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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Drahbeck, X ~ mysnip, wos

Eine Horrormeldung

Startbeitrag von Drahbeck am 31.07.2009 03:11

Einer Meldung aus Bielefeld zufolge, soll vor einem Königreichssaal ein 82jähriger, schwer bewaffneter maskierter Mann, (unter anderem mit einer Maschinenpistole ausgerüstet) aufgetaucht sein.

"Zeugen schilderten später, dass ihn technische Probleme mit der Waffe am Schießen gehindert hätten. Zwei Männer ... konnten den Bewaffneten schließlich überwältigen."

Das Motiv des Täters, wird als noch unklar bezeichnet

www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3053375_Zeugen_verhindern_moeglichen_Amoklauf.html?em_index_page=1

www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12522/1449357/polizei_bielefeld

Eine bekannte Nachrichtenagentur, hat jene Meldung (als Kurzfassung) auch übernommen, und offenbar ist die Liste jener Zeitungen, welche sie so weitergeben, mittlerweile staatlich angewachsen.

Antworten:

... Der Mann aus dem westfälischen Halle gehört nicht den Zeugen Jehovas an. Eine Durchsuchung seiner Wohnung habe aber „Informationen über den möglichen Hintergrund der Tat geliefert", hieß es. Details wollte der Polizeisprecher zunächst nicht nennen.
www.focus.de/panorama/welt/zeugen-jehovas-mann-sprengt-mit-maschinenpistole-sitzung_aid_422194.html

von Drahbeck - am 31.07.2009 09:55
Gemeinsame Presseerklärung der
Staatsanwaltschaft und der Polizei
Bei der Durchsuchung der Wohnung des 82-Jährigen wurden
persönliche Aufzeichnungen gefunden, die den Schluss zulassen, dass
er gestern beabsichtigte, sich in die Versammlung zu begeben, um
dort in die Menge zu schießen. ...
Als Motiv ergibt
sich aus den handschriftlichen Aufzeichnungen eine persönliche
Konfliktsituation des Mannes. Er macht die Zeugen Jehovas dafür
verantwortlich, dass er über lange Jahre den Kontakt zu seiner
Tochter verloren hatte. ...

www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/polizeimeldungen/3053775_2._Nachtrag_zur_Pressemeldung_82-Jaehriger_mit_Maschinenpistole_im_Koenigreichsaal_der_Zeugen_Jehovas.html


von Drahbeck - am 31.07.2009 14:15

Ursachen ganz klar!

Hm, wenn er einen Amoklauf plante, hat er bestimmt auch "Killerspiele" gespielt. Eventuell sogar Schach oder Schiffe versenken. ;)
Da muss jetzt erst einmal ermittelt werden ob der Täter wieder einer von diesen Menschen ist die "Killerspiele" spielen. Eine andere Erklärung gibt es doch gar nicht.

gruß
wolfgang



von wos - am 31.07.2009 18:43

Re: Ursachen ...

Zitat
wos
Hm, wenn er einen Amoklauf plante, hat er bestimmt auch "Killerspiele" gespielt. Eventuell sogar Schach oder Schiffe versenken. ;)
Da muss jetzt erst einmal ermittelt werden ob der Täter wieder einer von diesen Menschen ist die "Killerspiele" spielen. Eine andere Erklärung gibt es doch gar nicht.

gruß
wolfgang


Wobei dass - wenn es denn so sein sollte - eher zweitrangige Gründe sein können.
Dann muss man ja auch noch fragen. Wie ist er denn zur MP nebst Zubehör gelangt? Regulär doch wohl weniger im "Angebot"
Da der Täter von seinem Schweigerecht (derzeit) Gebrauch macht, bleibt ja nur die Option (sofern er es sich nicht noch anders überlegt), ihn auf dem Indizienwege zu überführen.
Relevante Indizien nannte die Polizei in ihrer Erklärung bereits.

www.focus.de/panorama/welt/amok-versuch-ladehemmung-rettet-leben_aid_422353.html

www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3054794_Zum_Mord_fest_entschlossen.html?em_index_page=1

www.haller-kreisblatt.de/hk-templates/nachrichtendetails/datum/2009/08/01/zum-toeten-fest-entschlossen/

www.westfalen-blatt.de/index.php?id=29535&artikel=reg

Zitat:
"Eindeutige Aussagen in handschriftlichen Aufzeichnungen, die noch nachts in der durchsuchten Wohnung von Horst A. gefunden wurden ... lassen diesen Schluss mit großer Sicherheit zu. Das sah auch der Haftrichter so: ...
Nachbarn in Halle bezeichnen den als Sonderling bekannten Mann zudem als rechtsradikal und streitsüchtig....
Nach ersten Untersuchungen stehe trotzdem fest, dass er nicht als psychisch krank einzuschätzen ist."

Von "Killerspielen" war da nicht der Bruchteil einer Silbe zu vernehmen.
Ergo haben die von der Polizei bereits genannten Indizien eine weitaus größere Relevanz als alle sonstigen die WTG "reinwaschenden" Versuche.

Es ist wahrlich nicht der erste Fall wo die Zeugen-Religion zu ernsten familiären Zerwürfnissen führt.
Erinnert sei nur an das Buch von Wolfgang Kühne, als einem von - vielen - Beispielen.
Dortiges Zitat:

"Natürlich konnte mich auch nicht zurückhalten, über meine neue Erkenntnis mit meiner Tochter (damals 23 Jahre) und meinem Schwiegersohn (27 Jahre) zu sprechen, die beide ebenfalls Zeugen Jehovas und in besonderer Mission der WTG tätig sind. ...
Unter Tränen sagten sie mir (Tochter und Schwiegersohn) dann, dass sie - wenn ich es nicht selbst täte - binnen 14 Tagen meine Denkweise der Ältestenschaft in Düren melden müssten. Diese Art des Denunziantentums ist von der WTG gewünscht ...

Ebenso bat meine Tochter, dass ich sie ab sofort nicht mehr in der Apotheke, in der sie als PTA arbeitete, besuchen sollte. Sie sagte uns auch, sie würde nur noch einmal im Monat anrufen. Inzwischen ruft sie allerdings nur noch alle drei Monate an, um zu fragen, wie es uns geht. Wir wurden gebeten, nicht von uns aus bei ihr anzurufen."

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,25104,25104#msg-25104

Natürlich ist auch einzuräumen, dass solcherlei Entfremdungsprozesse, auch andernorts nachweisbar sind. Sie sind so gesehen, nicht unbedingt "Zeugenspezifisch". Selbst im Kühne-Buch findet man einen Beleg für diesen Umstand, wenn er darin auch schreibt:

"Unser Sohn, der sich mit 18 Jahren von einem Glauben an Gott losgesagt hatte (er ist inzwischen 39 Jahre alt), fand es zwar nie gut, dass wir Zeugen Jehovas waren. Aber dass wir zu Jesus Christus fanden, passte ihm erst recht nicht. Er hat seitdem ebenfalls jeden Kontakt zu uns abgebrochen...."

Natürlich dreht nicht jeder deshalb soweit durch, dass er gar Mordanschläge plant.
Das ist in der Tat nicht verallgemeinerungsfähig, und erst recht nicht "entschuldbar".

Aber zumindest das kann man wohl sagen.
Die WTG-Religion wähnt ja ein "geistiges Paradies" zu sein.
Ein "Paradies" in welchem viele unter Überlastungen mannigfältiger Art stöhnen.
Da hat nun also die den Zeugen Jehovas zugehörige Tochter, einen rechtsradikal angehauchten betagten Vater. Das diese Umstand zusätzlich trennend wirkt, ist auch nachvollziehbar. Aber er ist eben nur ein Aspekt, aus einem ganzen Bündel von Umständen.

von Drahbeck - am 01.08.2009 04:29

Re: Pressemitteilung Jehovas Zeugen

Pressemitteilung Jehovas Zeugen Nr. 42/09 31. Juli 2009
,,,Mit völliger Überzeugung und Entschlossenheit, auf die Anwendung von Gewalt zu verzichten, ist der Rat der Bibel an alle Christen', äußert sich Rudtke weiter.'...

Der Täter wurde auf dem Weg zu seinem Auto von 2 Gemeindemitgliedern der Zeugen Jehovas überwältigt ... "

http://www.zeugen-jehovas.de/akt/pmg/default.htm

,,Zwei Angehörige der Zeugen Jehovas verfolgten den Mann und überwältigten ihn von hinten ... "
www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12522/1449357/polizei_bielefeld

Matthäus 5:39
Doch ich sage euch:
Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu.



von X ~ mysnip - am 01.08.2009 14:10
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