Finanzamt blockiert Elektromobilität?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.10.2011 09:54

Wer seine Steckdose anderen zur Verfügung stellt, bietet dem anderen einen geldwerten Vorteil. Der muss versteuert werden, auch, wenn es ein Geschenk ist. Firmen blockieren mit dieser Ausrede jegliche Lademöglichkeit. Ist es wahr, dass eigens eine Abrechnungsstelle mit geeichten Messinstrumenten eingerichtet werden muss, damit das elektrische Tanken steuerlich erfasst werden kann?
Oder ist das nur Vorwand, um sich zu drücken?

Antworten:

Moin Bernd

Wikipedia sagt dazu:

Zu den Einnahmen zählen grundsätzlich alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen nach § 8 Absatz 1 EStG. Damit gehört der Wert eines Sachbezugs bei einem Arbeitnehmer zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Häufigste Anwendungen sind die kostenlose Überlassung eines Dienstwagens (auch) zur privaten Nutzung des Arbeitnehmers oder die Abgabe von verbilligtem Kantinenessen. Sachbezüge bleiben außer Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen (Freigrenze).

Siehe: [de.wikipedia.org]

Also nicht so viel Kaffee trinken, dann reichts noch zum tanken :cheers:

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 01.10.2011 10:31
Wenn der Stromverbrauch unter 44 Euro / Monat bleibt, kann der Arbeitgeber das umsonst vergeben.

Bei 20 Cent wären es 220 kWh, genug für 1000 km bei einem großen E-Fzg.

Bei 8 Cent wie wir im Büro zahlen (GPE), wären es 550 kWh, mit einem Elektroleichtfahrzeug wären das 10.000 km / Monat .

Wenn der Arbeitgeber will, könnte er viel machen...

LG
Ralf

von Ralf Wagner - am 01.10.2011 20:53
Ja, das ist eine wichtige Information, mit der wir eine Reihe Hindernisse wegen Unwissen beseitigen können. Es ist doch meist unpraktisch, die manchmal abgelegene Drehstromkiste oder die besetzte RWE-säule aufzusuchen, die natürlich für den Notfall unentbehrlich sind.
Wenn man dann noch einen amtlich beglaubigten, geeichten Stromzähler mit sich herumträgt, erleichtert das manche Diskussion.
Möglicherweise fehlt aber auch manchem Finanzbeamten das nötige Wissen?
Es trifft nicht wenige von uns, die aufgrund der Voreingenommemheit der Arbeitgeber ihr Fahrzeug nicht nutzen können, wie es wünschenswert wäre.
Also, was mich betrifft, ich müsste mir dann noch überlegen, ob ich auf den Kaffee verzichte oder lieber schiebe.

von Bernd Schlueter - am 02.10.2011 09:44
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