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Elweb Infra
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13
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bruno44, inoculator, R.M, cephalotus, Bernd Schlueter, Franko30, Manuel., Manfred aus ObB, Max E., Tomfe, JB Elektronikdesign

Wieviel Ladehalte sind notwendig

Startbeitrag von Bruno44 am 22.07.2009 09:56

Mal angenommen
1. nur 30% der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge sind Kurzstreckenfahrzeuge
2. innerhalb der nächsten 20 Jahre werden davon nur 50% elektrisch betrieben

Wieviele Ladehalte werden dann bis dahin benötigt?

Man bräuchte noch weitere Annahmen:
wieviel Km die Fahrzeuge pro Jahr fahren
und wieviel der benötigten Energie nicht zu Hause geladen werden kann
sowie: wie schnell in 20 Jahren geladen werden kann und wie weit die Reichweite sein wird

Daraus sollte sich ergeben, wieviele Ladestationen man benötigt.

Kann das mal jemand mit Zahlen füllen ich glaube uns werden die Augen übergehen, selbst dann wenn wir recht optimistische Annahmen treffen, was da für eine immense Zahl an notwendigen Ladehalte rauskommt.

Grüße

Bruno

Antworten:



Aber Vorsicht


trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast

[www.dgs.de]





von Manfred aus ObB - am 22.07.2009 10:26

Ladehalte sind NICHT notwendig

Den Weg zur Arbeit und die täglichen Einkaufsfahrten kann man sicher auch heute schon mit den EVs abdecken ohne extra Ladestationen.
Die Wochenendausflüge können auch mal kürzer sein: das Gras ist nicht immer grüner auf der anderen Seite ( sprich: erstmal weit weg fahren, nur um dann doch in der erstbesten Ausflugskneipe/Eisdiele/Disco zu landen)

Bis das Ladenetz dann soweit ausgebaut ist, gibt es vielleicht auch Akkus, die das Schnell-Laden besser verkraften.

Gruss
Olaf

von Max E. - am 22.07.2009 11:27
Tja , wieviele Ladehalte sind nötig, derjenige der mit seinen Akkus 100-150 Km
Reichweite hat , kommt wohl mit 150 Ladehalten in Deutschland gut klar.
Derjenige der nur 30 Km Reichweite hat bräuchte wohl die 3 bis 5 fache Menge an Ladehalten.

Ich bin jedenfalls froh in der DSL zu sein, bei der Dynamik die das System
Entwickelt ist die DSL in 1 bis 2 Jahren in ganz Deutschland verbreitet, man
kann völlig unkompliziert Tanken. Ohne nen dutzend Schlüssel oder "Tankkarten"
oder Adapter mitführen zu müssen.

Und ich Schätze mal , das die "Öffentlichen Tankstellen" mehr als 20 oder 25 Cent
pro Kw kassieren !

DANKE HOLGER ! DANKE MARKUS ! (und an die Jungs in der zweiten Reihe ).

Gruß Tom

von Tomfe - am 22.07.2009 12:58
Hi tommy, das sehe ich auch so, aber der Strom wird bei den Riesen eher 1¤ kosten, wetten?

von JB Elektronikdesign - am 22.07.2009 15:56
1¤ wäre gar nicht so schlimm, wenn man das nur in Ausnahmesituationen nutzen müsste und ansonsten weiterhin daheim für 0,2¤ laden kann

1¤ ist immernoch besser als 70¤ Grundgebühr im Monat

von Manuel. - am 22.07.2009 16:05
Zitat
Manuel.
1¤ ist immernoch besser als 70¤ Grundgebühr im Monat


na ja, das wird wohl drauf rauslaufen:

entweder 70¤ Grundgebühr und 0,2¤ pro Kwh

oder 30¤ Grundgebühr und 1¤ pro Kwh

ohne Grundgebühr geht nicht, wir wollen ja die neuen Kisten, die mind 1-2K¤ kosten auch finanzieren.

deshalb ist es auch so wichtig, dass P&C, DSL, Lemnet und BHKW-Forenliste schnell und weitreichend ausgebaut werden.

Grüße

Bruno

von Bruno44 - am 22.07.2009 18:12

Re: Ladehalte sind NICHT notwendig

Zitat
Max E.
Den Weg zur Arbeit und die täglichen Einkaufsfahrten kann man sicher auch heute schon mit den EVs abdecken ohne extra Ladestationen.


Hallo,

ja, aber ich denke das funktioniert nur im ländlichen Raum, wo viele Leute in Eigenheimen mit Garage wohnen und die Fahrzeuge auch zuhause laden können.

Was machen aber die Leute in Wohnsiedlungen, Reihenhäusern, Innenstädten? Das ist nichts mit "vor der Haustüre laden".

Das ist in der Diskussion immer noch ein ungeklärtes Problem.

Vattenfall (oder RWE?) wollten in Berlin ja auf Gehsteigen Ladesäulen aufstellen, was die Bezirksämter aber voll abblockten:

1) finden die ja schon kaum Platz für ihre Parkticketautomaten und

2) müssten Sie ja dann allen anderen Anbietern auch erlauben ihr Zeugs aufzustellen - und dann gibt es bald keinen Platz mehr für Fußgänger zwischen all den Ladesäulen den Gehweg zu vergessen und über die Straße zu gehen.

Wir dürfen nicht vergessen:
Gehwege müssen (soweit ich weiß) mind. 1,50 m in der Breite Platz haben für die berühmte Mutter mit Kinderwagen oder die Rollifahrer (außer dort wo es eh schon immer enger ist). Da kann man ind er Stadt also nicht nach belieben mal den Gehweg enger machen indem man Ladesäulen hinstellt.

Cheers

Frank



von Franko30 - am 23.07.2009 06:08

Re: Ladehalte sind NICHT notwendig

Zitat
Franko30
Was machen aber die Leute in Wohnsiedlungen, Reihenhäusern, Innenstädten? Das ist nichts mit "vor der Haustüre laden".

Hallo,

genau das wird immer wieder unterschätzt.
Meiner Meinung nach sind hier die Architekten und das Hoch- bzw. Tiefbauamt gefragt.
In der Stadt sollte jedem ein Stellplatz verfügbar sein -in diesem Fall mit Lademöglichkeit.
In Anbetracht der neuen Lage ist hier tatsächlich der Gesetzgeber gefordert, da sich sonst eh nichts tut.

Es wird wohl noch Jahrhunderte dauern, bis wir auf dem Stand sind, daß es solche Diskussionen nicht mehr gibt.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 23.07.2009 08:54
Hallo

Also von Grundgebühr für Benutzer hat mir keiner was gesagt.

Ich denke mal damit ist der Betreiber der Säule gemeint, wenn er die für seine Kunden aufstellt und der Energieversorger die Abrechnung übernehmen soll.

Gruß

Roman

von R.M - am 23.07.2009 16:05
Es sind zwei Fragen.

1. Wieviele Ladehalte benötigt es, damit der E-Fahrzeug Fahrer praxisgerecht nachladen kann?

2. Welchen Stromumsatz benötigt ein Ladehaltbetreiber, damit sich die Investition in den Ladehalt rechnet?

Beide Fragestellungen führen zu einander weitgehend gegensätzlichen Antworten, die vermutlich zu dem Schluss führen, dass es niemals eine flächendeckende ladeinfrastruktur gibt, wenn man heutige Regeln zu Grunde legt.

Ein Ausweg könnte bieten, Informationssysteme zu entwickeln, die die Auslastung im Ggensatz zum heutigen "auf gut Glück" dramatisch erhöhen. Das muss man halt wollen.

mfg

von cephalotus - am 23.07.2009 19:59
natürlich sagt da im Moment noch keiner was. Sonst kauft ja keiner ein Emobil.

Das kommt erst, wenn nennenswerte Stückzahlen dann alle Laden wollen (müssen). Da fängt dann das schröpfen an, weil man gar nicht mehr anders kann. Es sei denn, man macht ein Bürgerladesystem wie die DSL :rp:

Grüße

Bruno

von Bruno44 - am 24.07.2009 14:35
Ich sehe das alles nicht tragisch. Gut, Elektroautos benötigen einen Stellplatz mit Steckdose, daheim. Wer den nicht hat, auch nicht in der Firma, kann das Elektrofahren erst einmal vergessen. Sonntags wird der heilige Christopherus die Gläubigen mit Strom in die Kirche locken, ebenfalls die Supermärkte auf das Land. Auf den Autobahnen wird vier mal so oft und viermal länger getankt, statt Warteschlangen vor den Säulen noch mehr Ladestationen.
Bürgersteige nur noch einseitig, die Seite ist dann autofrei.
Steuern werden auf andere Weise erhoben, beispielsweise durch die Schäublemeter, die schon heute ausgewertet werden, nicht nur bei den LKWs! Denkt bloß nicht, Ihr würdet nicht gemolken oder es würde nicht genau aufgezeichnet, was Ihr tut! Deshalb wollen so viele Politiker ja die elektrische Zukunft. Damit wir uns noch mehr Politiker leisten können!

Ein anderer Aspekt: Rasen ist nicht mehr. Die Autos können näher an die Häuser rücken und benötigen nicht mehr so viel Platz. Überholen meist überflüssig, schmale, getrennte Wege über Land genügen, Straßen werden zurückgebaut und es gibt viel Platz für den ladenden Verkehr.

Politiker, die es ja immer besonders eilig haben für den Wochendeinkauf oder auf dem Weg zu ihrer Liebsten , nehmen weiterhin, wie bisher, den Hubschrappschrapp oder die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die wir ihnen dankend zur Verfügung stellen.
Irgendetwas müssen wir ihnen schließlich auch bieten und dürfen nicht das Feld ganz der Lobby der Verbrennerautoindustrie überlassen.

von Bernd Schlueter - am 25.07.2009 19:05
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