keinerlei materielle Hilfe zu gewähren.
Materielle Hilfe für die Ostflüchtlinge gab es WTG-seitig ohnehin nicht. Die konnte allenfalls individuell stattfinden (wenn überhaupt) und wurde dann gar noch WTG-seitig mit der Behauptung torpediert. Selbst wenn solch ein Hilfesuchender, durch seine Detailauskünfte beweist, dass er Insiderkenntnisse über die WTG-Organisaton besitzt, sei er dennoch ein „Betrüger". Die Schutzbehauptung der WTG von den angeblichen „Betrügern", war dann das billige - zu billige Alibi der WTG - weshalb sie denn keinerlei materielle Hilfsleistungen für ihre Ostflüchtlinge organisiere.
Solche WTG-Warnungen der vorbeschriebenen Art, kann man etwa in den „Informator"-Ausgabe vom Februar 1952 „bewundern". Zitat aus jener Ausgabe:
Zitat

„Letztere geben vor, Verfolgte aus dem Osten zu sein, und versuchen, mit wohlgesetzten Worten Mitleid zu erregen. Auch berufen sie sich auf bekannte Brüder und sind über unsere Arbeitsmethoden wie über die Organisation gut unterrichtet. Wiederholt wurden in jüngster Zeit Arglose getäuscht und um materielle Güter bzw. mehr oder weniger hohe Geldbeträge gebracht."

Tatsächliche begründete Fälle solch vermeintlichen „Betrüger" werden indes vom „Informator" nicht vorgestellt. Man bleibt auf der Ebene der unbewiesenen Behauptung stecken.
Oder auch die Wiederholung jener famosen Warnung in der „Informator"-Ausgabe vom Januar 1954:
Zitat

„„wonach sich gewisse Leute als Verfolgte aus dem Osten ausgeben, und dabei mit mehr oder weniger, großen Kenntnissen über die Organisation oder bekannte Brüder Geld für die Reise oder andere Zwecke erbitten."
Angeblicherweise seien diese bösen Buben aber keine Zeugen Jehovas. Ob sie es nun sind oder nicht, andererseits besteht der Umstand, dass es WTG-seitig, keinerlei materiellen Hilfsprogramme für ihre Ostflüchtlinge gibt.

Nun enthält der derzeitige Schalies-Bericht einige Details, wo man unmittelbar an vorzitierte WTG-Warnungen erinnert wird.
Man vernimmt über sein vorgestelltes Fallbeispiel auch dieses:
Zitat

„Nach dem Besuch eines Bezirkskongresses in Berlin erschien auch prompt die Volkspolizei und fragte ihn, ob er auf dem Kongress in der Waldbühne gewesen sei. Dieses Ereignis war für Alfred und seine Frau der Anlaß, ihre Flucht nach West-Berlin vorzubereiten."

Es wird zwar nicht erwähnt, welchem konkreten Jahr jene Flucht zuzuordnen ist.
Indes stutzig macht auch die weitere Detailangabe.
Danach hätten besagte Flüchtlinge, in West-Berlin angekommen, nach einem „Rot Kreuz Heim" zwecks Unterkunft nachgefragt. Die Story geht wie folgt weiter:
Zitat

„Da sie aber keines wusste und es schon spätabends war, nahm sie die Flüchtlinge für eine Nacht mit nach Hause und stellte ihnen freundlicherweise ihr Schlafzimmer zur Verfügung. Aus dieser einen Nacht wurden aber situationsbedingt mehrere Wochen, bis Alfred G ... endlich eine Arbeitsgenehmigung erhielt. Diese war nämlich auch eine Voraussetzung für die Wohnungssuche. ...
Wir waren froh, dass das Drama endlich zu Ende war, so Alfred G .... In West-Berlin wurde er schließlich am 22. Februar 1955 vom Bezirksamt Wedding als politischer Flüchtling anerkannt."

Eigentlich hätte die Anlaufstelle auch jener Flüchtlinge, ein Flüchtlingslager in Berlin Marienfelde sein müssen. Jeder Westberliner Polizist, hätte beispielhaft dem Ratsuchenden dessen Anschrift nennen können.
Zu den Besonderheiten jenes Flüchtlingslagers indes gehörte dann auch, von den „Sichtungsstellen" westlicher Geheimdienste ins Visier genommen zu werden, mit der Zielstellung für die Zwecke der westlichen Geheimdienste instrumentalisiert zu werden, wie man dieses auch aus anderen Berichten weis.
Siehe etwa.
Knastmauke

Und die Anerkennung als politischer Flüchtling die eben von westlichen Behörden ausgesprochen werden musste, war ohnehin die Voraussetzung für jegliche Form behördlicher Hilfeleistung. Wer diese Anerkennung nicht bekam, musste selber zusehen, wie er sich alleine aus dem Sumpf zog, ohne behördliche Hilfestellung!

www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/85775/als-die-ddr-den-zeugen-jehovas-die-freiheit-wieder-gab/

Im Bild:
Herr Schalies
www.giessener-zeitung.de/resources/mediadb/2013/02/19/213997_preview.jpg?1361281881

Antworten:

Beispiel des Devotismus Made in Schalies
Ein Vollzeitdiener der WTG (Pionier) namens Andre S ... (Familienname im Original voll ausgeschrieben) wurde WTG-seitig in die 60 Seelen umfassende ZJ-Versammlung Büdingen-Ost beordert.
Zur „Qualifikation" des besagten Herrn S ...
Er habe im Jahre 2005 die 20. Klasse der „Schule zur dienstamtlichen Weiterbildung" im Zweigbüro der Wachtturm-Gesellschaft im schweizerischen Thun absolviert (damals existierte jenes Zweigbüro ja noch).
Derart WTG-indoktriniert soll er nun besagte ZJ-Versammlung Büdingen-Ost auf Vordermann bringen.
60 Mitglieder einer ZJ-Versammlung stellt schon mal arg die Untergrenze dar. Noch ein paar weniger und deren Zusammenlegung mit einer anderen Versammlung, ist dann angesagt.
Aber Herr S ... soll es ja nunmehr richten.
Den Beifallsklatscher Schalies hat er ja immerbin schon auf seiner Seite.
Und so endet denn dieser Devotismus-Bericht des Schalies mit dere Floskel „auf welche doe Welt außerhalb der Zeugen Jehovas gewartet hat" ???
„Die 60 Verkündiger der Versammlung Büdingen-Ost haben den Wunsch, mit André S ... gut zusammenzuarbeiten, besonders auch im öffentlichen Predigtdienst von Haus-zu-Haus"
Parsimony.23023.

von Drahbeck - am 23.10.2013 07:08

Soziologische Wandlungen

Die Momentaufnahme eines Beobachters der Zeugen Jehovas-Szene. Ob sie nun repräsentativ oder nicht ist, mag dahingestellt sein.
Jedenfalls meinte jener Beobachter, die nicht von ihm sonderlich geschätzten Haus-Besuche-Besuche von Zeugen Jehovas, vor Jahren noch überwiegend als die von „jungen Pärchen" in Erinnerung zu haben.
Das die ZJ überwiegend zu zweit auftauchen, hat sich wohl kaum verändert.
Jetzt aber registrierte jener Beobachter vornehmlich „altere Damen".

Der die Optionen einer „Mitmach-Zeitung" extensiv ausnutzende Herr Schalies von den Zeugen Jehovas, dessen Beiträge ich mir aus gegebenen Anlass mal näher angesehen habe. Bei dem ist mir auch aufgefallen.
In seiner örtlichen Region (Büdingen mit zwei Versammlungen), nannte er vor Jahren noch in seinen Jubelberichten die Zahl von etwa 150 ZJ für beide Versammlungen. Jetzt aber in jüngerer Zeit ist zumindest eine diese Versammlungen auf 60 Seelen abgesackt. Sieht mann sich die von Schalies eingestellten Bilder, unter anderem das seiner selbst näher an, kann man wohl mit hinzufügen. Zu den „Jugendlichen" gehört wohl auch er nicht mehr.
Auch diese Impression liegt auf der Linie, wie sie der eingangs genannte Beobachter auch skizzierte.

www.fnp.de/frankfurterstimmen/ueberregional/oliverdebus/art5316,667449

von Drahbeck - am 27.10.2013 19:48
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