Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Thomas Pernau (Ion), E. Vornberger, Bernd Schlueter, Peter Dambier, Solarstrom

Laden mit Notstromgenerator

Startbeitrag von Solarstrom am 05.07.2013 17:58

Hallo, ich möchte meinen vorhandenen Generator Honda 20i als Notnagel/RE zum Laden meines Peugeot iOn verwenden. Und zwar mit einem 6/10A Opel Ampera Ladekabel, welches ich im 6A Mode betreiben will. Aber das Ladekabel zeigt beide Kontrolleuchten als rot an und schaltet die Ladung nicht durch. Mit dem original iON 10A Ladekabel geht es, aber damit läuft der Generator immer am Anschlag mit 2 kW. Der Honda hat eine maximale Dauerlast von 1,6 kW.

Welche Prüfungen macht das (Opel Ampera) Ladekabel und wie könnte ich es überlisten? Ich hatte schon versucht den Generator zu erden, hat aber nichts gebracht.

Antworten:

Sachen gipts

Bei Kindern solltest Du peinlich genau auf die Schnullergröße achten, aber dass ein Kabel so wählerisch ist, habe ich noch nie gehört. Wenn es ein grünes Kabel ist, könnte es sein, dass es keinen Atomstrom mag und du solltest Deinem 20i sagen dass es keine Atomstromelektronen mehr schicken soll. Vielleicht hilft es auch, den Stecker anders herum einzustecken?

Kein Ladekabel ohne Oekotest

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Ladekabel dermaßen wählerisch ist. Allenfalls zeigen die roten Lampen das Fliegen der zwei Sicherungen an, dass Dein kleiner ION zu feste auf den Schnuller beißt.
Nur Rabenväter füttern schließlich ihren ION mit einem Opelschnuller. Pfui, würde ich auch ausspucken.

Ansonsten sage ich, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. frag doch mal beim Zitronenhändler an, wo man die PWM des Laders verstellt. Am ION, nicht am Schnuller.
Ja, einen Schaltplan von der ION-Elektronik hätte ich auch gerne.
Selbst bei meinem Saxo kann ich einstellen.

von Bernd Schlueter - am 06.07.2013 14:12
Kann bestätigen, daß das Opel Ampera EVSE sehr wählerisch ist, was Erde betrifft. Am Backofen geht es, an der Verteilerdose im Wohnzimmer nicht. I-MiEV war in beiden Fällen sicherheitshalber nicht angeschlossen.

Ich habe die klassische Nachkriegserde, Gelb/Grün und Blau brücken nicht versucht, aber an einem erdfernen Generator hätte ich keine Hemmungen. Aus internationalen Foren habe ich aufgeschnappt, daß man den Blauen und die Erde über einen Widerstand verbinden muß.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 10.07.2013 20:06
Das Ampera-Ladekabel prüft den Widerstand zwischen N und PE. Das wird auch als Schutzleiterüberwachung bezeichnet. Zwischen N und PE sind nur ein paar wenige Ohm zulässig.
Wenn man N und PE eines Inverter-Generators zusammenklemmt könnte das ähnliche Effekte haben wie bei einem Gerät das an einem schlechten, ungeerdeten Schaltnetzteil hängt. Ich würde N und PE nicht zusammenklemmen sondern ein Ladekabel verwenden das keine Schutzleiterüberwachung hat.
Danke an Peter für den Hinweis zum Ampera-Ladekabel, ich werde es nun immer mitnehmen wenn ich an improvisierten Ladestationen aufladen will.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 11.07.2013 21:19
Das stimmt so nicht. Es wird (entsprechend IEC) überprüft, ob der Schutzleiter bis zur Karosserie durchgängig ist, und nicht, ob der Widerstand zwischen N und PE ausreichend niedrig ist.
Weiterhin wird überprüft ob der Schutzleiter spannungsfrei ist. Das ist in der Norm mit Schutzleiterüberwachung gemeint und auch so umgesetzt (wir haben einige Boxen analysiert)..

von E. Vornberger - am 12.07.2013 10:32
Die Ampera-Ladebox meckert bereits bevor der Stecker im Auto steckt. Wie soll das bitteschön berührunglos gehen in diesem Zustand die Erdung der Karosserie zu prüfen??? Der Schutzleiter ist in diesem Moment ungeerdet, aber spannungsfrei.
Das Charge-Amps Ladekabel hat eine Spannungsüberwachung des Schutzleiters und schaltet ab sobald der Lader Strom zieht und der ungeerdete Schutzleiter eine Spannungsdifferenz gegenüber dem Nulleiter hat. Das geht so schnell dass ich es nicht nachmessen kann. Hab jetzt den Backstein gerade nicht zur Hand aber da werde ich es bei nächster Gelegenheit nachmessen.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 12.07.2013 10:56
Einfach indem überprüft wird, ob die Strecke "CP von der Box -> bis PE Ladestecker" durchgängig ist. Im Auto wird ja der CP über einen Widerstand auf PE gelegt. Wenn das Auto fehlt, ist die Strecke auch nicht durchgängig.

von E. Vornberger - am 12.07.2013 11:00
Zitat
E. Vornberger
Einfach indem überprüft wird, ob die Strecke "CP von der Box -> bis PE Ladestecker" durchgängig ist.


das sagt aber noch nichts darüber aus ob der Ableitwiderstand Karosserie ==> Schutzleiter niedrig genug ist.

Zitat
E. Vornberger
Im Auto wird ja der CP über einen Widerstand auf PE gelegt. Wenn das Auto fehlt, ist die Strecke auch nicht durchgängig.


Ach was.
Für die Box ist das kein Fehler.
Die von Solarstrom und mir beschriebene Schutzleiterprüfung der Ampera-Ladebox findet statt unabhängig ob ein Auto dran hängt sobald die Box eine Spannungsversorgung hat. Das ist vorbildlich.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 12.07.2013 12:02
Nochmal: Es wird nicht der Übergangswiderstand N auf PE überprüft, sondern Spannungsfreiheit und Durchgängigkeit bis zur Karosserie. Für die Messung der Spannungsfreiheit muss natürlich kein Auto dranhängen, das ist schon klar.
Aber deine Frage war doch wie man die Durchgängigkeit der Erdung prüft, oder?
(Zitat "Wie soll das bitteschön berührunglos gehen in diesem Zustand die Erdung der Karosserie zu prüfen")

von E. Vornberger - am 12.07.2013 12:27
Zitat
E. Vornberger
Es wird (entsprechend IEC) überprüft, ob der Schutzleiter bis zur Karosserie durchgängig ist


Das kann nicht geprüft werden es sei denn es ist ein zusätzlicher Messpunkt an der Karosserie vorhanden der mit dem Ohmmeter geprüft wird und zwar dann wenn das Kabel schon im Auto drin steckt.

Wir sind hier eigentlich nicht mehr beim Thema. Was ich prinzipiell gut finde ist dass die Ampera Ladebox sofort warnt wenn eine Steckdose nicht korrekt geerdet ist und der normale Benutzer somit nicht weitermacht und den Ladestecker ins Auto steckt.

Zurück zum Thema: um mit einem Notstromgenerator zuverlässig zu laden muss man sich ein Mode-1-Ladekabel besorgen oder ein Mode-2-Ladekabel das einen FI hat den man gegen einen DI ersetzen kann.

Thomas

edit: diese zusätzlichen Ladekabel sollten als 'nur für Notstromgenerator' gekennzeichnet werden und nicht für normale Ladung an normalen Steckdosen benutzt werden.

von Thomas Pernau (Ion) - am 12.07.2013 14:42
Sorry aber das ist doch Quatsch.
Nochmal: Es wird die Durchgängigkeit getestet, indem die Schleife "CP-Kontakt an der Box -> Ladedose am Auto -> von dort über Widerstand im Auto auf Karosserie=Masse=Erde -> von dort wieder zurück zur Box" geprüft wird. Da braucht es doch keine zusätzlichen Massepunkte oder Ohmmeter. Wenn ein Blockschaltbild gewünscht wird pinsle ich schnell eines.

von E. Vornberger - am 12.07.2013 17:53
Sprich, Steckdose am Netz und das Kabel werden überprüft. Nicht das Fahrzeug. Richtig?

Ja, gefällt mir. Diese einfache Überprüfung erkennt auch fehlende Nulleiter bei Drehstromtreffen, die ja schon äußerst teuer wurden.

Ist jedenfalls noch einfacher als meine FI-Lösung, obwohl der ja auch das Trennen bei Fehlerdetektion übernimmt....

von Bernd Schlueter - am 13.07.2013 06:30
Zitat
E. Vornberger
Sorry aber das ist doch Quatsch.
Nochmal: Es wird die Durchgängigkeit getestet, indem die Schleife "CP-Kontakt an der Box -> Ladedose am Auto -> von dort über Widerstand im Auto auf Karosserie=Masse=Erde -> von dort wieder zurück zur Box" geprüft wird. Da braucht es doch keine zusätzlichen Massepunkte oder Ohmmeter. Wenn ein Blockschaltbild gewünscht wird pinsle ich schnell eines.


Das sind ein paar hundert Ohm in der Schleife, das weiß ich auch. Das sagt noch lange nichts drüber aus ob Gehäuseerdung = Ableitwiderstand OK sind denn das liegt im Milliohmbereich. Ich bitte zu bedenken dass das Auto Mode-1 Ladekabel ohne FI akzeptiert und dazu muss der Ableitwiderstand der Gehäuseerdung gering genug sein um im Fehlerfall den Leitungsschutzschalter auszulösen.

@Bernd: zumindest bei der Ampera-Ladebox stehen die Chancen gut dass ein fehlender oder driftender Nulleiter erkannt wird. Im dümmsten Fall erwischt es die kleine Hilfsstromversorgung für die Elektronik in der Ladebox. Zu dem Zeitpunkt ist aber noch kein Relais zum Auto durchgeschalten.
So wie es aussieht hat das Charge-Amps Ladekabel Deine FI-Lösung denn am potenzialfreien Generator löst es erst aus wenn der Lader den Ladestrom hochrampt. Das Relais war einige Sekunden durchgeschalten bevor es mit Fehlermeldung wieder abfiel. Im Waldmühlen-Gau wären das wohl ein paar Sekunden zuviel gewesen.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 13.07.2013 07:39
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.