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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck, Christel gmx, Gerd B.

Gysi

Startbeitrag von Drahbeck am 21.04.2009 09:54

Vielleicht habe ich da was „in die verkehrte Kehle" bekommen. Das will ich ja nicht grundsätzlich ausschließen, aus dem Grunde, weil mir etliche Postings in „Infolink" ohnehin zu „seicht" sind. In der Folge dessen besteht die dortige Lektüre mehr oder weniger nur in einem Überfliegen. Weniger im eigentlichen lesen.

Jedenfalls meinte ich registriert zu haben.
Die dortige Userin „Christel", bekanntermaßen und erklärtermaßen katholischer Konfession, meinte sich auch auf den Herrn Gregor Gysi per Link berufen zu können.
Ihrem Link bin ich allerdings nicht gefolgt, da ich ihre Meinungen, in nicht seltenen Fällen, nicht teile.

Tenor ihrer Verlinkung war aber doch wohl.
Selbst Herr Gysi würde ja die Fahne der Religion hochhalten.
Tut er das so wirklich?

Es ist bekannt, mir im besonderen auch, dass sein Vater in der DDR, nach vormaligen Botschafterposten in Italien, davor gar für Kultur zuständig, dann Staatssekretär für Kirchenfragen wurde.
Wenn also Gysi Senior, wie im nachfolgend verlinkten Video, dem Gysi Junior auch mal sagte. Er werde es in Tausend Jahren noch nicht erleben, dass Religion „ausgestorben" sei. Dann kann auch ich solch einem Votum nur zustimmen.

Damit ist aber der konkreten Ausgestaltung der Religion an sich, noch kein Freibrief erteilt.
Manches kann „man so oder auch anders machen".

Der Kampf kann sich also nicht zum Ziel die „Ausrottung" der Religion setzen. Ein völlig aussichtsloses Unterfangen. Wohl aber das bemühen, notwendige Korrekturen anzumahnen.

Ich vermute mal, besagte „Christel" wird in diesem Forum ohnehin nicht lesen.
Sollte wieder erwarten das dennoch der Fall sein, würde ich ihr die nachstehende Verlinkung in Sachen Gysi anempfehlen.
Ich glaube kaum, dass die sich mit ihrer Interpretation deckt.

http://www.youtube.com/watch?v=6A9m4CtFVug

Antworten:

Habe Christel - sie heißt wirklich so - diesen Link per Mail gesandt.

Abendgrüße!

PS. zum Beitrag:
Auch ich lese Infolink nur mehr schnell quer. Da gibt es Leute wie GSO & Co, die laufend christliche Phantome attackieren, obwohl diese ehemaligen User zu manchen Themen nichts mehr schreiben. Sie sind längst auf Bonsaigröße geschrumpft worden. Manche psychisch Belastete wollen so ihr Überdruckventil entlasten, ein zuständiger Psychologe würde ja was kosten, dort geht es kostenlos, aber auf Kosten der nur mehr rudimentären christlichen Bekenner, die sich prompt vertschüssen. :rp:
Aufklärung?

von Gerd B. - am 21.04.2009 17:39
Hallo Drahbeck, ich bin die „Christel“, die Du erwähnst.

Also, hier liegt eindeutig ein Mißverständnis vor. Dieses ist sicher entstanden, weil Du den Diskussionsverlauf nicht genau verfolgt hast.

Gregor Gysis Biografie ist mir bekannt, gerade deshalb habe ich ihn zitiert.

Der in „Infolink“ zuweilen vertretene „Atheismus“ ist nämlich radikaler als der von Gregor Gysi.
Gysi spricht im Gegensatz zu diesen, den Christen nicht jegliche Moral ab.
Daher stellte ich folgendes in „Infolink“ ein:
Zitat

Gregor Gysi: „Auch als Nichtgläubiger fürchte ich eine gottlose Gesellschaft“.
forum.politik.de/forum/showthread.php?t=210672#result

Zitat

„Glauben muss man einfach respektieren“, so Gysi. Eine gottlose Gesellschaft heute
sei eine wertelose Gesellschaft, findet Gysi.
www.augustinus.de/bwo/dcms/sites/bistum/pfarreien/homepages/pfr/kleinostheim/Lesenswert-LuetzGott.pdf


Auch Dein eingestellter Link auf youtube bestätigt das. Gysi ist Atheist, aber nicht solch radikaler Natur, dass er Christen grundsätzlich die Moral abspricht.

Gysis Argument „Pflichtfach Religion = Zwang“ ist falsch. Angestrebt wird eine Wahlfreiheit zwischen einem Pflichtfach „Religion“ und einen „Pflichtfach Ethik“. Angestrebt wird also eine größere Freiheit!

Gysi vertritt einen Zwang zum Pflichtfach „Ethik“.
Wird dieses Fach „Ethik“ vom „Humanistischer Verband“ unterrichtet, dann kann man kaum von einem neutralen Unterricht sprechen.

Hinzu kommt, dass Werte, die Gleichheit aller Menschen sowie die Beschreibung anderer Religionen sehr wohl auch im Religionsunterricht behandelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christel


von Christel gmx - am 25.04.2009 09:01
Ja dann danke ich erst mal für die Rückmeldung.
Folge ich dem Link aus dem Politikforum, beruft man sich dort wohl auf die Zeitschrift „Cicero" deren Pro-Religion-Orientierung, mir schon mehrmals (unangenehm) aufgefallen ist, ohne dieses Blatt selbst zu lesen (was ich auch künftig nicht tun werde).
Gemäss „Cicero" soll also Gysi auch erklärt haben (wann, wo, in welchem Kontext?)
„Auch als Nichtgläubiger fürchte ich eine gottlose Gesellschaft".

Nun in dem verlinkten Film von Gysi, ist eine Aussage dieser Radikalität nicht vorhanden. Das gilt es auch ganz klar festzustellen.

Ich persönlich würde das „Pferd etwas anders aufzäumen".
Mit Gysi und anderen stimme ich dahingehend überein. Auch unter Christen gibt es hochmoralische Leute. (In einem Nebensatz räumt er dann aber auch ein. Auch das Gegenteil davon sei ihm bekannt). Auch dabei Übereinstimmung meinerseits.

In meiner Sicht stellen breite Teile heutigen Christentums „Kulturchristentum" dar. Weniger Bibelchristentum Made in Urchristentum. Will man nämlich tatsächliches Urchristentum praktizieren, gelangt man sehr schnell auf dem Level des Narrentums mit konkreten Endzeitdaten, Mit Erklärung des Holocaust als „Gottes Willen", da gemäß Jeremia 16, 16 ja die Juden auch von „Jägern" ins vermeintlich „Heilige Land" zurückgetrieben werden sollen und anderes mehr.

Und diese Narren entblöden sich auch im Splittergruppen-Bereich der WTG-Religion, Hitler dabei als „Gottes Werkzeug" zu interpretieren.
Mit diesen Narren,´ich wiederhole die Vokabel nochmals zum „Mitschreiben" - Narren - gibt es für mich keine Übereinstimmung.

Anders werte ich schon mal „Kulturchristen". Nur, wie gesagt den spreche ich es aber auch ab „Bibelchristen im Sinne des Urchristentums" zu sein.

Nun erlebt man es ja auch im ZJ-Bereich im besonderen, dass da mancher der da aus seinen „Träumen" freiwillig oder unfreiwillig herausgerissen wird, schlimmstenfalls in der Gosse, nebst ärgeren landen kann. Diese Gefahr sehe ich auch wohl. Nur bin ich allerdings nicht bereit, wegen dieser Gefahr nun dem Narrentum einen „Freibrief" zu bewilligen.

Interpretiert mal Gysi's Cicero-Aussage in der Richtung, dann kann man sie auch anders formulieren.

Da werden Menschen aus ihrer vermeintlichen Bürgerlichkeit herausgerissen, bedürfen aus dem Grunde nicht selten Ratschläge professioneller Psychologen, die es wenn es um Individualberatung geht, leider eben nicht kostenlos gibt.
Dieses Dilemma sehe ich auch.

Trotzdem bleibe ich bei meiner These. Das alles kann ich nicht als Freibrief fürs Narrentum akzeptieren.

Was die morgige Abstimmung in Berlin anbelangt, siehe die Zitate aus der heutigen „Berliner Zeitung" dazu in der Serie „Im Zeitspiegel".

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,25328,26199#msg-26199
25. April 2009 08:14
Das was da meinerseits zitiert wird (aus genanntem Blatt) entspricht weitgehend auch meiner Einschätzung, und ist damit wiederum, konträr zur Meinung von Christel.

Vertiefen wir letzteres jetzt nicht unbedingt.
Am kommenden Montag, werden höchstwahrscheinlich viele (einschließlich meiner Person) in der Sache schlauer sein.

Irgendwie erinnert mich ja dieser Disput auch an die heißen Diskussionen, und auch politischen Widerstand, der der Einführung des Faches LER in Brandenburg (Lebenskunde Ethik Religion) vorausging. Unterm Strich haben kirchliche Kreise zumindest in Brandenburg, ihre konträren Vorstellungen ein Alleinmonopol diesbezüglich haben zu wollen, nicht durchsetzen können.

Da ich kein Prophet bin, weis ich selbstredend nicht, wie das diesbezügliche Ringen in Berlin ausgeht.
Schaun' war also mal, wenn es soweit ist!

von Drahbeck - am 25.04.2009 10:16
Das Zitat war nicht mein Ausgangspunkt.
Es ist schon geraume Zeit her, da äußerten sich mir gegenüber Christen aus Berlin (keine Linken), die Gregor Gysi persönlich kennen, in dieser Richtung. Daher war das für mich glaubwürdig.
Ich erinnerte mich daran und suchte ein passendes Zitat.
„Wann, wo, in welchem Kontext sich Gysi äußerte wäre eine Rechercheaufgabe. Ich weiß es nicht.

Dass Splittergruppen im Bereich der WTG-Religion, Hitler als „Gottes Werkzeug" zu interpretieren ist mir neu. Wo kann ich das finden?

Sogenannte „Bibelchristen“ nehmen für sich in Anspruch „Urchristen“ zu sein. Das spreche ich denen ab.
Mal abgesehen davon, dass damals eine ganz andere Zeit und Kultur herrschte, in die niemand zurück kann, unterscheiden sich „Bibelchristen“ doch sehr von den ersten Christen.
Unterscheide:
- Die ersten Christen hatten keine Bibel, die Bibel steht im Zentrum des Denkens und Handelns der „Bibelchristen“.
- Paulus verkündete ein gesetzesfreies Evangelium, Bibelchristen betrachten die ganze Bibel wie ein Gesetzbuch.

Der Rabbiner Jacob Neusner erklärt in seinem Buch „Ein Rabbi spricht mit Jesus“ (Freiburg : Herder, 2008. - ISBN: 978-3-451-29583-6 - ¤ 16,90) treffend den Unterschied zwischen Judentum und Christentum, den ich bei „Bibelchristen“ so nicht mehr finde.

Ich denke nicht, dass Gregor Gysi’s Aussage, wie immer sie gemeint sein mag, irgendein fundamentalistisches Christentum das Wort reden will.

Die Abstimmung „Pro Reli“ führte nicht zum Erfolg der Initiative.
Nun hat weiterhin „LER“ das Monopol. Es gibt keine Wahlfreiheit, oder?


von Christel gmx - am 29.04.2009 16:06

Re: Jeremia 16 : 16

Zitat
Christel gmx

Dass Splittergruppen im Bereich der WTG-Religion, Hitler als „Gottes Werkzeug" zu interpretieren ist mir neu. Wo kann ich das finden?


Zum Thema Auslegung Jeremia 16: 16.
Namentlich bei der Gruppierung „Tagesanbruch" nachweisbar.
Etwa in der Deutschsprachigen, 1943 in den USA gedruckten Schrift dieser Gruppe „Gott und Vernunft".

Auch in der gleichfalls dem „Tagesanbruch" zuzuordnenden Schrift von Wilhelm Burmester
„Die Harfe Gottes von 10 Saiten"
In letzterer die Aussage:
„Der Feigenbaum ist die jüdische Nation, welche bereits seit Jahrzehnten in Palästina gesammelt wird: zuerst durch Fischer (den Zionismus), sodann durch Jäger (antisemitische Verfolgungen) gemäß Jer. 16:16 .."

Namentlich den Holocaust nennt man nicht unbedingt wörtlich, aber man distanziert sich auch nicht ausreichend. Und die relevanteste antisemitische Verfolgung die in dieser Lesart „von Gott beauftragte Jäger" darstellen sollen ist eben das.

Egal wen man aus dieser Szene weiter sichtet, etwa Werner Hodler mit seinen Pro-Israel-Schriften (40er und 50er Jahre in der Schweiz publiziert). Sie alle können es sich nicht verkneifen, auf die dubiosen „Jäger" als vermeintliche „Werkzeuge Gottes" hinzuweisen.

Selbst bei der unterlegenen Vizepräsidentschafts-Kandidatin in den USA, Sarah Palin, gab es eine ähnliche Tendenz,

Siehe
www.sueddeutsche.de/politik/537/309473/text/

Das sie denn Pro Israel eingestellt ist bestreitet ja niemand. Der Knackpunkt liegt eben in dem Dunstkreis in dem sie sich bewegt.

Nochmals das Detailzitat

„ , dass die terroristischen Angriffe auf Israel "Gottes Urteil" für Juden war, die nicht den christlichen Glauben annehmen wollen ..."

Da ist in der Neuzeit also nicht mehr vom Holocaust (direkt oder indirekt) die Rede, Den Platz nehmen jetzt also „terroristischen Angriffe auf Israel" wahr, die in der Lesart jener Pfingstlerischen Gruppen, der die Palin zuortbar ist, „Werkzeuge Gottes" darstellen.
Greift nun die Tagespresse solche Ausrutscher auf, ist es schon nachvollziehbar, in ihrer Position, dass ihr dann etwas unheimlich wird, und formale Dementis erfolgen.

Über die "Glaubwürdigkeit" solcher Dementis kann man allerdings durchaus anderer Meinung als besagte Palin sein.

Genau auf ähnlicher Wellenlange schwamm eben früher auch der „Tagesanbruch".

Früher deshalb, dieweil er in der Gegenwart der Rubrik Bedeutungslos zuortbar ist.

Man vergleiche thematisch auch:
http://www.manfred-gebhard.de/19582Zionismus.htm

von Drahbeck - am 29.04.2009 17:13

Re: Jeremia 16 : 16

„Markenzeichen" der Rutherford-Hörigen, dann in der Nazizeit besonders zur Wirksamkeit kommend (später auch noch in Ostdeutschland), war ihre 1929 eingeführte Obrigkeitslehre.
Da bestimmten also Rutherford und Co, wen und was sie als Obrigkeit anerkannten, und wen und was eben nicht. Eine „ideale" Ausgangsbasis für Konflikte.

Dem Bereich der Splittergruppen mit WTG-Background ist auch die Zeitschrift „Botschafter für den Haushalt des Glaubens" zuortbar. Ihr Herausgeber, Friedrich Bösenberg, einst auch WTG-Höriger, machte dann zur Zeit des ersten Weltkrieges, seinen „eigenen Laden" auf.
Wie nun 1933 die Verbotswelle die Zeugen ereilte, war auch sein Unternehmen davon mitbetroffen.
Aber, es gelang ihm in Verhandlungen mit den Behörden (regionaler Bereich heutiges „Baden Württemberg") sein „Schiff" wieder „flott zu bekommen". Das will heißen, nach einer Unterbrechung aus vorgenannten Gründen, könnte er sein Blatt in der Nazizeit weiter herausgeben.

Es verstand sich, als grundlegende Vorbedingung, dass er selbstredend in der Obrigkeitsfrage eine andere Position bezog als die Rutherford-Hörigen.
Und über diesen Umstand lies er auch, soweit es an ihm lag, nie einen Zweifel aufkommen.

In der Ausgabe des „Botschafter für den Haushalt des Glaubens" vom November/Dezember 1935
entblödete nun auch er sich zu der Aussage, unter der Überschrift „Gott und die Juden" (S. 181f.):

„Gott hat an diesem Volke seine Drohung wahrgemacht:
Euch allein habe ich erwählt aus allen Geschlechtern der Erde; darum will ich eich für alle eure Verschuldungen büßen lassen" (Amos 3,2). Und des Volkes schwerste Verschuldung war der Unglaube, der auch den Sohn Gottes verwarf und ausrief: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!" -
Furchtbar müssen noch immer die Juden büßen für ihren Unglauben, ihren Ungehorsam, ihre Halsstarrigkeit und Untreue. ...
Wie Gott es durch den Propheten Jeremia vorhergesagt hat, sendet Er jetzt „Fischer", um die Juden herauszurufen aus den anderen Völkern, worunter wie sicher zunächst die zionistische Bewegung verstehen dürfen; und da sie sich von diesen „Fischern" nicht wollen fangen lassen, sendet Gott in der weltweiten antijüdischen Bewegung auch die „Jäger", daß sie sie jagen von jedem Berge und vor jedem Hügel und aus den Felsenklüften (Jes. 16, 16). Zwiefach hat Gott ihnen vergolten alle ihre Ungerechtigkeiten ..."

In der Ausgabe vom Mai/Juni 1936 legte er dann noch mit der Aussage nach:

„Nehmen wir dazu das Treiben der Juden, welches nicht nur in unserm Volke, sondern fast in der ganzen Welt zu einer immer stärker werdenden Judengegnerschaft geführt hat! In diesen und ähnlichen Erscheinungen können wir nur mit tiefem Schmerze die weltweite Erfüllung des Gotteswortes in Hes. 36,19ff. erblicken: „Ich zerstreute sie also unter die Völker und sie wurden in die Länder zersprengt; nach ihrem Wandel und ihrem ganzen Tun ging ich mit ihnen ins Gericht. ... Wahrlich, wohin wir auch sehen, durch das unwürdige Verhalten des jüdischen Volkes wie auch sog. Christen ist es dahin gekommen, daß der heilige Name Gottes entweiht, entheiligt worden ist! Kann es etwas Schrecklicheres geben? ..."

Nun, Bösenberg musste wohl wissen, was sich zu der Zeit in Sachen Judenpolitik in Hitlerdeutschland abspielte.
Sein Kommentar war da wohl auch eine Art „Begleitmusik" der makabren Art.

Noch eine „Blüte" sei nicht vorenthalten.

In der Ausgabe vom September/Oktober 1936 meint er jubeln zu können:
„Wir sollen und wollen uns freudig und tätig in diese Gemeinschaft einfügen in dem Bewußtsein, daß wir durch die göttliche Ordnung mit dem Schicksal unseres deutschen Volkes verbunden sind, dem Gott, als Retter in der drohenden Not des gottesleugnerischen und gottfeindlichen Bolschewismus, als Führer Adolf Hitler gab."

Mit diesem Beispiel ist wieder mal einmal mehr verdeutlicht, dass der Dissenz in der Obrigkeitsfrage gemäß Römer 13, grundsätzliche Bedeutung hat.
Was hier von Bösenberg zitiert wurde, lässt sich in ungezählten Mengen auch aus kirchlichen Verlautbarungen jener Zeit verifizieren. Bösenberg war da keine Ausnahme, weder im positiven noch negativen Sinne.

Spätestens nach 1962 ist auch die WTG-Religion in den Chorus jener zuückgekehrt, die fallweise mit den Wölfen heulen.

Ein besonderes Wolfsgeheul kann man heuzutage auch unter dem Etikett „KdöR" vernehmen.

von Drahbeck - am 30.04.2009 00:14
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