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Elweb Infra
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ralf Wagner, Manfred aus ObB, Bernd Schlueter, Peter Dambier, Alfons Heck, i-MiEV, Konze, Thomas Pernau (Ion), Yardonn, Tomfe, Ben-EL, lingley

Ladestation ab 12 kW genehmigungspflichtig bei VNB

Startbeitrag von Ralf Wagner am 13.05.2013 20:28

Hi Zusammen,

wie schon in den News geschrieben sieht die ENBW Netzabteilung eine Ladestation für Elektrofahrzeuge über 12 kW als genehmigungspflichtig an, da sie es in der Netzplanung berücksichtigen müssen.

Im Moment bei den wenigen Elektrofahrzeugen sollte das ganze Thema relativ unkritisch sein, wenn es mehr werden, insbesondere in Mehrfamilienhäusern könnte es schon Engpässe in der Versorgung geben.

Grüße
Ralf

Antworten:

Moin Ralf,

bedeutet das jetzt, das wir die 32er Dosen Anmelden müssen ?

Oder gilt das für Neuinstallationen ?

Gruß Tom.

von Tomfe - am 14.05.2013 05:13
Hallo Tom,
ja das bedeutet 32 A Steckdosen egal ob CEE oder Typ 2 müssen beim Versorgungsnetzbetreiber, nicht EVU angemeldet werden.

Ralf

von Ralf Wagner - am 14.05.2013 05:43
Hallo Tom,
meine Meinung zu diesem Thema:

Zitat
Tomfe
bedeutet das jetzt, das wir die 32er Dosen Anmelden müssen ?

Nein.

Zitat
Tomfe
Oder gilt das für Neuinstallationen ?

Jaein.

-Es gilt auf jeden Fall für Ladestationen. Eine Ladestation ist das was mit Typ2 definiert ist.
-Die P&C-Boxen haben ein Problem.
Es sind keine nach DIN VDE 0100-722 (VDE 0100-722):2012-10 aufgebaute Ladestationen. Es sind Ihrer Bestimmung nach Einrichtungen zur Stromversorgung von Elektrofahrzeugen.

Also zumindest seit inkrafttreten ist Ihre Errichtung nicht mehr möglich.

Vorher errichtete P&C-Boxen sowie sonstige vorher errichtete Ladestationen sind nach den damals gültigen Regeln der Technik zu errichten gewesen und dürfen, wenn dies der Fall war, auch weiterhin betrieben werden.

Jetzt gibt es Elektrofahrzeuge die älteren BJs sind und eben keine Kommunikation nach Typ2 können. diese sind für das Laden über Schuko- oder CEE-Steckdosen ausgelegt. Hier wird nach meiner Ansicht der Bestandsschutz greifen und im Rahmen der technischen Möglichkeiten ein Laden über die bestehende Elektroanlage weiterhin möglich sein. (Im Umkehrschluß bedeutet es wohl auch das alle in D-Land neu in Verkehr gebrachten E-Fahrzeuge nach Typ2 ladefähig sein müßen.)
Weiterhin muß die VDE-Norm nochmal zum Thema Pedelec, E-Roller... (sprich E-Fahrzeuge mit Ladeleistungen kleiner 2000W) durchgesehen werden.


Zum Thema hatte ich mich dort schon geäußert: [26373.foren.mysnip.de]


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 14.05.2013 05:56
Also, das war schon immer so. Eigentlich schon ab 2kW, aber, das wird längst nicht mehr beachtet und in 95% aller Fälle bekommst Du auch form- und problemlos Deinen Durchlauferhitzer genehmigt, ohne, dass Du es merkst. Das macht der Elektriker für Dich und trägt das in die Anschlussliste ein. Auch die Haus- und Straßensicherung hat ihre Grenzen, samt den mindestens 70mm² Zuleitungen zu Deinem einsamen Gehöft, falls Du auf dem Lande wohnst.
Am wichtigsten ist aber der Niederspannungstransformator, der nicht einmal flackernde Lampen und Geräte , die an Überspannung sterben, ausgleichen kann. Das kann nämlich nur das Mittelspannungsnetz, deren Transformatoren umschaltbar sind.
Ich kann Dir einiges dazu aus Köln erzählen, wo die Elektriker nicht so aufpassen.
Schlimm wird es, wenn die Kommune aus Deiner Tankstelle einen Gewerbebetrieb machen will, denn dann sind ganz saftige Grundgebühren fällig, die den abgegebenen Strom um das Vielfache übersteigen. Rechtlich könnten die EVUs die gesamte private Elektroautotankerei zum Erliegen bringen.
Die Politiker, ganz vornean unsere Grünen, würden seelenruhig zuschauen, denn nach deren Geschmack kann Energie überhaupt nicht teuer genug gemacht werden.
Fragt mal, wieviel ENBW für den Betrieb eines simplen Aufzugs kassiert, der wirklich so gut wie keinen Strom braucht. Dann gibt es die Berechnung nach der sogenannten Viertelstundenleistung, die dazu führt, dass manche Aufzüge eine Viertelstunde von Etage zu Etage brauchen.
Nein, auch die Aufzüge gehören ans smart grid, in dem wir mit unseren Tankstellen alle Schwankungen ausgleichen und die in Bezug auf Anschluss zwar voller Regulatorien sind, die aber nichts kosten und Strom ist dann Strom und auch Wind- und Solarüberschüsse werden dort zu 100% verwertet. Das geht aber nur, wenn wir ein eigenens alternatives Mitelspannungsnetz bauen, denn sonst schlagen die dauernden Spannungsschwankungen in unser Niederspannungsnetz durch. Das Mittelspannungsnetz kann hingegen ausgleichen.
Ich propagiere deshalb ein eigenes Mittelspannungsnetz mit seinen geringen Durchleitungskosten für Tankstellen, Solar- und Windernter und für smarte Verbraucher, die ihre Einschaltzeiten und Leistung dem Bedarf anpassen können.
Mein Vorschlag ginge dann dahin, dass ich unsere smarten, in der Leistung steuerbaren Ladegeräte von den an jedem Mittelspannungstransformator aufgestellten Tankstellen steuern lasse, die gleich eine weitere wichtige Aufgabe erfüllen und unser Niederspannungsnetz absolut konstant halten und elektrische Wärmegeräte in der Leistung steuern. Wo wir schon mal Elektronik in den Kisten haben... Also, diese smarten Boxen steuern praktisch alles. Lichtschwankungen und defekte elektronische Geräte gehören dann der Vergangenheit an. In der Waldmühle hoffe ich, so etwas verwirklichen zu können, ohne Netzanschluss. Wir haben dort schon zwei volle Drehstromnetze liegen, noch ist die Regelung unzufriedenstellend.
An jeden Mittelspannungstransformator gehört eine mindestens 100kW-Smarttankstelle. das sind die etwas größeren Kästen und Häuschen an Ecken, Parks und meist ein klein wenig versteckt. Meist bewacht von einem Bären, der brummt, wenn man vorbeigeht.


ENBW, denen gehört auch der größte Teil meiner düsseldorfer Stadtwerke. Im Gegensatz zu früher kann man mit denen reden. Nur die Kundenkontaktstelle ist oft verbesserungswürdig, in Düsseldorf.
Da geht Vieles drunter und drüber, zum Nachteil mancher Kunden. Ansonsten, bisher vorbildlich in Bezug auf Fernwärme und Vorhaben, außer, die wollten tatsächlich mal den schnellen Brüter von Kalkar mitten in die Stadt setzen.
Mit dem etwas überspannten General Bastian bin ich damals gegen das atomare Stauwerk im Eyachtal im Schwarzwald marschiert und an Wyhl erinnert sich auch noch jeder, ich spreche jetzt vo ENBW und Vorgänger. Was ich denen damals besonders verübelte, weil die mit Stilllegungsprämien und Auflagen zigtausende Kleinwasserkraftwerke stilllegten. Die Waldmühle ist eines der sehr sehr wenigen, die übriggeblieben sind.
Aber inzwischen kann man mit den ENBW gut auskommen und sie sind aufgeschlossen für neue Ideen. Smart grid, das ist schließlich das Gegenteil von dem, was sie früher verfolgten, nämlich freie Bahn für Atomstrom vor allem aus Frankreich.
Wir sollten die dargereichte Hand ergreifen. Ich bin bereit, meinen Stromverbrauch weitgehend an das alternative Angebot anzupassen.
Mit meinem leckeren norwegischen Wasserstrom aus Düsseldorf fährt mein Auto übrigens viel leiser, ruhiger und freudiger. Wo bei anderen der Auspuff stinkt und knattert, hört man förmlich die Lachse die Fjorde hinaufspringen.

von Bernd Schlueter - am 14.05.2013 06:19

Zweites alternatives Netz, durchleitungsgebührenfrei

Um die Energiewende durchzusetzen, ist das smart grid unvermeidbar. Dazu ist es erforderlich dass wir unseren Strombedarf ganz an das Stromangebot anpassen. Das sollte zum größten Teil freiwillig gehen, Laden und Wäsche waschen kann man auch, wenn die Sonne scheint, der Wind pustet oder die BHKWs uns versorgen. Zum anderen aber sollte die Regelung über den Strompreis erfolgen.
Meiner Meinung ist dazu der Aufbau eines zweiten Mittelspannungsnetzes erforderlich, bei dem die Elektrotankstelle an der Ecke alle Verbraucher und Einspeiser unter eine Decke bringt. Dann gilt genau ein Strompreis für alle angeschlossenen Verbraucher und Einspeiser, der aber zeitlich variabel ist. Den kann man vorwählen und die Geräte regeln dann entsprechend auf und ab.

Besonders interessant wäre ein separates Drehstromnetz, das alle unsere elektrischen Wärmegeräte steuert, die an keine genauen Zeiten gebunden sind.
Der Strompreis könnte bei 20 Cent plus minus 70% liegen. Meist aber in der Nähe von 15 Cent.
In absoluten Überschusszeiten (selten) sogar nahe bei 0 Cent.
Kein großes und schwieriges Abrechnungssystem, Einspeisung wird zum gleichen Preis erstattet, wie der momentane Verbrauch bezahlt wird.
Damit es zu keinen teuren Überleitungsgebühren über das Hochspannungsnetz kommt, rechnen diese alternativen Netze getrennt ab. Insofern teilweise Inseln, die möglichst die Großen mit Leistungsschwankungen verschonen, aber mit diesen zusammenarbeiten.

Alles Bestehende bleibt am unzureichenden alten Niederspannungsnetz, wie bisher. Samt den unsinnigen EEG-und KWK-Gebühren, Steuern und Abgaben. Für die, die immer noch meinen, Energie müsse teurer werden.
Keine Frage, auch unser dezentrales Netz muss zeitweise auf das konventionelle, dann Kohlenetz, zurückgreifen, zu hohen Gebühren, statt 7,5 Cent für heutigen Mmittelspannungsstrom, dann 30 Cent. Aber in diesen teuren Zeiten ist unser Verbrauch stark eingeschränkt...

Mein Cousin hat in sein Haus ein eigenes, stabilisiertes Netz eingebaut für elektronische Geräte und die Beleuchtung. Defekte Geräte und Lampen gehören seitdem der Vergangenheit an.
Das alles kann unsere smarte Tankstellenkombinationsstation straßenweise leisten.
Drehstromleitungen kosten bei dichter Bebaueung praktisch nichts. Klar, einmal wird der Bürgersteig aufgerissen, zum Verlegen dreier Drehstromkabel und eines Mittelspannungskabels.

von Bernd Schlueter - am 14.05.2013 07:16
Zurück zur alten Überschrift.
Weiß jemand, ob sich jemand beim BSM oder einer unserer anderen Vertretungen mit der Regierung um entsprechende Gesetzesänderungen bemüht? Ich meine, Strom sollte bezahlbar und frei verteilbar werden. Die Gottheit hat uns über ihren Propheten Nikola Tesla die Elektrizität gegeben, Die ist zwar keine freie Energie, wie dieser künstlerisch begabte Schelm in seiner Spätzeit vor allem Damen weismachen wollte, aber doch fast. Denn Sonnenenergie und alle ihre Abkömmlinge schenkt uns die Gottheit kostenlos. Das ist die freie Energie, von der wir alle leben.

Deshalb, Ladestationen ab 12 kW in unser neu zu errichtendes freies Netz ohne Netznutzungsentgelte, unter neuen Rahmenbedingungen des Gesetzgebers, das die Energiewende nicht mehr ad adsurdum führt.

von Bernd Schlueter - am 14.05.2013 07:27
Hallo Bernd,
den Versorgern fliegt das Netz um die Ohren wenn alle unkontrolliert laden. Es braucht Regeln!

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 14.05.2013 08:43
Hallo Ralf,

Dem stimme ich zu wenn Einzellader in neueren E-Fahrzeugen >12KW haben,
aber was ist mit unseren Einzelladern die meist 1.5 bis 3KW haben?

In der TAB steht wie du schon geschrieben hattest in NEWS
"...Einzelgeräte mit einer Nennleistung von mehr als 12KW.." darunter fallen viele nun nicht.

Unter 2.4 heist es weiter
"...Folgende Geräte bedürfen keiner vorherigen Zustimmung des Netzbetreibers..."
"...Geräte mit Anschnittsteuerung, Gleichrichtung oder Schwingungspaketsteuerung ..."
unter 10.1 Abs3 mit Genehmigung?!

Unsere Ladegeräte sind aber keine Stationär betrieben Verbraucher, auch wenn manche mit meheren an oder über die 12KW-Nenn kommen.

In Dänemark haben viele Häuser nur max. 25A Absicherung, da gehts von Haus aus nur mit 3x16A 400V vorran...

Gruß Ben

von Ben-EL - am 18.05.2013 07:15
Hallo Ben,
wenn ich mir eine 32A Ladestation baue kann ich nicht sagen was daran lädt. Baue ich nur 3 x 16 A ist die Leistung limitiert und gehmigungsfrei. Die TAB hat Elektrofahrzeuge noch nicht berücksichtigt. Die Versorger sehen aber eine regelmäßig angeschlossene Last als zu genehmigen. Sicher kann man sich juristisch streiten, ich gehe mal davon aus dass die nächste TAB explizit dieses Thema behandelt.

Am Freitag habe ich mit 1/2 Stunde mit der ENBW Netzabteilung telefoniert und wir hatten einen sehr regen Austausch. Im Prinzip wurden meine Annahmen bestätigt. Bisher sind Elektrofahrzeuge noch kein Thema, aber man hat Sorgen wenn die Stückzahlen kommen. Insbesondere Mehrfamilienhäuser mit gemeinsamen Hausanschluss sind kritisch, wenn dort mehrere Leute mit hoher Leistung Elektrofahrzeuge laden.

Von was wir ausgehen können, ist das variable Stromtarife kommen, bis allerspätestens Ende 2014, vielleicht auch bis Ende 2013. Dass der Niedrigtarif aber nur 20% günstiger sein sollte, ist meiner Meinung nach viel zu wenig Anreiz um die Lasten zu verschieben. Meine Spülmaschine werde ich nicht erst um 22 Uhr anstellen weil ich 3 Cent spare. Wenn die Versorger einen Effekt haben wollen muss die Differenz deutlicher sein, schließlich haben die ernsthafte Probleme mit zu viel Strom im Netz. Ein sonniger Samstagmorgen ist ein Fall für zu viel Strom im Netz.

Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 18.05.2013 19:30
So, heute Abend habe ich Messdaten vom Datenlogger am Zähler ausgelesen und zeige euch mal wie stark die Ladung eines E-Fzgs im Verhältnis zu einem normalen Verbrauch aussieht.



Der Haushalt hat zwar auch kurze Spitzen, meistens wenn man mehrere Herdplatten einschaltet und z.B. Backofen, die höchsten Spitzen bleiben die meisten Tage unter 3 kW, ab und zu mal bei 6 kW.


Ein Zoe mit 32A Ladestrom verkraftet die Hauselektrik, aber es macht deutlich wie hoch die Spitze über normal liegt.

Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 18.05.2013 23:23
Langsam, langsam.

Die dickste Steckdose, die der Elektriker bei uns ohne ohne Genehmigung durch den Verfassungsschutz installieren darf ist die dicke Rote, CEE 400V/32A und das ergibt dann 20 kW, auch wenn rechnerisch 22 rauskommen sollten (240V * 32A *3 Phasen).

Die Vorsicherungen sind 35A das kommt irgendwie hin.

Bei meinem Onkel, Gott hab ihn selig, waren es eine Phase und 25A Panzersicherung. Meine Eltern hatten immerhin schon 35A und drei Phasen. Das sind aktuelle Wohnungen im Kreis Bergstraße!

Tesla installiert seine 120 kW Supercharger nur an Solaranlagen mit eigener Batterie und oft ohne Netzanschluß.

Interessant, der Schnelllader (mit CHAdeMO und ...) von e8energy kommt mit 20 kW aus und dank angepaßter Software ist er kaum langsamer als 50 kW CHAdeMO aus Japan.

Die CEE 400V/64A, die ich gelegentlich auf Rummelplätzen sehe, bringen die meisten häuslichen Panzersicherungen zum Platzen und zum Stecken oder Ziehen braucht es zwei Sumo-Ringer. Ich hatte an Teslas Steckdose schon beide Hände voll, die 400V/32A zu bedienen.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 08.07.2013 15:47
Zitat
Peter Dambier

Interessant, der Schnelllader (mit CHAdeMO und ...) von e8energy kommt mit 20 kW aus und dank angepaßter Software ist er kaum langsamer als 50 kW CHAdeMO aus Japan.


Da gibts wohl mehrere Möglichkeiten

A. Die Japaner sind zu Doof richtig mit 50 kW umzugehen ( kann man fast ausschließen )

B. e8energy zapft das Raumzeitgefüge an ( kann man wahrscheinlich auch ausschließen )

C. Werbung die den Kunden emotional anspricht, kann auch den Rationalen Umgang mit
der Physik relativieren, selbiges ist dann aber kein Relativitätstheorie :o

von Manfred aus ObB - am 11.07.2013 11:55
Zitat
Manfred aus ObB
A. Die Japaner sind zu Doof richtig mit 50 kW umzugehen ( kann man fast ausschließen )

Mit Doof hat das nichts zu tun. Das ist eine echte Leistung, ca. 30 kW !!!! zu verbraten, ohne das Ladesäule oder Fahrzeug verglühen.

Man,man, man... klar muss man kein E-Techniker sein, um im E-Auto-Forum zu schreiben, aber den Energieerhaltungssatz sollte man doch mal gehört haben, und seine Konsequenzen ansatzweise verstanden haben...
Für Laien:
Von nichts kommt nicht.
Und
Energie lößt sich nicht in Luft auf, höchstens in heiße Luft....

von Yardonn - am 11.07.2013 19:40
Hallo Peter,
viele Häuser sind mit 50 oder 63A abgesichert, so auch meins. Unter Umgehung des Themas Selektivität kann ich durchaus eine Wallbox mit 22 kW anschließen und muss trozdem das Kochen nicht einstellen. Was ich sagen will, dass auf unsere Versorgungnetzbetrieber Schwierigkeiten zukommen, wenn das Thema 32A Lader zu Hause üblich wird. Die ENBW will aus diesem Grund die großen Lader gemeldet haben.

Die ZOE Fahrer berichten schon von einigen "interessanten" Pfeigeräuschen aus der Wohnungselektrik, wenn der Zoe richtig saugt, bedingt durch Oberwellen auf dem Netz.

Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 12.07.2013 12:02
Zitat
Ralf Wagner
Die ZOE Fahrer berichten schon von einigen "interessanten" Pfeigeräuschen aus der Wohnungselektrik, wenn der Zoe richtig saugt, bedingt durch Oberwellen auf dem Netz...

Das kann ich bestätigen.
Aber das Pfeifen habe ich auch bei 3,7 kW in der Küche, es verstärkt sich nur mit Steigerung der Ladeleistung :D

von lingley - am 12.07.2013 17:16
Zitat
Ralf Wagner
... Die ENBW will aus diesem Grund die großen Lader gemeldet haben. ...


Ich denke da gibt es auch politische/wirtschaftliche Gründe. Die ENBW hat das Land mit ihren Ladesäulen gepflastert, Fördergelder kassiert und eine recht teure Elektronautenkarte rausgebracht. Und -oh Wunder- an den tollen Ladesäulen stehen (legal) nur car2go smarts. Ich sehe die Argumentation schon kommen: 'Du kriegst keine private Säule, weil nur 100 m weiter eine schicke ENBW-Säule steht...'
Ehrlich gesagt, wenn ich ein Fahrzeug mit 22kW Lader hätte würde ich mir wohl die Elektronauten-Karte holen, weil ich die Kosten für die private Ladesäule wohl erst so nach 20 Jahren Laden an der öffentlichen Ladesäule wieder rein hätte.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 13.07.2013 07:54
Zitat
Thomas Pernau (Ion)

Ich denke da gibt es auch politische/wirtschaftliche Gründe.


Vor einer gefühlten Ewigkeit, also zu der zeit als der Strom noch aus der Steckdose grau war
und nicht Farbig wie heut und zertifiziert war der Strom damals auch nicht, nur elektrisch halt.

Damals war in den Verträgen die für Private Haushalte nur ein Last von 2 kW an der Steckdose erlaubt
und wer deutlich mehr wollte mußte eine erhöhte Anschlußleistung zahlen.

In Betrieben war man bemüht kein unnötigen Spitzen zu haben, die Kosten damals richtig Geld.

Bei Licht betrachtet ist es technisch immer noch das gleiche heut, nur glauben viel wenn der Strom
angeblich Grün, gilt das nicht, das stimmt sogar es müßte noch mehr ins Geld gehen zur falschen
Zeit zuviel Strom zu entnehmen und dann sagen in 5 Monaten hat das meine Solaranlage ausgeglichen.

Die Meldung von Stromverbrauchen die über der Norm in normalen Wohnsiedlungen liegen,
ist für mich insoweit politisch, als das viel Unsinn der letzten Jahre nicht gemacht werden hätt
dürfen und nun mit viel Geld repariert werden muß. Leider zahlt das Geld der Letztverbraucher
nicht die Verursacher :mad:

von Manfred aus ObB - am 14.07.2013 12:29
Wie e8energy es fertig bringt, kaum länger als die 50 kW Lader zu brauchen, darf jeder selber googeln oder nachlesen. Ich habe geholfen, für eine Demo den Lader aus dem Kofferraum zu holen und später wieder hineinzupacken. i-MiEVs und Leafs haben das Laden überlebt und hinterher geladene Batterien gehabt.

30 Minuten mit 50 kW gibt 25 kW, in einen i-MiEV passen aber nur 16 kW. 40 Minuten mit 20 kW paßt.

Bei uns auf dem Dorf habe ich Panzersicherungen aus dem Karbonzeitalter gesehen, schwarze Kästen mit nur einer Phase. Gleich über den Hügel ist eine Straße, da werden die Häuser von Holzpfählen aus, über ein Gummikabel versorgt, welches genau wie mein 2,5 Quadrat Kabel für unseren i-MiEV aussieht.

Unser Verteilnetzbetreiber gibt (sinngemäß) zu, daß auf die Kreidacher Höhe der Strom in Eimern getragen werden muß. Womit die gigantischen Strompreise zu erklären sind erschließt sich mir nicht, solange ich mafiöse Strukturen außeracht lasse.

Da kommt was auf uns zu, was ich dringend für notwendig halte. Strom durch Drähte ist sicherer als Öl durch Pipelines. Wie man in Quebec sieht, kann man Öl auch durch Kesselwagen der Eisenbahn transportieren aber, siehe Paris ... Wenn Stuxnet die Steueranlagen von Bahnen und Pipelines kontrolliert, dann bleiben Unglücke samt Umweltsauereien nicht aus.

Man kann auch mit Strom Unheil anstellen, aber anders als ausfließendes Öl, kann man Strom abschalten und dann ist er weg, muß nicht von der Feuerwehr aufgewischt werden.

Ich habe auch unseren i-MiEV beim Versorger gemeldet, habe sogar einen besseren Tarif als Belohnung bekommen. Ich bin jetzt Großverbraucher - oder zumindest Elektrofahrer. Der Verteilnetzbetreiber sieht das allerdings nicht so locker wie der Versorger.

von Peter Dambier - am 15.07.2013 19:55
Zitat
Peter Dambier

30 Minuten mit 50 kW gibt 25 kW, in einen i-MiEV passen aber nur 16 kW. 40 Minuten mit 20 kW paßt.


Äpfel, Birnen oder Obstsalat :cool:

Und einen großen Geist gehört die Ewigkeit, da kann man nicht in Stunden messen oder
gar große Unterschiede machen zwischen Leistung und Speicherinhalt

:rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 16.07.2013 17:08
Zitat
Peter Dambier


Bei uns auf dem Dorf habe ich Panzersicherungen aus dem Karbonzeitalter gesehen, schwarze Kästen mit nur einer Phase. Gleich über den Hügel ist eine Straße, da werden die Häuser von Holzpfählen aus, über ein Gummikabel versorgt, welches genau wie mein 2,5 Quadrat Kabel für unseren i-MiEV aussieht.


Ja, ja so lebten die Menschen früher, erst in Höllen mit Holzfeuer, die Frau hat man sich noch
mit der Holzkeule erobert und zur Kommunikation reichte ein tiefes Grunzzen.

Später erfanden da die alten Holzköpfe einen Apparat der das Grunzzen über Kabel übertrug,
hier in diesen Land war die Deutsch Post dafür zuständig, das berühren von Telephondosen
( klein Kästchen an der Wand wo das Gummikabel welches über die Holzpfosten kamm,
in ein kurzes Kabel zum Apparat mit der Wählscheibe ( die steuerte die Relais an welche das
Fräulein vom Amt ersetzten ) verband ) mit den Pfoten war verboten. Tja und diese merkwürdige
Einrichtung, heut noch teilweise unter den Begriff Festnetztelephon bekannt geschah teilweise
auf solch ( Holzpfosten Kesseldruckimprägnier mit Gumikabel ) archaische Weise.


Aber Achtung keinesfalls Eautos mit solchen Kabelnetzen Laden

von Manfred aus ObB - am 16.07.2013 17:21
Zitat
Peter Dambier
Interessant, der Schnelllader (mit CHAdeMO und ...) von e8energy kommt mit 20 kW aus und dank angepaßter Software ist er kaum langsamer als 50 kW CHAdeMO aus Japan.


Das ist ein Missverständnis. CHAdeMO aus Japan kann maximal 50kw bzw. max 125A DC.

Wieviel beim i-MiEV laden tatsächlich fliesst, steuert der i-MiEV selber. So um die 40A maximal, wenn ich mich richtig erinnere. Das genügt, um in 21min auf 80% Ladekapazität zu gelangen. Dann ist Schluss mit schnell laden.

Die CHAdeMO Stationen werden somit beim Laden eines i-MiEV nur teilbelastet.

Gruss Walter

von i-MiEV - am 17.07.2013 13:06
Danke Walter,

für die Aufklärung. Ich hoffe, daß meine Drehstromkiste bald kommt, ehe bei uns im Kreis auch der 12 kW Hammer fällt.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 17.07.2013 20:15
Hallo Peter,
Zitat
Peter Dambier
Ich hoffe, daß meine Drehstromkiste bald kommt, ehe bei uns im Kreis auch der 12 kW Hammer fällt.

es geht nicht um einen Hammer sondern um geltende TAB hinter dem Hausanschluß. Da fällt auch nichts weil die TAB schon gültig sind. Zum Problem kannst Du mal hier reinschauen.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 18.07.2013 04:23
Der Grund warum hohe Ladeleistung nur wenig Zeitvorteil bringt ist die Ladecharakteristik des Akku. CCCV: Constant current, dann constant voltage.. Zuerst steigt die Leistung mit konstantem Strom und steigender Akkuspannung. Das sind beim Peugeot Ion nur wenige Minuten mit 120A (Stromlimit des Autos wird an Chademo Station via Bus übergeben) Ladestrom, dann ist die Endspannung von 362V erreicht. 362*120A sind ~43KW, mit dieser Leistung wird real nur einen Moment geladen ab dem Zeitpunkt sinkt der Strom und damit die Leistung bei konstanter Spannung nur noch. Kurze Zeit später wird ein Ladestrom von 60A unterschritten, ab dem Zeitpunkt ist ein 22KW lader exakt genau gleich schnell..
Hätte ich 120KW wie Tesla, es würde schätzungsweise nicht mal 5 Minuten bringen.. Ladeleistung bringt deshalb auch nur was wenn ein fast leerer Akku geladen wird, ein Peugeot Ion und seine Markenkollegen laden die erste Hälfte des Akku etwa in 10 min.

von Konze - am 24.07.2013 13:11
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