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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
26
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Gottesanbeterin, Drahbeck, Belliwell, Frau von x, micha-infolink, X ~ mysnip, Giovanna, Maxi, Bauer, Frau von x, aka Geeko, Stefan75

warum nicht

Startbeitrag von Gottesanbeterin am 07.04.2009 12:22

Hi,

Ich habe vor mich taufen zu lassen.
Nenne mir einen Grund warum ich das nicht tun soll.

Antworten:

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Informationen gibt es hier, auf der angeschlossenen Webseite, und anderswo mehr als genug.
Wem denn nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen.
Es wäre müssig sich darüber in Diskussionen zu verstricken - Zeitvergeudung!

von Drahbeck - am 07.04.2009 12:41
Da hast du recht – und genau da liegt mein Problem.
Die Menschen laufen an mir vorbei und haben besseres zu tun als sich mit mir abzugeben.
Vielen Dank das du mir das hier noch gesagt hast.

Ich bin 43 Jahre und allein stehend.
Es gibt Tage da ist das einzige menschliche Gesicht das ich sehe die Kassiererin im Supermarkt.

Ich sehne mich nach menschlicher nähe.

Seit etwa 2 Jahren kommt eine ältere Schwester mit wechselnden Partnern zu mir.
Ich besuche bereits annähernd regelmäßig die Zusammenkünfte.

Eigentlich verstricken sie sich in mehr Widersprüche als Erklärungen (Gott erschuf den Menschen – nur wer erschuf Gott?) aber sie nehmen sich für mich zeit und antworten mir nicht mit „Du bist Zeitverschwendung“


von Gottesanbeterin - am 07.04.2009 13:07
Hallo Gottesanbeterin,

ich habe deine Frage mal in einem Forum gestellt:

http://forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=18760.0

Um die Antworten zu lesen, ist eine Anmeldung dort nicht nötig. Wenn du gern mitdiskutieren möchtest, dann melde dich bitte dort an.

http://forum.sektenausstieg.net/index.php?action=register

Lieben Gruß
micha

von micha-infolink - am 07.04.2009 13:23
„Gut", wenn ich also in der Substanz zu schroff war - dann entschuldige ich mich dafür.
Ich habe jedenfalls das Posting so verstanden.
Selbst wenn ich jetzt „Tag und Nacht" Anworten darauf schriebe, die dann wegen Übermüdung ohnehin kaum einer lesen würde.

Ändern dürfte das doch an Deinem Entschluss (wenn die Anrede so gestattet sei) doch wohl auch nichts.

Es ist natürlich so, es gibt vielerlei Defizite im menschlichen Leben. Manch einer erhofft sich eben auf dem Wege für sich Besserung erreichen zu können.
Ist ja alles nachvollziehbar.

Dann gibt es ja noch einen wesentlichen Grundsatz in solchen, ich nenne mal sie „Anwerbefirmen", denn man in der Fachsprache mit „Lovbombing" bezeichnet.
Der/die Interessenten wird so mit vermeintlichen Liebes oder Verständnis"Bombons" „gefüttert", dass er halt meint, „die" sind es.

Das wäre wahrlich nicht der erste Fall, der so abgelaufen ist.

Ich könnte ja jetzt ohne Zweifel diverse Link's zum lesen empfehlen. Ob es was nützen würde, ist dann wieder die andere Frage.

Als „klugen Rat", wenn einem denn die „Liebes- und Verständnisbonbons" sehr viel wert sind, die Empfehlung, es mit dem Status des „Dauerinteressierten" zu versuchen.
Klar muss man sich auch darüber sein. Gelingt es den „Anwerbefirmen" ihre Kandidatin/Kandidat soweit zu bringen, dass sie sich taufen lässt.

„Nach Tisch" herrscht dann ein anderer Wind.

Auf Wunsch kann ich selbstredend noch weitere Link's empfehlen. Das hätte aber nur dann einen Sinn, wenn sie denn auch gelesen würden.

Also beschränke ich mich mal jetzt auf nur einen Link.
Den hier:

Gefängnis ohne Mauern

von Drahbeck - am 07.04.2009 13:28
Um das auch noch zu sagen.
An Linkempfehlungen soll es auch meinerseits sicherlich nicht mangeln.
Viele haben ein Buch schätzen gelernt mit dem Titel „Ausbruch aus dem Bann der Sekten" von Steven Hassan.
Im Neubuchhandel leider nicht mehr erhältlich, allenfalls antquarisch.

Wenn man es nicht als Zumutung empfindet, eben weil es eben nicht nur „Kurztexte" sind, und mancher mit Langtexten eher überfordert ist, dann sei darauf hingewiesen, in etwas abgewandelter Form kann man es lesen.
Siehe dazu:
ForumsarchivA 231

Dann noch eine Linksammlung vielleicht auch als Empfehlung.
Erinnerungen
Also an Lesestoff thematischer Art, soll es garantiert nicht mangeln.

von Drahbeck - am 07.04.2009 14:07

Re: warum nicht / Eine wirklich berechtigte Frage!

Hallo Gottesanbeterin!

Zitat
Gottesanbeterin
... Ich habe vor mich taufen zu lassen.
Nenne mir einen Grund warum ich das nicht tun soll.

Bin leider etwas in Eile, möchte aber schnell noch mitteilen, daß neben mir, hier sicherlich gern User antworten werden. :-)

Meine Frau meldet sich abends!

PS.
Ein Vorteil dieses Forums, den auch ich anfangs sehr schätzte, tagsüber benötigt man keine Anmeldung.


von X ~ mysnip - am 07.04.2009 14:25

Warum denn doch?

Hallo.

Ich möchte Deine Frage umdrehen. Gegen eine Taufe ist - wenn man denn religiös ist - sicher nichts einzuwenden. Das tut nicht weh - ist nur etwas nass.

Nenne lieber mal die Gründe WARUM Du Dich im Glauben der Zeugen Jehovas taufen lassen willst. Lege hier Zeugnis für Deinen Glauben ab, mit Argumenten die unumstößlich aufrecht zu erhalten sind. Solltest Du eine Bibel zum argumentieren benutzen, bitte ich Dich eine anerkannte unabhängige Übersetzung zu verwenden.

Vielleicht merkst Du, das eigentlich nichts dafür spricht, sich im Glauben der Zeugen Jehovas taufen zu lassen ... und so braucht man nicht gegenargumentieren. So wirst Du nicht kritisiert, sondern Du stellst Deinen Glauben auf den Prüfstand.

von aka Geeko - am 07.04.2009 14:28

Re: Warum denn doch?

Zitat
micha-infolink
Hallo Gottesanbeterin,

ich habe deine Frage mal in einem Forum gestellt:

http://forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=18760.0

Um die Antworten zu lesen, ist eine Anmeldung dort nicht nötig. Wenn du gern mitdiskutieren möchtest, dann melde dich bitte dort an.

http://forum.sektenausstieg.net/index.php?action=register

Lieben Gruß
micha

_____________________________________________________

Die Bibel lehrt, unsere Feinde zu lieben wie unsere Freunde - vermutlich weil es dieselben sind. (Vittorio De Sica)




Dankeschön

Ich hab mir das als Lesezeichen gelegt.

Zitat
Drahbeck
„Gut", wenn ich also in der Substanz zu schroff war - dann entschuldige ich mich dafür.
Ich habe jedenfalls das Posting so verstanden.
Selbst wenn ich jetzt „Tag und Nacht" Anworten darauf schriebe, die dann wegen Übermüdung ohnehin kaum einer lesen würde.

Ändern dürfte das doch an Deinem Entschluss (wenn die Anrede so gestattet sei) doch wohl auch nichts.

Es ist natürlich so, es gibt vielerlei Defizite im menschlichen Leben. Manch einer erhofft sich eben auf dem Wege für sich Besserung erreichen zu können.
Ist ja alles nachvollziehbar.

Dann gibt es ja noch einen wesentlichen Grundsatz in solchen, ich nenne mal sie „Anwerbefirmen", denn man in der Fachsprache mit „Lovbombing" bezeichnet.
Der/die Interessenten wird so mit vermeintlichen Liebes oder Verständnis"Bombons" „gefüttert", dass er halt meint, „die" sind es.

Das wäre wahrlich nicht der erste Fall, der so abgelaufen ist.

Ich könnte ja jetzt ohne Zweifel diverse Link's zum lesen empfehlen. Ob es was nützen würde, ist dann wieder die andere Frage.

Als „klugen Rat", wenn einem denn die „Liebes- und Verständnisbonbons" sehr viel wert sind, die Empfehlung, es mit dem Status des „Dauerinteressierten" zu versuchen.
Klar muss man sich auch darüber sein. Gelingt es den „Anwerbefirmen" ihre Kandidatin/Kandidat soweit zu bringen, dass sie sich taufen lässt.

„Nach Tisch" herrscht dann ein anderer Wind.

Auf Wunsch kann ich selbstredend noch weitere Link's empfehlen. Das hätte aber nur dann einen Sinn, wenn sie denn auch gelesen würden.

Also beschränke ich mich mal jetzt auf nur einen Link.
Den hier:

Gefängnis ohne Mauern


Keine Angst – ich bin nicht aus Zucker - ;-)

Zitat
Benutzername
Hallo.

Ich möchte Deine Frage umdrehen. Gegen eine Taufe ist - wenn man denn religiös ist - sicher nichts einzuwenden. Das tut nicht weh - ist nur etwas nass.

Nenne lieber mal die Gründe WARUM Du Dich im Glauben der Zeugen Jehovas taufen lassen willst. Lege hier Zeugnis für Deinen Glauben ab, mit Argumenten die unumstößlich aufrecht zu erhalten sind. Solltest Du eine Bibel zum argumentieren benutzen, bitte ich Dich eine anerkannte unabhängige Übersetzung zu verwenden.

Vielleicht merkst Du, das eigentlich nichts dafür spricht, sich im Glauben der Zeugen Jehovas taufen zu lassen ... und so braucht man nicht gegenargumentieren. So wirst Du nicht kritisiert, sondern Du stellst Deinen Glauben auf den Prüfstand.


Ich will ja niemanden etwas vormachen.
Ich bin kein religiöser Mensch.
Mir geht das alles am Arsch vorbei.
Aber genau das ist es doch was mich stutzig macht.
Auch der Schwester mache ich nichts vor.
Nur solange ich das Liederbuch zum Singen hochhalte ist es auch ihnen Scheiß egal ob mich Religion nun wirklich interessiert.
„Appetit kommt beim Essen“ meint sie.

Und natürlich wird mir von allen Seiten abgeraten.
Andererseits – wo sind die, die mir abraten?

Also deswegen frage ich halt einfach mal – warum nicht?

Afk – bin am lesen – rofl


von Gottesanbeterin - am 07.04.2009 14:47

Re: Warum denn doch?

Wenn ich vielleicht dann doch noch eine Buchhandelsempfehlung, aus dem Spektrum der lieferbaren Bücher aussprechen dürfte, dann wäre es das Buch der Martina Schmidt.

Nun gibt es ja mit Sicherheit noch mehr thematische Bücher zum Zeugen Jehovas-Thema.
Warum nun also dieses, und nicht irgendeinen der anderen Titel, an die da auch noch zu denken wäre.

Aus meiner Sicht deshalb. Martina Schmidt stammte keineswegs aus einer Familie, wo bereits andere vor ihr zu den Zeugen Jehovas gehörten.
Sie war quasi in ihrer Familie die erste, die diesen Weg beschritten hatte.

Und meines Erachtens hat sie auch gut die „Mechanismen" beschrieben, die da wirkten, dass sie sich eben den Zeugen Jehovas anschloss.
Es war eben das bereits genannte „Lovbombing", dass in der eigentlichen Wirksamkeit, nicht hoch genug veranschlagt werden kann.

Wegen irgendwelcher „Dogmen" werden sich wohl die allerwenigsten den Zeugen anschliessen. Die werden halt als notwendiges Übel mit heruntergeschluckt.
So mancher merkt dann noch Jahre danach, dass er damit wohl einen unverdaulichen Stein in seinen Magen befördert hat.
Gut gefallen hat mir auch Frau Schmidt's Resümee-Ausruf.
„Es war alles so hohl, so hohl ..."

Sie hat sicherlich den Nagel auf den Kopf getroffen

Weiteres zum Buch von Martina Schmidt

von Drahbeck - am 07.04.2009 15:32

Re: Warum denn doch?

Zu Martina Schmidt noch folgende Links, der guten Vollständigkeit halber:

Martina Schmidt im Gespräch mit infolink

Und noch eine relativ aktuelle Rezension des angesprochenen Buches.

Lieben Gruß an Dich
und an Drahbeck, der durch seine Entschuldigung wahre Größe zeigt


micha

von micha-infolink - am 07.04.2009 15:43
Hallo Gottesanbeterin!

Zitat

Gottesanbeterin: Ich habe mich vor taufen zu lassen.

Bist du allein auf die Idee gekommen oder wurde nachgeholfen?

Zitat

Nenne mir einen Grund warum ich das nicht tun soll.

Da könnte ich dir viele nennen, aber erst würde mich interessieren, welchen außer Einsamkeit es für dich gibt?

Zitat

Ich sehne mich nach menschlicher Nähe. ...
Ich besuche bereits annähernd regelmäßig die Zusammenkünfte.

Reicht dir die menschliche Nähe die du durch die Schwester und die Zusammenkünfte bekommst?

Zitat

... aber sie nehmen sich für mich Zeit ...

Noch. Ein Heimbibelstudium so wie du es mit dir durchführen läßt, gibt es nicht mehr so häufig. Deshalb ist jeder Verkündiger dankbar, ein solches vorweisen und am Monatsende auf dem Berichtszettel abrechnen zu können.
Solltest du dich taufen lassen, endet dieses "Studium" für gewöhnlich und damit auch die zeitliche Zuwendung. Zumindest war das meine Erfahrung, die mir auch schon von sehr vielen bestätigt wurde. Du könntest sie dir ersparen, wenn du, wie von 'Drahbeck' empfohlen, Dauerinteressierte bleiben würdest. Allerdings sollen mindestens zwei, höchstens drei Bücher daheim studiert werden. Dann sollen, wie du es ja schon tust, die Zusammenkünfte besucht werden. Danach wird natürlich die Taufe von dir erwartet. Jetzt liegt es an der Schwester, die mit dir studiert, ob sie weitere Bücher mit dir durchnimmt oder das "Studium" abbricht. Das hängt von ihrer Bequemlichkeit ab. Geht sie gern in den Haus zu Haus Dienst wird sie es tun. Füllt sie mit dir ihren Bericht, wird sie es vielleicht weiterführen, was allerdings über Jahre von der WTG-Führung nicht gern gesehen wird. Geht nichts voran, bekommst du hohen Besuch vom Kreisaufseher.

Zitat

Ich bin keine religiöser Mensch. Mir geht das alles am Arsch vorbei.

Dann könntest du doch auch in einen Sportverein, eine Tanz-, Sport- oder Therapiegruppe gehen. Warum ausgerechnet die ZJ, weil sie zu dir gekommen sind und du nicht zu ihnen gehen mußtest?

Zitat

Auch der Schwester mache ich nichts vor.

Das finde ich in Ordnung und dabei solltest du auch bleiben, denn spätestens wenn du die Tauffragen mit den Ältesten besprechen solltest und ehrlich beantwortest, würdest du nomalerweise nicht zur Taufe zugelassen. Spätestens an diesem Punkt würdest du das wahre Gesicht dieser Gemeinschaft erkennen.

Zitat

Nur solange ich das Liederbuch zum Singen hochhalte ist es auch ihnen Scheiß egal ... .

Das ist das, was ich oben meinte. Du bringst der Schwester berichtbare Stunden und sie kann in den Zusammenkünften eine Interessierte vorweisen. Für viele ist das was. Schon allein wenn du das Liederbuch nicht mehr hochhältst oder nicht mehr mitbetest,was du ja nicht bräuchtest, weil du kein religiöser Mensch bist und niemandem etwas vormachen willst, könnte das Folgen haben, muß aber nicht. Es kommt auf die Versammlung an.

Zitat

"Appetit kommt beim Essen" meint sie.

In den zwei Jahren scheinst du schon viel gekostet zu haben, was dir immer nocht nicht schmecken will. Meinst du trotzdem das es noch wird?

Zitat

Und natürlich wird mir von allen Seiten abgeraten

Wer rät dir ab?





von Frau von x - am 07.04.2009 19:12

Re: Warum denn doch?

In meiner ehemaligen Versammlung gibt es eine Dauerinterressierte, die schon seit 15 Jahren hingeht. Sie lässt sich nur nicht taufen.
Sie mag auch die Gemeinschaft, aber will den letzten Schritt nicht gehen und sich somit versklaven lassen.
Da sie schon so lange dazugehört, stört es auch keinem mehr, das sie nicht getauft ist.
Ich möcht Dir damit sagen, Du musst nicht unbedingt Dich taufen lassen, es geht dennoch.


von Stefan75 - am 08.04.2009 09:56
Cool – Danke das du dich so schnell gemeldet hast.

Deine Beiträge lese ich am liebsten.
Der ersten Beitrag den ich hier las war von dir.
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,23611,24867#msg-24867
Der sprach mir förmlich aus der Seele und deswegen habe ich mich überhaupt gemeldet.

Auch dieser Artikel ist echt lesenswert:
http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGWahr.pdf

(flüster) Das kann man aber nicht von allen Artikeln sagen.
Also ich habe im Kühlschrank noch einen Topf mit einem eine Woche alten Pilzgericht, wer Hunger hat, kann sich dass ja aufwärmen – wer jetzt noch hungert ist selber schuld - rofl

Ich finde es jetzt nicht mehr, aber einer meinte man würde mir „draufkommen“.

Was soll aufkommen?
Das ich nicht religiös bin?

Entschuldigt bitte aber das was mir hier als „Test“ vorgelegt wird ist weniger anspruchsvoll als meine Bilderbücher im Kindergarten.

Heftchen mit einem Abschnitt der Wortgenau die vorgekauten Antwort enthält und dann darunter eine Frage für vollkommen verblödete.
Das wäre so wie wenn Klinsmann seine Mannschaft mit Hilfe von Bilderrätseln für Analphabeten zusammen sammelt.
Ein Bild mit einem dreifarbigen Ball, rot, blau und gelb und dann der Frage „Welche Farben hat der Ball?“.
Wenn ich die Frage richtig beantworte komme ich in die Fußballnationalmannschaft.

Abschnitt 11: Jehova schuf Himmel und Erde.
Frage zu Abschnitt 11: Wer schuf Himmel und Erde?

Und wenn ich schon aus Langeweile die Antwort verzögere bekomme ich die Hilfestellung:
Melodien Stimmen Simulationsmodus an: „Jehova“ Simulationsmodus aus.
:joke:

Das mit dem Studium abbrechen kann ich bestätigen.
Deswegen stellt sich ja jetzt die Frage der Taufe.
Aber ich bin halt schon eine ganze weile in der Gemeinschaft.
Wir treffen uns zum Eisstockschießen, gehen mal zum Baggersee fahren mit dem Bus zum Kongress und so.
Das mit dem Predigen schiebe ich noch ein bisschen vor mir her – momentan schweige ich das Thema tod.
Ansonsten ist ständig was los – und wenn ich wollte könnte man sogar noch mehr machen.


von Gottesanbeterin - am 08.04.2009 13:00
Deswegen stellt sich ja jetzt die Frage der Taufe. 
Aber ich bin halt schon eine ganze weile in der Gemeinschaft.
Wir treffen uns zum Eisstockschießen, gehen mal zum Baggersee fahren mit dem Bus zum Kongress und so.
Das mit dem Predigen schiebe ich noch ein bisschen vor mir her – momentan schweige ich das Thema tod.
Ansonsten ist ständig was los – und wenn ich wollte könnte man sogar noch mehr machen.


Hallo Gottesanbeterin,

das was du hier schilderst kenne ich nur zu gut. Das was sie jetzt mit dir machen nennt sich "Love-Bombing". Das habe ich auch erfahren. Ich hab mit einigen Brüdern und Schwestern täglich kontakt gehabt. Bin bei denen Zuhause ein und ausgegangen. Wurde zu Familienfesten eingeladen (Grillen, Kaffeetrinken, geselliges Beisammensein usw). Sie haben mich mitgenommen wenn außerplanmäßige Versanstaltungen waren. (Schlittschuhlaufen, Vergnügungspark, Eisessen, Kino usw) Man was war das eine schöne Zeit. Ich hab Freundschaften geschlossen und bin dann auch in den Predigtdienst gegangen. Ich hatte Glück. Ich hatte in den ersten 2 Monaten 4 Heimbibelstudien. Wir saßen dann zu zweit bei den Damen daheim und ich hatte teilweise bis zu 24 Stunden Predigtdienst im Monat, ohne auch nur von Tür zu Tür zu gehen. Da haben wir neben dem Studien fein Kaffee getrunken usw. War richtig toll. Dann kam die Taufe.

Am Tauftag selber hatte ich leise Bedenken. Ich wurde von meinen Eltern (keine Zeugen) zu der Ältestenfamilie gebracht, die mich mit zum Kongress nehmen sollte. Ich hatte das Badezeug mit, dachte aber, ich sag im letzten Moment das ich noch Bedenkzeit brauche. Ich hatte ein Gespräch mit den Ältesten vorher und die hatten mir das gnädigerweise gestattet, da ich erst wenige Monate ungetaufte Verkündigerin war. Allerdings waren die Brüder und Schwestern raffiniert, das ich hinterher nicht mehr nein sagen konnte, denn ich bin mir sicher sie ahnten meine Bedenken. Aber es kam ja anders.

Im Laufe der Zeit hatte ich mich mit einer Familie angefreundet die in Österreich wohnte. Die haben sie dann extra zu meiner Taufe einfliegen lassen. Das waren fast 1000 Kilometer die die gefahren sind, nur um bei meiner Taufe dabei zu sein. Das war ein Knaller.... Konnte ich da noch nein sagen? So hab ich mich diesen Samstag Vormittag doch taufen lassen. I

Kaum eine Woche später kehrte Routine ein. Meine HB´s war ich schnell los. Ich hatte nur noch ein Heimbibelstudium. Die Ältesten meinten es wäre zu schwer für mich und daher solle ich doch 3 abgeben an Schwestern die keine hatten. Von da an musste ich dann in den Straßendienst. Und erst da merkte ich, das das überhaupt nix für mich ist.
Einladungen zum Kaffee, zu Festen und andere Veranstaltungen nahmen umgehend ab. Es war dann nicht mehr so schön wie zu Beginn. Das anfängliche Miteinander nahm ab. Ich fing an mich unwohl zu fühlen. Also stürzte ich mich ins Eigenstudium. Mittlerweile hatte ich mir eingeredet eine schlechte Schwester zu sein und versuchte das durch gute Mitarbeit in der Versammlung zu kompensieren. Putzdienste und andere Arbeiten.... ich war die erste die sich meldete.

Aber es war nicht mehr schön. Ich war unzufrieden, traurig das keine Gemeinsamkeiten mehr da waren, vereinsamte innerhalb der Versammlung. Aber wehe ich ging nicht in den Predigtdienst oder lies 2 mal hintereinander die Versammlung ausfallen dann wurde ich teils mit bitterbösen Anrufen bombardiert. Oder es klingelte an der Haustür. Das wurde so viel das ich mir eine zusätzliche Telefonnummer anschaffte und zeitweise die Türklingel abdrehte.

Dann wurde ich richtig Krank. Etwas von dem ich niiiie dachte das es mich je betreffen könnte. Wer denkt sowas schon wenn er sich zur Taufe entschließt. Ich bekam eine Blutkrankheit. Mein Körper bildet kaum Blut. Als Frau Anfang 30 eine Katastrophe. Es ging soweit das ich ins Krankenhaus musste, mir fehlte über die Hälfte an Blut im Körper. Die Lungen schmerzten dadurch, weil das Sauerstoff nicht abtransportiert wurde, und ich war schlapp. Ich bin anonym dahin. Habe keiner Schwester und keinem Bruder was gesagt aus Angst wegen dem Krankenhaus Verbindungskomitee. Beim ersten Krankenhausaufenthalt gings gut, beim zweiten nicht. Da kam ich dann zu eine Schwester aufs Zimmer. Ich hab mich dann verlegen lassen und als es mir besser ging zuhause vom Arzt versorgen lassen. Ich hab mich aufgerappelt und bin dann - nur um den Zeugen zu entkommen 500 Kilometer durch Deutschland gezogen.

Weg von meiner Familie, weg aus meiner Heimat. Das muss man sich mal vorstellen! Erst hier hab ich den Mut und die Kraft gefunden einen Ausstieg zu schaffen. In diversen Foren hab ich Hilfe und Unterstützung sowie Infos bekommen.

~~~~~

Du hast oben in deinem Posting geschrieben, das du das Thema Predigtdienst tot schweigst. Das wird dir aber nicht mehr lange helfen. Ohne Predigtdienst keine Taufe. Nur ungetaufte Verkündiger sind zur Taufe zugelassen. Und Predigtdienst ist nicht so einfach. Mir gings damit relativ schlecht. Als ungetaufte Verkündigerin bekommst du vermutlich eine Schwester an die Seite, die ein Heimbibelstudium hat, damit du etwas Ruhe vor dem Sturm hast. Der Dienst wird dir anfangs sicher Spass machen. Aber später wird sich das ändern. Dann kommts drauf an, ob du für den Dienst geboren bist. Ich wars nicht. Ich hatte schon morgens beim Aufstehen Bauchschmerzen vor Angst. Ich wußte immer nicht was ich sagen sollte. Dann taten mir irgendwann die Leute leid. Grade am Wochenende. Ich stellte mir vor, da sind hart arbeitende Menschen, die am Wochenende eigentlich nix als ihre Ruhe haben wollen. Wie oft hatte ich Samstags Menschen mit Morgenmantel an der Tür. Die wollten eigentlich nur ihre Ruhe und ausschlafen.
Wie oft wurde ich vom Grundstück verscheucht. Einmal hab ich mir fast den Arm gebrochen. Er war angeknaxt, also gabs ne Gipsschiene. Ich könnte dir Storys aus dem Dienst erzählen da schlackerste mit den Ohren. Das würde hier aber den Rahmen sprengen.

Jedenfalls kannst du dich nicht taufen lassen, ohne das du in den Dienst gehst. Ich weiß im Nachhinein nicht, warum ich das überhaupt alles gemacht hab. Ich war blind, und sowas von überzeugt von allem. Früher, vor den Zeugen war ich "normal" gläubig. Jetzt im Nachhinein ist alles kaputt. Ich kann für keine religiösen Feste mehr Freude empfinden. Bei Diskussionen unter Kolleginnen die sich um Religion drehen wende ich mich ab, weil ich damit schon so oft angeeckt bin. Auch habe ich bei vielen Dingen heute noch ein schlechtes Gewissen. Durch die Zeugen ist viel kaputt gegangen.

Ich kann dir eigentlich nur den Rat geben, überlege gut was du als nächstes machen willst. Bedenke wie es dir in der Zukunft ergehen könnte. Nur weil du dich jetzt in der Versammlung wohl fühlst muss das für die Zukunft noch gar nichts bedeuten. Um den Dienst wirst du langfristig nicht mehr drumherum kommen. Vielleicht solltest du dich Fragen, warum du Zeugin werden willst. Du schreibst oben, "Ich bin kein religiöser Mensch. Mir geht das alles am Arsch vorbei"
Mit dieser Einstellung solltest du besser keine Zeugin werden, weil von dir religiös viel Abverlangt werden wird. Du musst 150% hinter der Sache stehen. Frage dich ob du das bis an dein Lebensende aushalten kannst. Es ist wie eine Lüge, du würdest dir selbst was vormachen, und du solltest dich fragen, ob du wegen ein bissel freundschaftlichem Zusammensein das alles machen willst. Zumal es nicht gesagt ist, das das nach der Taufe noch so bleibt. Die Zeugen können ziemlich schnell ungemütlich werden, wenns um Beisammensein ausserhalb der Versammlung geht. Und wenn ein Erlass aus Berlin kommt, das in Zukunft geselliges Beisammensein zu unterlassen ist, dann musst du dich daran halten.

Es hat halt nicht nur positive Seiten. Wenn es bei dir nur wegen dem allein sein ist, dann überlege dir, ob ein Sportverein, oder anderer Verein nicht besser ist. Sogar andere kirchliche Vereine (Chor, Frauentreffs, usw) kann ich empfehlen. Weil da das Zusammensein im Vordergrund steht, und das Kirchliche nebenher mitläuft, und im Gegensatz zu den Zeugen wird dir da keiner sagen was du zu tun und zu lassen hast, und wenn du mal keinen Bock hast dann ist es auch OK. Da wird dir dann keiner einen Strick draus drehen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall, egal für was du dich entscheidest, das du deinen Weg machst, und das es dir gut ergeht. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht. Aber es soll durchaus auch Menschen geben, die sich bei den Zeugen wohl fühlen.

LG Belli

von Belliwell - am 08.04.2009 15:16

Ihr habt Recht.
Es war ein Fehler das Thema Predigdienst nicht anzusprechen.
Sie hat mir mehrmals zugesichert das niemand gezwungen wird in den Predigdienst zu gehen.
Heute Abend spreche ich sie klipp und klar darauf an.

Hausieren kommt für mich nicht in Frage – da können sie mich mal Kreuzweise.

Ich muss hart um und in meinem Job kämpfen um eben nicht als scheiß Hausierer in der Gosse zu landen.


von Gottesanbeterin - am 09.04.2009 06:50
Zitat
Gottesanbeterin
Deine Beiträge lese ich am liebsten.
Der ersten Beitrag den ich hier las war von dir.
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,23611,24867#msg-24867
Der sprach mir förmlich aus der Seele und deswegen habe ich mich überhaupt gemeldet.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du mich meinst. Wenn man deinen angegebenen Link anklickt, erscheinen zwar meine Beiträge zum Königreichsdienst, aber der Link von mir führt zu einem Beitrag von User "+", der sich leider kürzlich für unbestimmte Zeit verabschiedet hat. Das erwähne ich nur, weil ich mich nicht mit fremden Federn schmücken will.

Zitat

Das mit dem Studium abbrechen kann ich bestätigen.
Deswegen stellt sich ja jetzt die Frage der Taufe.

Noch stellt sich die Frage der Taufe nicht, weil vorher der Status des ungetauften Verkündigers ansteht. Erst wenn du diesen erfüllst, wirst du zur Taufe zu gelassen.

Zitat

Sie hat mir mehrmals zugesichert das niemand gezwungen wird in den Predigtdienst zu gehen.

Das wird anfangs oft zur Beruhigung gesagt, weil das Hausieren eine Sache ist, die sich die wenigsten Neuen vorstellen können. Man weiß, daß die wöchentliche Indoktrination die dann folgt, schon ihr's tun wird, dich dahin zu bekommen. Wenn nicht ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Zitat

Heute abend spreche ich sie klipp und klar drauf an

Da bin ich aber gespannt. ;-)

PS: Belliwell's Erfahrungen können viele so oder ähnlich bestätigen.

von Frau von x - am 09.04.2009 08:21
Liebe Gottesanbeterin! Solange du nicht getauft bist erhälst Du auf die Frage
nach dem Predigtdienst eine ausweichende Antwort, um Dich nicht zu verlieren!
Oder auch so Antworten, wie: in Gottes Organisation werden vielfältige Fähigkeiten gebraucht und es gibt verschiedene Dienstmöglichkeiten!
Glaube ihnen nicht---alles nur schmeichelnde Worte!!!

von Maxi - am 09.04.2009 10:03

Lass dich taufen!! - - - Werde Mitsklave im Herrn!

Erfüllst du die Anforderungen?

Voraussetzung für eine Taufe bei Jehovas Zeugen ist, dass du bereits als ungetaufter Verkündiger predigen gehst.

Wer nicht predigen geht, wird nicht getauft und kann kein ZEUGE Jehovas werden...

Falsche Taufformel - unchristlich
Der Auftrag Jesu: »tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes«


Der Druck zu predigen ist ungebrochen
Von Kindern bis zu alten Menschen wird Druck ausgeübt, neue Mitglieder zu werben.


Ach, wie simpel
HAST DU GEGEN DEN HEILIGEN GEIST GESÜNDIGT?
Wachtturmstudienartikel für den 26.August 2007
Wie immer wieder als Allheilmittel gegen alle Sünden und alle Probleme:

Predigen hilft.



Hinter der Änderung der Tauffragen steckt mehr

Im Wachtturm 15.04.1987,S.12 [Fußnote] steht:

"Vor kurzem wurden die beiden Fragen, die Taufbewerbern gestellt werden, vereinfacht, damit diese völlig verstehen, was es bedeutet, ein enges Verhältnis zu Gott und zu seiner irdischen Organisation zu erlangen, und damit sie dementsprechend antworten können."



"Vereinfacht" in dem Sinne, dass sie nun klar verstehen, dass es keinen Sinn hat, dagegen zu klagen. Vorher hatten manche noch die Illusion, sie KÖNNTEN dagegen klagen, sie wurden aber eines besseren belehrt.

"Viele hatten bei Gemeinschaftsentzug gerichtlich geklagt, sie seien ja nie in eine Organisation eingetreten, also könne man sie nicht ausschliessen. In den USA ist das aufgrund der zweiten Tauffrage abschlägig beschieden worden, d.h. mit dem Ja auf diese Frage gibt jemand zu erkennen, dass er in etwas eingetreten sei, woraus man ihn auch wieder ausschliessen könne und könne somit nicht dagegen klagen.
Genau das war auch die Absicht der WTG, als die die Tauffragen änderte. Man muss davon ausgehen, dass inzwischen jedes Wort, jeder Buchstabe von WT-Juristen "gescannt" wird und das Legal Department hat mittlerweile mehr Einfluss als das Service oder Writing Department.






von Engeln begleitet

Der Wachtturm 01.07.04 S. 9

"Im Predigtdienst werden wir immer von Engeln begleitet - was für eine Ehre!"

"Wenn Jehova sein Urteil vollstreckt, möchte ich nicht, dass irgendjemand aus meinem Umfeld ihm oder seinen Zeugen Nachläsigkeit vorwerfen und behaupten kann: ,Ich bin nie gewarnt worden!'"

"Wenn wir predigen, befinden wir uns ,vor Gottes Augen in Gemeinschaft mit Christus'. Wie begeisternd! Wir werden im Predigtdienst immer von unseren besten Freunden begleitet"


9 Der Bericht über den erstaunlichen [Dummenfang] zeigt auch, wie wichtig es ist, [Jehovas Zeugen] aus dem richtigen Beweggrund zu [demaskieren] = aus Liebe.


[Änderung: bitte im Original vergleichen!]

*************************


Lustigerweise gibt es auf der Seite 9, Der Wachtturm 01.07.04, einen "Kasten":

Veröffentlichungen für Blinde

...


Was würden Jehovas Zeugen nur tun, wenn ihnen ihre Bibelerklärung mittels Symbolik versperrt bliebe?

Beispiel:
Das Eine wie das Andere ist an den Haaren herbeigezogen.

Eines ist sicher: die katholische Kirche ist sicherlich auch nicht so heilig, aber so pervers hat sie die Menschen noch nie irregeleitet.

Seite 11 im obigen Wachtturm abgewandelt:

In der großen Erfüllung dieser Prophezeiung stellt der Mann, der ein Jude ist, den Papst und die Kurie dar, und die "zehn Männer" stehen für die "große Volksmenge der katholischen Gläubigen".


Beweise? Beweise für die Aussage von Jehovas Zeugen sind so hanebüchen wie die Aussage sebst.

Offenbar wird mit allen Mitteln gepowert um "Mehrung" sprich Gläubigenzuwachs zu erhalten oder den Abgang aufzufüllen.

Seite 12

... dass der Ehemann es für nötig hielt, seien Arbeitszeit zu reduzieren, um einen Tag mehr pro Woche für Bibelstudien mit Interessierten zur Verfügung zu haben.


Zielgruppe in allen Ländern: die dortigen AUSLÄNDER

Der Wachtturm, S. 13

Erfahrene Verkündiger haben sich vermehrt darauf konzentriert, ihr Predigtgebiet auszuweiten. Sie predigen nicht nur von Haus zu Haus, sondern mittlerweile auch auf Flughäfen, in Bürogebäuden, in Geschäften, auf Parkplätzen, an Bushaltestellen, auf der Straße, in Parkanlagen, an Stränden und an ähnlichen Orten.


Der Wert eines Menschen, der Wert des Glaubens, der Wert der Gottgefälligkeit, wird bei Jehovas Zeugen ganz offenbar nur an einem Maßstab gemessen:

Ob der Mensch nützlich ist. Ob der Mensch predigen geht.

Der Wachtturm, 01.07.04, S.16

Allerdings sind wir traurig darüber, dass einige unserer Glaubensbrüder geistig schwach geworden sind und Christi Gebot, Jünger zu machen, weniger eifrig oder gar nicht mehr befolgen. Können wir ihnen irgendwie helfen, wieder Verbindung zur Versammlung zu bekommen und sich wieder am Jüngermachen zu beteiligen?

Jeder, der im Dienst nachgelassen hat oder sich gar nicht mehr daran beteiligt, sollte uns aufrichtig am Herzen liegen.


Der Wachtturm, 01.07.04, S. 31

Wann wird jemand ein "Mitsklave im Herrn"? Wenn er bereitwillig das tut, was von einem Sklaven erwartet wird, und sich selbst verleugnet. ... Jemand beginnt Christus nachzufolgen und unterwirft sich völlig dem Willen Gottes, wenn er sich Gott hingibt. Anschließend lässt er sich taufen und wird ein ordinierter Diener Gottes, der Jehovas Wohlgefallen hat*

Meistens ist jemand nur eine kurze Zeit als ungetaufter Verkündiger tätig, bis er so weit ist, sich taufen zu lassen.






Eine Taufe kann auch nützlich sein...
Jehovas Zeugen beachten einen Mord vor der Taufe nicht.

MORD wird nicht beachtet

Marihuana rauchen - ein Komiteefall.
Nicht aufgeklärte Mordfälle hingegen nicht!

von Bauer - am 09.04.2009 13:07
Zitat
Gottesanbeterin
Ihr habt Recht.
Es war ein Fehler das Thema Predigdienst nicht anzusprechen.
Sie hat mir mehrmals zugesichert das niemand gezwungen wird in den Predigdienst zu gehen.
Heute Abend spreche ich sie klipp und klar darauf an.

Hausieren kommt für mich nicht in Frage – da können sie mich mal Kreuzweise.

Ich muss hart um und in meinem Job kämpfen um eben nicht als scheiß Hausierer in der Gosse zu landen.


Frag es nur an. Ich bin kein Hellseher, aber ich kann dir die Antwort, die du am Abend bekommen wirst auch jetzt schon sagen.

Schwester Belli an:
~~~
Grundsätzlich wird dich kein Zeuge Jehovas zum Dienst zwingen . Wir zwingen niemanden. Es wird immer als etwas schlechtes dargestellt von Menschen, die Jehova böses wollen, vielleicht sogar von Satan. Niemend kann gegen seinen Willen etwas machen was er nicht will. Auch Jehova Gott weiß das. Aber je mehr du über Jehova lernst, desto mehr wirst auch du dich von ihm angezogen fühlen, und weil er dich liebt und in dein Herz sehen kann wird er auch merken das du ihn liebst. Irgendwann liebst du ihn so sehr, das du ihm etwas zurückgeben willst. Weil er dich ja zuerst geliebt hat. Und das ist dann der Zeitpunkt wo du ihm zeigen darfst wie sehr du Jehova liebst. Und das ist ein Vorrecht, das nicht jeder Mensch hat. Bla bla bla...
Überlege doch mal, wenn du jemanden liebst, dann wirst du doch sicher wollen das er dich auch liebt und du würdest einfach alles tun um ihm zu zeigen wie sehr du ihn liebst. Bla bla bla....
~~~
Schwester Belli aus!

So in etwa wird das aussehen. Vielleicht wird man auch gebeten einmal in den Dienst mitzukommen, um zu sehen, das das gaaaarnicht so schlimm ist. Dann hat man eine super vorzeige Schwester, vielleicht Pionier an der Seite, und du wirst in ein Gebiet geführt, wo die Menschen einfach sind. Es gibt da ja unterschiedliche Predigtdienstgebiete und irgendeins wird sich für dich eignen.

Ich weiß, es ließt sich alles so einfach. Und es wirkt alles negativ. Ich kann dir da nur von mir berichten wie ich es erlebt hab. Vor etlichen Jahren war ich in der gleichen Situation wie du heute. Man hat mich vor Internetforen gewarnt. Überall herrscht Satans Geist, wenn es nach Meinung der Zeugen geht. Ich hab vor meiner Taufe auch in den Foren gelesen, mich informiert.... und hab mich trotzdem taufen lassen. Jetzt bin ich eines besseren belehrt. Man könnte sich fragen, warum ich mich trotz der Forenbeiträge hab taufen lassen. Eigentlich hätte ich nein sagen müssen. Und trotzdem bin ich diesen Weg gegangen. Daran erkennt man, wie die Zeugen die Menschen beeinflussen.

von Belliwell - am 09.04.2009 14:42
Und, wie ist es dir ergangen? Wie ist das Gespräch verlaufen? Ich hoffe es war informativ für dich und hoffe sie haben dich wirklich zu nichts gezwungen.

von Belliwell - am 11.04.2009 17:19
Zitat
Belliwell
... Ich weiß, es ließt sich alles so einfach. Und es wirkt alles negativ. Ich kann dir da nur von mir berichten wie ich es erlebt hab. Vor etlichen Jahren war ich in der gleichen Situation wie du heute. Man hat mich vor Internetforen gewarnt. Überall herrscht Satans Geist, wenn es nach Meinung der Zeugen geht. Ich hab vor meiner Taufe auch in den Foren gelesen, mich informiert.... und hab mich trotzdem taufen lassen. Jetzt bin ich eines besseren belehrt. Man könnte sich fragen, warum ich mich trotz der Forenbeiträge hab taufen lassen. Eigentlich hätte ich nein sagen müssen. Und trotzdem bin ich diesen Weg gegangen. Daran erkennt man, wie die Zeugen die Menschen beeinflussen.

Hallo Belliwell,

deine Äußerungen zu den Internetforen sind interessant.

Zimbardo Psychologie S.318
Quellen des Irrationalen

Wie haben Sozialwissenschaftler die offensichtlichen Einbrüche des Irrationalen in den rationalen menschlichen Geist erklärt?
Drei Quellen sind genannt worden: die Masse, die Leidenschaften und die Vorurteile.


von X ~ mysnip - am 12.04.2009 11:05
Zitat
Gottesanbeterin
Da hast du recht – und genau da liegt mein Problem.
Die Menschen laufen an mir vorbei und haben besseres zu tun als sich mit mir abzugeben.
Vielen Dank das du mir das hier noch gesagt hast.

Ich bin 43 Jahre und allein stehend.
Es gibt Tage da ist das einzige menschliche Gesicht das ich sehe die Kassiererin im Supermarkt.

Ich sehne mich nach menschlicher nähe.

Seit etwa 2 Jahren kommt eine ältere Schwester mit wechselnden Partnern zu mir.
Ich besuche bereits annähernd regelmäßig die Zusammenkünfte.

Eigentlich verstricken sie sich in mehr Widersprüche als Erklärungen (Gott erschuf den Menschen – nur wer erschuf Gott?) aber sie nehmen sich für mich zeit und antworten mir nicht mit „Du bist Zeitverschwendung“


Hallöchen,

auch wenn ich nicht alle Antworten hier gelesen habe, melde ich mich zu Wort.

Diese Posting stimmt mich traurig.

Denn "wahre" menschliche Nähe, findest du sicherlich nicht wirklich in einer Gemeinschaft, indem Mitglieder dich verraten sollten, solltest du nicht nach Wtg Grundsätzen lebst oder sie verrätst.

Um wahre menschliche Nähe zu finden, wäre es ratsam sich selbst zu klären und sich zu finden.

Alles andere ergibt sich dann von alleine.

Wenn man keine Nähe hat, bedeutet es meistens, dass man unbewußt, Angst vor Nähe hat. Sonst hätte man wirkliche Nähe im normalen alltäglichen Umfeld.

Man würde auf die Straße gehen und Menschen treffen, kennenlernen, egal wo.

Wem dem nicht so ist, hängt dass sicherlich nur an uns selbst.

Dies waren ein paar Gedanken aus meinem Erfahrungsschatz.

Alles Gute für die Zukunft

LG aus Karlsruhe
Giovanna


von Giovanna - am 12.04.2009 11:47
Hallo,

ich wollte mich noch mal melden.
Der Alltag hat mich wieder und mit dem Ende meiner Osterferien sitze ich auch wieder am PC.

An dem besagten Abendmahlabend traf ich die Zeugin die mit mir Studiert.
Auch wenn ich bei weiten nicht alles gelesen hatte was ihr mir vorgeschlagen hattet war ich doch etwas vorbereitet auf das Gespräch.

Meine erste Frage war rundheraus:

„ist zur Taufe es notwendig zum Predigen zu gehen?“

Erst antwortete sie wieder ausweichend.
An den genauen Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern.
Aber ich hakte konkret nach, indem ich sagte das sie mir schon mal sagte das niemand zum Predigen gezwungen wird.
Ihre Antwort war sinngemäß das auch niemand zur Taufe gezwungen wird.

So also meine Folgefrage ob man Zeuge Jehovas sein könne ohne zu Predigen.
Sie meinte das Predigen zur Taufe notwendig wäre.
Im Sinne von „man kann nur Zeuge von etwas sein wenn man es bezeugt“

Darauf hin fragte ich sie, welcher erste Christ eine Uhr besaß um seine eingesetzte Zeit zu messen und an wen und wohin er monatlich diese Zeit berichtete.
Oder welcher erster Christ religiöse Schriften monatlich bezog um diese als Hausierer zu verteilen.
Sie solle mir doch bitte den Täufer in der Bibel zeigen der von seinen Täuflingen zuerst einen Nachweis für Predigtstunden verlangte.
Und sie solle mir doch bitte die Stelle der Bibel zeigen die mich ultimativ auffordert einen Mindestobolus zu geben.
Die mich dann auffordert dieses erzwungene Geben Schriftlich hinauszuposaunen und die Stelle in der Bibel zeigen in der sich Gott Verpflichtet solch eine Mindestspende mit einem ewigen Leben zu belohnen.

Ich Predige.

Meine Linke Hand weiß jedoch nicht wie viel meine Rechte tut.
Wer ist das, dem diese Aussage nicht genügt?
Wer ist das, der mir den Weg zu Gott verwehren will?

Ich geb’s ja zu das ich schon mit einer gewissen Vormeinung dort hingegangen bin, aber ich fand es doch nur Fair auch ihr das Wort dazu zu geben.

Ich verließ die Kirche noch vor Veranstaltungsbeginn.


von Gottesanbeterin - am 20.04.2009 13:11
:cheers:
:hot:

:p

Danke für den Bericht!

von Drahbeck - am 20.04.2009 13:20
Zitat
Gottesanbeterin
Hallo, ich wollte mich noch mal melden.

Du hast uns ganz schön auf die Folter gespannt. ;-)

Zitat

Erst antwortete sie wieder ausweichend. ... Aber ich hakte konkret nach, ... .

Sehr gut, nur so bekommt man auch konkrete Antworten.

Zitat

Darauf hin fragte ich sie, welcher erste Christ eine Uhr besaß um seine eingesetzte Zeit zu messen und an wen und wohin er monatlich diese Zeit berichtete.
Oder welcher erster Christ religiöse Schriften monatlich bezog um diese als Hausierer zu verteilen.
Sie solle mir doch bitte den Täufer in der Bibel zeigen der von seinen Täuflingen zuerst einen Nachweis für Predigtstunden verlangte.

ZJ behaupten, alles mit der Bibel begründen zu können. Deine Argumente belehrten sie eines besseren.

Zitat

Ich verließ die Kirche noch vor Veranstaltungsbeginn.

Darf ich fragen, ob die Sache damit für dich beendet ist?

von Frau von x - am 21.04.2009 10:03
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