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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Zweiräder
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren
Beteiligte Autoren:
Andreas Friesecke, thegray

Scootelec - Ladegerät defekt - Achtung Serienfehler!

Startbeitrag von Andreas Friesecke am 07.04.2009 20:25

Bei meinem Scootelec ist gestern das Ladegerät in Rauch aufgegangen!

Nachdem ich schon ein irreparables Ladegerät im Keller habe und nun das letzte mir verbleibende auch dahinzuschwinden droht, habe ich das Ganze genauer unter die Lupe genommen und folgendes festgestellt:

Bei beiden Ladegeräten war der gleiche Fehler: Ein Enstörkondensator (für 2 Euro) geht kaputt, fängt das Brennen an und zerstört so einiges um ihn herum. Unter anderem dadurch, dass aus ihm kleine geschmolzene Matallkügelchen fallen! Der Kondensator ist selbstverlöschend, irgendwann geht die Sicherung kaputt und dann hat der Spuk ein Ende. Der Folgefehler/Brand hat beim ersten Ladegerät leider auch den Prozessor mitzerstört und daher ist der Lader unbrauchbar geworden...

Problem: Der Kondensator sitzt "Huckepack" auf dem Netzgleichrichter. Letzterer ist ungekühlt eingebaut (1500W Netzteil!) und knapp dimensioniert. Der Kondensator hat nur 70° max. Temperaturzulassung! Beide Ladegeräte gingen kurz vor der Nachladephase kaputt (-> maximale Leistung -> maximale Erwärmung des Gleichrichters).

Da dieses Problem ganz offensichtlich ein Serienfehler ist (Anm.: meine beiden Ladegeräte sind BJ '96) kann ich nur raten, die Lader so zu modifizieren, dass der Gleichrichter weg von den Kondensatoren verbaut wird und am besten einen kleinen Kühlkörper bekommt. Ansonsten hat man eine Zeitbombe...

Auch im französischen Scootelec Forum wird von defekten Ladegeräten berichtet - auch dort ist der gleiche Kondensator betroffen...

Gruß
Andreas

Antworten:

Platz für einen kleinen PC-Lüfter?
(Natürlich nur als Quickanddirt-Lösung)
Eine bessere Passiv-Kühlung ist weil mit weniger Technik.... besser!

von thegray - am 09.04.2009 10:15
So... noch halbwegs Glück gehabt.

Der Lader ist repariert:

- Alles sauber gemacht (Mann, stinkt das!)
- die verbrannten Kondensatoren raus, neue rein.
- die Ringkern-Filterspule neu gewickelt, denn der Brand hatte das Kupfer durchtrennt.
- Lüfterkabel repariert
- Den FET der PFC ersetzt - den hatte es auch erwischt!
- Gleichrichter ersetzt und mit Kühlkörper versehen

Dann der Start: den Prozessor gegen Überspannung geschützt und Ladegerät sanft hochgefahren. Es scheint zu gehen. Schutz ausgebaut, Lader zusammengeschraubt.

In den Roller eingebaut und es läd wieder :)

Komischerweise hat aber die Endabschaltung nicht funktioniert. Also nach 6h manuell getrennt und 1km rumgefahren.
Am nächsten Tag nachgeladen und dann ging die Endabschaltung nach 1h Nachladezeit. (-> wie im Handbuch).

Gruß
Andreas


von Andreas Friesecke - am 12.04.2009 14:21
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