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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck, Frau von x, prozessor

Zum Beispiel Herr M ...

Startbeitrag von Drahbeck am 11.07.2009 02:46

Benjamin M..., offenbar der für die Journalisten abgestellte Schönredner, anlässlich des ZJ-Kongresses, Variante selbigen in Frankfurt/M, worüber die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" in einem Artikel berichtet.

In der vierten Generation seiner Familie sei also Herr M... schon Zeuge Jehovas, wohnt „standesgemäß" in Selters, dort ebenfalls „standesgemäß" wohl verheiratet, aber keine Kinder habend.

Das wiederum sollte er zu einer anderen Entscheidung letzteren Punkt mal gelangen, hätte die Exmittierung aus Selters zur Folge.
Ob Herr M... glaubt, in solch einem Fall, sich in der freien Wirtschaft dann behaupten zu können (noch dazu in der heutigen wirtschaftlichen Gesamtlage). Darüber hüllt sich der Artikel der FAZ in „wohldosiertes" Schweigen.
Schade eigentlich, wo doch insbesondere die FAZ in dem Rufe steht, Wirtschaftsorientiert zu sein (jedenfalls etwas mehr als andere Blätter).

Noch so ein charakteristischer Satz in diesem Bericht.
Zitat:
„„Für manche", sagt M´..., „sind wir aber auch die letzte Rettung, weil sonst keiner mehr mit ihnen spricht."

Das ist dann wohl ein Symptom der „besonderen Art".
In der Lesart - auch der FAZ - sei ja der Kapitalismus, namentlich der Raubtierkapitalismus - der „Weisheit letzter Schluss".

„Pech" nur, das aber wiederum interessiert die Kreise der Stammleserschaft der FAZ am allerletzten, Pech nur, dass solcher Art „Weisheit letzter Schluss", eben auch „Strandgut" schafft, je länger, um so mehr dann sogar.
Und siehe da, mit seinem Zitat des Herrn M..., scheinen sogar Kreise der FAZ das dann mal zu deuchten.

Kreise der FAZ haben in der Regel mit der Religion, wenig bis nichts am Hut. Letzteres ist zwar nicht ganz korrekt. Natürlich haben auch sie eine Religion. Nur reicht ihnen meistens eine Religion. Zwei zugleich, dass ist wohl weniger auch ihr Geschmack. Und da ihre Hauptreligion eben Money heisst, liegt sogar eine gewisse Folgerichtigkeit darin, dass auch Kreise der FAZ den Spruch des ollen Bismarck, zu ihrem alles überragenden Credo, wenn auch vielleicht nicht immer in Worten, so doch garantiert in der Sache, erhoben haben.

Und bekanntlich lies ja Herr Bismarck verkünden.
Die Religion müsse zuerst und vor allem, dem Volke erhalten bleiben.

Und das die FAZ diese Grunderkenntnis sehr wohl beherzigt, sah man zur Genüge auch bei ihren seinerzeitigen Kommentaren in der KdöR-Angelegenheit.
Denn wie ja auch die FAZ (faktisch) feststellt, die in ihrer Lesart „beste aller Welten", produziert eben auch „Strandgut".
Denjenigen wirklich zu helfen, fühlt sich die FAZ aber zu allerletzt berufen.
Ihr „Hiftsangebot" bestehrt dann wohl in der Aussage.
Man verpasse dem „Strandgut" eine ordentliche Dröhnung „Opium" (religiöses Opium versteht sich), dann werden die schon ruhig sein.

Und so wäscht denn - wieder einmal - „eine Hand die andere".
Auch der FAZ-Artikel kündet ja davon.
Selbst eher dem Großbürgertum zugehörig, hat man für sich selbst wenig bis keine Verwendung für die ZJ-Religion. Ergo kann man ja auch ein paar kritische Akzente in den Artikel mit einfliessen lassen.
Die aber, tuen der WTG letztendlich nicht weh.

Weis sie doch zur Genüge. Sollte sie je mit einer ernsthaften Opposition zu sich und Scientology-gleichen Feldern auf der Politikebene konfrontiert werden.
Die Kreise der FAZ werden zu ihr jedenfalls nicht gehören!

www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EF320785B352F48EF89465C1A35784370~ATpl~Ecommon~Scontent.html




„ ... Und auch das klingt wie manches andere an diesem sonnigen Vormittag wie eine Aussage aus einer längst vergangenen Zeit."
Mit diesen Worten lässt ein anderer ZJ-Kongresbericht, der vom Berliner „Tagesspiegel" diesen Artikel ausklingen.
Dessen Verfasserin hat sich dann vielleicht etwas mehr an notwendiger Kritikfähigkeit bewahrt, als etwa der FAZ-Artikel, wenn sie denn unter anderem auch noch konstatierte:

„der Leitspruch „Wacht beständig". Dieses Motto scheint auch für den Fall fremden Besuchs zu gelten, denn trotz der als „öffentlich" bezeichneten Großveranstaltung werden Journalist und Fotograf hier auf Schritt und Tritt begleitet.".

Oder auch den durchaus als charakteristisch zu bezeichnenden Satz:

„In vermeintlich spontanen Gesprächsrunden erzählt da zum Beispiel ein ... Jugendlicher in – wie bei allen Teilnehmern – spürbar auswendig gelernten Worten von einem Erlebnis in der Schule ..."

www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben;art125,2844811

Antworten:

Re: Zum Beispiel Herr ...

... Beim Programmpunkt mit dem Titel "Kongresse helfen uns, wachsam zu bleiben" erzählen mehrere Mitglieder von ihren bisherigen Glaubenserfahrungen. Unter anderem ein neunjähriges Kind, das vom Predigtdienst schwärmt, von den Brüdern und Schwestern und von den Kongressen, von denen es noch nie einen verpasst habe. Es ist keine Kunst zu hören, dass die Sätze auswendig gelernt sind. Der Moderator sagt ab und zu: "Genau!".

www.sueddeutsche.de/muenchen/555/480040/text/

von Drahbeck - am 11.07.2009 14:47

Re: Zum Beispiel Herr ...

Das ist mir auch aufgefallen. In allen Zeitungen wird erwähnt, dass die Interviews leicht als auswendig gelernt zu erkennen sind.

von prozessor - am 11.07.2009 17:54

Re: Zum Beispiel Herr ...

Zitat
prozessor
Das ist mir auch aufgefallen. In allen Zeitungen wird erwähnt, dass die Interviews leicht als auswendig gelernt zu erkennen sind.


Wie kann man etwa bei Wolfgang Leonhard „Die Revolution entlässt ihre Kinder" (sinngemäß) nachlesen?
Nun, Leonhard behandelt darin auch die erste Zeit nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone. Und als einer der faktischen „Strippenzieher" wird da auch der Herr Ulbricht vorgestellt.
Nun gab es aber in der Ostzone dann nicht nur eine Partei, sondern sogar noch ein paar mehr „Blockflötenparteien".

Und denen wurden sogar einige Posten in der Verwaltung zugeteilt. Strippenzieher Ulbricht engagierte sich da auch höchst persönlich bei der Auswahl bürgerlicher Persönlichkeiten, welche nicht unbedingt vor 33 KPD-Sympathisanten waren.

Die aber waren dann nur als Gallionsfiguren vorgesehen und eingesetzt. Die entscheidenden Posten hingegen hatten die KPD/SED-Leute in der Hand.
So mancher von den alten KPDlern fragte, warum denn die Bürgerlichen dann auch Posten abbekamen. Es wäre doch viel bequemer (zumindest für die KPDler) den „Kuchen" nur unter sich aufzuteilen.
Und da wurden jene Fragesteller mit dem „klassischen" Satz belehrt.

Es muss alles demokratisch aussehen, aber wir müssen alles fest in der Hand haben.

Genau, wie Marko Martin einmal feststellte, es gäbe zwei Sorten von DDR. Eine politische und eine religiöse. So hat die Brooklyner „DDR" das halt sehr „gut" inhaliert, wie der „Hase so lang läuft" ... Da stolpern dann selbst Journalisten mal über diese Penetranz ...

von Drahbeck - am 11.07.2009 18:14

Re: Zum Beispiel Herr ...

In einem Kongressbericht der „Frankfurter Rundschau", welcher unsereins nicht gerade beeindruckt, jedenfalls nicht positiv, merkt man doch die „Regie" der WTG in jeder „zweiten Zeile", findet sich dennoch ein Hinweis auf die sogenannten „Dramen"-Aufführungen bei solchen Veranstaltungen. Etwa mit den Sätzen:

„Ein von Laiendarstellern inszeniertes. Ein junger Mann, zerrissen zwischen den Anforderungen des Alltags und den Pflichten gegenüber Familie und Gemeinde, trifft einige falsche Entscheidungen, woraufhin sein Leben in unruhiges Fahrwasser gerät, ehe ihn seine Familie wieder zurück auf "Jehovas Weg", den "einzig wahren Weg" holt."

A ja so sei das also, „wer glaubt wird dann wohl selig".
Da suchen und finden sich dann wohl die „Milchmädchen".

www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1832867_Zeugen-Jehovas-in-Frankfurt-In-Erwartung-des-nahen-Endes.html

von Drahbeck - am 13.07.2009 01:55

Re: Fragen an Herrn M...!

Zitat

M... ist Zeuge Jehovas in der vierten Generation. Der 49 Jahre Biologe ... .

Hat ein Biologe studiert?
http://www.youtube.com/watch?v=4PKbk_QmIfY

Zitat

Mit seiner Frau ... wohnt er ... in Selters ... . M... arbeitet dort in der Rechtsabteilung.

Zum Schaden kann da ein weltliches Studium nicht sein, oder?

Zitat

Für ihn kommen Kinder nicht in Frage. ... Ein Kind sollen seine Brüder und Schwestern nicht auch noch finanzieren müssen, findet er.

Wie großzügig, aber ist das der wahre Grund?

Zitat

... M... findet: "Das Wort Gottes legt sich selbst aus."

Warum verbreitet er dann nicht nur die Bibel sondern bibelerklärende Publikationen des Wachtturm-Verlages?

von Frau von x - am 13.07.2009 14:04
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