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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 7 Monaten
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X ~ mysnip, . +

Tagebuch eines Toten II - Träume

Startbeitrag von . + am 05.12.2008 01:14

Der voramgegangene Teil:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,17857,17857#msg-17857




Julian hat gerade seine künstlerische Ader entdeckt:
Er malt viel und gibt seinen Bildern jetzt auch Titel.

Das neueste entstand so:

"Mpa (das bin ich), ich muss/will jetzt was malen.
Ich brauche ein dickes Blatt, rot, blau und gelb in einer Tube und einen Pinsel."

Ich frage zurück:
„In einer Tube?
Ich glaub nicht, dass es hier Farben in der Tube gibt."

Letztendlich bekam er Windowcolor, weil es ja unbedingt Tuben sein mussten.
Er macht Kleckse und Striche mit den Farben auf das Blatt, vermalt das teilweise mit dem Pinsel und guckt dabei ganz konzentriert.
Nachher verkündet er, noch viele Bilder malen zu wollen und diese dann zu einem Buch zusammenzufassen.
Das Bild hat er übrigens "Wirbelsturm" genannt.

Ich möchte wieder im Wald wandern.
Wieder Auto fahren.
Ich möchte mich wieder erinnern können.

Doch ich vergesse immer mehr.
Manchmal weiß ich nicht mal, in welcher Straße ich wohne.

Ich war immer jemand, der gern lacht.
Doch selbst das fällt mir immer schwerer.
Ich war ein sehr großer, kräftiger Mann.
Doch ich schaffe es nicht mal mehr groß zu sein.
Ich sitze auf einem Stuhl in der Stube.
Die Schultern fallen nach vorn, der Kopf ist gebeugt.
Der ganze Körper scheint in sich selbst zu versinken.

Ich blicke traurig.
Das schlimmste aber ist, das mich keiner mehr fragt warum ich traurig bin.

Meine Nervenzellen in meinem Gehirn zerstören sich selber.
Unaufhaltsam.

Ich wollte den Kindern heute im Haushalt helfen.
Ich wollte für meine Tochter das Bügelbrett aufbauen.

Aber dann wusste ich einfach nicht mehr, wie das geht.

Die Aufregung hatte mich müde gemacht.
Ich legte mich auf die Couch.

Julian fragte ob er mich zudecken dürfe.
„Oh, bitte“
Er holte die Decke die zusammengelegt auf dem Sessel lag.
Mehr spielend und schimpfend und nach allerlei Verwicklungen lag die Decke dann zu seiner Zufriedenheit glatt auf mir.

Jetzt kannst Du „lafen“ sagte er mit einem Stimmchen das mir den schönsten Traum verhieß.

Die Müdigkeit schwemmte mich in einen unruhigen Schlaf voll wirrer Bilder…

„…Die Auslöschung der menschlichen Art wäre eine reale Möglichkeit…“
„…dass durch einen Atomkrieg eine weltweite klimatische Katastrophe ausgelöst werden…“
„…das menschliche Leben auf der Erde auslöschen…“
„…so viele Atombomben, dass sie alles Leben auf der Erde mehrmals auslöschen könnten…“
„…nichts anderes als eine Art „Geisterstadt“ oder eine „Geisterwelt“…“
„…einige von der Generation werden überleben, die den Beginn des „Abschlusses des Systems“ erlebten...“
„…das Jahr 2000 wird weder die heutige Welt noch ihre Herrscher erleben…“
„…der christliche Missionardienst wird noch im 20. Jahrhundert vollendet...“
„…ein Atomkrieg - eine globale Katastrophe - das Ende der Zivilisation…“

Wer hatte uns gesagt, dass die „Generation“ von 1914 „auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen“?
Wer sagte dass es viele Anzeichen dafür gibt, dass das „Ende“ viel näher ist als der Jahrhundertwechsel?

Schlafe ich noch oder bin ich aufgewacht?
Wo ist der Ausgang aus diesem Labyrinth?


--------------------------------------- 5 -------------------------------------

Wachtturm 1. 2.1985
S. 9



Das Schüren der Endzeitängste.
Die Auslöschung der Menschheit.

Wachtturm 1. 5.1981
S. 18-19





„verantwortungsvolle Personen…“
Als ob die Wachtturmgesellschaft ihrer Verantwortung jemals nachkam.

"Frieden und Sicherheit. Wie wirklich ..."
Seite 70





Was für Tatsachen?
Es war gelogen, das „zumindest einige“ der Generation von 1914, Harmageddon erlebten werden.
Keine der bedeutenden Ereignisse die man glaubte zu „erkennen“ sind eingetroffen.

Erwachet!, 8. November 1986
Seite 7-8







Bewahrt die Jugend vor diesen falschen Propheten.
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber man kann den Teufelskreis des ständig wiederkehrenden enttäuschen Vertrauens in die falsche Religion beenden.

Wachtturm, 1.Januar 1989
Seite 12



Ist das Werk im „20. Jahrhundert“ vollendet worden?

Wachtturm 15. 10.1983

Seite 5



Wenn die Furcht ein Zeichen des Endes ist, wem dient dann der, der seine Opfer in ständiger irregeleiteter Furcht hält?

Wachtturm, 1.Juni 1984
Seite 19



Falsche Propheten und ihre Früchte.

Das Jahrhundert ist vergangen und mit ihr die Generation von 1914.
Die Zeichen waren von Dämonen inspirierte Irrlichter.
Das nahe „Ende“ war eine Lüge.

Wer hier nach einer erfüllten Fürsorgepflicht sucht, wird schlussendlich mit vernichtenden Hohn und Spott resümieren.

Wachtturm 1.September 1989
Seite 13





für myself





Der nächste Teil:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,17991,17991#msg-17991

Antworten:

Re: Tagebuch eines Toten II

Zitat
. +
Ich möchte wieder im Wald wandern.
Wieder Auto fahren.
Ich möchte mich wieder erinnern können.

Doch ich vergesse immer mehr.
Manchmal weiß ich nicht mal, in welcher Straße ich wohne.

Ich war immer jemand, der gern lacht.
Doch selbst das fällt mir immer schwerer.
Ich war ein sehr großer, kräftiger Mann.
Doch ich schaffe es nicht mal mehr groß zu sein.
Ich sitze auf einem Stuhl in der Stube.
Die Schultern fallen nach vorn, der Kopf ist gebeugt.
Der ganze Körper scheint in sich selbst zu versinken.

Ich blicke traurig.
Das schlimmste aber ist, das mich keiner mehr fragt warum ich traurig bin.

Meine Nervenzellen in meinem Gehirn zerstören sich selber.
Unaufhaltsam.

Ich wollte den Kindern heute im Haushalt helfen.
Ich wollte für meine Tochter das Bügelbrett aufbauen.

Aber dann wusste ich einfach nicht mehr, wie das geht.

Die Aufregung hatte mich müde gemacht.
Ich legte mich auf die Couch.

...
Wie gern würd ich jetzt sagen Hoffnung stirbt zuletzt

Was hab ich getan?
Warum bestraft mich Gott mit diesem Pech?
Wann wird mir bewusst das nichts hier für immer ist
Das alles irgendwann zerbricht und ich dann in den Trümmern sitzt

Genieß den Augenblick wenn du mit deinen Freunden bist

Diesen Moment mit deiner Mutter denn dann freut sie sich
Irgendwann wird sie gehen genieß den Augenblick
Den du gerade mit ihr teilst alles andre brauch sie nicht
Und diese scheiß Gewohnheit jeder denkt an sich

Kinder stressen ihren Vater bis er legendlich zerbricht
Bis er einfach nicht mehr kann
Und auch nicht mehr reden will
Weil er wieder jung sein möchte und auch leben will
...
1.Korinther 13:13
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
die größte aber von diesen ist die Liebe.


von X ~ mysnip - am 06.12.2008 22:36
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