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Vom Moonhoax bis 9/11
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4
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
die Schwalbe, Mr. Moon-Knight

Gemeinsam lügt sich's besser

Startbeitrag von Mr. Moon-Knight am 24.05.2009 17:08

Hallo alle miteinander,

Was ich schon immer mal über den Brand in der MIR loswerden wollte:

MIR in Flammen / Teil 1

MIR in Flammen / Teil 2


Wenn die NASA mit ihrer Lügengeschichte von den Mondlandungen ein solch riesigen Erfolg hatte, warum sollten die Träumer mit Lügen aufhören? Seitdem wissen auch die Medien, dass sich kaum noch jemand um den Wahrheitsgehalt der Weltraumstories Gedanken macht.

„Aus Kohle wird Koks und aus Koks wird wieder Kohle.“


Gruß


Mr. Moon-Knight

Antworten:

Interessantes Thema, lieber Mondritter,

das kannte ich noch gar nicht. Da stecken wirklich seltsame Widersprüche drin in den Aussagen der Beteiligten an dem Brand da hoch oben in der Mir. Da kriegt doch der Name dieser schwerelosen Station gleich noch eine dritte mögliche Bedeutung, die zur Zweideutigkeit führt, aber keineswegs einsam macht. :rp:

Ich habe schon mal gesehen - zum Glück war ich da aber "weit genug" weg - wie eine Gasflasche brennt. Da war Azethylen drin. Eine Sauerstoffflasche brennt nicht. Selbstverständlich ist Sauerstoff aber wesentliche Voraussetzung für einen Brand. Wenn so ein Sauerstoffspeicher plötzlich sehr viel in einem relativ kleinen, geschlossenen Raum aus seinem Inneren abgibt, kann natürlich auch sehr schnell die Sauerstoffkonzentration erreicht werden, die in einer Apollo-Athmosphäre (wie beim Apollo-Brand auf der Erde) üblich war.

Ich möchte in den Zusammenhang aber mal wissen, woher da gleich zu Brandbeginn flüssiges Metall hergekommen sein soll. Ob die mit 'nem Schweißbrenner rumgespielt haben? Sauerstoffflasche geöffnet und flüssiges Metall fliegt da herum? Und kein Leck in der Kapsel?

Na ja. :D

Der Clip (das brennende Streichholz in der Schwerelosigkeit) hat mich aber mal wieder an eine "schon fast verschüttete" Begebenheit in meinem Physikunterricht erinnert (Ihr wißt ja: mein Lehrer, der damals uns da vorgerechnet hat, dass man mit einer Apollo-Landeeinheit von der Mondoberfläche nicht wieder weg kommt ohne Nachtanken):

Er machte ein sogg. "Gedankenexperiment" mit uns. Er stellte eine Kerze auf den Lehrertisch und brannte sie an. Er stellte uns die Aufgabe, uns zu überlegen, warum diese Kerze so schön langsam herunter brennt und warum die Flamme genau eine solche Form einnimmt, wie wir das kennen. Wir schauten alle fasziniert in die Kerzenflamme - so wie zu Weihnachten. Und es reizt zum Denken. Natürlich beruhigt es auch. Sonst würden wir ja keine Kerzen auf den Weihnachtsbaum drauf machen jedes Jahr. Immer nur Nachdenken - das ist ja gefährlich. Man muss auch mal abschalten können. :rolleyes:

Nachdem dieser Lehrer genügend Äußerungen von uns Schülern dazu gesammelt hatte, sollten wir uns vorstellen und erklären, was mit so einer Kerzenflamme passieren wird in Schwerelosigkeit. Wir waren uns ziemlich schnell einig, was da passiert.

Was denkt Ihr denn, was da passiert? Ich meine: Mit der brennenden Kerze in der Schwerelosigkeit? :rp:

Herzlichst

Ixi

von die Schwalbe - am 27.05.2009 21:00
Hallo Ixi,

die Frage nach der brennenden Kerze in der Schwerelosigkeit finde ich gut. Ich würde mal sagen, da die Flamme ohne Schwerkraft kugelförmig aussieht, wird die Kerze sehr schnell schmelzen und das flüssige Wachs schwebt durch die Kapsel.

Nun habe ich mich gefragt, wozu nimmt man eigentlich Streichhölzer mit in eine Raumstation? Die Flamme kann man auch beim Parabelflug studieren, was schon gefährlich genug ist. Nur um zu zeigen, dass die Filmsequenz in der Schwerelosigkeit aufgenommen wurde? Also den Kamin wollte man damit bestimmt nicht anzünden und Kerzen als Notbeleuchtung funktionieren ja nicht, wie schon erwähnt. Warum also sollte man in einer Raumstation mit offenem Feuer herumspielen und sich der großen Gefahr aussetzen, die Station dabei abzufackeln?

Als die NASA noch keine Storys für die Russen gedreht hat, sahen die Bilder der sowjetischen Raumfahrt z.B. so aus:


Bild mit dem Titel „Freizeit an Bord von Salut 6“
Aus dem Buch Weltraumflug UdSSR-DDR

Sekundenkleber an den Füßen?


Bild auf dem Einband „Raumfahrer A-Z“
vom Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik

Ich weiß nicht, ob die Kosmonauten in ihrer Freizeit mit den Helmen Fußball gespielt haben, so verbeult wie dieser aussieht. Wenn sich dieses Blech aber so leicht verformen lässt, kann sich dies schon negativ auf die Dichtheit des Helmes auswirken. Als Requisite aber ist dieser Helm auf jeden Fall OK .

Gruß


Mr. Moon-Knight


von Mr. Moon-Knight - am 30.05.2009 17:51
Na gut, lieber Mondritter,

da setz' ich noch einen drauf aus der Erinnerung an meinen Physikunterricht bei einem Lehrer, der 1972 schon sicher war, dass zumindest in der apollonischen Weltraumberichterstattung gelogen wird, dass sich die Balken biegen:

Den Apollo-Brandunfall mit mehrfachem tötlichem Ausgang brachte er damals im Unterricht auch zur Sprache. Allerdings wollte er uns damit "nur" seine Meinung nahebringen, dass es absoluter technischer Unsinn ist, den Luftdruck im Raumfahrzeug auf Kosten einer hypergefährlichen Überhöhung des Sauerstoffanteils in der künstlichen Athmosphäre zu reduzieren. Wenn der Sauerstoffanteil bestimmte Grenzwerte überschreitet, neigen manche Stoffe - z.T. völlig unerwartet - zur Selbstentzündung. Die Zündtemperaturen insgesamt sinken - und zwar keineswegs linear. Auch bei der Konstruktion von Raumfahrtmitteln können technisch allgemein notwendige Sicherheitsfaktoren nicht einfach auf "1" reduziert werden, wenn in der technischen Mechanik sonst "2" oder sogar "5" üblich sind. Damit würde man die Wahrscheinlichkeit technischen Versagens insgesamt erheblich erhöhen - auf Kosten der sicherlich notwendigen Massereduzierung insgesamt, für die es sonst nur einen anderen alternativen technischen Lösungsweg gibt: Den Weg, der im Hollywood-Movie "Die Reise ins Ich" die Handlungsgrundlage darstellt.
Im gesamten Apolloprogramm hat es aber niemals außerhalb der Erde ein "erhebliches" technisches Versagen gegeben - bei keiner Mission! C.F.Gauss kreiselt deswegen schon im Grabe wie ein Kompass im Magnetfeld des Mondes. :rp:

Wenn da etwas brennt in der Schwerelosigkeit, fehlt plötzlich ein wesentlicher Effekt, der Verbrennung überhaupt erst ermöglicht: Schwerkraft zieht kältere, weil schwerere Gasbestandteile der umgebenden Atmosphäre nicht mehr nach unten. Fehlt jegliche Gasbewegung um die Flamme herum, bleiben die verbrannten Gase (Kohlendioxyd) direkt um die Flamme herum. Ob der umgebende Sauerstoff es schafft, durch Diffusion schneller an die Flamme heranzukommen, als sich dort Gase bilden, die den Sauerstoff verdrängen, ist sehr fraglich. Im Normalfall verlöscht eine Kerze da kurz nach dem Anzünden von allein - es sei denn, jemand versucht, die Kerze "auszublasen" und bläst dabei aber nicht so stark, dass der Flammenträger zu sehr abgekühlt wird. Bläst man "von unten" auf die Kerze, ersetzt das sozusagen die Schwerkraft, die eine nicht unerhebliche Voraussetzung für einen solchen Verbrennungsvorgang überhaupt ist.
Das fliegende brennende Streichholz in dem Videoclip sah gut aus. Durch die Ortsveränderung beim "Fliegen" gibt es da natürlich auch ständig neuen Sauerstoff für die Streichholzflamme.

Abschliessend möchte ich zum Thema nur noch sagen: In so einem kleinem Raum kann es nicht zehn Minuten oder gar länger brennen. Schon gar nicht, wenn da schon flüssiges Metall herum fliegt. Mit einem Feuerlöscher da in der Schwerelosigkeit etwas gegen einen Brandherd machen zu wollen, ist sehr unerwartet für mich. Ich hätte nie gedacht, dass da überhaupt Feuerlöscher mit an Bord sind. Ich hätte vermutet, dass man in einem solchen Fall, der wirklich lebensbedrohlich für ALLE an Bord ist, bei einem Brand in erster Linie so reagiert: "Abschotten des Brandraumes und Fenster auf". Seltsamerweise wurde das "Fensteraufmachen" im Clip tatsächlich auch angesprochen ... :D

Frohe Pfingsten noch!

Ixi



von die Schwalbe - am 31.05.2009 12:35
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