Satire: Videoclip "Zeugen Angelas"

Startbeitrag von Gerd B. am 09.02.2016 08:05

Ich wagte zur Faschingszeit dieses Video an ZJ und deren Ex per Mail zu senden:

https://www.youtube.com/watch?v=iVVd5oFRTV0

Titel "Zeugen Angelas"

Ein Echo:
Hallo Gerd,

es reicht mir jetzt.
Auf weitere Mails dieses Niveaus verzichte ich gerne.
Wir Deutschen machen es uns - mehrheitlich - nicht so einfach wie gewisse europäische Nachbarn.
Diese Hetze und unqualifizierte Polemik ist unwürdig und kotzt Leute wie mich an.
Und ich fühle mich durchaus als verantwortungsvolle Deutsche und wäre eigentlich auch gerne eine gute Nachbarin zu anliegenden Ländern. Nur - die machen es einem schwer.
Leere Phrasen und Hetze - und wo bleiben die konstruktiven Vorschläge für die Lösung der Probleme?
U
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Eine "Trösterin":

Hallo Gerd,

das tut mir leid, dass U... das in den falschen Hals gekriegt hat, denn ich finde das Video eigentlich nur lustig und eher harmlos. Werde sie bei Gelegenheit darauf ansprechen. Da arbeiten die deutschen Kabarettisten mit ganz anderen Bandagen. Aber vielleicht hatte U... gerade einen schlechten Tag, das hat man halt auch mal.

Übrigens sind wir nicht mehr so oft in Wien, ...
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Ich an die Trösterin:

Danke N...,

für Deine Antwort! Fühlte mich doch irgendwie schuldbewusst und unwohl…

Ich vermutete ebenfalls das von Dir Angesprochene. Man/frau ist nicht jeden Tag gut drauf. Ich bekam den clip vom Nachbarn, der weiß dass ich bei den Zeugen Jehovas war, daher passte die Satire gut für die von dieser Sekte Betroffenen. Und zu den (wörtlich) grenzenlosen Ungereimtheiten der letzten Wochen. Nun ist es eh zu spät.

Freue mich wenn Ihr kommt...

Wünsche einen guten Start in die neue Woche. Das Jahr wird zeigen, dass die Unkenntnis über die aktuelle nichtchristliche SEKTE oftmals schon tödlich endete, weil der religiöse Aspekt einfach nicht beachtet wird. Da ist die Sektiererei der ZJ vergleichsweise ein Mailüftchen, aber da wird schon mehr als genug aufgeklärt, nicht aber bei anderen „Kulturen“ und deren mörderischen Bräuche.

Servus am Rosenmontag, bei uns ist’s aber heute windstill –
Gerd
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Frank Bruder sandte ich eine Kopie, Reaktion:

Lieber Gerd,

was sogenannte Islam-Versteher und Verfechter (Apologeten) des Islam als einer „Religion des Friedens“ immer noch nicht kapiert haben: Es fällt uns leicht, mit Kritik und Satire und zuweilen auch mit ironischen Spitzen gegen die Absurdität der Zeugen-Lehren ins Gericht zu gehen. Das muss auch tatsächlich genauso erlaubt sein wie die Mohammed-Karikatur von Charlie Hebdo. Oder wie Du unlängst in unserem Forum „Ihr seid meine Zeugen“[1] treffend ausgedrückt hast: ‘Bei der Kritik an Zeugen Jehovas wird auch Islam-VerteidigerInnen klar, was dort nicht stimmt.՚ Aber eben nur im Falle der Zeugen Jehovas, nicht wahr? Nicht, wenn es um den Islam geht.

Es wird behauptet, der Islam sei „bunt“ und „vielfältig“ (so R. R. an mich und andere Adressaten in seiner E-Mail vom 22.11.2015, 14:46 Uhr. W.B. hatte ihn ja schon darauf am gleichen Tag um 16:43 aus meiner Sicht treffend geantwortet. Mein Antwortschreiben darauf ist noch in Arbeit).

Auch die Zeugen Jehovas sind aber demnach – folgt man R.R. These – ebenso „wie jede große Religion bunt und vielfältig“, auch wenn diese Religion nicht zu den „großen“ gehört, aber doch zu den zahlreichen Freikirchen und doch groß genug, um Millionen Menschen weltweit zu beeinflussen und sogar den Körperschaftsstatus zu erlangen. Trotzdem haben wir in unserer Aufklärungsarbeit immer wieder auf dessen familienzerstörende Strukturen und Unhaltbarkeit dessen Theologie hingewiesen. Hier erlauben wir uns, über die korrekte „Lesart“ der Zeugen-Bibel Bescheid zu wissen. Aber beim Islam wird relativiert, indem manche Ex-Zeugen behaupten, beim Islam komme es eben auf diese Lesart an. Welche Lesart die korrekte ist, wird allerdings nicht vorgeschlagen, denn sonst müsste man ja den Koran meistens beim Wort nehmen und er käme dann nicht mehr gut weg. Man könne einen Text so oder so deuten, heißt es dann. Bei der Zeugen-Bibel sind wir uns aber eigenartigerweise über die Deutung sicher, was z. B. die Blutfrage betrifft. Wenn die Lesart beim Islam jedes Mal anders sein kann und darf, dann muss man diesen Freiraum der Deutung auch den Zeugen Jehovas zugestehen. Dann müssen wir auch deren „Lesart“, wie Zeugen Jehovas sie verstehen, akzeptieren und respektieren. Dann sollten wir uns auch vor jeglicher Kritik gegenüber Zeugen Jehovas hüten. Ja selbst den sogenannten „Islamisten“ kann man es dann nicht mehr zum Vorwurf machen, wenn sie eine Lesart des Korans anwenden, wie sie ihn verstehen. Bei einer derartigen Relativierung müsste sich dann auch jegliche Verurteilung von Sprengstoff-Attentätern verbieten, die sich für Allah in die Luft sprengen, denn sie „leben“ die „Lesart“, wie sie sie im Koran verstehen. Relativierung ist also gefährlich.

Aber die Zeugen Jehovas sind ungefährlich, nicht wahr? Sie können keine Fatwas über Abgefallene verhängen. Unter ihnen gibt es keine „Sprenggläubigen“. Auch Homosexuelle müssen – wenn auch von ihnen mit Argwohn betrachtet - keine Todesstrafe vonseiten der Zeugen Jehovas fürchten – im Gegensatz zu den Islamischen Staaten, wo Minderheiten, insbesondere Christen ein schweres Los haben. Zeugen Jehovas machen auch keine Morddrohungen, Ehrenmorde, keine Beschneidung von kleinen Mädchen und machen keine Rachefeldzüge gegenüber Konvertiten. Im Gegensatz zum Islam überlassen sie es tatsächlich „Jehova“, über sie zu richten. Deshalb getrauen wir uns ja auch ohne Probleme, die Zeugen Jehovas zu kritisieren und deren Lehren anzugreifen. Und in den Ex-Zeugen-Foren können wir uns ungehemmt und gefahrlos über sie auslassen. Wie Du daher schon treffen sagst „ist die Sektiererei der ZJ vergleichsweise ein Mailüftchen“.

Dabei stellten wir aber auch die Zeugen Jehovas niemals unter Generalverdacht (so wie Islamkritikern vorgeworfen wird, sie würden Muslime unter Generalverdacht stellen). Wir hatten in unserer Aufklärungsarbeit auch nie das Gefühl, Zeugen Jehovas zu „beleidigen“ oder unsere Kritik an Zeugen Jehovas mit „Rassismus“ oder „Diskriminierung“ gleichzusetzen. Genauso leicht fällt es aber den Zeugen Jehovas, in ihrem Schrifttum die katholische Kirche jedes Mal zu verunglimpfen und mit derben Worten anhand von Bildern wie z. B. über die „große Hure“ aus der Johannes-Apokalypse zu verurteilen. Wie schön, dass dies folgenlos für die Zeugen bleibt! Kritisiert man aber den Islam, dann heißt es, dies sei „Rassismus“ und „Diskriminierung“, man habe „diffuse Ängste“. Als ob der Islam eine Rasse ist! Im Übrigen waren auch nicht alle Nationalsozialisten grottenschlechte Menschen. Müsste es demnach nicht „Rassismus“ und „Diskriminierung“ sein, wenn man die NS-Ideologie verurteilt? Und so ist es angebracht, ein ebenso faschistisches System wie den politischen Islam zu verurteilen, ohne gleich die Rassismuskeule entgegengeschleudert zu bekommen.

Was aber bei den Zeugen möglich ist, nämlich deren hausgemachte Bibel und deren Schrifttum zu kritisieren und die Absurdität ihrer Theologie hervorzuheben, muss auch beim Islam möglich sein, denn auch der Islam hat seinen Deschner gefunden.

Deshalb fand ich Dein Argument so treffend: „Bei der Kritik an Zeugen Jehovas wird auch Islam-VerteidigerInnen klar, was dort nicht stimmt“, womit Du ja im wesentlichen folgendes auf den Punkt bringen wolltest: Ex-Zeugen verlieren ihre Blauäugigkeit, wenn es um Kritik an Zeugen Jehovas geht. Aufgeklärter sind sie dadurch aber nicht geworden, wenn sie in Bezug auf den Islam die gleiche Blauäugigkeit an den Tag legen, wie sie diese noch hatten, als sie selbst noch aktive Zeugen waren. Diese Einfältigkeit haben sie in anderen Kontexten nicht abgelegt.

Mit besten Grüßen,
Frank
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Liebe Grüße!

Antworten:

Fromme Wünsche? (Zugesandt heute Nacht per Mail mit [verdächtigem?] Anhang):

Liebe Freunde des Evangeliums,

es geht um Flüchtlinge, es geht um den einen Gott und es geht um eine einmalige Chance für Europa.
Diese Zeit schenkt uns offene Türen für die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes.
Leider sind auch Christen vom Gedankengut der Welt beeinflusst und fordern „Grenzen zu“.
Doch vor den verschlossenen Türen Europas stehen auch Menschen, die für ihr Christsein verfolgt werden.
Und viele Muslime, die sich von den Gräueltaten des IS distanzieren.
Der Anhang ist nur eine Seite lang

David Freund
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Einmalige Chance?

Ich will den Anhang nicht öffnen - habe auch noch Virenangst :mad:
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Liebe Grüße!

von Gerd B. - am 21.02.2016 09:52
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