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Informationen zum Thema:
Forum:
Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Drahbeck, Frau von x

Parallelen?

Startbeitrag von Frau von x am 18.07.2009 19:44

www.welt.de/vermischtes/article4139776/Warum-sich-ein-Priester-fuer-die-Liebe-entschied.html
Zitat

Mit meinem Bischof habe ich mich vor meiner Suspendierung zweimal getroffen, ... . Bei unserem ersten Gespräch ... . ... war er noch fürsorglich-väterlich und bemüht, mir Hilfe zukommen zu lassen. Bei der zweiten Begegnung habe ich ihm meine Entscheidung mitgeteilt. Von einem auf den anderen Moment änderte sich das Gesprächsklima. Aus der seelsorgerischen Haltung wurde eine distanziert-bürokratische. ... Seine Abneigung und Verurteilung meiner Entscheidung war deutlich zu spüren. Ich fühlte mich wie eine heiße Kartoffel, die fallen gelassen wird.


Zitat

Die Suspendierung hat mich in ein existentielles Loch gestürzt. Ich habe nicht nur meinen Beruf und mein Einkommen verloren, sondern zunächst auch die Möglichkeit, weiterhin im Raum und Namen der Kirche tätig zu sein.


Zitat

Da die soziale Absicherung der Priester in den Händen der Bistümer liegt und diese auch keine Sozialversicherungsbeiträge für ihre Priester einzahlen, finden sich nicht wenige nach einer Suspendierung als Hartz-IV-Empfänger wieder.


Zitat

Desweiteren wünsche ich mir einen respektvolleren und versöhnlicheren Umgang der Kirche mit den Priestern, die ihr Amt verlassen haben, weil sie heiraten wollten. Sie und ihre Frauen sollten nicht länger wie Abtrünnige oder einst Aussätzige gebrandmarkt werden, denn sie haben sich diesen Schritt nicht leicht gemacht. Hinter ihnen liegt oft ein langer, schmerzlicher Entscheidungsprozess, geleitet von dem Wunsch, ein ehrliches Leben zu führen.


Antworten:

Re: Parallelen

Der Vergleich trifft in der Tat den Kern des Problems.

Es gibt keine wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten der Religionsindustrie - egal welches „Firmenschild" sie denn so vor sich hertragen.

So es, was namentlich finanzielle Aspekte für deren Funktionärskaste anbelangt, andernorts (vielleicht) nicht ganz so mau aussieht wie bei der WTG, lohnt es sich schon mal näher hinzusehen.
Und was stellte man dann fest:
Deren „Management" versteht es halt besser als (vielleicht) andere die Staatskassen zu plündern. Dann kann man dortigen Bischöfen auch schon mal ein fürstliches Gehalt zubilligen. „Man hat's ja".

Wehe aber dem, der dort (auch dort) eher zum Fußvolk gehört.
Gerät der in Konflikte. Der hat dann wahrlich nichts zu lachen.

Es war schon mal typisch, dass in der seinerzeitigen Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, die Lobbyisten den Grundsatz durchsetzen konnten, zu bestimmen was die „Guten" und was die Schlechten seien.
Eine Sekte - Supersekte - wie das katholisch „Opus Dei" (als Beispiel) konnte (und kann) so unverdienten Schutz in Anspruch nehmen.

Und Parteien in diesem Lande geben sich als diesbezügliche Steigbügelhalter her. Schande über sie!





von Drahbeck - am 19.07.2009 07:04
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