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elweb Zweiräder
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vor 9 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 8 Monaten
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Manuel., ebike-berlin, Haro, SteWi, R.M, thegray, Reinhold Schebler

SCP 3540 / XM-3500 / Vespino Sky - Maxiscooter

Startbeitrag von Manuel. am 22.03.2009 10:30

Seit letzem Montag bin ich im Besitz des Solar Scooter Sport SCP 3540 und bin damit jetzt 300-400km durch die Gegend gefahren.

Ein paar Unreinheiten sind da ja doch..

-Tacho geht ca. 25% vor, Kilometerzähler ca. 20%

-Bremsen quietschen und bremsen in unbetätigtem Zustand, das nervt echt und macht den Roller total schwergängig, was die reichweite reduziert.
Bei meiner Fahrt gestern habe ich vor Fahrtantritt die Vorderradbremse (die schergängigere von beiden) ein paar mal nach links und rechts gerüttelt und somit diesen Bremskolben ein kleines stück zurückgedrückt, woraufhin die Beläge nicht mehr auf die Bremsscheibe drückten. Wenn man danach bremst, ist zwar alles wieder wie vorher, aber ich kam die meiste Zeit mit der Hinterradbremse aus und musste auf der 54km Strecke nur einmal die vordere Bremse hinzuziehen.

-Höchstgeschwindigkeit ist vermutlich 65km/h

-Reichweite etwa 50-60km im Sparmodus, vermutlich 40km im unbeschränkt-modus

-Der Hinterreifen eiert total, aber das wird mit meinem Austauschmotor+Reifen sicherlich besser werden.

-Bremsscheibe des Hinterrades eiert wohl auch ein wenig

-Klacken aus den Rädern (bremsen oder radlager?), bin mir noch nicht sicher, welches Rad nun klackt oder ob beide.. vor allem scheinen die nicht immer zu klacken oder ich scheine es nicht immer zu hören)


Erweiterungen (?):
"BMS" für 120¤ - mehr energie in die zellen bzw. gleichmäßiger verteilt
weitere Zelle(n) je 70¤ - vermutlich jeweils 5% höhere geschwindigkeit/reichweite (laut Amiforen kann man wohl auch ohne sonstige großen Änderungen auf bis zu 24 Zellen aufstocken - siehe [visforvoltage.org])

präziserer tacho bzw tacho kalibrieren, neue bremsen (wie teuer ist sowas?), neue (marken-)reifen?


Im ecomodus wird der strom drastisch reduziert, wenn die geschwindigkeit auf die 40 zugeht, die beschleunigung in diesem modus ist entsprechend mies.
es fühlt sich auch genau so an, wenn der roller auf die 85 laut tacho (real wohl gute 60) zugeht, d.h. es wären bestimmt noch beschleunigungsreserven vorhanden, der controller macht nur vorher dicht.

FAZIT: Bin nicht ganz glücklich. Die enttäuschende Reichweite macht den Roller für den Zweck, für den ich ihn gekauft habe, untauglich. (Pendeln auf einer 70km Strecke). Es macht zwar Spaß, den Roller zu fahren, jedoch sind die Herstellerangaben blabla.
Würde ich ein zweites Mal vor meiner Entscheidung stehen, würde ich mir für weniger Geld eher nochmal den SC-25 kaufen, auf LFP umbauen (48V/60Ah oder mehr Spannung), größere Reifen montieren und vielleicht den Controller tauschen. (-Ähnliche Geschwindigkeit, größere Reichweite, weniger Kosten) Das ist dann zwar nicht mehr wirklich legal, jedoch hätte ich mehr vom Geld (...und muss nicht 2jährlich zum TÜV).

Nicht, dass das jetzt wieder zu negativ rüberkommt ^^:
Der Roller ist klasse, aber er muss noch optimiert werden. Wenn ich die Optimierungen im Nachhinein mache, verliere ich die Garantie und zahle vielleicht nochmal um die 500¤ drauf, das ist dann doch schon etwas gewagt.

Nun denn, ich werde jetzt noch eine Höchstgeschwindigkeitsmessung mit Navi vornehmen,
Manuel

Antworten:

Sind die gleichen Mängel wie im v-Forum andauernd beschrieben.
Hinsichtlich der Bremsen: mit Glück ist nur zuviel Bremsflüssigkeit drin oder der Druck wird nicht vollständig abgebaut (verstopfte Rücklauföffnung). Die Bremsen würde ich zumindest auf Gewährleistung machen lassen. Im Zweifelsfall Handgriff mit Vorratsbehälter, Bremsleitung (könnte auch geknickt sein, dann hat man das Problem auch) und Bremssattel austauschen (lassen). Das sind in der Regel alles chinesische Standardteile, die man auch in der E-Bucht bekommt.

Wenn die Bremsscheiben eieren (und nicht das ganze Rad) gehören die auch ausgewechselt. Die können sich schon verziehen, wenn sie heißgelaufen sind und sich die Bremse nicht richtig löst -> unterschiedliche Abkühlung -> Spannung im Material -> Scheibe krumm.

Hinsichtlich des Tachos könnte eine andere Tachoschnecke ein realeres Ergebnis bringen (Gewährleistung, schon aus Frackigkeit).

Wenn Dein Händler schon keine Qualitätssicherung vor Auslieferung betreibt und nur die Kiste aus dem Container schiebt, lass ihn wenigstens die Gewährleistung abwickeln. Die müssen doch irgendwann mal lernen, dass man so eine Qualität nicht verkauft.

Die 40AH-Batterien halte ich bei diesen Belastungen nur für grenzwertig geeignet. Hier würden sich die 60AH-Blöcke eher anbieten, so sie denn hineinpassen. Bei denen ist schon das Datenblatt hinsichtlich der C-Belastung erheblich günstiger als bei den 40AH, die sind (abgesehen von der höheren Kapazität) spannungsstabiler. Ehe ich also mit weiteren 40AH-Zellen, kruder Ladetechnik usw. experimentieren würde: die 40AH-Zellen verkaufen und durch die gleiche Anzahl 60AH ersetzen,

von SteWi - am 22.03.2009 12:16
Zitat
Nicht, dass das jetzt wieder zu negativ rüberkommt ^^:


Ich sage nee voll OK:spos:

Und behaupte, das es auch andere -das viel- lass ich jetzt mal bewußt weg, so sehen.

Das läuft dann nämlich auf die inhaltliche Diskussion in anderen "Freds" hier hinaus - in dem sich der Hersteller über negativ Berichte beschwert und auf der einen Seite der Außenwirkung des Forums und ob man es nur noch bestimmten Nutzern um "Neulingen" nicht den eindruck zu vermitteln das wäre alles nur Bastelkram......

Sollen die Hersteller respektive die Vertreiber ruhig auf die weise ein auf den Deckel bekommen, wenn sie mit "geschönten" Werbeverbrechen (ja kein Schreibfehler) unkritische Käufer ......
Qualität mal ganz außen vor, selbst ein Biker der ein 10Jahre alte mässig gepflegte Verbrenner-Möhre einer bekannten Marke kauft wird meiner Erfahrung nach noch lange nicht mit Dingen kämpfen oder dulden zu haben wie manch ein E-Biker mit neuen oder fast neuen Fahrzeugen!

Und wenn es dann um Kosten/Nutzen geht, dann nämlich, wenn noch mächtig "Nachrüstung" von Nöten ist um den Einsatzzweck zu erfüllen - jedem der im Detail nachrechnet sehr schnell..... Damit ist der EV-Brache eine BÄRENDIENST ERWIESEN! - (Also im NICHT positiven Sinne)


Dazukommt ja - noch das DIESER Bericht von einem verfasst wurde - setzte ich mal voraus- der sich selbst schon auch Hier vor informiert hatte und wo in bestimmten Punkten die "Erwartungshaltung" nicht gar so Hochfliegend waren!

Oder Mister-M liege ich da Falsch?

Und solange man - Persönliche Meinung und Fakten auch als solche klar Differenziert selbst bei einem missmutigen Lieferanten der HIER mitliest.
Von Rechtlicher Seite auch noch nicht mal im Ansatz was zu befürchteten hat.
!Persönliche Meinung der Rechtsauslegung- Keinen verbindliche Rechtsberatung!:D



von thegray - am 22.03.2009 12:23
nein grey, du liegst nicht falsch, ich hab mich ja schon vorher erkundigt und es ist auch nicht mein erster elektroroller. Meine Erwartungshaltung war entsprechend "neutral", aber 50km Reichweite für 2,4kWh LiFePo4 auf nem Roller sind sehr ernüchternd.

ich bin jetzt nochmal mit navi in einer hand ein wenig rumgefahren und hab dort dann doch 72km/h auf der geraden ablesen können (schwankte zwischen 70 und 74, also wirds wohl die mitte sein).
Die angezeigte Geschwindigkeit auf dem Tacho war währenddessen 90, das macht einen Faktor von 1,25, die 25% von oben hauen also hin und sind nicht nur eine schätzung.

Wenn ich die 40Ah Akkus verkaufen möchte, muss ich erstmal jemanden finden, der mir dafür annähernd den Neupreis zahlt und gleichzeitig von nem Privatmenschen (mir) kauft.
Nebenbei: Weiß jemand, wo man günstig an Thundersky Lader rankommt?



von Manuel. - am 22.03.2009 14:24
Hallo

Informiert has du doch ja schon, nur falsch interpretiert:

Akkukapazität: die 2,4 kwh sind nur bei vollkommener Entladung der Akkkus und vollkommen gleichmäsiger Zellen möglich.

Wenn du von durchschnittlich 80% Entladetiefe ausgehst hast du nur 1920 Wh zur Verfügung.

Der Verbrauch ist mit 4kwh je 100 km angegeben, wieso soll der also weiter als 50 km kommen.

Bei den anderen Sachen geb ich dir recht, das sind Mängel und die sollten unverzüglich abgestellt werden.

Ist natürlich bitter wenn dann solche Versprechungen in der Werbung gemacht werden, aber immerhin wurde ja darauf hingewiesen wie die 100 km zustande kommen, außerdem ist von 40 bis 100 km Reichweite die Rede.

Um die 100 km real zu erreichen brauchst du einen 2 ten Akkusatz.

Ich such ja auch schon länger was in der Richtung, aber bis jetzt hab ich nichts gefunden, also doch Selbstbau.


Gruß

Roman

von R.M - am 22.03.2009 14:47
Das schöne bei Werbung ist: sie wird in Deutschland Bestandteil des Kaufvertrages. Wenn ich mal Langeweile (und Geld über) haben sollte, kaufe ich mir noch einen Roller und lasse den Verkäufer nachbessern bis zum "geht nicht mehr", was Geschwindigkeit und Reichweite angeht. Wenn ich sehe, dass einige Importeure nicht in der Lage sind, die widersprüchlichen Angaben aus den chinesischen Datenblättern zu filtern, dann schwillt mir immer mehr der Kamm.

Thundersky-Ladegeräte in 15-Zellen-Konfiguration sind vielleicht noch bei ebike-berlin erhältlich, aber wenn Du eins suchst mit höherer Spannung (wegen Nachrüstung von Zellen), mußt Du wohl selbst basteln. Im v-Forum war zumindest ein Thread, der sich mit dem Höherschrauben der Ladespannung bei den Thundersky-Ladern beschäftigt.
Dem "Vernehmen nach" sollen aber in diesem Jahr auch noch Ladegeräte für 20 Zellen mit integriertem BMS erhältlich sein, ggf. lohnt sich da noch das Warten.


von SteWi - am 22.03.2009 15:04
Zitat
Der Verbrauch ist mit 4kwh je 100 km angegeben, wieso soll der also weiter als 50 km kommen.


Weil man nicht davon ausgeht, dass der angegebene Verbrauch der Minimalverbrauch ist, wenn auf der gleichen Seite mit technischen Details steht, dass der Roller im ECO-Modus bis 100km weit kommt und im "normal"-Modus bis 60km - denn daraus interpretiere ich, dass die 4kWh/100km auf den "normal" Modus bezogen ist (...denn der andere liegt ja theoretisch bei 2,xx kWh/100km)

2.: Wo ist von 40 bis 100km die Rede? da steht 60 bis 100km und die 60 sind nunmal bezogen auf ne flottere Fahrweise und nicht auf ein rumtuckern mit 35km/h im ECO-Modus


Ansonsten: Ich bin heute nochmal eine kurze Strecke mit dem SC-25 gefahren und war echt geschockt, wie extrem der Unterschied zwischen denen beiden doch war. Daher ein Lob an den SCP, der sehr angenehm zu fahren ist.

von Manuel. - am 22.03.2009 17:52
Hallo

Nicht vergessen da steht bis zu 60 km

Klar kann man die 100km oder auch die 60 km erreichen, immer schön im Kreis und auf der Rundstrecke, und keinesfalls mit Vollgas, am besten auch noch 50kg Fahrergewicht und nicht größer als 150cm

Der Verbrauch ist mit 4kwh auf 100km dagegen realistisch für 200 bis 300 kg Gewicht, da muß man schon selbst denken und mal nach Vergleichszahlen suchen

Wenn da nicht dabeisteht wie die Reichweiten ermittelt sind sind sie wertlos.

Also deine 50 km halte ich für realistisch, für 100 km mußt du die Kapazität der Akkus verdoppeln.

Gruß

Roman






von R.M - am 22.03.2009 18:06
Zitat
..., da muß man schon selbst denken und mal nach Vergleichszahlen suchen

wieso kommt es mir jetzt schon zum 2. mal so vor, als ob du irgendwelche agressionen an mir auslässt? kann man hier denn nicht in ruhe über elektrofahrzeuge reden, ohne gleich angefahren zu werden, weil man kein guru ist? Vergleichszahlen finde ich von Elektroautos oder Rollern mit Blei, das ist aber doch auch wieder ne ganz andere Liga.

Zitat
Klar kann man die 100km oder auch die 60 km erreichen, immer schön im Kreis und auf der Rundstrecke, und keinesfalls mit Vollgas, am besten auch noch 50kg Fahrergewicht und nicht größer als 150cm


Also man wird die 100km mit diesem Roller wohl nicht erreichen können, egal wie ideal die Umstände sind (von einem permanenten Gefälle mal abgesehen). Davon bin ich auch nie ausgegangen, hab jedoch irgendwas zwischen 60 und 100 erwartet und nicht irgendwas UNTER 60.

Ich wiege knappe 70kg und bin damit gestern den ersten Teil der Strecke nie schneller als 45km/h gefahren, die meiste Zeit sogar nur 35km/h, weil ich den Begrenzungsschalter an hatte. Gebremst wurde so gut wie gar nicht und stark beschleunigt sowieso nicht.
Der Windwiederstand war relativ klein im Vergleich zum Rückweg, denn da habe ich die Geschwindigkeit konstant auf ca 50km/h gehalten, was ja nun auch noch nicht ganz so wild ist.
Jedenfalls waren die Akkus nach beiden Strecken ähnlich leer, vermutlich lief der Motor bei höheren RPM etwas effizienter, was dann aber durch den leicht erhöhten Fahrtwind aufgewogen wurde oder wie auch immer.
Wenn das gestern keine sparsamste Fahrweise war, dass weiß ich auch nicht...

Andersrum denke ich, dass die 100km eher möglich (wenn auch nicht wirklich machbar) wären, wenn die gleichen Akkus im SC-25 drin wären, da dieser wesentlich leichtgängiger ist. Ich hab das auch bei ner Tour vorhin wieder feststellen müssen: SC25 fährt ohne Beschleunigung den Berg runter 70, während der SCP viel langsamer hinterherkriecht (Am Reifendruck liegts im Übrigen _nicht_, der ist hoch genug... und die Bremsbeläge hab ich ja "entfernt")

von Manuel. - am 22.03.2009 18:50
Hallo

Ich will dich keinesfalls irgendwie angreifen, nur wenn du sast du hast schon einen anderen Roller dann solltest du doch wissen was Sache ist und den Prospektangaben nicht unbedingt glauben

Es gibt lediglich Unterschiede in der Ausnutzung der aufgedruckten Kapazität zwischen Blei Nicd und Lithium bis was kaputt geht, an dem Verbrauch ändert sich erst mal recht wenig.

Bei Blei kannst du vielleicht 55 bis 60% der Kapazität entnehmen bei Lithium 80% und bei Nicd zwischen 80 und 100%.

Der Roller ist kein Leichtgewicht und 2 kw sind für 50 km/h schon recht wenig und die hast du zur Verfügung wenn du 1h mit 50 km/h fährst bevor der Akku platt ist. Ich hoffe mal du hast dir das BMS mitbestellt sonst siehts mit der Lebensdauer vermutlich schlecht aus, ohne BMS wird die Abschaltspannung des Laders sicher recht niedrig sein und du hast noch weniger Kapazität.

Beim El ists ähnlich mit dem gleichen Akkusatz sind auf gleicher Strecke zwischen 50 und 80 km möglich je nach Fahrweise.

Gruß

Roman

von R.M - am 22.03.2009 19:30
Hallo Manuel,

wir haben uns den 3540 als vorführmodell geholt, leider habe ich es noch nicht geschafft, mich mal drauf zu schingen. es war mir ganz ehrlich gesagt bis jetzt immer zu kalt.

ich habe in das teil 60AH Accus eingebaut wobei es vom platz her extrem knapp wird, da ist viel bastelarbeit angesagt.
bist du dir sicher das man da ohne weitere problem zu den 20 accus noch mehr einbauen kann?
das laden von 21 zellen dürfte auch recht schwierig sein, da brauchst du ja wieder nen speziallösung.
mit der höchstgeschwindigkeit ist es anscheinen überall das selbe siehe hier, naja, ich werd mich die tage mal mit nen gps raufschwingen.

das mit den bremsen ist problematisch, ich denke, das kostet einiges an reichweite.


von ebike-berlin - am 23.03.2009 21:59
hehe.. ich hab mir am wochenende durch exzessives fahren wohl auch ne unterkühlung geholt, die sich nun zu einer erkältung entwickelt hat. naja, passiert.

zu den zellen: man kann das ladegerät wohl problemlos auf 21 Zellen umbauen, bzw es muss einfach nur die Spannung erhöht werden und das geschieht durch nen andern widerstand im ladegerät. siehe:
[visforvoltage.org]

Der Controller und der Motor vertragen das, aber der DC/DC Wandler kann leicht was abbekommen (je nachdem, welcher verbaut ist, in den ersten Modellen war das scheinbar ein 48V DCDC, der bei späteren Modellen aber durch was besseres ersetzt wurde.)

Das gute an den 21 Zellen ist, dass man noch kein neues Ladegerät braucht (im gegensatz zu 24 Zellen) und hoffentlich auch keine Hitzeprobleme am Motor bekommt.

Anfang April bekomme ich den neuen 4kW Motor, vielleicht läuft der bisschen schneller und hat noch ein bisschen mehr Reserven, was die Wärmeentwicklung angeht.

60Ah Zellen sind natürlich was sehr feines, aber die geschätzten 700¤ Aufpreis ist mir das nicht wert.

von Manuel. - am 24.03.2009 07:01
hmm, bei einem 48C Wandler hätte dann ja irgendwo in der Mitte des Accusstranges der Saft abgenommen werden müssen, es ist doch nen 60V Modell.

Die geringe Reichweite finde ich aber trotzdem merkwürdig, die Modelle von Ovinem hatten nur 15 x 60Ah und nen 3,5KW Motor aber die Reichweite lag bei guten 120Km.

Dank Ovinem hatten wir noch genug von den 60Ah-Accus liegen, da hab ich meinem Basteltrieb mal freien Lauf gelassen ... für 700¤ hätte ich mir das bestimmt auch nicht angetan.

von ebike-berlin - am 24.03.2009 08:49
In der Tat hatten wohl die ersten Modelle den 48V DC-Konverter, aber an den 60V betrieben. Eine Zeitlang klappt das ja auch ...

Der Ovinem wird die 3.5KW nur beim Beschleunigen und bergauf ausgespielt haben - abgesehen davon, wie wurden die berechnet? Ca. 1500W Dauerlast sollten bei 45km/h auf gerader Strecke reichen, dementsprechend wird er auch deutlich längere Strecken zurücklegen können, bis ca. 90km. Dazu ein wenig Tachovorlauf ...;) Erinnert so ein wenig an den Zokes Zer und seine großzügige Auslegung der Tachoangaben.

von SteWi - am 24.03.2009 18:18
die motorleistung ist ja erstmal egal. solange man nicht dauervollgas fährt, sondern die geschwindigkeit bei z.b. 45km/h hält, sollten doch beide motoren in etwa die gleiche leistung abgeben/verbrauchen.
so gesehen sollten 20A auch beim SCP ausreichen, um die 45 km/h zu halten udn damit auch ne höhere reichweite erreichbar sein.
was ich jetzt noch entdeckt habe:
unser geliebter mösl schrieb: [auto.pege.org]
Zitat
Um Strom zu sparen wurde Tacho 60, später auch 50 gefahren. Als erstes verwundert 103,5 km laut Tacho.
Soll heißen: er kam mit einer Ladung gute 100km abzüglich 20% Tacho = 80 km weit.
Ich werde mal die Bremsen mit Kupferpaste behandeln und mir demnächst die Balance-Boards von ebike-berlin zulegen, mal schaun ob das dann besser wird.

von Manuel. - am 24.03.2009 18:44
Hallo Manuel,

also die Balancerbords werden dir bei deiner mangelhaften Reichweite auch nicht helfen, ich tippe bei dir echt auf die Bremsen und/oder schwergängigen Motor, Radlager oder was auch immer.
Irgendwo geht mächtig viel Energie in Reibung verloren.

Bei den Leistungsdaten sollte der Roller unter Vollgas so 50km Reichweite haben und im Stadtverkehr sollte er schon 80Km schaffen. Wenn ich in der Stadt mit 50 dahingleite verbrät doch der Roller keine 4KW.

Hmm, vielleicht ist auch eine Zelle breit?

von ebike-berlin - am 24.03.2009 22:14
Wie sieht denn das Spannungsverhalten bei LFP Akkus während der fortschreitenden Entladung aus?
Bei meinen Bleiakkus konnte ich während der Fahrt anhand des Voltmeters ziemlich gut abschätzen, wie viel Kapazität noch drin ist.
Klar, LFP sind wesentlich spannungsstabiler, aber wenn ich bei etwa 50% Entladung Vollgas (2C Entladung) gebe, sackt das Voltmeter auch deutlich nach unten ab, fast bis zur Hälfte ungefähr. Meine Frage ist nun, ob das normal ist, oder ob die Zellen die Spannung noch stabiler halten sollte und sich daran vielleicht ein defekt erkennen ließe.
Andererseits würde das Voltmeter als Kapazitätsanzeige ja überhaupt keinen Sinn machen und mehr als Warneinrichtung dienen, wenn sich erst kurz vorm LVC etwas bewegen würde.

Und ja ich weiß, dass das Voltmeter kein Pendant zur Tankanzeige im Auto ist.

von Manuel. - am 24.03.2009 22:40
Ja, die TS LFP sind wesentlich spannungsstabiler, und wenn bei Vollgas die Spannungsanzeige auf die Hälfte runterrauscht wird es auch schon langsam Zeit für ne Tankstelle.

Fahre doch den Roller mal so gut wie leer. Ohne Last werden dir die Accus dann immer noch irgendwas um die 3,1 V anzeigen. Dann schalte mal das Frontlicht ein, warte ne Minute und dann miss mal alle Zellen einzeln durch. Wenn du die Sitzbank runter nimmst kommst du super an alle Accus ran. Wenn dann eine der Zellen gegen 2,5V oder darunter tendiert solltest du diese ersetzten.

von ebike-berlin - am 24.03.2009 23:01
Die 40AH-LFPs haben ein unschöneres Datenblatt als die 60AH-Typen. Bei 25° gilt, dass pro 1C Entladung an jedem Akku ca. 0.2V verlustig gehen, macht bei 2C schon 0.4V. Und wenn es kälter ist, dann noch mehr. Bei Minusgraden wie heute morgen komme ich schon bei 16 Zellen (40AH) auf ca. 8 Volt die mir fehlen, bei etwa 50A.
Wenn der Roller dann tagsüber in der "Sonne" am Bahnhof steht, sind sie abends steifer als morgens.

Aber der Meßtip von ebike ist schon ganz gut. Ich würde nicht unbedingt ans volle Limit herunter fahren, sondern neben Licht auch noch den Motor drehen lassen, und auch wenn es weh tut, den mal gegen die hintere Bremse arbeiten lassen.

von SteWi - am 25.03.2009 20:30
Hallo Manuel,

wie sieht es mit deinem roller aus? hinterrad schon gewechselt?

von ebike-berlin - am 02.04.2009 19:58
Nein, der Motor kam bisher noch nicht.
Hab heute aber bisschen an der Hinterradbremse geschraubt und konnte durch Umplatzieren der Distanzscheiben und vielleicht auch durchs reinigen/fetten der Bremsmechanik eine spürbare Besserung erreichen.
Wenn ich den neuen Motor einbaue, werde ich beim Spureinstellen auch darauf achten, dass die Bremsscheibe möglichst zentral durch die Bremsklötze verläuft, vielleicht lässt sich da auch noch was verbessern.

von Manuel. - am 02.04.2009 21:37
Hallo Manuel!
Ich hatte die gestern die Gelegenheit so einen Roller zu testen;
Ich muss sagen der von mir geteste Roller vom Stefan lief SEHR GUT!
Nach Beschleunigung Gas los lassen und er rollt rollt..rollt....
Auch die Beschleunigung war beeindruckend.
Ich bin aber nur kurz innerorts gefahren; nach seinen Angaben erreicht er die angegebene Geschwindigkeit und Reichweite;

Mir ist es vor...11 Jahren so gegangen;
Ich fuhr ein 91er EL; und dachte es ist halt so wie es ist...
Ich war der anscheinend einzige im Landkreis...
Erst nach eine fahrt mit "Elcid" wusste ich was ich da wirklich für eine Rumpelkiste hatte...
UND wo ich was verbessern konnte!!!!
Nach einigen Modifiktionen und anderen Stossdämpfern ging er das endlich so, dass ich gleichzog.

Ich empfehle Dir einen vergleichstet mit einem GUTEN gleicher Baureihe.
Dein E-Max ist nicht das Mass der Dinge!!

Ich weiss jetzt warum baim E-Max die Sitzposition so schlecht ist:
Die hinteren Stossdämpfer sind länger (Als Z.B: beim Baotian)
Man kann aber keine kürzeren einbauen weil drunter die Akkukästen sind!
Reinhold


von Reinhold Schebler - am 04.04.2009 08:31
Nicht E-Max, sondern SC-25.
Aber eine sehr gute idee, den Roller einfach mal mit einem baugleichen zu vergleichen.

Zur Geschwindigkeit und Reichweite: So viel ich weiß, gehen eigentlich alle Roller dieser Baureihe vom Tacho / km-Zähler her 20% vor, deshalb täuscht die angegebene Reichweite und Geschwindigkeit (laut Tacho schafft meiner auch die 88 km/h oder 70km)

von Manuel. - am 04.04.2009 10:54
kann man da eigentlich was mit dem tacho machen??
ich würds schon super finden wenn der tacho halbwegs korrekt geht, nicht das ich in ner 30ziger zone mit 10 lang fahre nur weil der tacho fast 40 anzeigt :D

von ebike-berlin - am 05.04.2009 21:26

Tacho

Hallo!
Der Tacho wird durch ein kleines Winkelgetriebe angesteuert.
Diese Getriebe sitz auf der Vorderrdachse und ist universell; (Haben alle Mofas..Roller gleich...)
Dieses Winkelgetriebe gibt es in verschiedenen Übersetzungen.
Mann muss also die Übersetzung des verbauten auszählen...
und ein anderes; besseres berechnen und besorgen...
Das verbaute dreht zu schnell;
Man kann ja auch mal das vom E-Max auszählen...
Der Unterschied ist:
E-MAX~ 10" Räder; SPC~ 13"
Wer fängt an zu zählen??

Ausserdem kann man einen zusätzlichen, elektronischen Fahrradtacho anbringen! der lässt sich kalibrieren!!

Tschau
Reinhold


von Reinhold Schebler - am 06.04.2009 08:15
Tja wenn auf den Felgen bei anderen Fahrzeugen andere Reifen mit einem anderen Abrollumfang drauf kommen dann...

Des wegen gibt es andere Antriebssätze der Tacho-Schnecke an der Radnarbe - (nicht bei allen)
also würde ich mal bei einem Gebrauchtteile Händler anfragen .... bei entsprechender Voreilung sollte die Ziel-Untersetzungverhältniss noch größer gewählt werden oder Tacho demontieren und ein Neues selbst geeichtes Tachofeld machen.
Wenn die Kiste eine TÜV-fähige sein soll bleibt letzteres nur erfahren "Bastlern" weil wenn es ins Augesticht hat man gleich wieder was von wegen Eintragung.

Oder ganz einfach und Preiswert und nach Justage so fern auch für 10-13Zoll machbar - sehr genau - kleine Fahrradtachos jetzt auch schon Solar/Drahtlos (Mit Durchschnitt/Tages/Uhrzeit usw.) für ca. 20 Euro. (ob die mit dem Mehr Distanz; E-Kabel; Funkstörfelderen/Überschwingern bei den Rechteckimpulsen aus dem Antrieb klar kommen (?) bleibe auszuprobieren.

Da fällt mir ein ich habe da noch was ungebrauchtes im Keller werde mal nachschauen ob die für die kleinen Raddurchmesser justierbar; mit Kabel zwar wenn Interesse so ab 6-7 Euro Porto incl. ?

von thegray - am 06.04.2009 08:19
Ich habe mir jetzt mal einen externen Tacho angebaut, das Teil halbwegs passend eingestellt und festgestellt, das es schon extreme Unterschiede gibt.

Laut externem Tacho hab ich man grade VMax 72km/h erreicht, der Serientacho zeigt locker 20Km/h zu viel an.
Es war halbwegs windstill und Berlin hat keine Berge, also grade Strecke.
Ich denke mal, mit viel Geduld ist bei echten 75Km/h Schluss.

von ebike-berlin - am 19.04.2009 10:45

Motorupgrade

Vor ein paar Tagen kam der 4kW Austauschmotor und heute hab ich ihn endlich mal einbauen können.

Der Ausbau des alten Hinterrades ging wie erwartet recht zügig, die Anschlusskabel zum Controllersind hinter der Verkleidung versteckt, die man vorher abmontieren muss, aber das hält sich in Grenzen.
Der Einbau des neuen Rades war aber echt schwierig. Nachdem ich 2h erfolglos versucht habe, die Achse einfach in die vorgesehene Fuge (wie auch immer das in der Fachsprache heißen mag) zu führen, holte ich mir eine Feile und erweiterte diese Fuge ein Stück.

Das Problem: Die Achse, die im Rad verbaut ist und logischerweise auf jeder Seite rausguckt, ist so abgeflacht, dass sie genau in diese "Fuge" hineinpasst und nicht mehr wackelt.
Bei meinem Motor waren die herausschauenden Enden aber leicht verdreht zueinander. Etwa 2-3°.
Die Folge war, dass die Achse gar nicht erst in die Fuge hineinrutschen kann, sondern sich vorher verklemmt und bei mir Frustration hervorruft.

Nachdem ich den Rahmen ordentlich angefeilt hatte, passte das Ding zum Glück.

Der Motor unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum vom alten. Auf der einen Seite sind jedoch andere Streifen als vorher eingefräst, weswegen ich davon ausgehe, dass das auch der richtige neue Motor ist.
Der Reifen ist viel gleichmäßiger auf der Felge montiert, daher ist das Eiern auch so gut wie verschwunden. Ich werde zwar beim Fahren immernoch leicht durchgeschüttelt (kommt wohl vom Vorderrad), aber das fällt kaum noch auf und wenn ich an die Vibrationen vom Motorrad denke, ist das schon wieder angenehm.
Der Leerlauf ist ähnlich wie der des alten Hinterrades: Wenn ich ihn kräftig mit der Hand anschubse, kommt er recht flott wieder zum Stillstand. Ich erkläre mir das so, dass der Motor dann einfach als Generator fungiert und ein bisschen Energie erzeugt, die aber wieder von ihm selbst vernichtet bzw in Wärme umgewandelt wird. Vielleicht erklärts mir ja jemand, hier sind bestimmt genug Leute im Forum, die über die Verhaltensweisen von Motoren Bescheid wissen. :)

An Beschleunigung, Endgeschwindigkeit, etc, habe ich wie erwartet keine Änderung gemerkt. Der Motor klingt beim Anfahren auch fast genau so wie der alte, lediglich der Bereich bei 1-2kHz sticht etwas mehr hervor, was ich jetzt einfach mal auf eine andere Resonanzfrequenz durch Kupferwicklungen/Gehäuseform oder sonstiges schiebe.

Ich gehe davon aus, dass der neue Motor sich nun weniger stark erwärmt und somit Luft für Leistungssteigerungen lässt, beispielsweise ein 24-Zellen-Mod oder eine Erhöhung des Stromes.
Ansonsten würde es wahrscheinlich auch der alte Motor tun.

Ich bekam den neuen, besseren Motor beim Rollerkauf mit in Aussicht gestellt, daher hab ich ihn natürlich gerne angenommen. Prinzipiell wäre ein Austausch aber nicht unbedingt notwendig gewesen.

/EDIT: Ergänzend zu meinem Ursprungspost will ich noch etwas bezüglich der Reichweite schreiben: Die 50km habe ich mit 20 Zellen bei morgens 1°C und mittags etwa 6°C zurückgelegt, daher wohlauch das bessere Verhalten bei der Rückfahrt.
Inzwischen fahre ich mit 19 Zellen herum, da mir das Balancerboard eine totgesaugt hat, und kam damit nun bei etwa 20°C auch etwa 50km weit und es war noch Luft für mehr.
19 Statt 20 Zellen ergeben allein schon 5% weniger kWh und zusätzlich steigt der LVC von 2,5 auf 2,63V pro Zelle und das nimmt auch nochmal einige wenige % der entnehmbaren Kapazität.
Zusätzlich bin ich nicht immer 45 km/h gefahren, sondern auch ab und zu vollgas.
Bei flachem Gelände, angenehmer temperatur, sehr sparsamer Fahrweise und vollständigem Akkupack könnte die Reichweite also schon reale 60-70km sein.

von Manuel. - am 11.05.2009 21:45
Hallo Manuel,

wie schnell läuft der SCP jetzt, mit dem 4 KW Motor, in der Ebene, mit GPS gemessen?

Merkt man in der Beschleunigung bzw bergauf auch eine Leistungssteigerung?

Und: Wie "schnell" geht eigentlich der SC-25, mit GPS gemessen?

Ich stehe nämlich gerade vor der Entscheidung, einen von den beiden zu kaufen... konnte aber noch nicht probefahren.
Einige andere (ca.6) Modelle habe ich schon probegefahren, dabei jeweils mein GPS mittels eines starken Klebebands am Lenker festgeklebt. Die meisten schafften nicht mal 40 Km/h. Das schnellste immerhin exakt 43. Eines lief mit leichtem Gegenwind 35, dieselbe Strecke gleich darauf in die Gegenrichtung, also mit Rückenwind 45.
Benzin-Chinakracher laufen halt doch immerhin 50.

MfG Haro

von Haro - am 15.05.2009 07:12
Die Geschwindigkeit mit dem 4kW Motor hat sich leider nicht geändert.
Bei der Beschleunigung kann ich auch keinen Unterschied feststellen. Es kommt mir jedoch so vor, als ob der Motor etwas runder anläuft.

Ich fahre im Moment mit 19 statt 20 Zellen, da mir durch ein Balancer eine Zelle zerstört wurde, d.h. die Maximalgeschwindigkeit ist ein wenig geringer als mit 20 Zellen. Umgekehrt wird sie mit 21, 24, 28 Zellen entsprechend höher. Vermutlich bleibt man sogar mit 28 Zellen immer noch unter der eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von realen 88km/h, das sollte also ABE konform sein. Allerdings braucht man eine andere Lösung zum Laden der Akkus, wenn man mehr als 21 Zellen drin hat.

Zum SC-25:
Zitat
bei etwa 45 Tacho-Kilometern zeigt das Navi 40-41 km/h an
maximal kam ich auf der ebene auf 43km/h, da ging der Tacho aber schon so um die 50 rum



Wenn du basteln willst, nimm den SC-25, siehe Gausi. Mit ein Paar Volt mehr schafft man dann auch die 50km/h.
Wenn du genug Geld "übrig" hast, nimm den SCP: Man sitzt 100xbesser, man sieht nachts sogar die Straße ein wenig und kann auch bequem mit Beifahrer fahren. Dazu halt noch legal schneller und bessere Beschleunigung.
Auch wollen sich weniger Leute meinen SCP ausleihen, da sie keinen Führerschein dafür haben, im gegensatz zum SC-25 :D


von Manuel. - am 15.05.2009 08:39
@Manuel: Danke für die Infos.

Zum SC-25: Hut ab vor Gausi - so gut wie er kann ich nicht basteln. Und wenn am Ende sowieso nur 50 Km/h herauskommen, lasse ich es lieber bleiben. Bei uns in Wien wird innerstädtisch nicht wie erlaubt 50 gefahren, sondern streckenweise - mit GPS gemessen, nicht mit China-Optimistentacho - bis zu 70. Also, 60 sollte man schon fahren können, sonst wird man irgendwann überrollt. Buchstäblich.

Bleibt also für mich nur der 3540. Der Preis ist aber happig, und der nächste Händler (Schönaigner in Salzburg) ist über 400 Km entfernt, diese Entfernung erschwert die Abwicklung von evtl. Gewährleistungsanprüchen doch sehr.

Mit wievielen Zellen hast du denn den 3540 schon gefahren (wieviele verträgt der Controller, bevor er abschaltet), und wo kriegt man diese einzeln zu kaufen?
Und: Welches BMS (zum Selbermontieren) kannst du empfehlen?

Gruß Haro

von Haro - am 15.05.2009 12:04
In der Bucht gibts jetzt auch in Ösiland einen SCP 3540 - Klon:

[cgi.ebay.at]

Zitat: "!!! Der absolute 3000 Watt power Wahnsinn !!! ...Höchstgeschw.: >86 Km/H"

Wie soll man mit 3 KW über 80 fahren können?

"Jetzt auch noch frei Haus geliefert ! ... Fabriksneues Importfahrzeug im Stahlrahmen und Originalkarton !"

- Herr Kistenschieber schaut also gar nicht rein in die Kiste, eventuelle negative Überraschungen bleiben voll und ganz dem Endkunden vorbehalten.


von Haro - am 15.05.2009 12:49
Naja, dann sind in Wien wohl auch keine anderen Fahrgewohnheiten als hierzulande.. hier gilt die Höchstgeschwindigkeit irgendwie auch eher als unterste Richtgeschwindigkeit.
Kleine Fahrzeuge werden prinzipiell überholt.

ich selbst hab den scp nur mit standard-20-zellen akku gefahren, aber

[visforvoltage.org]

der da zum beispiel hat 28 drinnen.
bedeutet: 24 Zellen gehn locker. der controller steckt das wohl sowieso locker weg, nur der DCDC wandler könnte zu "klein" sein. die lvc muss natürlich auch angepasst werden, sonst werden die zellen logischerweise unter 2,5V entladen.

blöd ist nur, dass das standardladegerät 20 zellen oder modifiziert auch 21 zellen lädt.
die 3-4 extra zellen müssen also immer seperat geladen und angeglichen werden.
oder du kaufst dir gleich ein ganz neues ladegerät, allerdings erlaubt Thundersky afaik nur eigene ladetechnik, sonst gibts keine garantie mehr auf die akkus (wobei das wieder ne ganz andere sache ist und die akkus wohl eh nur auf kulanz des händlers ausgetauscht werden)

an balancern kann ich dir nix empfehlen. ich hab zwar diese balancer boards für 6¤ drin, aber ne optimallösung ist das nicht (zumal einer defekt war und mir dann ne zelle leergesaugt hat)
vielleicht selber basteln oder direkt ein balancing ladegerät kaufen.

zum SC25: du könntest einfach die spannung erhöhen durch nen weiteren akku (oder gleich nen kompletten wechsel zu lifepo), die dicken kondensatoren im controller austauschen und schon hast du nen flinken flitzer. aber auch hier is der dcdc wieder zu klein, d.h. den sollte man sicherheitshalber auch noch austauschen.
ich fand den sc25 gut, man musste nur bisschen auf ihn aufpassen.

von Manuel. - am 15.05.2009 13:22
das gehäuse ist relativ weit verbreitet, ich hab da erst letztens von suzuki oder so ein modell gesehen, das auch so aussah (mit verbrennungsmotor)

von innoscooter gibts dieses jahr auch noch so ein modell, angekündigt mit balancig system (http://www.innoscooter.de/de/Modelle/EM6000ML.html

bei diesen elektromotoren kann man afaik die beschleunigung baubedingt etwas zurückschrauben udn dafür die höchstgeschwindigkeit erhöhen.. kannst ja vielleicht mal ne probefahrt mit gps machen und bescheid sagen :)

von Manuel. - am 15.05.2009 13:30
Ja, das Original heißt Suzuki EPICURO, mit 125, alternativ 150 Kubik, vor allem in Südostasien (Thailand) äußerst beliebt. Unterschiede sieht man eigentlich nur an Scheinwerfer, Rücklicht und Windschild.

Eine chinesische Kopie mit Benzinmotor, Karosserie exakt wie SCP 3540, habe ich bei einem wenig vertrauenerweckenden Händler in Wien um 2.000 Teuro gesehen.

Schade finde ich, daß die Chinesen den Daelim Otello zwar auch kopiert haben, aber nur mit Benzinmotor, nicht mit einem 3,5 KW E-motor. Der Otello (habe selber einen) hat nämlich viel mehr Stauraum als der "Epicuro":
-Tieferes Helmfach,
-vorne Handschuhfach, wo ein Verbandspaket und eine Regenhose Platz finden, und
-ebener Durchstieg, wo ich öfters eine große Einkaufstasche mit Lebensmitteln zwischen meinen Füßen transportiere.

von Haro - am 15.05.2009 17:10
Zitat
-Tieferes Helmfach,
-vorne Handschuhfach, wo ein Verbandspaket und eine Regenhose Platz finden, und
-ebener Durchstieg, wo ich öfters eine große Einkaufstasche mit Lebensmitteln zwischen meinen Füßen transportiere.


sowas fehlt wirklich beim scp

ich ärgere mich, dass ich damit z.b. keine getränkekisten transportieren kann. aber vielleicht ist das ja gerade wegen solcher aktionen verhindert worden :D

von Manuel. - am 15.05.2009 18:01
Beim Otello ist das Transportieren von Einkaufstaschen zwischen den Füßen sogar von den Konstrukteuren vorgesehen worden: In der Mitte der Frontschürze befindet sich ein durchdachter und aus hochwertigem Material ausgeführter Haken zum Einhängen der Henkel der Einkaufstasche. Der Haken ist im Normalzustand geschlossen, wie ein Ring, der die Henkel auch bei einem evtl. Umfallen des Rollers festhält, aber teilbar, sodaß man den Ring zum Ein- und Aushängen der Henkel öffnen kann.

Lach nicht. Ist wirklich praktisch. Sogar die chines. Otello-Klone haben diesen Spezialring, aber aus billigerem Kunststoff.

von Haro - am 16.05.2009 11:03

Reifenwechsel und Passgenauigkeit

Bin in eine Schraube gefahren, daher musste ich den Vorderreifen austauschen.
Habe mir einen Heidenau K62 für knapp 40 bestellt. (Endlich kann ich mich guten Gewissens in die Kurve legen ;) )

Also habe das Rad abmontiert, bin zu einer der hier seltenen Motorradwerkstätten gefahren und habe den Reifenwechsel in Auftrag gegeben.
Problem: Das verbaute Ventil war porös und ist mehr oder weniger zerfallen. Die dortigen Statdartersatzventile waren leider etwas zu klein für die dicke Felge des Solar Scooters, sie passten nicht komplett hinein und der Mechaniker wollte kein Risiko eingehen.
Ich hoffe, dass die Ersatzventile, die ich jetzt bei Solar-Mobil bestellt habe, passen. Ansonsten muss ich wohl wie beim Hinterrad und beim hinteren Bremssattel die Feile bemühen und ein wenig Metall entfernen. Ob das von den Chinesen absichtlich gemacht wird? ("Lieber zu viel als zu wenig!")

Im Übrigen scheine ich die Quelle für das Klackern, das ich im Anfangspost beschrieben habe, endlich entdeckt zu haben: Beim Abmontieren des Vorderrades nahm ich auch die Tachoschnecke ab, in der ganz schön viele Metallspäne zu sehen waren. Meine Vermutung: Auch hier lag eine Fertigungsungenauigkeit vor, die dazu geführt hat, dass das Bauteil zeitweise entweder total blockiert hat (konnte dann auch 0km/h ablesen, bei voller Geschwindigkeit) oder einfach nur zur lokalen Erhöhung des Reibungswiderstandes, der dann bei jeder Umdrehung Spannung auf die Tachowelle gebracht hat, welche nach dem erhöhten Widerstand dann in Form eines "Klack"s wieder frei geworden ist.
Wenigstens hat sich hier das Problem von selbst gelöst, denn seit langer Zeit klackt nichts mehr und der Tacho funktioniert konstant. Die Späne scheinen dabei nicht zu stören (Gut, dass sie nicht ins Radlager gefallen sind)

von Manuel. - am 09.11.2011 19:33
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