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Informationen zum Thema:
Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, DH@SoKa, Yardonn, Natascha Schlüter, molab, Jan-EL, Gerald_, RalfZ, inoculator, PowerTower, ReKa

Reichweiten

Startbeitrag von ReKa am 14.03.2013 13:21

holla,

wenn ich manche Berichte lese, wundere ich mich, dass alle 30 km eine Ladestation angefahren wird. Ist sicher nicht immer so, aber um es zu verstehen, würde mich interessieren, welche (Alltags-) Reichweite ihr mit eurem E-Mobil habt und was das für ein E-Mobil ist.

Es wäre nett, wenn ihr hier eure Alltagswerte hinschreiben würdet.

Danke,
ReKa.

PS: wenn das in diesem Forum fehl am Plätze sein sollte, dann bitte ich nen Mod, es in den richtigen Bereich zu verschieben.

Antworten:

Zitat
ReKa
wenn ich manche Berichte lese, wundere ich mich, dass alle 30 km eine Ladestation angefahren wird. Ist sicher nicht immer so, aber um es zu verstehen, würde mich interessieren, welche (Alltags-) Reichweite ihr mit eurem E-Mobil habt und was das für ein E-Mobil ist.


Ich fahre einen Citroen Saxo Baujahr 2001 mit 25 kWh LiFePO. Im ersten Jahr hatte ich nur 20 kWh im Fahrzeug, dazu gibt es hier einen Bericht von mir:
Statistik erstes Jahr
Dort findest du auch eine schöne Statistik der DOD-Nutzung meines Akkus.

Im Alltag fahre ich den Akku in mehreren Tagen immer nur bis etwa zur Hälfte leer, das entspricht so etwa 100km. Dann lade ich wieder.

Auf Langstrecke lege ich mir die Ladehalte irgendwo in den Bereich 80 bis 160 km Entfernung - je nach Strecke.

Ralf

von RalfZ - am 14.03.2013 13:58
Hallo reKa,

man muss das ein wenig in der Praxis sehen.
Je engmaschiger ein Netzwerk ist, desto unabhängiger bin ich.
Eine Luftlinie von 30km muss nicht auch eine Fahrstrecke von 30km sein.

Es kommt immer auf die Anwendung an.

Wenn ich zu einem Freund fahre, kann es sein, daß er genau zwischen zwei Stationen von 30km liegt.

Dann fahre ich auch nach 15km nochmal an die Dose.

Es ist sehr Situationsabhängig.

Wünschen würde ich mir -wünschen kann man ja bekanntlich viel, daß mindestens im Zentrum einen Ladestation ist und an den Ausfallstrassen an der Stadtgrenze.

Gruss

carsten

von inoculator - am 14.03.2013 14:00
Das Problem an der Sache ist auch, dass man nie weiß, ob eine Ladesäule frei ist oder nicht. Was ist, wenn ich die Ladesäule in 30 km Entfernung auslasse und dann feststelle, dass die Ladesäule in 60 km Entfernung zugeparkt ist? Dann steh ich da, weil mit den jetzigen Zellen nach 70 km Schluss ist (die sechs Jahre alten Thundersky LFP ziehen die Reichweite runter, sonst wären 90 km möglich). Von daher verteile ich die Ladungen auch gern über mehrere Orte, um so auf der sicheren Seite zu sein. So muss ich auch nicht an einem einzigen Ort zwei Stunden Wurzeln schlagen sondern kann mehr von der Welt sehen.

Passiert ist mir das schonmal und da war das Ziel dann fast nur noch mit Schrittgeschwindigkeit zu erreichen. Darauf kann ich gern verzichten. ;)

von PowerTower - am 14.03.2013 15:02
Bei mir waren es immer 40km, nach denen ich frühestens wieder einstöpselte, möglichst fuhr ich die Kiste immer leer. Jetzt fahre ich wieder gar nicht, denn einer von den Blöcken, die ich von Oliver bekam, hat zwar, frisch geladen, volle Kapazität, ist aber nach einer Woche durch Selbstentladung leer. 20km, und schon geht die Notleuchte an. Ich fresse ein Ladekabel samt Männekesstecker, wenn da nicht was anderes als Lauge drin ist. Also, echtes, destilliertes Wasser ist alles andere als ein Luxus zum Nachfüllen. Der Akku ist so unbrauchbar.
Doppelt destilliertes Wasser ist nicht etwa destilliert, sondern enthält immer noch viele schädliche Mineralien.

von Bernd Schlueter - am 14.03.2013 17:44
Hallo Reka,

ich habe einen Stromos von German e-cars, umgebauter Suzuki Splash.

Winterreichweite: ca. 130km
Sommerreichweite: 140-160km

Sparsame Fahrweise, Standheizung.

Mein Stromos hat evtl. mehr Akku-Kapazität, denn Matthias und Thomas haben ca. 20% weniger Reichweite.
Ist nur eine Vermutung, denn laut german e-cars haben alle 19,3 kWh. Aber was soll sonst der Grund sein?

Viele Grüße
Gerald

von Gerald_ - am 14.03.2013 18:38
CityEL

Sommerreichweite 160 km, ich fahre öfter 130 km.
Winterreichweite 100 km ohne Akkustress, die 130 km fahre ich mit Zwischenstop
auf halber Strecke.

Jetzt 12 x 180 AH LYP sobald es wärmer wird auf 13 x 180 AH aufgerüstet.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 14.03.2013 19:40
Sorry, vergessen anzugeben: 90km Reichweite, laden meist nach 70 bis 80 km Strecke, aber das sind Nicads, bei Lithium kann man so oft anstöpseln, wie man will. Ich darf erst laden, wenn ich danach auch wirklich fahren möchte.

von Bernd Schlueter - am 14.03.2013 21:05
Citroen AX electrique, NiCd von 2006:

Typische Reichweite in hügeliger Gegend mit zwei Personen und ohne besonders sparsame Fahrweise: 70km. Auch im Winter mindestens 60km (eher mehr).

Das Winterproblem ist hier also keines, weil:
* NiCd nicht so temperaturempfindlich sind
* ich mit Zeitschaltuhr so lade, daß das Laden kurz vor Abfahrt endet => Akkus sind "betriebswarm"
* der Citroen eine Benzinstandheizung hat. Die Heizung hat also mit der Reichweite nichts zu tun.

Bei besonders sparsamer Fahrweise in der Ebene (z.B. Rheingraben), mit einer Person, vorherigem Leerfahren und Ausnutzung einer fälligen Ausgleichsladung sind auch mal über 90 oder gar über 100km drin. Das will man im Alltag aber so genau garnicht wissen.

Gilt so oder ähnlich generell für AX, Saxo, P106 mit NiCd in gutem Zustand.

Gruß aus Karlsruhe,
Dirk
(Citroen AX electrique)

von DH@SoKa - am 14.03.2013 22:08
CityEl, 45 km/h.... 30 km echte Reichweite (geschönt natürlich auch mal 50.... geschlichen...).
Warum? weil ich die brauche (Arbeitstelle...).
mehr wäre Luxus.... arbeite dran, aber warum mehr kaufen, als ich brauche, außer ich komme günstig ran.....

Wobei man dazu sagen muss, das mein Akku Modular aufgebaut ist, kleinster Pack hat nur 46 Wh (ja, richitg...1,3 Ah, 36 Volt) und bringt mir (im verbund mit den anderen Akkus...) 1 km mehr,,,,

Reicht... aber Fernstrecken geht man so nicht an.... dafür muss dann was mit mehr Reichweite her.
Aber im Täglichen Betrieb nutze ich das Fahrzeug halt nur für Wege, die nach spätestens 30 km an einer Steckdose enden (dafür kann ich die Kiste auch in einer Stunde zu 90% laden....).

Auch ein Ansatz, wenn auch nicht so massentauglich.
Aber nicht schlecht für ein Bastelprojekt, das nicht wirklich Geld kosten durfte, es aber gerade zu meinem Hauptfahrzeug geschaft hat... temporär...

von Yardonn - am 16.03.2013 00:02
Meiner Ansicht nach sollte ein Ladestationsnetz schon so dicht sein das etwa alle 30km Fahrstrecke ein halbwegs sicherer Ladehalt existiert. Das grundsätzliche Problem sehe ich darin, das die Akkus nicht nur abhängig von der Anzahl und Form der Ladezyklen sondern auch durchs bloße Rumstehen (kalendarisch) altern und Kapazität verlieren. Die ideale Akkugröße ist demnach bedingt durch die zum Fahren erforderliche Leistung. Wählt man einen größeren Akku so altert dieser umgerechnet stärker. Ein doppelt so großer Akku kostet doppelt so viel, hält aber nicht doppelt so viele Kilometer bei gleicher Jahresfahrleistung (außer natürlich man schmeißt einen Akku mit 150km Anfangsreichweite bereits bei 100km Reichweite weg weil man sich zu sehr daran gewöhnt hat). Bei Lithium-Akkus ist es übrigens grundsätzlich möglich, Akkusätze mit unterschiedlichem Alterungsgrad und entsprechender Kapazität parallel zu schalten. Statt bei Unterschreitung der individuellen Mindestreichweite den alten Akku zu entsorgen und einen komplett neuen anzuschaffen wie dies bisher nötig war kann man einfach einen neuen Zellensatz hinzuschalten, irgendwann die ganz alten Zellen mit nahezu null Kapazität ausbauen und die Zellen fast bis zum absoluten Nullpunkt nutzen.

Meiner Ansicht nach macht es keinen Sinn, das (gefühlte) Reichweitenproblem ausschließlich über die Akkutechnik lösen zu wollen. 30km Reichweite langen für 80% aller Fahrten während auch 300km Reichweite längst nicht für 100% aller Fahrten ausreichend sind. Mit einem dichten Ladestationsnetz und etwas mehr Zeit kommt man an jedes Ziel das man auch mit einem Verbrennerfahrzeug erreichen kann. Man sollte sich eher darauf konzentrieren, die Dichte des Ladestationsnetzes zu erhöhen, Möglichkeiten zu schaffen die Ladezeiten sinnvoll zu nutzen (immerhin hat man einen 230V-Stromanschluss für Computer, Fernseher, Kaffeemaschine etc. vor Ort) und Schnellladetechniken weiterzuentwickeln. Ein Twike kann ich bereits mit einer Phase und 16A theoretisch mit 70km Reichweite pro Stunde Ladezeit laden. Mit 3 Phasen und 63A wie sie bei öffentlichen Ladestationen Standard werden sollen wäre zehnmal soviel möglich...


Im Twike habe ich zunächst mit 3x2,8Ah/336V und ca.80km Reichweite angefangen. Ein Block hatte sich genau bei der Hälfte meiner Ochsentour ins Land Brandenburg verabschiedet und ich habe mich dann mit maximal 30km Reichweite wieder nach Düsseldorf durchgehangelt. Mit gesicherten Ladehalten und normalen Ladezeiten wäre das gar nichts besonderes.

Mein zweiter Akkusatz bestand dann nur noch aus 2x3Ah aus denen ich mehrfach 70km Reichweite geholt habe, allerdings nicht sehr alltagstauglich. Den Satz habe ich bis auf ca. 25km Restreichweite genutzt und bin anschließend auf 1x5Ah Monozellen umgestiegen (mit 15 statt 20A Fahrstrom und entsprechend geringerer Leistung). Damit waren anfangs bis 45km möglich. Bei etwa 30km habe ich den Akku verkauft (wird also noch genutzt) und bin auf 2x4,8Ah/353V-Lithium umgestiegen. Im Gegensatz zu den Nickel-Cadmium-Zellen die man fast auf null runterfahren kann und auch gelegentlich sollte um den Memory-Effekt zu bekämpfen sollte man die Lithiums möglichst zwischen 20 und 80% der Kapazität halten. Im Gegenzug kann man aber ohne Probleme kleinste Teilladezyklen fahren, also auch nach 5km wieder auf 80% laden ohne das sich dies nachteilig auf Reichweite und Lebensdauer der Akkus auswirkt. Leider hat man bei FineMobile wohl die Anzeigen der Akkukapazität etwas "geschönt" damit die Nutzer die Zellen weder voll aufladen noch komplett entladen können. Das erhöht zwar die Lebensdauer der Zellen, reduziert aber die Reichweite und soll wohl ein bisschen zum Kauf weiterer Akkus animieren. Ich fahre die Zellen jetzt seit knapp einem halben Jahr und habe bedingt durch die tiefen Temperaturen bislang noch keinen Langreichweiten-Test unternommen. Auch eine Abschätzung des Energieverbrauchs steht noch aus. Früher bin ich tatsächlich mit den angegebenen 6kWh/100km ausgekommen. Mit den Lithiums sollte es etwas weniger sein...

von Natascha Schlüter - am 03.04.2013 00:28
Zitat
ReKa
wenn ich manche Berichte lese, wundere ich mich, dass alle 30 km eine Ladestation angefahren wird. Ist sicher nicht immer so, aber um es zu verstehen, würde mich interessieren, welche (Alltags-) Reichweite ihr mit eurem E-Mobil habt und was das für ein E-Mobil ist.

Es wäre nett, wenn ihr hier eure Alltagswerte hinschreiben würdet.


Bei mir ist es so, dass ich meist zu Hause tanke. Oft nach 50km oder so. Aber nur sicherheitshalber oder weil das Auto tags zu Hause steht und ich mit Solarstrom laden kann. Nachts lade ich am BHKW, da muss ich aber noch zukaufen. Insofern ist die alltägliche Reichweite keine echte Reichweite, sondern eine Mischung aus Ladetaktik und Bequemlichkeit. Öffentliche Säulen z.B. in der Stadt nutze ich nur, wenn ich dort eh zu tun habe.

Echte Reichweite: Auch im Winter waren immer mindestens 120km drin. Köln Mitte nach Düsseldorf Flughafen und zurück über Autobahn (120km) habe ich locker geschafft und hatte trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt am Ende noch 20% in der Batterie. Sommer hatte ich mit dem Auto noch nicht. Bei den Temperaturen jetzt sind's aber schon über 130km sogar nach konservativer Reichweitenanzeige.

Ach so: Smart ED3 Cabrio (17,6kWh, 900kg, 55kW)

von molab - am 03.04.2013 14:42
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