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Elweb Infra
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12
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Claus., Manfred aus ObB, Bernd Schlueter, bolkobienert, R.M, Ralf Wagner, Multimegatrucker, Bernd_M, hk12

Kann man mit Ladesäulen für Elektroautos Geld verdienen ?

Startbeitrag von Claus. am 02.04.2010 09:08

Kann man mit Ladesäulen für Elektroautos Geld verdienen ?

Die Energieversorger rechnen zur Zeit wie wild wo man da Geld verdienen kann.
Von einem, weiß ich, wir verdienen nichts daran, die Investition lohnt sich nur fürs Image.

Es fallen folgende Kosten an:

- Ladesäule
- Platz.- Grundstücksmiete
- Wartung, Pflege
- Reparatur
- Hotline
- Abrechnungssystem
- Steuerabgaben

Wenn man von einem Strompreis von 0,25 cent/kw/h ausgeht und wir mal pauschal rechnen:

3000 Euro für die Ladestation (was günstig wäre)
3000 Euro : 0,25cent/kw/h = 12000 kw/h
12000 kw/h / 24 Stunden = 500 Tage
500 Tage bei 24 Stundenauslastung was nicht realistisch ist
1000 Tage bei 12 Stundenauslastung = 2,7 Jahre
(gerechnet mit 1 kw/h Abgabe, bei mehr, verkürzen sich die Zeiten logischerweise)

Nach 2,7 Jahren ist die Station ja noch nicht abbezahlt da von den 0,25 cent ja noch die Energieherstellungskosten abgezogen werden müssen und die Unterhaltskosten der Ladestation kommen auch noch dazu.

Wie rechnet Ihr für eine Vollkostenladesystem (keine Drehstronkiste oder P&C) ?



Antworten:

Re: Kann man mit Elektroautos Geld verdienen wenn es keine Ladesäulen gibt ?

Claus,

kann man mit Elektroautos Geld verdienen wenn es keine Ladesäulen gibt ?

Hätte ich ein Elektroautohaus und müsste meine Brötchen mit dem Verkauf von Elektroautos verdienen, würde ich pro verkauftes Fahrzeug eine Patenschaft für eine Ladesäule/Drehstromkiste übernehmen.
Vielleicht ein Markt für die Zukunft: Viele kleine und mittlere Elektrofirmen könnten sich auf den Bau, Aufbau und Instandhaltung von Ladesäulen spezialisieren.
Ob man damit Geld verdienen kann wird sich zeigen wenn es genügend bezahlbare Elektroautos gibt.

...und die Katze beißt sich in ihren eigenen Schwanz, der sogenannte Teufelskreis.

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 02.04.2010 09:49
Hallo Claus,
ich frage mich nur ob diese Art Diskussion ziel führend ist.

Es mag ja erstrebenswert sein (oder auch nicht) ,das jeder alle Fahrten elektrisch erledigen kann.
Aber diese Argumentationsweise hilft nur den "Verzögerer".

Wahr ist z.B. das ich mit den E-Auto überhaupt nicht mehr zum "tanken" fahren muss wenn ich im Aktionsradius des E-Autos bleibe ! Und das ist eindeutig eine Zeitersparnis und ein Komfortgewinn

Beim El ist z.B. fast immer so das am Anfang 2 Fahrzeuge im Fuhrpark waren.
Das "Kurzstreckenfahrzeug" wurde dann durch das EL ersetzt.
Diese Benutzergruppe als Ziel zu haben und eindeutig anzusprechen halte ich für sinnvoll.

Die Diskussion "wie bekomme ich mein Ladekabel über den Gehweg" würde eventuell sogar mehr potenzielle E-Autofahrer interressieren

Bernd M



von Bernd_M - am 02.04.2010 10:01
Hallo Claus,

ich denke, dass Vollkostenladesystem wird es kurz- und vielleicht auch mittelfristig nicht geben, da es die allgemeine Einführung der Elektromobilität behindern und sich selbst damit kanibalisieren würde.

Wenn man lange wartet und dann etwas mit der Brechstange von 0 auf 100 umsetzen will, ist das immer Kostenintensiv, wogegen bei einer langfristigen Planung durchaus sehr preiswerte Lösungen möglich sind. Würden z.B. neue Strassenlaternen direkt ab Werk mit Standard-Ladebuchsen versehen, würden diese in den Herstellkosten kaum teurer werden als die herkömmliche Variante.
Bis das Ganze Städteplanerisch fest verankert ist, wird es sicher weiter auf Partnerschaften und Interessensverbände ankommen. Wie z.B. Verbund der Einzelhändler einer Geschäftsstrasse in Verbindung mit dem Energieversorger.

Gru-
Horst



von hk12 - am 02.04.2010 10:16
Hallo Zusammen,

ich halte diese Diskussion für sehr sinnvoll, auch unangenehme Dinge sollte man ausdiskutieren um an Fakten zu kommen.

Die Rechnung von Claus zeigt, dass kaum Geld zu verdienen ist. Jeder Fahrer hat insgeheim seinen Strompreis von zu Hause im Kopf und würde einen Preis von z.B. 0,5¤/kWh sicher als "Abzocke" empfinden.

Wenn der Strompreis im Parkpreis, z.B. Parkhaus enthalten ist, wie schon oft praktiziert, akzeptiert man den schon eher.

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 02.04.2010 12:46
Hmmmmm

Die Frage von Claus ist so schlecht nicht.

Kommt einfach auf den Betrachtungswinkel an.


Aus Sicht des bereits heutigen efahrers eher schön wärs schon aber ging ja
irgendwie bisher auch ( und man blieb wenigstens unter sich )

Claus schrieb aber an anderer Stelle

[forum.mysnip.de]

"Es kommt natürlich irgendwann der Höhepunkt wo zu viele Fahrzeuge unterwegs sind und es nirgendwo mehr Strom auf nachfrage gibt.
Wer sich ein Elektroauto kauft möchte seine bekannten Kurzstrecken damit abfahren.
Die Fahrten welche weiter gehen kommen dann mit der Zeit."

Man stelle sich also vor man schreibt das Jahr 2025 ( Claus denkt toll kein Mob Beiträge mehr
im ELWEB ) das Elektroauto ist die Regel und Verbrenner dürfen in der Innenstadt frei
fahren mit H-Kennzeichen und haben Sonderparkülätze auf das die Kinder sehen wie früher das war ;)


Leider gibt es zuwenig Ladestationen weil wie bei den tankstellen wo es früher auch mehr
gab es hat sich nicht gerrechnet, zur Spitzenzeit sollte man 25 Steckdosen vorhalten und
Nachts um halb eins war tote Hose, so das die Jahresauslastung je Dose zu gering war,
das System von 2017 das Werktags das Laden teuer wurde je mehr Dosen an der Tankstelle
belegt waren, hat die Verbraucherschutzzentralen gestört da Ladenstrom sehr schnell
wechselte im Preis

als der Maximale Preis gedeckelt wurde gabs Jahr für Jahr weniger öffentliche Nachladestationen,
was wäre der Preis wo wieder mehr Ladestationen installiert würden, das es Strom für
Lau in Zukunft gibt ist 2025 genauso Utopie wie 2010


Grüße aus den Bergen Manfred




P.s. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ich stell den Beitrag rein und untern einstellen Verschoben und
was ist :eek:

meinen Beitrag wurde Zensiert, obwohl irgendwie ein Nostalgisches Gefühl zu Ostern :rp:

von Manfred aus ObB - am 02.04.2010 13:01
Hallo

Ich denke damit ist durchaus Geld zu verdienen, ist wie mit dem Benzin daran wird fast nichts mehr verdient, der Shop machts aus, da wird der Umsatz gemacht.

Sagen wir mal 30ct/kwh damit sind sowohl die Unkosten gedeckt als auch ein kleiner Gewinn dabei. Verdient wird mit dem dazugehörigen Shop oder dem Restaurant.

Man ist dann immerhin eine Tankstelle und hat Privilegien was Öffnungszeiten und Verkauf angeht.

Die Infrastruktur ist ja nicht aufwendig, mit knapp 1500¤ ist man für eine Zapfstelle mit Münzautomat dabei.

Damit man alles abdecken kann wäre 32A Absicherung für jede Säule erforderlich. da 125A Hausanschlußleistung heutzutage relativ problemlos gehen wären 3 Säulen recht einfach möglich.

Hier bei mir in der Gegend gibts viele alte ehemalige Tankstellen die man sicher zu einer kultigen Kneipe mit Lademöglichkeit umrüsten könnte.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.04.2010 13:15
Wenn Ihr mir weiter so teure Steckdosen vorrechnet, bin ich wieder bei Ralfs Lösung mit der Aufladung über Verbrennermotor. Dann doch wieder, nur für die Leute auf dem Lande oder mit eigener Garage mit Stromanschluss, ein herausnehmbarer Zusatzbatteriekoffer mit Ladegerät. Bei meiner Aussage, dass mir ein 20kW-Verbrenner-Prius mit dem vorhandenen Elektroantrieb reichen würde, bleibe ich aber.


von Bernd Schlueter - am 02.04.2010 16:11
Hallo,
ich sehe das so wie Bernd-M. Ich bin froh, dass ich zu Hause laden kann und bewege das EL artgerecht im Umkreis meiner Haussteckdose. Nur so komme ich in den Genuss der Steuervorteile für den "Treibstoff". Hoffentlich bleibt das auch so.

Gruß,
Bolko

von bolkobienert - am 02.04.2010 16:19
Die Ladesäule steht irgendwo und ist normalerweise nicht erreichbar oder besetzt. Folglich besuche ich elektrisch nur Leute mit Steckdose und nehme sonst den Verbrenner.
In Köln noch die Lösung mit dem schrubber durchs Seienfenster und die drüber und über den baum gespannte Leitung über den Bürgersteig. Das ist aber nicht überall möglich. Schwerer Rückschlag fürs Elektroauto. ich sähe da noch die Möglichkeit, im straßenasphalt meine Iduktionsleitungsspiralen zu verstecken, die dann aber dicht an dicht liegen müssten. Dann schalten nur die ein, bei denen das Gegenstück genau darauf plaziert ist und die Bezahlkarte erkannt wird.Beim Asphaltieren der Straße zusätzlicher Aufwand.

von Bernd Schlueter - am 02.04.2010 16:58
Zitat
Bernd Schlueter

ich sähe da noch die Möglichkeit, im straßenasphalt meine Iduktionsleitungsspiralen zu verstecken, die dann aber dicht an dicht liegen müssten.



Du begibst Dich in den Bereich der Schutzrechte Verletzungen :D

siehe [www.schorr-power.net]


Zitat daraus

" Nur der Abschnitt unter dem Fahrzeug ist mit Strom beschaltet. Wir haben
Patente für eine mechanische als auch induktive Stromübertragung angemeldet.. "

aber der Mann ist gnädig mit Die Er würde Dir eine Beteiligung ermöglichen

[www.schorr-power.net]

dort findest Du nach

"Der Durchbruch kam aber dann doch ziemlich plötzlich, mit dem ...future of driving Konzept von Charly Schorr.
Seine Idee war es, die Fahrzeuge während der Fahrt mit Strom zu beliefern, so wie man es ja schon lange
vom ICE den U-Bahnen usw. her kannte. Allerdings ohne die scheußlichen Oberleitungen, sondern induktiv und
unsichtbatr direkt aus der Straße.."

eben auch diese Offerte


"Bei der Versteigerung der Roadgrid Lizenz haben sich die Bewerber ja noch mehr überboten. Trotzdem
verdienen die Gesellschaften jede Menge Kohle mit dem Strom. Papa hat ja wegen seiner Zukunftsgläubigkeit
damals 2017 ein paar Roadgrid Aktien gekauft. Die haben sich seitdem im Wert verachtzehnfacht."

Tja Bernd aus Krefeld, wer zu spät kommt den bestraft das Leben oder so ;-)



p.s. Für die Breitspurbahn fand auch ein anderer sich für einen * Vordenker * hatender
die Oberleitung als ungeeignet [de.wikipedia.org]

folgt man dort den Links findet man selbiges



Quelle [www.3k-modellbau.com]






von Manfred aus ObB - am 02.04.2010 17:37
Auch wenn es weh tut, die Rechnung stammt nicht von mir sondern von einem Energieversorger.

Die Zukunft der Elektromobilität wird nicht von uns, schon fahrenden Elektromobilfahrern gemacht, sondern von der Politik, Industrie, Hochschulen, Firmen und Leuten die sich seit kurzen damit beschäftigen.
Klingt traurig, aber war....



von Claus. - am 02.04.2010 18:37
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