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Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Startbeitrag von solartim am 17.04.2013 00:37

Wer kann mich aufklären? wie funktioniert Park & Charge eigentlich abrechnungstechnisch?
ich versteh das nicht so ganz.

Es gibt einen Verein in Berlin der Vignetten , Ladestationen und Schlüssel verkauft.( bei den Schlüsseln heisst das zwar Pfand, aber defakto kommt Geld rein und bleibt vermutlich auch)

Dann gibt es Betreiber die diese Ladestationen von P&C kaufen . und ihren Strom dann verschenken.hab ich das richtig verstanden?

Dafür bekommen sie von P&C grosszügiger weise eine Jahresvignette ( Kosten für die Herstellung einer Vignette schätze ich mal unter 1€)

Sehe ich das falsch , oder fließt das Geld in dem Systhem immer nur in richtung P&C , also dem Verein in Berlin?

Aus dem Verkauf der Vignetten müssten doch eigentlich primär die Stromkosten der Betreiber beglichen werden und dann anteilig die Verwaltungskosten.

kann man die Bilanzen dieses Vereins irgendwo einsehen? Hat dieser Verein auch Mitglieder?

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Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo solartim,

in den meisten Punkten hast Du das System von P+C wohl verstanden.
Gegen einen fahrzeugabhängigen Jahresbeitrag erhält der Nutzer von P+C einen Schlüssel, der einem Zugang zu allen europaweit installierten P+C Ladepunkten verschafft und ihm dort das Laden ohne weitere Stromkosten für ihn ermöglicht. Mit dem Jahresbeitrag erhält der Nutzer somit eine Strom-Flatrate. Der Schlüssel bleibt gegen Pfand Eigentum von P+C. Der Pfand wird bis zur Rückgabe des Schlüssels in Projekte mit erneuerbaren Energien investiert.
Der Betreiber einer P+C Ladestation verschenkt in der Regel den Strom. Dies geschieht aus unterschidlicher Motivation. Wem hierzu kein Grund einfällt ist wahrscheinlich als potentieller P+C-Ladestationsbetreiber ungeeignet. Obwohl es zunächst befremdlich klingen mag, aber die meisten Betreiber freuen sich wenn sie viel Strom verschenken dürfen :-)
Sollte eine P+C-Ladestation an besonders exponierter Stelle installiert sein und dem Betreiber überdurchschnittlich hohe Stromkosten entstehen, so kann er diese nach entsprechender Vereinbarung gegen P+C e.V. abrechnen. Hier fließt dann wieder ein Großteil der Jahresbeiträge hin.
Konkrete Fragen solltest Du am besten an info@park-charge.de stellen.

Viele Grüße
Roman

ps: ... und ja, der Verein hat definitiv auch aktive Mitglieder (nicht nur hunderte von Nutzern und Betreibern)

von teutocat - am 17.04.2013 01:13

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Roman,

danke für deine erklärungen!

ich verschenke auch strom an elektromobilisten aus überzeugung. hab schon seit einiger zeit einen privaten ladepunkt im lemnet eingetragen.

die "unternehmenstrategie" von Park & Charge halte ich aber für bedenklich ,denn P&C streicht ja gewinne ein die auf der anderen seite durch überzeugte stromspender wieder aufgefüllt werden.

richtig wäre , mit dem erlös aus dem vignettenverkauf die ladesäulen der aufsteller zu subventionieren.

so wie es jetzt ist würde ich mal provokant das wort veruntreuung in den raum stellen .

ich lasse mich aber gern vom gegenteil überzeugen.

grundsätzlich finde ich ein solches system . das auf gegenseitigkeit beruht sehr gut. Wenn sich jemand daran bereichern sollte, wäre das sehr schade .

sollte die die elektrobobilität mal stärker in die Breite gehen , wird es wohl eh schwierig. mit dem "strom verschenken"

von solartim - am 17.04.2013 19:26

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Solartim.
Schau dir mal die DSL (www.drehstromnetz.de) an. Du kannst ja wie ich für die Nichtmitglieder ein Schukokabel draußen lassen, somit ist allen gedient. 24hDrehstrom für Mitglieder und Schuko für die anderen. Und wer nett fragt , falls ich daheim bin, bekommt auch den Kasten aufgeschlossen, ich bin ja kein Unmensch.;-)
abrechnung erfolgt auf Vertrauensbasis.
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 17.04.2013 21:00

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Stefan Bretscher
...
abrechnung erfolgt auf Vertrauensbasis.
Gruß Stefan
Das ist der wichtigste Punkt bei der Sache. Bei kommerziellen Anbietern wird - eine potentielle kriminelle Energie bei allen Nutzern vermutend - eine gerechte und manipulationssichere aber gleichzeitig auch kostenintensive und störanfällige Ladetechnik installiert. Da würde ich dann für die ca. 3kWh im Monat die ich jetzt bei der Naturstrom-P&C-Kiste in Düsseldorf beziehe 80 Cent für den Strom und 4,20 für die centgenaue Abrechnungstechnik, den Verwaltungsaufwand und vor allem die Ausfallzeiten bezahlen und die Ladesäule wäre ca. einmal im Jahr gerade mal wieder defekt und würde mir ein größeres Problem bescheeren. Da bezahle ich lieber pauschal 40 Euro im Jahr und sponsore damit ggf. noch den einen oder anderen Vielfahrer der mehr an P&C-Stromkosten im Jahr generiert als er an Mitgliedsbeitrag bezahlt. Immerhin kommen auf einen Euro an Stromkosten ein Vielfaches davon an Akkuabnutzungskosten. Es macht also für den im allgemeinen sozial denkenden und sich nicht auf Kosten anderer durch die Gegend schnorrenden, vernünftigen Elektromobilisten keinerlei Sinn, irgendwo zu Lasten einer Gemeinschaft der er sich freiwillig angeschlossen hat und von deren Aktivitäten er profitiert Gratisstrom zu beziehen um damit unnötige Strecken zu fahren.

Was den aktuellen Stand bei P&C anbelangt bin ich allerdings auch am rätseln. Als ich dort beigetreten bin wurde der Jahresbeitrag noch in DM anhand der Leistung des Ladegeräts berechnet. Bei Umstellung auf Euro waren es dann zunächst 18, später 20 Euro im Jahr für mein Twike. P&C war sozusagen eine Unterabteilung des Solarmobilvereins in Erlangen wobei die Ansprechpartner in Bielefeld saßen (oder dies zumindest von sich behaupteten :rolleyes: ). Ende letzten Jahres ist das ganze dann in einen eigenständigen Verein mit Sitz in Berlin umgewandelt worden und mein (allerdings noch immer nicht abgebuchter) Jahresbeitrag hat sich auf 40 Euro verdoppelt (wobei ich mit 400kg Gesamtgewicht ganz knapp an der Grenze zu 60 Euro liege). Ich habe zwar anfangs auch etwas nach Luft geschnappt weil ich seit Dezember wieder eine Kreditrate für die neuen Akkus an der Backe habe und am 2.1. die Versicherungen für vorübergehend drei Fahrzeuge fällig waren, aber wenn ich genauer darüber nachdenke würde ich fast lieber noch mehr bezahlen wenn dadurch die Ladestationsdichte deutlich erhöht werden könnte. Ich will endlich mal mit wirklich vernünftiger Reichweite (also etwa 50km, was für 90% aller Strecken ausreicht während auch 500km nicht für 100% ausreichen würden) durch ganz Deutschland fahren können ohne am Wochenende nach Einbruch der Dunkelheit bei einer Aushilfskraft an der Tankstelle erfolglos um Strom bitten zu müssen...

von Natascha Schlüter - am 18.04.2013 23:04

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Natascha.

Probleme mit Vertrauensbasis? Was willst du mir damit sagen?

Ich kann nur die Vorteile der DSL betonen, bzgl. Netzdichte, Verfügbarkeit, Störanfälligkeit und Ladestromstärke. Das Abrechnen auf Vertrauensbasis stellt doch kein Problem dar. Immerhin bekomme ich da Geld für meinen Strom zurück. Wenn ich privat P&C aufgestellt hätte, müsste ich den Strom komplett kostenlos zur Verfügung stellen. P&C Kisten sind für mich mittlerweile eine sterbende Spezies, so sehr ich die Anfänge dieses Systems zu schätzen wußte. Leider.
Meiner Meinung nach sind privat betriebene, kostenpflichtige Stromtankstellen immer noch mit Münzzähler a la Campingdusche und wöchentlicher Leerung am billigsten und einfachsten.

von Stefan B. - am 18.04.2013 23:15

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Stefan Bretscher
...Probleme mit Vertrauensbasis? Was willst du mir damit sagen?

Nee, ganz im Gegenteil. Ich nutze ja selbst beide nichtkommerziellen Systeme P&C und DSL die ja ohnehin teilweise verknüpft sind (siehe Ratingen). Bei der DSL sehe ich ein wenig noch das Henne-Ei-Problem da in Regionen wo noch keine Kiste steht kaum einer ein Emobil anschafft und demnach auch weiterhin kaum eine Kiste aufgestellt wird. Vielleicht sollte P&C versuchen, solche Lücken gezielt zu schließen und in Absprache mit der DSL nach geeigneten Standorten suchen. Ich fände es jedenfalls schade wenn P&C verschwinden würde...

Das Problem sehe ich eher bei den kommerziellen Anbietern wie RWE die irgendwann versuchen werden, alle Elektromobilisten in ihr System zu zwingen um die Auslastung zu verbessern damit auch ohne Abgreifen der endlichen Fördergelder Profit gemacht werden kann. Dann muss ich auch für ein City-el mit Trafolader 40 Euro im Monat für Typ2-Adapter und Eifon-Äpp berappen wenn ich nicht fürs hochgradig illegale Laden an der heimischen Schukodose wegen Steuerhinterziehung belangt werden will. Pöl-Fahrer wissen was ich meine...

Zitat
Stefan Bretscher
Ich kann nur die Vorteile der DSL betonen, bzgl. Netzdichte, Verfügbarkeit, Störanfälligkeit und Ladestromstärke. Das Abrechnen auf Vertrauensbasis stellt doch kein Problem dar. Immerhin bekomme ich da Geld für meinen Strom zurück.

Ich halte die DSL mittlerweile auch für das bessere System, aber beide Systeme zusammen sind halt noch besser als nur DSL und daher werde ich bei P&C auch so schnell nicht aussteigen.

Zitat
Stefan Bretscher
Wenn ich privat P&C aufgestellt hätte, müsste ich den Strom komplett kostenlos zur Verfügung stellen.

Bei den Drehstromkisten die ich bislang genutzt habe halten sich Auslastung und damit die Stromkosten doch sehr in Grenzen und es würde wohl kaum jemandem ernsthafte finanzielle Probleme bescheeren wenn er den Strom verschenken würde. Die paar hundert Euro für die Kiste und deren Installation sind das Problem. Grundsätzlich kann man wie in Ratingen auch kombinieren. Die P&C-Kiste dort ist in der DSL eingetragen und wer keinen P&C-Beitrag zahlt lässt halt seinen Stromeuro in der Kiste wie bei der DSL üblich. Ich kenne auch mehrere DSL-Anbieter die gar kein Sparschwein in der Kiste haben und den Strom grundsätzlich gratis abgeben...

Zitat
Stefan Bretscher
P&C Kisten sind für mich mittlerweile eine sterbende Spezies, so sehr ich die Anfänge dieses Systems zu schätzen wußte. Leider.
Meiner Meinung nach sind privat betriebene, kostenpflichtige Stromtankstellen immer noch mit Münzzähler a la Campingdusche und wöchentlicher Leerung am billigsten und einfachsten.

Sehe ich auch so das ein dementsprechend technisch einfaches System die geeignetste Lösung wäre sobald die Nutzerzahl ein Ausmaß erreicht hat bei dem Vertrauen möglicherweise nicht mehr ausreicht.

von Natascha Schlüter - am 19.04.2013 01:11

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo,

beide Systeme, DSK und P+C, haben ihre Daseinsberechtigung und es wäre sehr schade wenn eines davon Einbußen zu Gunsten kommerzieller Anbieter haben würde ...

Aber: Das Betreiben einer P+C-Station ist ja nicht ganz "vergebens", man bekommt immerhin jedes Jahr eine Jahresvignette und somit eine ganzjährige Stromflatrate für ein Fahrzeug. Man genießt also auch die Vorteile eines P+C-Nutzers. Wenn man selbst der intensivste Nutzer seiner eigenen P+C-Station ist, auch gut. Wahrscheinlich hätte man sich sowieso eine Wallbox angeschafft. So hat man dann eben eine super zuverlässige Wallbox und tut auch noch etwas für die Community.
Nehmen wir mal an eine hochwertige Wallbox für den Außeneinsatz hat eine Betriebsdauer von 10 Jahren und kostet 1500,-- Euro (wird es so günstig noch nicht geben). Eine P+C-Kombibox mit allen Steckern kostet zwar 2100,--, ich bekomme dafür über 10 Jahre Vignetten für einen derzeitigen Gegenwert von mindestens 600,-- Euro. So schlecht sieht die Rechnung dann doch schon nicht mehr aus.
Als reiner P+C-Nutzer bekommt man für 60,-- einen fairen Gegenwert und unterstützt damit den Aufbau einer Bürger-Ladenetzinfrastruktur, ohne selbst eine größere Investition tätigen zu müssen.
Umgekehrt wird man als Nutzer einer DSK "gezwungen" selbst eine zu betreiben (Patenschaft ist nach eigener Anfrage nicht mehr erwünscht). Ich finde P+C deshalb bedarfsgerechter. Wie Natascha schon sagt kann ich mir auch nicht vorstellen dass jemand das System aus reiner Gier missbraucht.

Viele Grüße
Roman

von teutocat - am 19.04.2013 06:57

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
...Umgekehrt wird man als Nutzer einer DSK "gezwungen" selbst eine zu betreiben (Patenschaft ist nach eigener Anfrage nicht mehr erwünscht). Ich finde P+C deshalb bedarfsgerechter. Wie Natascha schon sagt kann ich mir auch nicht vorstellen dass jemand das System aus reiner Gier missbraucht.

Bei der DSL muss man ein bisschen darauf achten, das die Patenschaften nicht Überhand nehmen. Mir war es damals selbst unangenehm das ich für die Patenschaft weniger bezahlt habe als normalerweise die Installation einer Drehstromkiste kostet. Andererseits stelle ich grundsätzlich meinen einphasigen Anschluss zur Verfügung. Es lässt sich zwar extrem schlecht parken hier, aber zur Not ist der Gehweg breit genug für Twike, Twizzy, El oder ähnliches. Ich hielte es für sinnvoller, Patenschaften deutlich teurer zu machen und würde auch selbst entsprechend nachzahlen wenn aus den Geldern gezielt neue Standorte finanziert würden. Ggf. könnte man auch Nutzern die selbst einen zweiten Standort anbieten können aus dem Patenschaftstopf eine Prämie zukommen lassen. Ich denke, so bekommt man die Netzdichte eher erhöht und es wäre auch nicht ungerecht denen gegenüber die bereits Mitglieder sind.

von Natascha Schlüter - am 19.04.2013 17:58

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallöchen,

Zitat
Solartim
die "unternehmenstrategie" von Park & Charge halte ich aber für bedenklich ,denn P&C streicht ja gewinne ein die auf der anderen seite durch überzeugte stromspender wieder aufgefüllt werden.


dieser Satz ist irgendwie falsch, denn Gewinn ist was am Ende positiv überbleibt und kann nicht durch eine andere Seite wieder aufgefüllt werden.
Es müßte wenn dann heissen, dass der Gewinn vergrößert wird duch die Stromspenden.

Zitat
Solartim
richtig wäre , mit dem erlös aus dem vignettenverkauf die ladesäulen der aufsteller zu subventionieren.

so wie es jetzt ist würde ich mal provokant das wort veruntreuung in den raum stellen .


Diese Aussage könnte man dann unter "übler Nachrede" einkategorisieren, denn da du bis zu der Aussage wohl noch keinen Aussage von P&C oder dem BSM hattest.

Veruntreuung würde auch bedeuten, dass das Geld nicht im Sinne des Vereins oder der Arbeitsgemeinschaft des BSMs (was es früher war) genutzt wurde und nicht mehr vorhanden ist.
Mir sind diese Merkmale in den Rechenschaftsberichten des BSM / P&C AG nicht bekannt und wurden auch nicht von den Prüfern gesehen.

Aber Allgemein dazu gesagt ist der Punkt, dass jemand der eine P&C Box betreibt nicht unbedingt seinen Strom verschenken muss (dafür aber eine Vignette bekommt).
Der Betreiber kann auch seine Strom mit P&C bzw. eben früher mit dem BSM abrechenen, wenn der Strom über einen seperaten Zähler erfasst wird.

Zum anderen muss man auch sehen, der BSM bzw. der neue Verein hat nicht nur die Aufgabe die Boxen zu verwalten, sondern auch über eine einfache Stromversorgung für E-Mobile zu beraten und informieren. Dazu ist eben der Bereich P&C schon immer mit Werbematerialien auf Messen zu sehen, die auch nicht umsonst sind. (z.b. eCarTec-2012 )

von Bernd Rische - am 20.04.2013 07:13

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Bernd Rische
... Dazu ist eben der Bereich P&C schon immer mit Werbematerialien auf Messen zu sehen, die auch nicht umsonst sind. (z.b. eCarTec-2012 )


Oder auf der Hannover Messe 2013 (Bereich MobiliTec)


Gruß
Roman

von teutocat - am 20.04.2013 14:02

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Ob P&C oder DSK Ladestationen welche öffentlich zugänglich sind, wird immer die Haftungsfrage vergessen.
Passiert ein "Unfall" welcher Art auch immer haftet der Betreiber der Ladestation mit seinem volle Privatvermögen.
Mir war dies nicht bewusst bis ich eine P&C an unserem Sport Vereinsheim schrauben wollte.
Der Vorstand verlangte eine Versicherung für die Ladestation.
Die einzigste Lösung wäre eine Betreiberhaftpflichtversicherung für um die 150 Euro im Jahr.
Ich habe es dann gelassen da mir die "Verlängerung mit Steckdose" zu teuer kommt.
Toll wäre es wenn z.B. über P&C eine Haftpflichtversicherung angeboten würde.

von Claus. - am 20.04.2013 17:50

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hm, aus aktuellem Anlass:

Wie ist das wenn an meiner DSK aus welchem Grund auch immer (sei es nun Eigenverschulden- schlechte Klemmung oder Energieversorger) irgendwas nicht stimmt und sich jemand seine Ladetechnik himmelt?

Selbst eine jährliche Prüfung durch eine Elektrofachkraft kann temporär auftretende Schwierigkeiten nicht verhindern...


Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 23.04.2013 12:20

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

In der Schweiz ist das PC noch teurer.

Schweizer Fränkli

Es bietet sich eine hervorragende Verdienstmöglichkeit für die Hersteller der Boxen, wenn jetzt Ladesäulen für Tausende Euro gehandelt werden.
Klar verliert man bei dem Geldsegen arme Cityelfahrer aus dem Blickfeld. Wer sollte das den Betreibern verdenken, die Mieten in der Wilhelmstraße sind schließlich auch nicht die niedrigsten...
Ich habe nur den Roland Springorum in der Nähe, bei dem bekomme ich den Strom auch ohne Mitgliedschaft. Sonst weit und breit nichts Blaues in der Nähe. Irgendwann haben sich die alternativen Stationen überlebt, dann bleibt es alleine bei einem Freundeskreis, der zeigt, dass man nicht unbedingt von den Großen abhängig bleiben muss.
Ich bleibe beim Lemnet, weil ich in meiner Mietwohnung keine andere Möglichkeit habe. Waldmühle elektrisch und Strecken über 200km bleiben vorerst noch für mich verschlossen.
Was habe ich ausgerechnet? Mein Wohnmobil verbraucht knapp 9 Liter Diesel auf 100km. Mein Saxo erzeugt ein CO2-Äquivalent über den Braunkohlenstrom von ca 170 Gramm/km. Die sind gar nicht so weit voneinander entfernt. Der Diesel erzeugt 240 Gramm pro km. Irgendwann fahre ich durch die Schweiz und dann glaube ich endlich dem Pamphlet der Stadtwerke, dass ich tatsächlich mit 0Gramm CO2 fahre.

Wie ist das, muss man die P&C-Boxen zurückgeben, wenn man nicht mehr Mitglied ist?
Ist in den Parc & Coffee-säulen eigentlich Platz für eine Kaffeemaschine? In Düsseldorf bekomme ich immerhin Kaffee an meinen zwei Haupttanken. Über 1500km könnte ich für den Jahresbeitrag fahren.

Also, lasse die Betreiber auf der Wilhelmstraße ruhig ein paar Millionen abgrasen, Hauptsache, nachher kommen sie auf ein sinnvolles Preisniveau zurück. Vielleicht mit gerechtem Abrechnungssystem, die Münzboxen sind bestimmt irgendwo in der Mache...

von Bernd Schlueter - am 23.04.2013 13:48

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Bernd Schlueter
Wie ist das, muss man die P&C-Boxen zurückgeben, wenn man nicht mehr Mitglied ist?


Eine Park+Charge-Ladestation zu betreiben ist nicht gleichbedeutend mit einer Mitgliedschaft beim Park+Charge e.V., genauso wenig wie wenn man nur gegen ein Jahresentgelt Nutzer wird und dafür Schlüssel und Vignette erhält.

Eine Park+Charge-Ladestation wird vom Betreiber käuflich erworben und kann von ihm solange betrieben werden wie er Lust hat. Wenn er das nicht mehr will kann er die Hardware abschalten, einmotten, verkaufen etc., jedoch nicht zurückgeben.

Eine Park+Charge-Mitgliedschaft bedeutet aktive, ehrenamtliche Vereinsarbeit.

Gruß
Roman

von teutocat - am 24.04.2013 22:20

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Die neuen Gebühren deuten darauf hin, dass schon erhebliche Umsätze getätigt werden, deren Ausgleich so erheblich ist, dass für die meisten die Mitgliedschaft nicht mehr ehrenamtlich lohnt.
Die Kosten für eine Box sind auch nicht unerheblich. Für einen geringen Aufpreis würde sich für manche schon der Einbau eines Groschengrabs lohnen, was dann sehr für Gerechtigkeit und höhere Mitgliederzahlen sorgen würde. Wer dann unter 30 Euro Jahresstromkosten liegt, kann ja weiterhin den Strom gratis verteilen oder billiger abgeben. 20 Cent oder so.
Geschlossener Verein, da gibt es mit dem Finanzamt kein Problem.

Irgendwo habe ich ein Groschengrab herumstehen, sehr teuer sind die nicht. Mist, da wird eingebrochen. Briefkasten ist da besser, wie am Dürener Campingplatz.

von Bernd Schlueter - am 26.04.2013 09:19

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Bernd,

ein Groschengrab (Du meinst wahrscheinlich einen Münzprüfer) kannst Du Dir gerne an Deine an kein System gebundene private Ladestation basteln, für Park+Charge ist das aber ein absolutes NO GO.
Ein Hauptproblem hast Du schon selbst erkannt: Einbruchgefahr. Selbst bei einer für die meisten P+C-Betreiber unzumutbaren täglichen Leerung wird das Risiko der Zerstörung der Ladestation nicht im geringsten vermindert. Mit dem Münzprüfer müsste man also noch ein Sicherheitspaket in die Station einplanen, welches die heutigen P+C-Boxen um ein Vielfaches verteuern würde.
Außerdem würde ein Münzprüfer die Zugangsbarriere wieder etwas höher hängen. Kein passendes Kleingeld ? Münzen fallen durch ? Kaugummi im Münzschlitz ? So'n Pech - kein Strom !
Ein Münzprüfer würde dann auch zusätzlich noch eine auwändige Leistungsmessung oder eine ungerechte Ladezeitbegrenzung bedingen, also wieder zusätzliche Kosten die eigentlich keinen Nutzen bringen.

Die von Dir angesprochen Hypothesen über "Umsätze" und daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen sollten mit Fakten untermauert werden, um nicht selbst unseriös zu wirken.

Viele Grüße
Roman

von teutocat - am 30.04.2013 06:40

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
...
Eine Park+Charge-Mitgliedschaft bedeutet aktive, ehrenamtliche Vereinsarbeit.


Das mag so sein. Wenn aber die nächste P&C von mir 45km entfernt steht und ich 50€ Jahresgebühr (ohne Drehstrom!) zahlen soll, weil 2x im Jahr eine Ausfahrt geplant ist - dann verzichte ich halt auf P&C. Meine DSK als P&C-Ladehalt anzumelden (und für den eh kostenlosen Strom dann eine Vignette und einen Schlüssel zu erhalten) ist ja wohl technisch nicht gewollt /vorgesehen.

Letztlich frage ich mich dann halt, wo die Mitgliedsbeiträge landen, wenn die P&C-Kisten vom Betreiber bezahlt werden, der Strom meist unentgeldlich gesponsert wird und die Mitglieder "aktiv, ehrenamtlich" arbeiten. Deim Drehstromnetz stellen sich diese Frage nicht. Hier wäre von Seiten P&C (bzw. in Deutschland vom Betreiber BSM) höhere Transparenz durchaus wünschenswert, denn auch "Aufwandsentschädigungen" für ehrenamtliche Vereinsarbeit, Büroeinrichtungen, Mieten, Ausstattungen usw. sollten (zumindest für die Mitglieder bei P&C) nachvollziehbar und einsehbar sein. Machen wir uns nichts vor: in jedem solchen System finden sich neben aktiven und selbstlosen ehrenamtlichen Mitstreitern auch welche, die auf persönliche Vorteile aus sind. Wenn da nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, knirscht es irgendwann im Getriebe ...

Ich will es keinesfalls verallgemeineren. Aber meine persönliche Erfahrung zeigt mir etliche Fälle auf, wo es einen Unterschied zwischen reinen Nutzern der Elektromobilität und (oftmals sehr angagierten, anfangs meist ebenfalls uneigennützigen) Nutzern gibt, die heute mit Elektromobilität ihren Lebensunterhalt bestreiten /Einkommen erzielen (müssen). Natürlich habe ich dafür durchaus ein Maß an Verständnis. Aber beim Konstrukt eines gemeinnützigen e.V. sollte da halt auch mit offenen Karten /transparent gespielt werden.

von Joe-Hotzi - am 01.05.2013 11:23

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Ja, da ist auch für mich die Hürde. Da ist der ADAC an der Strecke nach Lippstadt, den ich schon zweimal genutzt habe, die P&C nur nicht, weil ich nicht Mitglied bin. Beim Roland bekomme ich auch so strom, wenn ich in Not bin, zur Not schiebe ich auch die letzten 3 km nach Hause.
Damit sich P&C hier in der Gegend durchsetzt, war der niedrigere Preis schon vorteilhaft. Hierwürde ich eher zum konkurrenten RWE laufen, der alleine, neben den Super-Düsseldorfern, in der Gegend vertreten ist. Ich brauche mich nur in die nahen Niederlande zu retten und steht mir vom nordfranzösischen Rijssel bis zu den Ostfriesen alles offen. Nur die Aachener versperren noch mit ihrem ladenetz.de den Weg für Düsseldorfer, zu denen ich mich nach wie vor zähle.
Also, mir reicht die Kombination Garage und Bekannte mit Schuko und düsseldorfer Stadtwerke, die als erste das niederländische logica-System in Deutschland eingeführt haben.10.000 Stationen

Aber jetzt lese ich etwas, wovon ich nicht weiß, was ich davon halten soll:
die niederländische Logica wurde vollständig von der mehr oder weniger amerikanischen CGI übernommen.

Fresssäcke

von Bernd Schlueter - am 01.05.2013 13:24

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Joe-Hotzi
Meine DSK als P&C-Ladehalt anzumelden (und für den eh kostenlosen Strom dann eine Vignette und einen Schlüssel zu erhalten) ist ja wohl technisch nicht gewollt /vorgesehen.


Wenn alle P+C-Nutzer (mittels P+C-Schlüssel) jederzeit ungehinderten Zugang zu Deiner DSK haben und dort laden und parken können, dann sehe ich persönlich keinen Grund warum diese Station nicht auch als P+C ins Lemnet eingetragen werden können sollte und warum Du nicht auch dafür einen Schlüssel und eine Vignette erhalten solltest.
Bei einem Zugang ganz ohne Autorisierung (Schlüssel) sehe ich das Problem, dass ein Spassvogel einfach den Stecker während des Ladevorgangs abziehen könnte. Das wäre dann nicht P+C konform.
Es gibt schon einige Ladestationen die nicht von durch P+C beauftragte Hersteller (Heers, Emco) produziert wurden, aber trotzdem mit einem P+C-Schloss ausgestattet wurden und ansonsten auch den P+C-Anforderungen genügen.
Es geht ja nicht darum dass P+C e.V. Hardware verkauft, sondern dass ein System voran getrieben wird, dass einerseits vielen Elektromobilisten ein möglichst flächendeckedes, zuverlässiges und kostengünstiges Ladenetz bereit stellt und andererseits den Missbrauch durch Unbefugte verhindert.

Gruß
Roman

von teutocat - am 02.05.2013 01:02

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
Wenn alle P+C-Nutzer (mittels P+C-Schlüssel) jederzeit ungehinderten Zugang zu Deiner DSK haben und dort laden und parken können, dann sehe ich persönlich keinen Grund warum diese Station nicht auch als P+C ins Lemnet eingetragen werden können sollte und warum Du nicht auch dafür einen Schlüssel und eine Vignette erhalten solltest.


Das ist zumindest eine überlegenswerte Aussage, die ich gerne überdenke. Statt des DSK-Schlüssels auf P&C-Schließsystem umzubauen, macht für mich keinen Sinn.
Aber eine zweite Box als P&C parallel daneben zu hängen, ist durchaus überdenkenswert. Die Kosten bekommt man dank der gestiegenen P&C-Mitgliedsbeiträge ja schnell wieder herein ...

Zitat
teutocat
Bei einem Zugang ganz ohne Autorisierung (Schlüssel) sehe ich das Problem, dass ein Spassvogel einfach den Stecker während des Ladevorgangs abziehen könnte. Das wäre dann nicht P+C konform.


Da ist meine Box mit den außenliegenden Anschlüssen wohl eh nicht P&C-konform, oder? Im Dorf und auf privatem Grund sind "Spaßvögel" aber eher selten ...


Eine Aussage zu den Rechenschaftsberichten /Finanzplanungen /Vereinsbeschlüssen wäre natürlich zumindest für "aktive, ehrenamtliche" Mitglieder wünschenswert. Ich habe dazu nichts gefunden. Als Interessent habe nicht einmal die Vereinssatzung des Park&Charge e.V. Deutschland im Netz gefunden?!? Dabei wäre es doch schon wichtig, potentielle Mitglieder nicht hauptsächlich über Preise zu informieren ...

von Joe-Hotzi - am 02.05.2013 07:54

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo,

Gleiches Thema hatte ich vor 1.5 Jahren auch:
DSK und P&C, ginge nur wenn P&C getrennt zugänglich wäre mit eigenen Stromzähler.
Nur die wollten dann 80Euro für den Schließzylinder...das war mir echt zu überzogen.
Und so wurde es nur eine kräftige 32er DSK :spos:

Gruß Ben

von Ben-EL - am 02.05.2013 12:40

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Na, zu den aktuellen Kosten eines Schließzylinders hat man sich ja noch nicht geäußert. ;)
Ich bin schon gespannt, ob Geldeinnehmen oder Netzwerkaufbau im Vordergrund steht.
Wenn ich bereit bin, für den Ausbau von P&C eine zusätzliche Box zu installieren erwarte ich keine finanziellen Hürden beim Schloss ...

Bei DSK ist die Sache eindeutig, bei P&C gibt es halt etliche Fragen, aber selten konrete Antworten. Daher ist es schon gut, dass die Thematik (wieder) mal diskutiert wird.

von Joe-Hotzi - am 02.05.2013 13:06

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Jörg,

so eine Anfrage habe ich vor einigen Monaten auch mal auf dem Weg geschickt.
Also auch eine zusätzliche Box.
Für mich ist"s eindeutig: Geld steht im Vordergrund.

Bei mir haben sie sich einfach gar nicht gemeldet. Trotz mehrmaligen Nachfragen.

mfG
Peter

von Peter End. - am 02.05.2013 13:25

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Ich glaube beide Systeme werden bald den gehobenen Ansprüchen der modernen E-Autos nicht mehr genügen. 22kw Drehstrom stellt derzeit eine gewisse obere Grenze bei beiden Systemen dar (wer hat schon eine 64 Ampere Anbindung?) und wenn wir von Müsli-E-Fahrzeugen* und geschindigkeitsbeschränkten Effizienz-Helden im übersetzungsfreien Antriebsbereich (die alten Franzosen lassen grüßen) mal absehen, dann entsprechen 22kw vielleicht einem potentiellen Nachladetempo von 120km Reichweite pro Stunde. Ab 44kw wird es erst richtig interessant.

Wünschenswert wäre mehr Direktvermarktung von Gleichstrom z.B. an großen Solaranlagen und Windrädern. Für 44kw bräuchte man allerdings ca. 300qm Solarzellen und guten Sonnenschein, große WKA spucken jedoch bereits in der Niederwind-Ausführung um die 2mw aus. In dem Bereich könnten beide Systeme noch ordentlich wachsen und die Besitzer der Anlagen würde es bei entsprechender Entlohnung auch freuen. Windstrom ist im Verkauf um die 6 Cent/kwh - könnte ich schnell-laden, würde ich glatt das drei- bis vierfache hinblättern.

*ich entschuldige mich schon mal bei allen E-Puristen, die in einem an Selbstgeißelung gleichenden Qualitätsverzicht eigentlich ökologische Helden sind. Leider lässt sich damit aber die Masse der Autofahrer schlecht konvertieren.

von Cavaron - am 02.05.2013 14:38

Schnell-Lader

Zitat
Cavaron
Windstrom ist im Verkauf um die 6 Cent/kwh - könnte ich schnell-laden, würde ich glatt das drei- bis vierfache hinblättern.


Als Normal-Bürger bezahle ich Zuhause zur Zeit schon 27 Cent/kWh.
Mit meinem 20kWh-Lader wäre ich unterwegs auch bereit 0,50 oder 1,00 EUR/kWh zu zahlen.
(Zeit ist Geld!)

DIe Vorraussetzung ist jedoch dass die Ladehalte günstig liegen - also am besten an Autobahnraststätten oder wenigstens an Autobahnausfahrten.


Ralf

von RalfZ - am 02.05.2013 20:35

Re: Schnell-Lader

Zitat
RalfZ
Mit meinem 20kWh-Lader wäre ich unterwegs auch bereit 0,50 oder 1,00 EUR/kWh zu zahlen.
(Zeit ist Geld!)


Hallo Ralf,

ich verstehe zwar was Du sagen willst und bin auch der Meinung das der Strom an einer entsprechend dimensionierten Säule etwas teurer sein darf; aber dennoch Vorsicht mit solchen Aussagen.
Bei 1€/KWh undf den größer werdenden E-Fahrzeugen wird schnell der Stinker - SUV zum Geheimtipp für Wirtschaftlichkeit.
Diesen Preis wäre ich bei heutigem Niveau jedenfalls nicht mehr bereit zu zahlen.

Gruß
Horst

von hk12 - am 03.05.2013 08:29

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Eigentlich habe ich keinen Grund hier irgendwas zu rechtfertigen, aber ...

Zitat
Ben-EL
DSK und P&C, ginge nur wenn P&C getrennt zugänglich wäre mit eigenen Stromzähler.


Das ist vollkommener Unsinn.
Entscheidend ist, dass ein P+C-Nutzer mit seinem Schlüssel ohne weitere Bezahlung Strom bekommt und auch parken kann. Nur wenn Du den Strom von P+C vergütet haben willst, dann musst Du auch nachweisen können wieviel von P+C-Nutzern tatsächlich konsumiert wurde.

Zitat
Ben-EL
Nur die wollten dann 80Euro für den Schließzylinder...das war mir echt zu überzogen.


Wer sind "die" ?
80 Euro ist etwa der Preis des Herstellers plus Versandkosten.
Der KABA 20 Schliesszylinder ist sehr hochwertig, kein Vergleich zu den primitiven Rittal Schlössern in der DSK.
Man kann jetzt sicherlich fragen ob das sein muss, aber P+C ist eben ursprünglich mit diesem Qualitätsanspruch entwickelt worden.

Viele Grüße
Roman

von teutocat - am 03.05.2013 09:53

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
Eigentlich habe ich keinen Grund hier irgendwas zu rechtfertigen, aber ...


Es geht doch gar nicht um Rechtfertigung, sondern um Verstehen und Transparenz. Man möchte halt wissen, wo welche Mitglieds-Gelder warum ausgegeben werden.

Zitat
teutocat
Zitat
Ben-EL
Nur die wollten dann 80Euro für den Schließzylinder...das war mir echt zu überzogen.


80 Euro ist etwa der Preis des Herstellers plus Versandkosten.
Der KABA 20 Schliesszylinder ist sehr hochwertig, kein Vergleich zu den primitiven Rittal Schlössern in der DSK.
Man kann jetzt sicherlich fragen ob das sein muss, aber P+C ist eben ursprünglich mit diesem Qualitätsanspruch entwickelt worden.


Das das versteht man so dann schon. Am Ende ist es eine einmalige, langfristig nutzbare Investition. Ich habe auch ein hochweriges, gleichschließendes Bohrmulden-Wendeschlüsselsystem verbaut - zwar deutlich preiswerter. Aber der Aufpreis liegt dann wohl in der Nachfertigungsbeschränkung mit Schlüsselkarte und der Abhängigkeit vom Anbieter (so er das erkannt hat).
Nur ist das Schloss ja wieder ein Posten, der von den P&C-Investoren selbst getragen werden muss - was passiert denn nun im Verein mit den Mitgliedsbeiträgen?

Wo finde ich denn nun mal eine P&C-Vereinssatzung zum lesen, oder gar einen Rechenschaftsbericht mit Ein- /Ausgabenaufstellung?

von Joe-Hotzi - am 03.05.2013 11:20

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo,

Zitat
teutocat
Der KABA 20 Schliesszylinder ist sehr hochwertig, kein Vergleich zu den primitiven Rittal Schlössern in der DSK.

Primitive Schlösser bei der DSL versus lange Zeit (zum Teil noch Heute) primitive Steckdosen bei P&C. Ich finde so eine Diskussion ist müßig denn beide Systeme haben uns voran gebracht und alles ist auch ein wenig der Zeit und den Umständen der Entstehung geschuldet.

Leute seht es einfach so: die bisherigen Elektrofahrer und deren Sympathisanten haben etwas geschafft, ohne Fördermillionen, ohne Konzerne, ohne (oder zumindest mit wenig) Politik und ohne kaum bezahlbare Spezialkabel.

Gute Beispiele für kombinierte DSLP&C Stationen mit doppelter Schließung gibt es ja bereits:


Die Frage nach Transparenz ist allerdings, besonders wenn es sich um Verein und Mitgliedschaft handelt, zumindest für die Mitglieder gerechtfertigt und sollte in diesem Kreis auch zufriedenstellend beantwortet werden.

Gruß
Horst

von hk12 - am 03.05.2013 15:29

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Joe-Hotzi
Ich habe auch ein hochweriges, gleichschließendes Bohrmulden-Wendeschlüsselsystem verbaut - zwar deutlich preiswerter.

Wie kann denn dann ein normales DSL-Mitglied Deine DSK öffnen wenn Du ein spezielles Schloss verbaut hast ? Als DSL-Mitglied bin ich doch eigentlich nur mit dem Rittal-Schlüssel oder dem Doppelbart-Knochen bewaffnet.

Zitat
hk12
Primitive Schlösser bei der DSL versus lange Zeit (zum Teil noch Heute) primitive Steckdosen bei P&C.

Was ist denn an den P+C-Steckdosen primitiver als bei der DSK ? Oder meinst Du die die Schuko- und CEE-Steckdosen sind von schlechter Qualität ? Das Thema wird jedenfalls bei der nächsten Produktionsserie nochmal unter die Lupe genommen.

Zitat
hk12
Ich finde so eine Diskussion ist müßig denn beide Systeme haben uns voran gebracht und alles ist auch ein wenig der Zeit und den Umständen der Entstehung geschuldet.
Leute seht es einfach so: die bisherigen Elektrofahrer und deren Sympathisanten haben etwas geschafft, ohne Fördermillionen, ohne Konzerne, ohne (oder zumindest mit wenig) Politik und ohne kaum bezahlbare Spezialkabel.


Danke Horst, Du sprichst mir aus der Seele ...

DSL und P+C verfolgen beide das selbe Ziel, nämlich eine preisgünstige und nützliche Ladeinfrastruktur für Bürger aufzubauen, haben jedoch völlig unterschiedliche Ansätze im System. Ich finde beides o.k. und ich würde es auch begrüßen/unterstützen wenn ein Betreiber seine Station so herrichten kann dass Nutzer aus beiden Systemen dort Strom bekommen. Wenn der Betreiber bereit ist seinen Strom an DSL- und P+C-Nutzer gleichermaßen zu verschenken sollte das auch problemlos möglich sein. Durch die Bereitstellung einer DSK bekommt er dann ja auch Strom an anderen DSKs und als P+C-Betreiber erhält er dann auch jährlich die Vignette. Somit ergibt sich für ihn ein doppelter Nutzen.

Zitat
hk12
Gute Beispiele für kombinierte DSLP&C Stationen mit doppelter Schließung gibt es ja bereits:


Wo ist denn diese Ladestation ?
Ich denke solange DSL und P+C nicht aktiv kooperieren wird es wohl nur solche Eigenbaulösungen als Kombination geben.

Zitat
hk12
Die Frage nach Transparenz ist allerdings, besonders wenn es sich um Verein und Mitgliedschaft handelt, zumindest für die Mitglieder gerechtfertigt und sollte in diesem Kreis auch zufriedenstellend beantwortet werden.


Ja, das sehe ich auch so.
Obwohl ich auch P+C Mitglied bin sind mir auch einige der hier aufgeworfenen und noch weitere Fragen bisher unbeantwortet geblieben.
Eines ist aber klar: Ein Grund für die Abspaltung vom BSM e.V. und Neugründung eines Park+Charge (Deutschland) e.V. ist eben mehr Transparenz. Wir sollten dem Vorstand noch ein paar Wochen Zeit geben sich diesbezüglich zu positionieren und zu artikulieren. Es wird auch gerade an einer neuen Website gebastelt und an neuen Produkten.

Viele Grüße
Roman

von teutocat - am 03.05.2013 17:41

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
Wie kann denn dann ein normales DSL-Mitglied Deine DSK öffnen wenn Du ein spezielles Schloss verbaut hast ? Als DSL-Mitglied bin ich doch eigentlich nur mit dem Rittal-Schlüssel oder dem Doppelbart-Knochen bewaffnet.


Entschuldigung, das war im Kontext sehr missverständlich. Die DSK hat natürlich ein "billiges" Rittal-Schloss. Privat in Haus und Hof ;) habe ich aber gleichschließende, hochwertige Bohrmuldenzylinder verbaut - daher meine Äußerung zu dem Preis der P&C-Zylinder für 80€.

Zitat
teutocat
Was ist denn an den P+C-Steckdosen primitiver als bei der DSK ? Oder meinst Du die die Schuko- und CEE-Steckdosen sind von schlechter Qualität ? Das Thema wird jedenfalls bei der nächsten Produktionsserie nochmal unter die Lupe genommen.


Mit primitv ist wohl eher die Ausrüstung vieler P&C ohne Drehstromanschluss gemeint, obwohl in den meisten ja wohl drei Phasen anliegen ...

Zitat
teutocat
DSL und P+C verfolgen beide das selbe Ziel, nämlich eine preisgünstige und nützliche Ladeinfrastruktur für Bürger aufzubauen, haben jedoch völlig unterschiedliche Ansätze im System. Ich finde beides o.k. und ich würde es auch begrüßen/unterstützen wenn ein Betreiber seine Station so herrichten kann dass Nutzer aus beiden Systemen dort Strom bekommen. Wenn der Betreiber bereit ist seinen Strom an DSL- und P+C-Nutzer gleichermaßen zu verschenken sollte das auch problemlos möglich sein. Durch die Bereitstellung einer DSK bekommt er dann ja auch Strom an anderen DSKs und als P+C-Betreiber erhält er dann auch jährlich die Vignette. Somit ergibt sich für ihn ein doppelter Nutzen.


Genau das war mein Ansinnen. Nur ist es schwer vermittelbar in einen Verein einzutreten, dessen Satzung nicht einsehbar ist. Von der Grundfrage des Freds hier ganz zu schweigen ...

Auch wurde hier als Anforderung für P&C genannt, dass die Stecker beim Ladevorgang veriegelt /gesichert sein müssten - wo finde ich denn eine Auflistung der Anforderungen, die ein P&C-Ladehalt erfüllen muss? Beim Drehstromnetz sind die Anforderungen klar definiert, bei P&C finde ich vor allem Preislisten und allgemeine Empfehlungen wie OPI2020 , Merkblatt oder Public Charging und Home Charge Device ...

Zitat
hk12
Gute Beispiele für kombinierte DSLP&C Stationen mit doppelter Schließung gibt es ja bereits:


Gibt es das [26373.foren.mysnip.de] Bild von der Kombi-Ladekiste auch größer? Ich kann leider nicht viel erkennen.

Meine Idee war, die Kiste mit dem Rittal-Schlüssel der DSL zu verschließen und einen solchen für P&C-Nutzer in einem Extrakästchen (mit dem P&C-Schloss) an einer Schnur bereitzustellen ...

Zitat
teutocat
Ich denke solange DSL und P+C nicht aktiv kooperieren wird es wohl nur solche Eigenbaulösungen als Kombination geben.


Wenn eines deutlich wird, dann doch wohl, dass von Seiten vieler DSK-Mitglieder, die ausschließlich uneigennützig tätig sind, durchaus Bereitschaft zu einer Kooperation vorhanden ist - das darfst Du bei P&C gern rüberbringen. Evtl. reagiert man ja mal auf die bisher offenen Fragen.

Zitat
teutocat
Eines ist aber klar: Ein Grund für die Abspaltung vom BSM e.V. und Neugründung eines Park+Charge (Deutschland) e.V. ist eben mehr Transparenz. Wir sollten dem Vorstand noch ein paar Wochen Zeit geben sich diesbezüglich zu positionieren und zu artikulieren. Es wird auch gerade an einer neuen Website gebastelt und an neuen Produkten.

Viele Grüße
Roman


Ist das so ?!? Da ist aber noch viel "Spaltarbeit" nötig. Bisher lese ich auf der P&C-Webseite :

AG Park&Charge im Bundesverband Solare Mobilität e.V.
Wilhelmstr. 92 • 10117 Berlin

Ich dachte, die Neugründung betraf das Lemnet und die Sicherstellung dessen Finanzierung. Hier lese ich im Impressum :

LEMnet Europe e.V.
Gemeinnützigkeit vorläufig anerkannt

Rechtlicher Sitz
Technologie- und Innovationspark
Moritz-von-Rohr Straße 1
D-07745 Jena

Geschäftsstelle lt. Satzung
Comthurgasse 3
D-99084 Erfurt

Die Satzung des LEMnet Europe e.V. würde mich übrigens auch interessieren ...
Aber wahrscheinlich hast Du recht - man sollte Zeit geben. Zur Transparenz würde aber auch die Eine oder Andere offizielle Verlautbarung gehören - bisher ziemlich Sendepause. Nur schlimm, dass durch das "Kuddelmuddel" der Ausbau von P&C kaum vorankommt und neben dem LemNet dutzende alternative Webseiten glauben, einen "Ersatz" anbieten zu müssen ...

von Joe-Hotzi - am 04.05.2013 14:42

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Jörg,

für Aussenstehende sieht es tatsächlich wie Kuddelmuddel aus und ich kann diesen Eindruck auch nicht entkräften. Aber eins weiß ich genau: BSM e.V., Park+Charge e.V. (D), Park&Charge (CH) und LEMnet e.V. sind vier unabhängige Organisationen. Das einzige was diese verbindet sind gemeinsame Interessen und z.T. die selben Personen in bestimmten Ämtern.

Leider sind die Websites in den entscheidenden Punkten z.T. nicht korrekt.
Korrekt ist aber:

Park+Charge e.V.
Center Erneuerbare Elektromobilität (CEE)
Wilhelmstr. 92
10117 Berlin
Vereinssitz: Charlottenstraße 65 10117 Berlin
Vereinsregister: VR 31201 B
Vorstandsvorsitzender: Patrick Zankl
mailto: info@park-charge.de

Wie gesagt, warten wir noch ein paar Wochen, dann wird es vielleicht klarer. Alle die bei P+C mitarbeiten machen das auch nur nebenbei. Das ist nunmal der Unterschied zu kommerziellen Systemen, dass es hierbei eben davon abhängt, vieviel Zeit die Mitglieder für die Vereinsarbeit gerade aufbringen können. Da aber alle Mitglieder die ich kenne hoch motiviert sind bin ich ganz zuversichtlich.

Viele Grüße
Roman

von teutocat - am 04.05.2013 21:57

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo

Viel wichtiger sind die Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland, wärend in Der Schweiz eine entsprechende Versicherung beim Kauf der Kiste dabei ist, muß sie in Deutschland extra bezahlt werden.

Auserdem ist nicht sichergestellt daß man nicht zum Unternehmer wird wenn man sich den Strom vergüten läßt, sei es durch Abrechnung oder vingette.

Wenn das ganze komerziell angesehen wird dann käme auch noch eine jährliche Überprüfung der Kiste auf elektrische Sicherheit mit dazu.

Wenn man das alles rechnet dann kostet einem die Kiste schon mal 200€ Jährlich ohne das 1kwh getankt wurde.

Kann sein daß sich das zwischenzeitlich geändert hat, ist aber mein wissensstand vor 1 Jahr.

Gruß

Roman

von R.M - am 04.05.2013 23:43

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Hallo Roman,

das mit den 200€ kommt schon hin sobald man die P&C mit einer Betreiberhaftpflichtversicherung versichert.

Habe schon öfters auf das Versicherungsproblem hingewiesen.
Jeder der eine P&C oder sonstige Ladestation oder auch nur Steckdose zur Verfügung stellt haftet dafür persönlich.

Darum hängt meine eigene, ganz persönliche P&C in meiner Garage, nicht öffentlich zugänglich :sneg:
Es wird schon nix passieren, klar, total unwahrscheinlich, aber ich habe keine Lust mit meinem Privatvermögen zu haften nur das andere Strom bekommen.
(Es gewinnen ja auch manche im Lotto obwohl das sehr unwahrscheinlich ist)
Das Versicherungsproblem war mir vor dem Kauf der P&C nicht bewusst.

Wichtig ist es eine günstige Versicherung zu finden welche uns die Ladestationen versichert.
Am besten in einer Sammelversicherung.

von Claus. - am 05.05.2013 07:56

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
Zitat
hk12
Primitive Schlösser bei der DSL versus lange Zeit (zum Teil noch Heute) primitive Steckdosen bei P&C.

Was ist denn an den P+C-Steckdosen primitiver als bei der DSK ? Oder meinst Du die die Schuko- und CEE-Steckdosen sind von schlechter Qualität ? Das Thema wird jedenfalls bei der nächsten Produktionsserie nochmal unter die Lupe genommen.


Hallo Roman,

mit primitve Dosen war die seinerzeit ausschließliche Schukoorientierung der P&C gemeint. Ich hab da so manche angeschmorte Dose in aktiven Installationen gesehen. Zu der Zeit hatte die DSL schon lange auf CEE blau (neben rot) gewechselt und da ist mir bis heute noch nichts angekokeltes untergekommen.
Es gab damals ein paar Betonköpfe die einfach nicht von Schuko loslassen wollten, aber inzwischen löst sich der Knoten ja.
Wie gesagt, möchte ich hier keine negative Diskussion über diese Dinge führen, sondern bitte zu bedenken wieviel uns UNSERE Systeme weitergebracht haben und wie wertvoll es ist, diese Netzwerke auch in Zukunft zu haben.

Gruß
Horst

von hk12 - am 06.05.2013 07:20

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Danke für Deinen Versuch, Licht in das Dunkel zu bringen.

Zitat
teutocat
Hallo Jörg,
für Aussenstehende sieht es tatsächlich wie Kuddelmuddel aus und ich kann diesen Eindruck auch nicht entkräften. Aber eins weiß ich genau: BSM e.V., Park+Charge e.V. (D), Park&Charge (CH) und LEMnet e.V. sind vier unabhängige Organisationen.


Wenn ich auch nicht weiß, woher Du Deine Infos beziehst, nehme ich sie einfach als bisher einzig offiziell verfügbare Aussage zum Thema so hin.

Zitat
teutocat
Das einzige was diese verbindet sind gemeinsame Interessen ...


Beim BSM liegt die Sache ziemlich klar. Die Mitglieder sind wohl alles Personen /mittelständische Firmen, Organisationen, die ihren Lebensunterhalt mit Elektromobilität bestreiten. In der WP ist der BSM daher (wohl zu Recht) als Lobbyorganisation kategorisiert - mit durchaus kommerziellen Interessen. LemNet sowie Park&Charge sehe ich für den BSM wohl mehr als Mittel zum Zweck, was (zumindest bei der bisherigen Struktur) m.E. ungünstig für deren verfolgte Ziele ist.

Zitat
teutocat
... und z.T. die selben Personen in bestimmten Ämtern.


Schon da habe ich meine Bauchschmerzen. Ein Ehrenamt uneigennützig (unentgeldlich) auszufüllen, erfordert persönlichen Einsatz und zeitlichen Aufwand -weiß ich aus persönlicher Erfahrung. Mehrere Ämter in arbeitsintensiven Strukturen (sind ja sowohl BSM mit seinen Messeauftritten, ..., als auch LemNet /P&C) halte ich aus Erfahrung (zumindest rein uneigennützig und ehrenamtlich) für schwer umsetzbar. Nicht nur bei Politikern fragt man sich, wie sie neben ihrer schweren, zeitintensiven Tätigkeit als Volksvertreter :rolleyes: oft noch so viele "Nebenfunktionen" bekleiden können. Dabei sind diese oft nicht einmal ehrenamtlich ...

Zitat
teutocat
Leider sind die Websites in den entscheidenden Punkten z.T. nicht korrekt.


Was schnellstens behoben werden sollte - schon aus rechtlichen Gründen ...

Zitat
teutocat
Korrekt ist aber:

Park+Charge e.V.
Center Erneuerbare Elektromobilität (CEE)
Wilhelmstr. 92
10117 Berlin
Vereinssitz: Charlottenstraße 65 10117 Berlin
Vereinsregister: VR 31201 B
Vorstandsvorsitzender: Patrick Zankl
mailto: info@park-charge.de


Interessante Adresse für einen Verein, der lt. Aussage eine preisgünstige und nützliche Ladeinfrastruktur für Bürger aufbauen will. Aber evtl. wird die Miete ja gesponsert - nichts genaues weiß man ja nicht.

Zitat
teutocat
Wie gesagt, warten wir noch ein paar Wochen, dann wird es vielleicht klarer. Alle die bei P+C mitarbeiten machen das auch nur nebenbei. Das ist nunmal der Unterschied zu kommerziellen Systemen, dass es hierbei eben davon abhängt, vieviel Zeit die Mitglieder für die Vereinsarbeit gerade aufbringen können. Da aber alle Mitglieder die ich kenne hoch motiviert sind bin ich ganz zuversichtlich.

Viele Grüße
Roman


Na dann schauen wir mal und ich drücke die Daumen, dass Park&Charge (Deutschland) seine formulierten Ziele als selbständiger Verein in Zukunft besser vermitteln /umsetzen kann als bisher.
Ich persönlich hake die Diskussion hier für mich ab:

- Die Strukturen und Finanzierungsbasis von BSM und Park&Charge (Deutschland) sind derzeit nicht transparent.

- Die Vereinssatzungen sind nicht öffentlich einsehbar, noch weniger die Rechenschaftsberichte /Finanzstrukturen /Prüfberichte. Damit bleibt die Frage des Threadstarters "Park&Charge non profit? oder Schneeball?" leider offen, da die Verwendung der Einnahmen speziell für P&C angefragt, aber eben nicht nachvollziehbar geklärt ist.

- Die Anforderungen für eine Park & Charge Mitgliedschaft als Ladestellenanbieter sind nicht eindeutig und nachvollziehbar definiert. Kosten-Nutzen-Verhältnis (zumindest für mich) als zahlendes Mitglied nicht attraktiv:
Für das Geld einer Mitgliedschaft kann ich auch mit Bezahlung viel mehr (schnell-)laden, als ich im Jahr Langstrecke unterwegs bin. Eine Rechtfertigung des Mitgliedsbeitrages als "E-Mobilitätsspende" scheitert an o.g. fehlender Transparenz.

- Die rechtliche Absicherung als Ladestellenanbieter ist in Deutschland ungeklärt.

Da für mich an meinem Standort P&C in weitem Umkreis nicht verfügbar ist (Ich wg. fehlender genauer Anforderungen diese Lücke auch nicht schließen kann) und wegen weniger Langstrecken P&C auch aus wirtschaftlichen Erwägungen ausscheidet, hake ich die Sache bis auf weiteres ab, werde aber verfolgen, ob bzw. welche Transparenz sich in Zukunft zeigt. Beim Drehstromnetz bzw. der Drehstromliste haben mich genau die Punkte überzeugt, die bei P&C der Transparenz bedürfen:

- klare Anforderungen an die Ladestelle
- klare Aussagen zu Kosten /Nutzen (nämlich neben der Ladestelleninstallation auch keine Kosten außer evtl. gesponsertem Strom)
- nachvollziehbare Nichtkommerzielität mit Gemeinschaftsgedanken des Ladestellenausbaus als Verbindung der Mitglieder - völlig ohne kommerziellen Hintergrund.

Da bin ich froh, dass ich mich vor Jahren (nach intensivem Studium beider Systeme) für die DSL :hot: entschieden haben. Obwohl mit damals ca. 20km Pb-Reichweite an Langstrecken nun wahrlich nicht zu denken war und einzig der Netzausbau im Fokus stand ...

von Joe-Hotzi - am 06.05.2013 07:28

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Joe-Hotzi
Zitat
hk12
Gute Beispiele für kombinierte DSLP&C Stationen mit doppelter Schließung gibt es ja bereits:


Gibt es das [26373.foren.mysnip.de] Bild von der Kombi-Ladekiste auch größer? Ich kann leider nicht viel erkennen.

Meine Idee war, die Kiste mit dem Rittal-Schlüssel der DSL zu verschließen und einen solchen für P&C-Nutzer in einem Extrakästchen (mit dem P&C-Schloss) an einer Schnur bereitzustellen ...


Hallo Jörg,

das größere Bild findest Du in
ELWeb-Bilder > Galerie > Infrastruktur > Drehstromkiste

@teutocat
die Kiste hängt in Egling

Gruß
Horst

von hk12 - am 06.05.2013 08:52

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Ja, Danke . Es handelt sich also wohl um einen zusätzlichen, abschließbaren Rahmen. Auch eine interessante Lösung.

Wobei mir nicht klar ist, wie hier die angeblich bei P&C geforderte Steckersicherung gegen Abziehen funktionieren soll. Wenn ich davon ausgehe, dass der nach vorn zeigende 400V-Stecker in die (weggeklappte, abgeschlossene) DSK passt, müsste man das Kabel ziemlich eng zurückführen, um es evtl. unten durch einen (nicht zu erkennenden) Kabelauslass zu führen.

Na, wie gesagt - erst mal sehen, was es so in Sachen Transparenz bei P&C geben wird. Trotzdem danke für den Hinweis, interessante Lösung.

von Joe-Hotzi - am 06.05.2013 09:44

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Ich finde grundsätzlich die Park&Charge-Idee nicht schlecht. Sie ermöglicht einerseits gewerblich betriebene Tankstellen, welche an Hand des integrierten Stromzählers den abgegebenen Strom mit Park&Charge verrechnen können und andererseits private Tankstellen, deren Betreiber wenigstens jährlich die Plakette bekommen können. Außerdem ist das Schlüsselsystem technisch einfach und erfordert nicht vom Betreiber die Installation aufwändiger Abrechnungsmechanismen, und nicht vom Nutzer evtl. komplizierte und fehleranfällige Bezahlvoränge, sei es per Kreditkarte, per Handy, oder Bargeld.

Netze wie das Drehstromkistennetz haben sicher ihre Daseinsberechtigung für die derzeitige e-Fahrer-Community, aber für die angebliche zukünftige Masse an "Normalo"-eMobil-Fahrern ist sowas nicht mehr geeignet. Es ist doch schwer vorstellbar, dass jeder seinen Strom verschenkt oder Groschen per Sparschweinderl kassiert.

Nichtsdestotrotz hat Park&Charge enormes Verbesserungspotential:
- Die Vereinsstruktur ist nicht recht durchschaubar, es besteht Erklärungsbedarf
- Neue Boxen gehören mit Typ2-Dosen ausgestattet
- Bestehende Boxen gehören unbedingt mit Typ2 für die Betreiber kostengünstig nachgerüstet
- Der Verein sollte aktiv auf verkehrsgünstig gelegene Wind-, Wasser-, Photovoltaik- und Biogasanlagenbetreiber etc. zugehen, aus folgenden Gründen: Direktes Tanken von regenerativer Energie, Unterstützung der Direktvermarktung dieser Energie ohne das EEG und damit ohne Belastung der Stromkunden, i. d. R. sind dort sehr leistungsfähige Anschlüsse möglich, sowie natürlich Ausbau der Tankstellendichte.
- Eine kostengünstige Betreiberhaftpflichtversicherung wäre unbedingt mit der Box mit zu verkaufen
- Der Verein sollte sich nicht die Butter vom Brot nehmen und andere abkassieren lassen (es gibt z. B. ein System namens P-Charge von Schletter in ähnlicher optischer Aufmachung)

von Josef Gartner - am 06.05.2013 12:13

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Josef Gartner
Ich finde grundsätzlich die Park&Charge-Idee nicht schlecht.


Ich auch nicht. Der Gegenseitigkeitsgedanke stand anfangs auch hier im Fokus.

Zitat
Josef Gartner
Netze wie das Drehstromkistennetz haben sicher ihre Daseinsberechtigung für die derzeitige e-Fahrer-Community, aber für die angebliche zukünftige Masse an "Normalo"-eMobil-Fahrern ist sowas nicht mehr geeignet. Es ist doch schwer vorstellbar, dass jeder seinen Strom verschenkt oder Groschen per Sparschweinderl kassiert.


Mmmm, wenn man im Drehstromnetz pauschal 60Euro Jahresgebührfür Drehstrom zahlen müsste, dann wäre das System für zukünftige Fahrer besser geeignet?
Bei der DSL steht die Gegenseitigkeit immer noch im Vordergrund - und der Ausbau einer einfachen, bezahlbaren Infrastruktur - d.h. jeder Windmüller, Wassermüller, BHKW- oder sonstige Stromanbieter, der eine 24h zugängliche 400V-Drehstromdose hat /installiert, kann sich in der DSL (und natürlich und /oder auch im LEMNet) registrieren lassen und so seinen Strom "vermarkten" - der Aufwand ist wahrlich überschaubar.

Dagegen wollen Kosten ab 806,-€ für 11kW-Drehstrom mit Zähler oder gar ab 1.599€ NETTO für eine Ladesäule (wohlgemerkt: immer noch nur 11kW, ohne Typ2 Anschluss!) bei P&C erst einmal wieder erwirtschaftet werden. Den Vorteil der kostenlosen Vignette werden die Windmüller, ... wohl kaum nutzen wollen.

Ach ja:
Die "zukünftige Masse an "Normalo"-eMobil-Fahrern" wird sich entweder um den heimischen Ladeplatz bewegen (Pendler) und braucht kaum E-Tankstellen - oder für weitere Reisen eine Entscheidung zugunsten kommerziellem Stromverkauf (bspw. RWE-Typ2 Ladesäulen) und Alternativen suchen. Da hat man, wenn man CEE-Adapter mitführt (heute noch fast unverzichtbar, selbst beim Tesla und sei es in Form einer transportablen Wallbox, morgen für unabhängige Fahrer wohl immer noch sehr sinnvoll) mit der Drehstromliste die besseren Karten als bei P&C, bei denen meist 3Phasen einzeln, aber keine rote CEE vorhanden ist, selbst in manchen Konfigurationen aktueller Ladesäulen ...

von Joe-Hotzi - am 06.05.2013 13:05

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Joe-Hotzi
jeder Windmüller, Wassermüller, BHKW- oder sonstige Stromanbieter, der eine 24h zugängliche 400V-Drehstromdose hat /installiert, kann sich in der DSL (und natürlich und /oder auch im LEMNet) registrieren lassen und so seinen Strom "vermarkten" - der Aufwand ist wahrlich überschaubar.

Soweit ich es jetzt in Erinnerung habe, ist die Drehstromliste ein "geschlossenes" System, in dem die Kisten-Betreiber den Strom kostenlos oder gegen Trinkgeld den Mitgliedern zur Verfügung stellen. Oder hat sich das in der letzten Zeit geändert? Wenn man dann seinen Strom auch anderen verkaufen möchte (falls man das darf), braucht man ja wieder irgendeine Art von Abrechungssystem.

Zitat
Joe-Hotzi
Dagegen wollen Kosten ab 806,-€ für 11kW-Drehstrom mit Zähler oder gar ab 1.599€ NETTO für eine Ladesäule (wohlgemerkt: immer noch nur 11kW, ohne Typ2 Anschluss!) bei P&C erst einmal wieder erwirtschaftet werden.

Genau das ist ja einer der von mir angesprochenen Schwachpunkte. Zu diesen Preisen sollten nach meiner Meinung alle gängigen Anschlußdosen, also Schuko, CCE blau 16A, CEE rot 32A, und auch Typ2, integriert sein.

Zitat
Joe-Hotzi
Den Vorteil der kostenlosen Vignette werden die Windmüller, ... wohl kaum nutzen wollen.

Eben. Und genau dafür bietet es sich an, den abgegebenen Strom dann mit Hilfe des integrierten Zählers mit dem Verein abzurechnen. Genau so betreibe ich meine P&C an unserem Kleinwasserkraftwerk. Nur der fehlende Typ2-Anschluß stößt mir sauer auf und auch, dass der Verein auf diesbezügliche Nachfragen überhaupt nicht reagiert.

von Josef Gartner - am 06.05.2013 14:26

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Josef Gartner
Soweit ich es jetzt in Erinnerung habe, ist die Drehstromliste ein "geschlossenes" System, in dem die Kisten-Betreiber den Strom kostenlos oder gegen Trinkgeld den Mitgliedern zur Verfügung stellen. Oder hat sich das in der letzten Zeit geändert? Wenn man dann seinen Strom auch anderen verkaufen möchte (falls man das darf), braucht man ja wieder irgendeine Art von Abrechungssystem.


Soweit ich jetzt in Erinnerung habe, ist P&C ein "geschlossenes" System, in dem die Kisten-Betreiber die Vignette für Strom kostenlos erhalten und ihren Strom verschenken oder eine Verrechnung mit P&C (Voraussetzung: Extrazähler) beantragen können. P&C steht nur Mitgliedern zur Verfügung, die unabhängig von der tatsächlichen Nutzung einen (mit 60,-€ bei Drehstromnutzung recht hohen) Pauschalpreis zahlen.

Zitat
Josef Gartner
Zitat
Joe-Hotzi
Dagegen wollen Kosten ab 806,-€ für 11kW-Drehstrom mit Zähler oder gar ab 1.599€ NETTO für eine Ladesäule (wohlgemerkt: immer noch nur 11kW, ohne Typ2 Anschluss!) bei P&C erst einmal wieder erwirtschaftet werden.


Genau das ist ja einer der von mir angesprochenen Schwachpunkte. Zu diesen Preisen sollten nach meiner Meinung alle gängigen Anschlußdosen, also Schuko, CCE blau 16A, CEE rot 32A, und auch Typ2, integriert sein.


Nur gibt es diese Integration praktisch nicht und ist bis auf weiteres wohl ein finanzielles Wunschdenken. Im Gegensatz zur DSK sind die meisten P&C spartanisch ausgestattet (ohne CEE400)

Zitat
Josef Gartner
Zitat
Joe-Hotzi
Den Vorteil der kostenlosen Vignette werden die Windmüller, ... wohl kaum nutzen wollen.


Eben. Und genau dafür bietet es sich an, den abgegebenen Strom dann mit Hilfe des integrierten Zählers mit dem Verein abzurechnen. Genau so betreibe ich meine P&C an unserem Kleinwasserkraftwerk. Nur der fehlende Typ2-Anschluß stößt mir sauer auf und auch, dass der Verein auf diesbezügliche Nachfragen überhaupt nicht reagiert.


Wenn Sie realistisch zu der schon getätigten Investition die Kosten für eine Typ2-Integration aufrechen, dürfte sich schwerlich eine Wirtschaftlichkeit darstellen lassen. Wenn Sie es unter "Förderung E-Mobilität" abschreiben - sehr lobenswert, aber kaum die Regel. Selbst mit dieser Option würden Sie bei der DSL mit den "Tankspenden" wirtschaftlich besser fahren ... ;) - nicht nur wegen der günstigeren Anfangsinvestition.

Ich sehe nur eine Option für wirtschaftliche P&C: strategisch günstig gelegene Ladehalte, die tatsächlich häufig frequentiert werden. Die sind aber selten bzw. oftmals schon von kommerziellen Anbietern besetzt. Abgelegene Windräder, Wassermühlen o.ä. sind sicher bei einer Ausfahrt sehr reizvoll (ich bekam sogar schon einen WKA-Aufstieg bis in die Gondel gratis) - aber eben nicht wirtschaftlich betreibbar ...

Im übrigen wäre eine private Direktvermarktung des Stromes durch einen einfachen Eintrag im LEMNet (wie von etlichen BHKW-Betreibern umgesetzt) wohl die einfachste Lösung, da dann bei geringsten Anfangsinvestitionen die Tarifierung /Bezahlung /Abrechnung von Ihnen selbst vorgenommen werden kann - egal ob "Spende", Münzgerät, ...

Jetzt sind wir aber wohl ziemlich OT ;)

von Joe-Hotzi - am 06.05.2013 15:18

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat


Soweit ich jetzt in Erinnerung habe, ist P&C ein "geschlossenes" System, in dem die Kisten-Betreiber die Vignette für Strom kostenlos erhalten und ihren Strom verschenken oder eine Verrechnung mit P&C (Voraussetzung: Extrazähler) beantragen können. P&C steht nur Mitgliedern zur Verfügung, die unabhängig von der tatsächlichen Nutzung einen (mit 60,-€ bei Drehstromnutzung recht hohen) Pauschalpreis zahlen.
...

Genau das ist ja einer der von mir angesprochenen Schwachpunkte. Zu diesen Preisen sollten nach meiner Meinung alle gängigen Anschlußdosen, also Schuko, CCE blau 16A, CEE rot 32A, und auch Typ2, integriert sein
...

Nur gibt es diese Integration praktisch nicht und ist bis auf weiteres wohl ein finanzielles Wunschdenken. Im Gegensatz zur DSK sind die meisten P&C spartanisch ausgestattet (ohne CEE400)
...

Nur der fehlende Typ2-Anschluß stößt mir sauer auf und auch, dass der Verein auf diesbezügliche Nachfragen überhaupt nicht reagiert.


Also, das "geschlossene" System ist definitiv die DSL und nicht P+C !
Bei P+C kann ich als "Nutzer" (ohne Mitglied sein zu müssen) gegen ein Jahresnutzungsentgelt das Netz nutzen. Und 60EURO finde ich überhaupt nicht teuer. Bei RWE zahle ich das schon ohne auch nur eine einzige Kilowattstunde dafür zu bekommen.
Bei der DSL dagegen MUSS ich selbst eine DSK betreiben um an anderen DSK Strom beziehen zu können. Keine Frage ich finde das DSL-Netzwerk auch prima aber es ist auf seine Art diskriminierend. Angenommen ich hätte keine Möglichkeit eine DSK zu installieren weil ich im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses wohnen würde und hätte für meinen Twizy nur einen Tiefgaragenstellplatz, dann würde ich NIEMALS in den Genuß des DSL-Netzwerks kommen - basta. (Wer jetzt was anderes behaupten will sollte mir vorher eine PM schicken.)
Bei P+C dagegen kein Problem: einfach 40EURO im Jahr bezahlen und losstromern.

Zu den Steckdosen bei P+C:
Es ist korrekt dass die Masse der P+C-Kisten mit 1xSchuko, 1xCEE-blau und 1xCEE-rot-16A ausgestattet sind. Die "Erfinder" von P+C wollten es eben möglichst vielen vor 15 Jahren herumfahrenden E-Mobilisten recht machen. Aus heutiger Sicht verständlich, aber eben nicht mehr zeitgemäß. Ausserdem waren E-Mobile mit einer Ladeleistung von mehr als 11kW extrem selten. Da sich das geändert hat gibt es seit einiger Zeit P+C-Stationen mit CEE-rot-32A. Seltsamerweise werden die im LEMnet teilweise nicht korrekt ausgewiesen.
Auf der diesjährigen Hannover Messe wurde nun auch offiziell eine P+C-Station vorgestellt die neben den klassischen Steckdosen zusätzlich auch eine Typ2-Dose beinhaltet sowie ein Nachrüstsatz um vorhandene P+C-Installationen mit Typ2 zu erweitern, bis zu 22kW.
Wer im LEMnet die Suche auf P+C und auf Typ2 einschränkt wird die ersten Installationen auch schon finden.

Es ist sehr bedauerlich dass P+C diese Dinge noch nicht in der hier geforderten Art und Umfang kommuniziert und dass die Angaben auf der Website total veraltet sind. Wer aber an entsprechenden Informationen wirklich interessiert ist der sollte jetzt (nochmal) eine Anfrage an info@park-charge.de senden.

Gruß
Roman

ps: ich bin nicht der Pressesprecher von P+C sondern gebe hier nur meine Meinung kund.

von teutocat - am 07.05.2013 20:22

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
Da sich das geändert hat gibt es seit einiger Zeit P+C-Stationen mit CEE-rot-32A. Seltsamerweise werden die im LEMnet teilweise nicht korrekt ausgewiesen.


Falsche Daten im LEMnet bitte mit Angabe der LEMnet-Nr. des Ladehaltes melden an: editors@lemnet.org
Die Meldungen werden zur Zeit sehr schnell bearbeitet.
(Herzlichen Dank an die fleissigen Redakteure!)

Ralf

von RalfZ - am 07.05.2013 20:36

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
teutocat
Bei RWE zahle ich das schon ohne auch nur eine einzige Kilowattstunde dafür zu bekommen.


Das ist falsch. RWE bietet mittlerweile eine Alternative zu den Verträgen an. Ich habe auf meiner Fahrt nach Sinsheim per SMS-Abbuchung an einer RWE-Säule nachgeladen, bis 16A für 1,95€/h. Ich habe mit Typ2-Adapter bei 400V mit etwa 13A je Phase geladen, ohne weitere Nebenkosten, 10min für 0,32€, etwa 1,5kWh eingeladen - dann bin ich weiter.

Während also P&C die Preise anzieht ohne dass (zumindest im Osten) ein nutzbares Netz dahintersteht, begreifen die kommerziellen Anbieter, dass es mit Verträgen und Gängeleien wohl nicht recht klappt und bieten Alternativen. Auch deshalb sicher die Verunsicherung des Threadstarters, deshalb seine Anfrage.

Zitat
teutocat
Zu den Steckdosen bei P+C:
Es ist korrekt dass die Masse der P+C-Kisten mit 1xSchuko, 1xCEE-blau und 1xCEE-rot-16A ausgestattet sind.


Meiner Meinung nach gibt es viele P+C ganz ohne rote CEE. So hat selbst die recht junge P&C D-01108 Dresden, Schönburgstr. 13 lediglich 3 Anschlüsse: Schuko(2x16A), CEE 230V/16A(1x16A) - das war wohl der frühere Standard. Manche sind gar mit 3xSchuko angeführt ...

von Joe-Hotzi - am 07.05.2013 21:36

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Joe-Hotzi
Ich sehe nur eine Option für wirtschaftliche P&C: strategisch günstig gelegene Ladehalte, die tatsächlich häufig frequentiert werden. Die sind aber selten bzw. oftmals schon von kommerziellen Anbietern besetzt. Abgelegene Windräder, Wassermühlen o.ä. sind sicher bei einer Ausfahrt sehr reizvoll (ich bekam sogar schon einen WKA-Aufstieg bis in die Gondel gratis) - aber eben nicht wirtschaftlich betreibbar ...


Sehe ich nicht so. Je nach Anlagengröße und Anlagenart liegen die Abschreibungszeiträume i. d. R. zwischen 20 und 50 Jahren. Sicher wird man keine großen Gewinne machen, etwas Idealismus gehört schon dazu. Aber wenn man es in diesen Zeiträumen selbst in den entlegensten Winkeln nicht schafft, wenigstens die Investitionskosten wieder herein zu bekommen, hat man wohl wirklich was falsch gemacht.

Und als geschlossenen System kann man die Drehstromliste bezeichnen. Nicht P&C. Das hat ja schon teutocat ausführlich erläutert. Außerdem ist es für einen Gewerbetreibenden, wie es ein Wasser- oder Windkraftanlagenbetreiber nunmal ist, nicht so einfach möglich a la Drehstromliste seinen Strom zu verschenken. Unternehmenszweck ist ja die Erzielung von Einnahmen mittels Vertrieb von elektrischer Energie. Verschenkt man ihn, kann man recht einfach eine Gewinnerzielungsabsicht in Frage stellen. Also so bald das Finanzamt davon Kenntnis hat..., weiter möchte ich jetzt nicht ausführen, es gibt genug, die die durchaus tragischen Konsequenzen kennen!

Zitat
teutocat
Auf der diesjährigen Hannover Messe wurde nun auch offiziell eine P+C-Station vorgestellt die neben den klassischen Steckdosen zusätzlich auch eine Typ2-Dose beinhaltet sowie ein Nachrüstsatz um vorhandene P+C-Installationen mit Typ2 zu erweitern, bis zu 22kW.
Wer im LEMnet die Suche auf P+C und auf Typ2 einschränkt wird die ersten Installationen auch schon finden.

Es ist sehr bedauerlich dass P+C diese Dinge noch nicht in der hier geforderten Art und Umfang kommuniziert und dass die Angaben auf der Website total veraltet sind. Wer aber an entsprechenden Informationen wirklich interessiert ist der sollte jetzt (nochmal) eine Anfrage an info@park-charge.de senden.


In der Tat ist dies bedauerlich, mehr als bedauerlich. Ich habe meine P&C erst Anfang des Jahres installiert, es wurde mir nicht gesagt, dass es auch eine Typ2-Variante gibt oder bald geben wird. Weiterhin habe ich vor wenigen Wochen explizit genau nach einer Typ2-Nachrüstung gefragt und man hat es nicht für nötig befunden mir zu antworten. Gespannt bin ich ja, ob ich die gezogenen kw/h dann auch wirklich abgerechnet bekomme, habe da im Moment meine Zweifel...

von Josef Gartner - am 08.05.2013 14:46

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Zitat
Josef Gartner
... Ich habe meine P&C erst Anfang des Jahres installiert, es wurde mir nicht gesagt, dass es auch eine Typ2-Variante gibt oder bald geben wird. Weiterhin habe ich vor wenigen Wochen explizit genau nach einer Typ2-Nachrüstung gefragt und man hat es nicht für nötig befunden mir zu antworten.

Als P+C noch eine Arbeitsgruppe des BSM e.V. war wusste man dort selbst nicht dass es schon wenige Monate später bei P+C e.V. eine Typ2-Lösung geben wird ... ;-)

Zitat
Josef Gartner
Gespannt bin ich ja, ob ich die gezogenen kw/h dann auch wirklich abgerechnet bekomme, habe da im Moment meine Zweifel...

Hätte ich unter den gegebenen Umständen auch, aber was glaubst Du wie hoch Dein "Verlust" in den nächsten 12 Monaten sein wird ?

Gruß
Roman

von teutocat - am 09.05.2013 11:08

Wie weit wollt ihr diesen Threat noch treiben?

Inhalt dieser Nachricht ergibt sich aus der Überschrift.;-)

2 Systeme, 2 Fangemeinden.
Beides gut, aber eben nicht für jeden. Ich hab meinen Favoriten gefunden.:spos:
Und wer zu mir nach Hause kommt bekommt immer Strom, egal welcher Gruppe er angehört.
Einheit statt Trennung!
Duck und weg!

von Stefan B. - am 09.05.2013 19:42

Re: Wie weit wollt ihr diesen Threat noch treiben?

Hast recht, zumal sich der Threadstarter gar nicht mehr gemeldet hat. Wenn bei mir mal einer aufschlägt, bin ich echt froh:

Auch wenn man sich wundert, dass diesem Mietkunden weder erklärt wurde, dass er nur eine simple Schukodose benötigt, noch, dass er möglichst immer nachladen sollte. Er kam im Kriechgang bei mir an, obwohl er in der Näher übernachtet hatte ... :rolleyes:

von Joe-Hotzi - am 10.05.2013 09:03

Re: Park&Charge non profit? oder Schneeball?

Ein Jahr bei Park und Charge dabei (tatsächlich nutze ich oft die Drehstromdose direkt nebendran, weil mir die Schukos immer verkokeln, 16A i-MiEV). Ohne die wäre ich aufgeschmissen.

Als Mieter kann ich keine Drehstromkiste. Als Pate versuche ich mich ...

Klar gefällt mir das Drehstromnetz. RWE gefällt mir garnicht, weil schon das Kabel teurer ist als die ganze Drehstromkiste.

Und wie finde ich meine Steckdose?

Lemnet, womit wir wieder bei Park und Charge wären - und das Stellplatzverzeichnis vom ADAC.

Wenn ich mir Schneeballsysteme oder die etwas legaleren Pyramiedensystem, Strukturmarketing, ansehe, Deutsche Vermögensberatung oder LR oder wie sie alle heißen, dann wünschte ich mir, Park und Charge wäre auch sowas. Dann gäbe es mit Sicherheit mehr Steckdosen.

Bisher habe ich nur "Briefkästen" von Park und Charge gesehen, die preislich und funktionsmäßig in die Kategorie Drehstromkiste fallen. Die Betreiber habe ich allesamt kennengelernt, nicht in Anzug und Kravatte sondern E-Mobilisten, wie Du und ich.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 08.07.2013 15:17
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