Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Manfred aus ObB

Doch Wasserstofftechnik?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 14.04.2013 10:03

Bisher war ich immer sehr skeptisch, was die energieverschwendende Wasserstofftechnik angeht.
300 Stunden Lebensdauer für PEM-Membranen waren bis vor wenigen Jahren noch Standard, mit horrendem Preis für die kilogrammschweren Platinmembranbeschwerern, unerschwinglich und ohnehin solarenergieverschwendend. Das soll jetzt übers Jahr plötzlich alles anders geworden sein?
So, wenn ich den übereinstimmenden Werbesprüchen sämtlicher Brennstoffzellen und BHKW-Hersteller trauen darf. keine Zelle hält seit neuestem weniger als 5000 Stunden, bis 20.000Dauerbetriebsstunden für Hochtemperatur-Feststoffzellen (650 bis 850 Grad, also glühend).
Der Wirkungsgrad, sowohl bei der Elektrolyse (H2/O2), wie auch der Wirkungsgrad der Brennstoffzellen im Fahrzeug, liegen nun plötzlich bei 60%, nach 20.000Stunden noch bei 50%, was also einen solaren Gesamtwirkungsgrad von 25 bis 36% bedeuten würde.
8 Euro das kg Wasserstoff, so wurde behauptet, das macht bei 60% elektrischem Wirkungsgrad 20kWh Energiegehalt , elektrisch. Also, 40 Cent die kWh.
Ein voller 4kg-Tank des Leaf kostet also 32 Euro und reicht für 460km, ein effektives range-extender für das ansonsten rein elektrische Fahrzeug, das auf der Hannovermesse vorgestellt wurde. Natürlich nicht käuflich zu erwerben.
Wie gesagt, ich glaube es den Schwindlern von Beruf wegen noch nicht, obwohl dies den Durchbruch für die Wasserstofftechnik bedeuten würde.
Ein zweites Infrastrukturnetz für weitere Fahrten wäre damit geschaffen. Deutschland zumindest ließe sich schon in Nord-Süd-Richtung durchqueren, ohne langwierige Ladehalte.
Brennstoffzellen sind klein und kompakt, und ließen sich, den voluminösen Hochdrucktank ausgenommen, leicht zuzuladen, besonders, wenn man nur für die Langstreckenfahrt, Flüssigwasserstoff an Bord nimmt. Die Hochtemperaturzellen sind auch mit gasförmigen Alkanen (CO2-Konvertierung mittels H2) zufrieden.
Also, liebe Windmüller, dann richtet Euch schonmal auf den Ansturm längs den Autobahnen ein!

Meine Meinung dazu? Ich habe schon einmal die 10-Milliardenverschwendung des Lüst-Schiller-Brand-Gespanns aus der Nähe miterlebt, dass uns bereits 1969 den ersten wirtschaftlich arbeitenden Fusionsreaktor bescherte.

Schmidt rauchte noch selbst, die anderen sollte man, so mein Vorurteil, alle in die Pfeife stopfen.
Würde mich freuen, wenn ich mich diesmal irren würde.

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter


Würde mich freuen, wenn ich mich diesmal irren würde.


Du Irrst wen Du glaubst Du Irrst :rp:

von Manfred aus ObB - am 14.04.2013 10:31

Induktionsladen

Induktionsladen scheint irgendwie gestorben zu sein, seit die Mär erzählt wird, das Induktionslader eine Wirkungsgradverschlechterung von 10% bewirken würden.
Ich bin da ja ganz anderer Meinung, obwohl ich an Nikolaus Tesla, aber nicht an seine freie Energie glaube.
Busse und Züge zur Einsparung der Oberleitung an den Haltestellen nachzuladen, funktioniert nicht, denn die Paaasgierwechselzeiten liegen meist bei nur 15 bis 20 Sekunden, beobachtet mal selbst!

200kW sind für einen fetten Linienbus angedacht, für Schienenbusse ähnlich. Aber , wie gesagt, die Ladezeiten sind länger, als gewünscht.
20kW für einen PKW, auch da ist man sehr skeptisch. Im Gegensatz zu mir, der sich auf die reine Nikolaus-Tesla Technik beschränken will, mit 105% Wirkungsgrad, bezogen auf die allzu pessimistischen Abschätzungen, die heute en vogue sind.

Die Akkugrößen entsprechen den gleichen Zahlenwerten, also 200kWh für Busse, die den ganzen Tag laufen sollen und 20kWh für PKW, sprich eine Stunde für eine Vollladung. Bei Nachlademöglichkeit entsprechend weniger.
Also, im Wesentlichen scheint das Konzept aufgegeben zu sein.

Wie zu erwarten, haben sich alle Versprechungen deutscher Akkuhersteller als Lügen erwiesen zu haben, alle Hersteller verlassen sich nicht mehr auf die von der Bundesregierung geförderten Lügengebäude und wenden sich, einschließlich Dreizack, ausländischen Herstellern zu.

Donnerhimmel sind eben real existierend und werden uns weiterhin, samt ihren chinesischen Mitbewerbern, erhalten bleiben. So auch die Kälber von Peter Jürgens.

China war im Wesentlichen nur schwerindustriemäßig und als Industriezulieferer auf der Hannovermesse vertreten und stolz trug ich das knallgoldene Täschlein, das mir eine niedliche Chinesin überreichte, heim..

Mein Lieblingsaufenthaltsort war übrigens die "Metropolitan Solution"-City, zu der ein Elektroshuttle-dienst die Zusachauer herannkarrte. Dort war nur sehr geringer Publikumsverkehr und man konnte seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Waldmühlenmäßig konnte ich auch einige Kontakte schließen.

von Bernd Schlueter - am 14.04.2013 10:33
Ja, den Beurteilungen, die von Orten, wo die Herzöge herumstehen, herüberschallen, traue ich mehr, als den hochheiligen Versprechnungen der Wasserstoffliga, die sich auf vornehmem Orange in der Halle 27 kleidete.
In der gleichen Halle war auch die Windenergie vertreten, die immer noch der Gigantomanie frönt, sprich, weiterhin möglichst hohe Spitzenleistung.
Trotzdem, ich bekam, nach Falschauskünften, auf eingehende Befragung dann doch die zutreffenden Antworten.
Mist, ganz vergessen, meine Maß auszutrinken, die im bayrischen Zelt per Freikarte für mich warmgestellt war.

von Bernd Schlueter - am 14.04.2013 10:46
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.