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Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Margit Ricarda Rolf, Drahbeck, . +

Bremen 16. Februar

Startbeitrag von Drahbeck am 13.02.2011 10:22

Details der Terminplanung:

Einer im Internet (zeitweilig) jetzt wohl nicht mehr?
Terminplanung bezüglich der öffentlichen Sitzung der Bremischen Bürgerschaft am 16. 2. 2011 kann man auch diese Details entnehmen.
Einziges Thema an dem Tage, die Zeugen Jehovas.

Prof. Dr. Gritt Klinkhammer, Fachbereich Religionswissenschaften Universität Bremen
10.00 - 10.30
Die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen - Darstellung der Glaubensgrundsätze
Kurzer religionswissenschaftlicher und religionspsychologischer Diskurs

Ministerialrat Eberhard Birkert, Referatsleiter
RiVG Dr. Jens Hofmann, Referent
Justizministerium Baden-Württemberg
10.30 - 11.00
Erläuterung der Stellungnahme des Justizministeriums Baden-Württemberg

Pastor Helmut Langel Sektenbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche
Netzwerk Sektenausstieg e.V. Barmstedt
AUSSTIEG e.V. Karlsruhe
KIDS e.V. (Kinder in destruktiven Sekten), Brilon
Themen:
Gefährdung von Ehe und Familie (Art. 6 Abs. 1 GG)
- Beeinträchtigt oder gefährdet das Verhalten der Religionsgemeinschaft und deren Mitglieder den gebotenen Schutz von Ehe und Familie?
- Ausgrenzung der der Religionsgemeinschaft zugehörigen Familienmitglieder ?
- Aktive Hinarbeit auf die Trennung von Ehepartnern und Familie?
11.00 - 12.00

Netzwerk Sektenausstieg e.V., Barmstedt
Zeugen Jehovas-Ausstieg gGmbH in Gründung, Hamburg
Beeinträchtigung und Gefährdung der Religionsfreiheit (Art. 4 GG)
Hält die Religionsgemeinschaft austrittswillige Mitglieder in der Gemeinschaft fest?
12.00 - 12.30

Tagungspause
12.30 - 13.30

Prof. Dr. med. Hans-Iko Huppertz,Professor-Hess-Kinderklinik, Klinikum Bremen-Mitte
Dr. med. Burkhard Hofmann, Rotes-Kreuz-Krankenhaus, Bremen
Gefahr von Leib und Leben Erwachsener und Minderjähriger (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG)
- Gefährdet die Religionsgemeinschaft durch das Verbot der Annahme von Bluttransfusionen Leib und Leben Minderjähriger?
- Erschwert oder unterläuft die Religionsgemeinschaft staatliche Schutzmaßnahmen? (§ 1666 BGB: Das Familiengericht kann anstelle der Eltern oder eines anderen Inhabers der elterlichen Sorge die Einwilligung zur Bluttransfusion ersetzen)
13.30 - 14.00

Dr. Jörg Schilling, Referatsleiter Senatorin für Bildung und Wissenschaft
Gabriele Schoppe Amt für Soziale Dienste, Mitarbeiterin des Jugendamtes Bremen Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales
KIDS e.V. (Kinder in destruktiven Sekten), Brilon
Pastorin Ingrid Witte Sektenbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche
AUSSTIEG e.V. Karlsruhe
Netzwerk Sektenausstieg e.V.,Barmstedt
Zeugen Jehovas-Ausstieg gGmbH in Gründung, Hamburg
Kindeswohl
a) Körperliche Züchtigung: Hält die Religionsgemeinschaft zur Verletzung des absoluten Gewaltverbots in der Kindererziehung (§ 1631 Abs. 2 BGB) an?
b) Kindesmissbrauch: Gibt es bei der Religionsgemeinschaft Fälle des Missbrauchs und lässt der Umgang damit Zweifel an der Rechtstreue aufkommen?
c) Schulbildung und Persönlichkeitsentwicklung: Besteht eine bildungsfeindliche Grundhaltung der Religionsgemeinschaft und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die betroffenen Kinder?
14.00 - 15.30

Gajus Glockentin Jehovas Zeugen in Deutschland
Stellungnahme eines Vertreters der Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Deutschland
15.30 - 16.00

Als Gesamtzeitrahmen ist veranschlagt
10.00 - 16.30

http://www.bremische-buergerschaft.de/uploads/tx_cal/media/Pressemitteilung_37_16022011.pdf
Alternativ auch:
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:6OZVjRMLnO0J:www.bremische-buergerschaft.de/uploads/tx_cal/media/Pressemitteilung_37_16022011.pdf+16+februar+jehovas&cd=98&hl=de&ct=clnk&gl=de&source=www.google.de

Antworten:

Wir fahren hier gegen 8 Uhr los. Ich bin mal gespannt, wie die Anhörung organisiert ist. Viel Redezeit hat der einzelne nicht. Da bleibt zu hoffen, dass sich alle kurz fassen.

Es wird auf jeden Fall ein spannender Tag. Ich hoffe, dass viele Aussteiger es einrichten können, anwesend zu sein.

von Margit Ricarda Rolf - am 15.02.2011 09:46
Pressenotiz:

www.radiobremen.de/politik/nachrichten/politikzeugenjehovas100.html

www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Vermischtes/323919/+Heute+Stellungnahme+im+Parlament+zu+Zeugen+Jehovas.html

Ein weiterer Beitrag dergleichen Zeitung wurde was seine Linknotiz anbelangt, meinerseits andernorts eingeordnet.

Siehe
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,92238,92238#msg-92238





Hinweis (außerhalb) der Bremen-Thematik:
Zwei in Unheile
namentlich genannte Blätter, werden hier grundsätzlich nicht mehr erwähnt, erst recht nicht Linkadressen dazu genannt (dieser Blätter), was auch immer sie denn inhaltlich mitzuteilen vermögen.
Erkannte frühere Linkadressen jener Blätter, werden ersatzlos an diesem Ort gelöscht.
Sollten sich andere kommerzielle Presseorgane der superscharfen Politik dieser Blätter noch mit anschließen, ist auch deren - ersatzlose - Löschung zugehöriger Linkadressen, vorgesehen.

von Drahbeck - am 16.02.2011 03:12
Wie bereits der Terminplanung zu entnehmen war, sind zu der heutigen Anhörung in Bremen (unter anderem) auch Vertreter der Landesregierung von Baden-Württemberg mit eingeladen.
Presseberichte kündeten bereits früher (aber nur in Kurzform), Baden-Württemberg habe sich definitiv dazu entschlossen, zum Ansinnen der Zeugen Jehovas Nein zu sagen.
Offenbar auf der Grundlage der heutigen Anhörung in Bremen, erläutern nun einige Presseberichte den Standpunkt von Baden-Württemberg dazu, etwas näher:

www.badische-zeitung.de/suedwest-1/land-zeugen-jehovas-verstossen-gegen-grundgesetz--41392892.html

www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2011/02/16/land-zeugen-jehovas-verstossen-gegen-grundgesetz.html

Eine weitere Meldung notiert:
Rheinland-Pfalz habe sich nunmehr auch zum Nein-Sagen entschlossen.
In dieser Meldung werden aber auch noch Nordrhein-Westfalen und Bremen als solche erwähnt, welche sich noch nicht entschieden haben, weder in die eine, noch die andere Richtung.

www.domradio.de/aktuell/71475/zweifel-an-der-rechtstreue.html

www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=7644148/cw5147/

Siehe auch (Tondatei)
www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/audio52438-popup.html

Ein Journalistenbericht über die heutige Anhörung in Bremen:

www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Vermischtes/324036/Jehovas+Zeugen+wollen+mehr+Rechte.html

von Drahbeck - am 16.02.2011 16:20
So, wieder daheim. Ich berichte morgen ausführlicher.

Jetzt soviel:

es war eine ausgezeichnete Anhörung mit vielen Experten aus diversen Fachrichtungen, von denen jeder pro Frage 5 Minuten Redezeit hatte. Alle Aussteiger hatten sich unabhängig voneinander auf die Anhörung vorbereitet. Daher waren die Ansätze alle völlig verschieden und ergaben aus meiner Sicht ein so rundes Gesamtbild, das sich völlig mit den Beobachtungen der Experten deckte.

Die Mitglieder des Rechtsausschusses stellten interssierte Fragen und bohrten nach. Von großer Bedeutung natürlich die Blutfrage. Alle Aussteiger haben einen guten Eindruck hinterlassen, waren sehr sachlich, ruhig und diszipliniert. Es wurde sehr viel zitiert.

Morgen mehr!

von Margit Ricarda Rolf - am 16.02.2011 18:32
Gajus Glockentin hatte den letzten Redebeitrag und war so dämlich den Rechtsausschuss anzugreifen, indem er behauptete, das ganze sei ohnehin eine reine Showveranstaltung gewesen und die Zeugen wären vorgeführt worden von den Abtrünnigen.

Sowohl die Vorsitzende, als auch alle Fraktionen wiesen das energisch von sich und betonten, dass es sich bei der Anhörung um ein ordentliches Instrument der Demokratie handelt und sie sich gewünscht hätten, dass Glockentin seine 5 Minuten zu einem sachlichen Statement genutzt hätte, statt die Redebeiträge anderer Anwesender zu werten.

In einem jedoch waren sich alle einig. Glockentin hatte behauptet, es wären keine konkreten Fälle genannt worden, sondern nur allgemien Beahuptungen aufgestellt worden, was nicht stimmt. Sowohl von Ärzten, als auch von mir und Nora wurden konkrete Fallbeispiele zitiert, allerdings ohne Namensnennung. Auch der Rechtsausschuss erklärte im Anschluss im persönlichen Gespräch, dass konkrete Fälle natürlich hilfreich wären.

Bernd Galeski konnte am eigenen Beispiel aufzeigen, welche Konsequenzen der Ausstieg für ihn hatte, was den Rechtsausschuss sehr beeindruckt hat.

Meine Bitte daher nochmals an alle: wendet euch bitte noch einmal mit euren konkerten Fällen an den Rechtsausschuss. Dies gilt auch besonders für +, der ja gerade das Ende seiner Ehe/Familie erlebt. Tenor ist besonders die Zerstörung der Ehe/Familie und die Benachteiligung im Bildungsbereich.

Auch von mir, von Ausstieg eV, von Bernd und von Kids eV werden die Fälle anonymisiert nach dort geschickt. Jeder weitere Fall ist geeignet das Argument der zeugen, es würde sich um einzelne Extremfälle handeln, zu entkräften.

von Margit Ricarda Rolf - am 17.02.2011 08:50
Wem soll ich es Schicken?

Kannst du die genaue Kontaktadreese nennen?

von . + - am 17.02.2011 09:04
Was Google den so mitteilt fragt man den Begriff Rechtsausschuß der Bremischen Bürgerschaft ab.

http://www.bremische-buergerschaft.de/index.php?id=264

http://www.bremische-buergerschaft.de/index.php?id=266

Namentlich bei den aufgeführten Mitgliedern selbigen, begegnet man ja einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Individualanschriften.
Da stellt sich doch wohl die Frage, sofern nicht ein ganz konkreter Ansprechpartner noch benannt wird, ob da nicht das Spiel wiederholt wird "von Pontius zu Pilatus schicken, und dann wieder von Pilatus zu Pontius".
Wird gar noch der Link genutzt
Bürgerschaftskanzlei, dann vergleiche man mal zu letzterer auch:

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,92238,92238#msg-92238

von Drahbeck - am 17.02.2011 09:57
Ein weiterer aufschlußreicher kommentierender Journalistenbericht zur gestrigen Anhörung

http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Startseite/Zerrbild-oder-abstruse-Sekte-_arid,515819_puid,1_pageid,52.html

Hinweis. Die Direktverlinkung wird allerspätestens dann wieder aufgehoben, wenn das Posting in den Bereich Forumsarchiv "abrutscht".

von Drahbeck - am 17.02.2011 12:12
Aber klar doch:

Bremische Bürgerschaft
Rechtsausschuss
z. H. Frau Grotheer-Hüneke
Postfach 10 69 09
28069 Bremen

oder

Marlis.Grother-Hueneke@Buergerschaft.Bremen.de

von Margit Ricarda Rolf - am 17.02.2011 12:41
Ich habe ein wenig zusammengetragen auf meinem Blog:

http://www.zeugenjehovas-ausstieg.de/03-blog/

Wenn ihr noch was findet....

von Margit Ricarda Rolf - am 17.02.2011 12:44
Hallo +,

natürlich sprechen die Bremer für Bremen, aber...

wenn sie keine bremer Fälle bekommen können, nehmen sie auch jeden anderen, denn es geht um das Gesamtbild. (zu deiner Frage an Bernd).

Der Vorsitzenden ist im Moment jeder Beweis recht und dem stellv. Fraktionsvorsitzenden der Grünen sowieso. Der ist sehr kompetent und liest offensichtlich alles, was er bekommt. Das ist der Horst Frehe.

Alles Material wird kopiert und den Fraktionen zur Verfügung gestellt. Dann beraten die Fraktionen noch einmal und schließlich (vor Mai) kommt es zu einer abstimmung ohne Fraktionszwang. Jeder einzelen Abgeordnete entscheidet nach seinem Gewissen!!!!

Eine größere Chance bekommen wir nicht.

von Margit Ricarda Rolf - am 17.02.2011 15:39
Hallo Ricarda,

ich habe sie angeschrieben mit der Frage ob ich etwas für sie tun kann.

;-)


von . + - am 18.02.2011 08:48
Sehr gut. Zum Thema "Familien werden zerstört" hast du so einiges zu sagen. Und da kommt es nicht wirklich darauf an, ob du nun in Bremen, Hamburg oder anderswo wohnst.

Gerade du hast ja sehr um deine Familie gekämpft. Ich wünsche dir mindestens zweierlei.

1. dass es deiner Frau wie Schuppen von den Augen fällt und sie selbst aufwacht

2. dass die Zeugen die Verfassungswidrigkeit des Gemeinschaftsentzuges erkennen und damit endlich aufhören

Glockentin hat betont, dass er Zeuge Jehovas in der 4. Generation ist. Er ist also ein Hineingeborener. Sorry, aber das sind die, die nichts anderes kennengelernt haben. Mit Scheuklappen aufgewachsen und weltfremd. Der hat noch nicht einmal verstanden, was eine Anhörung überhaupt ist. Gäste und Presse äußerten nach seinem Auftritt, das der die Anhörung wohl mit seinem "Königssaal" verwechselt hätte.

von Margit Ricarda Rolf - am 18.02.2011 08:59
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