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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Drahbeck

Franz Saumer

Startbeitrag von Drahbeck am 12.08.2009 08:59

Ohne Detailbewertung sei auf einen Link Franz Saumer betreffend hingewiesen.
www.pressemeldung-nrw.de/moers-schueler-gewinnen-geschichtswettbewerb-strassenverzeichnis-als-ideengeber-12785/
Nun wird man Jugendlichen, welche wohl den Umstand, dass ein Strasse nach Franz Saumer benannt ist, als Ausgangspunkt eigener Recherchen nutzten.
Bei selbigen wird man nun nicht unbedingt voraussetzen können, ob und was sie denn alles erfasst haben, was bereits - andernorts - zu ihrem Thema publiziert wurde.

Billstein etwa, druckte bereits das Urteil in Sachen Saumer des Reichskriegsgerichtes vom 2. 1. 1944 ab.
In der Urteilsbegründung las man auch die Sätze:

„Feldurteil
in der Strafsache gegen
Schützen Franz Saumer
von Sommer von der 4. Landesschützen Ersatz- und Ausbildung G.
wegen Zersetzung der Wehrkraft
hat das Reichskriegsgericht 2. Senat in der Sitzung vom 4. Januar 1944 [beschlossen]...
Der Angeklagte wird wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und der der Wehrundwürdigkeit verurteilt.

30.9.1899 geboren
Der Angeklagte besucht hier die Volksschule bis zum Jahr 1913. Nach der Schulentlassung fand er Arbeit im Bergbau bis zum Jahr 1930.
Nachdem er sodann 6 Jahre lang bis 1936 arbeitslos gewesen war, erhielt er nunmehr Arbeit in der Landwirtschaft.
Der Angeklagte hat sich seitdem Jahr 1930 mit der Literatur der internationalen Bibelforscher Vereinigung beschäftigt und wurde Mitglied dieser Vereinigung. Er hat sich auch in der Folgezeit trotz Verbots dieser Vereinigung noch mit ihr betätigt. Er ist deshalb durch Urteil des Sondergerichts Düsseldorf vom 11.12. 1940 zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach Verbüßung der Strafe wurde er noch 2 Monate in Schutzhaft gehalten.

Vor seiner Entlassung aus der Schutzhaft hat er u. a. eine schriftliche Erklärung dahin abgegeben, dass er sich künftig jeder Beteiligung als Bibelforscher fernhalten werde.

Der Angeklagte wurde im September 1943 zum Wehrdienst einberufen, mit der Auflage, sich am 29. 9. 1943 bei dem Landesschützen Ersatz und Ausbildungsbataillon G. Osnabrück zu melden. Er hat sich Befehlsgemäß bei der Truppe gemeldet, jedoch am folgenden Tag erklärt, dass er jeden Wehrdienst ablehne.

In seiner schriftlichen Eingabe vom 30. 9. 1943 hat er folgendes ausgeführt:
Ich verweigere die Militärdienstpflicht aus dem Grunde, weil ich ein Zeuge für den Namen Jehovas bin und verpflichtet habe, die göttlichen Gebote zu respektieren und sich von der Welt neutral zu verhalten; es steht geschrieben, Du sollst nicht töten."
Bei dieser Verweigerung des Wehrdienstes ist der Angeklagten sowohl bei seiner Vernehmung durch den Kompaniechef, wie auch durch das Reichskriegsgericht geblieben, obwohl er über die Folgen seines Verhaltens belehrt worden ist. ...

Er den Wehrdienst in jeder Form ablehne. In seinem Schlusswort führte der Angeklagte aus, dass er den Wunsch habe aus der Volksgemeinschaft auszuscheiden, deshalb wolle er sich auch nicht verteidigen.

Der Angeklagte beharrt allen Belehrungen zum trotz auf seinen Standpunkt ...

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