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Elweb Infra
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Bernd Schlueter, Peter Dambier, Thomas Pernau (Ion), hallootto, Stefan B.

Aufbau einer neuen Infrastruktur, zunächst Insel, dann weltumspannend

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 06.08.2013 19:41

Seitdem mein Bekannter in Lippstadt eine Solaranlage betreibt und an einem Blockheizkraftwerk beteiligt ist, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie man die Nutzung alternativer Energie optimieren kann. In Göttingen spielen wir mit dem Gedanken, ein Cityel einzubinden, das photovoltaisch erzeugte Energie zwischenspeichern, und natürlich auch direkt nutzen kann.

So stelle ich mir die elektrifizierte Familie im Einfamilienhaus vor:
Im Sommer versorgt die Solaranlage die beiden Elektroautos zum größten Teil mit der elektrischen Energie, das Ladegerät ist bidirektional, das heißt, es kann direkt in die Zwischengleichspannung des Multifunktionsnetzeinspeisegerätes eingespeist werden, sowohl in die Fahrzeugbatterien, wie auch heraus ins Hausnetz. Gesteuert wird mit dem heute bereits verbreiteten digitalen Ausgang des Stromzählers, der darauf achtet, dass nicht unnötig Strom ins Netz eingespeist wird.
Eine Wärmepumpe nutzt die Kellerluft und den Solarstrom zur Warmwasserbereitung.
Im Winter und, wenn sich die Sonne versteckt, werkelt ein Verbrennermotor im Keller oder in der Garage und versorgt, regelbar, Haus und Fahrzeuge mit Strom und Wärme. Dies ganz ohne Förderung, da nichts eingespeist wird, der erzeugte Strom ausreichend wertvoll ist und kein Ärger mit dem Finanzamt ins Haus steht. Inselanlage, wie sie unsere Regierung wünscht. Dass man Strom besser als jede andere Energieform durch die halbe Welt leiten kann, hat unsere Regierung völlig vergessen und einen großen Monopolzaun um unser Anwesen errichtet, der uns zum Inseldasein verdammt und gewaltigen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht. Aber es gelten eben nicht die Naturgesetze, sondern die unserer Regierung.

Meine Kritik an unserer Regierung meine ich sehr ernst, denn mein Streben geht dahin, dass wir zwar zunächst die blödsinnigen Inseln aufbauen und auch mit einer öffentlichen Stromtankstelle versehen. Die Inseln möchte ich aber alle miteinander verbinden und so eine neue, dezentrale Infrastruktur aufbauen, mit einem eigenen Strom-und Steckersystem. Zu diesem Zweck möchte ich mich in Richtung USA und China orientieren, mit dem Nema-Dreileitersystem, Einphasen- statt Drehstrom.
Sprich, die Drehstromliste und Mennekens haben dann ausgedient, außer, man missbraucht sie zur Gleichstromversorgung.
Klar, 60 Hz, denn mit dem alten Monopolsystem aus der Hitlerzeit wollen wir möglichst wenig zu tun haben.

Damit unsere Freunde von den Elektrizitätswerken nicht darben, bleiben wir mit dem restlichen Strombedarf Kunden mit einem 50 in 60 Hz-Konverter, der den Stromtransport nur in eine Richtung zulässt. Die ärgern sich nämlich maßlos über Einspeisung. Die unterbleibt dann zukünftig.

Einspeisung zukünftig nur noch ins eigene (Nema-) Netz.

Sprechen wir mit unseren Europa-Abgeordneten, mit unseren hat es eh keinen Zweck.

Kleine Rechnung: Haushalt plus zwei Elektrofahrzeuge haben einen jährlichen Strombedarf von 8000kWh, eine Solaranlage von 4 kW ist da vielleicht sinnvoll. Dazu eine Brauchwasserwärmepumpe mit 1kW, die einen guten Teil der Stromüberschüsse abpuffern kann.
Als Heizkraftwerk entweder ein gebrauchtes BHKW, das man günstig bekommt, wenn man auf Förderung verzichtet und damit auch auf den Ärger mit dem Finanzamt, oder ein Eigenbau aus einem alten Fahrzeugmotor. Dieser läuft dann nur, wenn gleichzeitig Strom- und Wärmebedarf vorliegen. Überschüsse speichern die Elektroautos, die natürlich meist in der Garage oder davor angeschlossen sind. Einen weiteren effektiven Puffer stellt eine regelbare Wärmepumpe zusammen mit einem Heißwasserspeicher dar.

Von separaten Batteriebänken würde ich wegen der Resourcen- und Energievorratsschonung absehen. Dann doch lieber das Elektro-Zweit- oder Drittauto nebst Einbindung der Nachbarn.

Das Nemasystem bedeutet eine erhebliche Vereinfachung der Haustechnik. Die Geräte sind billiger, wenn der Import erst einmal angelaufen ist.

Antworten:

Hallo Bernd,

meine Empfehlung: rechne mal nach was die Traktionsbatterien kosten und wieviele Ladezyklen sie wohl halten. Da bist Du schnell bei 30 cent die kWh nur für die Batteriabnutzung. Wenn ich Ressourcenschonung will, dann Nickel-Eisen Batterien. Diese sind nicht wirklich transportabel, also in den Keller damit und den Schwerpunkt des Hauses tieferlegen.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 06.08.2013 20:35
Thomas, Eisen-Nickel hat nur ca 50% Wirkungsgrad.
Ich spreche, wohlgemerkt vor allem vom Zweitwagen mit relativ großem Akku, der fast den ganzen Tag angeschlossen steht und in 10 Jahren nur 500 Zyklen mit 50.000km belastet wird. Schade, wenn man die zyklen nicht nutzt. 2000 Vollzyklen stehen mindestens fast kostenlos zur Verfügung, im Schnitt also bei 20% mittlerer Entladetiefe täglich über 10 Jahre.
Das Erstauto mit seiner Batterie hilft auch mit, obwohl es oft am Arbeitsplatz steht.

Ansonsten sind alle Batterien zu teuer.

Meine eigentliche Absicht geht in die Richtung des voll geöffneten Stromnetzes, aus dem jeder kostenpflichtig entnehmen kann , aber im Nahbereich, frei einspeisen und überleiten.
Da die europäischen Politiker aber Geld gerochen haben, mit Energie kann man beliebig Bürger berauben, mein Plan, dieser Politikerfalle zu entgehen und notfalls ein eigenes Netz für alternative Energie zu bauen. So einfach wie es geht, also Nema, wie es der größte Teil der Weltbevölkerung nutzt. Auch HGÜ ist kein Drehstrom und funktioniert mit Zweileitertechnik.

Noch können wir auf das europäische Ausland hoffen, das Monopolgebahren weniger freundlich gegenübersteht.
Drehstrom ist eigentlich unsinnig und verlangt dreifache Ausführung des PFC.

In welche Richtung die Monopolisierungsbestrebungen gehen, sieht man am in Erwägung gezogenen Verbot der Chademo-Stationen.
Wir sollten uns vor jeder Monopolisierung fernhalten.

von Bernd Schlueter - am 07.08.2013 09:22
Gut, dann brauchen wir im Nahbereich ein Nachbarschaftsnetz in dem sich Erzeuger und Verbraucher 'absprechen' also noch vor der Trafostation ihren Netto-Strombezug aus dem Trafohäuschen optimieren = minimieren. Da haben die Stadtwerke denen das Leitungsnetz gehört ein gewisses Interesse daran. Ich weiß dass es in Konstanz ein Forschungsvorhaben in dieser Richtung gibt, genaue Inhalte kenne ich nicht. Vielleicht meldet sich mal ein Konschdanzer zu Wort.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 07.08.2013 15:49
Eigene Infrastruktur für Elektroautos und CHAdeMO war für Japan zwingend notwendig und hat sich bereits bewährt. Es gibt heute viele gute Gründe für Gleichsstrom und gegen Wechselstrom, egal ob 50 oder 60 Hertz.

Von Nema Steckern halte ich nichts. CEE gibt es und ist bezahlbar.

Dezentral könnte zivilisationsrettend werden.

Sowas kommt wieder, so sicher wie der Tsunami von Fukishima:

[scienceblogs.de]

Es sind inzwischen einige Ereignisse auf der Sonne beobachtet worden, die uns glücklicherweise nicht getroffen haben. Schon kleinere Ereignisse, welche uns getroffen haben, brachten Trafokerne von Umspannwerken zum Schmelzen. Für unser Verbundnetz wäre das das Ende.

von Peter Dambier - am 07.08.2013 17:48
Mein Traum wäre natürlich das einheitliche Netz, das im Nahbereich allen unentgeltlich offensteht. Dafür dürfen die bisherigen Kraftwerksbetreiber im gewissen Rahmen direkt meine Anlage steuern, um Stromüberangebote und -mangel abzupuffern.
Wie ich den Laden aber kenne, wollen die weiter den von uns mit 3,2 Cent eingestrichenen Ökostrom für 28 Cent verhökern, wobei der Staat auch ganz mächtig zulangt.

Deshalb meine Idee mit dem zweiten Netz, bei dem, mit 60 Hz und anderen, zugelassenen Steckern, sichergestellt ist, dass keine Vermischung erfolgt, die die Großen ja angeblich überhaupt nicht wollen. Ich behaupte, wir brauchen nur anzufangen, das Alternativnetz aufzubauen, dann kommen sofort die Großen und bieten uns statt 3,2 cent Vergütung 35 Cent an, wie es sich für umweltfreundlichen Strom gehört.
Schade, dass die Petra Kelly nicht mehr lebt. Die hätte sich nicht kaufen lassen.

Die jetzigen Grünen werde ich voraussichtlich auch bei dieser Wahl wieder in der Pfeife rauchen.
Meine Wenigkeit und jemand, der vom Fuße der blau-weiß-karierten Berge ins Land blickt, wissen passend zum alternativen Strom eine Alternative.

von Bernd Schlueter - am 07.08.2013 19:40
Hi Bernd,
Warum so groß hinauf?
Ich mache meinen Strom selbst speichere im Auto und gebe ihn kostenlos weiter an wer will (DSK), Nachbarn, usw.
Wenn ich was übrig habe kommt das ins Netz und ich verdiene auch noch dran. Was will ich mehr? Warum eigenes Netzwerk, ist mir alles zu viel aufwand. Das öffentliche Netz stabilisiert meine Anlage und gleicht Flauten aus. Mein Eigenanteil beim Direktverbrauch ist bei über 50%, Die Einspeisung übertrifft bei weitem meinen Nachtverbrauch, somit alles im Plus.
Nachdem du auch noch deinen anbieter frei wählen kannst, gibt es doch keine Probleme mit Altmeiers und Co. Sollen die mal machen, wir machen längst unser Ding und die lernen noch von uns.


Und was deine Idee vom BHKW angeht: Wenn Neubau dann Passivhaus , Verbrenner ist da unnötig, bissle Pellets, i V.m. Betonkernaktivierung, PV anlage so dimensionieren, dass im Winter bewölkt 2kW Dauer möglich ist. Dann passts!
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 10.08.2013 10:38
15 Cent gibts pro kWh eingespeisten Solarstrom, das reicht aus.
Bei BHKWs sieht das weitaus schlimmer aus: 3,2 Cent plus 0,28 Cent Vergütung bei 5,4 Cent Förderung, da sind der Mehrverbrauch an Gas und Abnutzung mehrfach teurer.
Ja, eine große PV-Anlage lohnt da schon, das sehe ich in Lippstadt regelmäßig, auch im Winter.

Trotzdem, das Netz sollte uns allen gehören und eine bedarfsgerechte Einspeisung sollte gar nichts kosten und zum Verbrauchspreis vergütet werden.

Früher durfte man nicht frei herumreisen und auch seinen Gedanken nicht freien Lauf lassen. Strom darf das auch nicht bei uns.
Stillgelegte Atomkraftwerke kann man sehr wohl durch BHKWs ersetzen, aber das geht wirklich nur, wenn diebedarfsgerechte Nutzung des dezentralen Netzes kostenlos ist. Aber es ist nicht kostenlos, in Deutschland. Nicht für den Normalbürger.

Wir sind die Sklaven unseres Staates, die ihre Unfreiheit parlamentarisch demokratisch wählen dürfen.

von Bernd Schlueter - am 10.08.2013 11:36
Hallo Bernd,

manchmal habe ich Schwierigkeiten, deinen Ausführungen zu folgen, manchmal ist es sofort logisch, aber meistens hat es Hand und Fuß.
Ich habe erst vor etwas über 2 Jahren das elweb entdeckt, zu dieser Zeit habe ich mich sehr stark mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt. Ich wollte es einfach. Egal wie.

Seit beinahe zwei Jahren und über 25.000 Km fahre ich elektrisch, nicht zuletzt auch wegen der guten Informationen, die ich hier erhalten habe.
Bei so manchen Beiträgen hier schlage aber auch ich die Hände über den Kopf zusammen. Nicht jetzt. Ist aber bereits vorgekommen.
Deine Forderung, dass das "Netz", bzw. die Einspeisung, nichts kosten soll, kann ich aber absolut nicht folgen. Das Netz kann nur dann in deinem/unserem Sinn funktionieren, wenn es stetig weiterentwickelt, gewartet und nicht zuletzt auch hier und da erneuert wird. Das kostet Geld. und warum sollen die Verbraucher dafür bezahlen, die Nutzung in welcher Richtung auch immer, muss vergütet werden. Auch ich bin gegen einen großen und/oder neuen Netzausbau, um z.B. den Offshore-Strom aus der Nord- und Ost-See nach Süddeutschland zu bringen.
Das entspricht nicht meiner Vorstellung der Energiewende, und der Zukunft. Für mich gibt es nur eine vorstellbare Zukunft, nämlich die Dezentralisierung.
Ich glaube, dass dafür an unserem Netz, so wie es z.Zt. existiert, keine großen Veränderungen vorgenommen werden müssen. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass deine Vorstellung eines eigenen Netzes, gar nicht so abwegig ist. Nur glaube ich nicht, dass dies physisch erfolgen muss, es kann ja virtuell über das vorhandene Netz erfolgen.
Wie soll eigentlich eine ggf. notwendige Pufferung in diesem Netz erfolgen? Was passiert, wenn wir zukünftig alle ein kleines Windkraftwerk auf dem Dach haben, und die Hersteller der Dachpfannen es mittlerweile fertig bringen, dass diese auch Strom produzieren. Der dann sicher, zu bestimmten Zeiten, vorhandene Überschuss muss ja irgendwo bleiben. Ja, man könnte sich Puffer-Akkus in den Keller stellen, oder die Elektrofahrzeuge dafür nutzen. Aber das sind nur kleine Bausteine des Ganzen.
Mein KEWET steht normalerweise in der Nähe meines Arbeitsplatzes, und das am Tag, wo meine Solaranlage den Strom liefert, den ich aber nicht in die Akkus bekomme. Mit einem offenen Netz könnte ich dann mein Auto bei der Arbeit trotzdem mit "meinem" Solarstrom aufladen. Natürlich für einen kleinen Beitrag für die Benutzung des Netzes.
Bei all den Ideen, die daraus erwachsen, glaube ich aber auch, dass es jemanden geben muss, der das Netz verwaltet. Schon alleine deswegen, damit nicht jeder damit machen kann was er möchte.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 10.08.2013 13:35
Verwalten? Genau daran fehlt es. Das Netz ist meiner Meinung viel zu groß. Eine mittlere Stadt genügt, um, wenigstens in der kalten Jahreszeit, ein autarkes Netz zu betreiben. dazu ist aber auch eine Bedarfs- und Angebotsanpassung erforderlich und die will ich voll in die Hände der Netzverwaltung geben, die steuert, wann ein Blockheizkraftwerk ein- und ausgeschaltet wird und die Verbraucher einschaltet, die zeitversetzt gestartet werden können.

Der Verbrauch wird lediglich in der Industrie, und zwar nur zum Teil, gesteuert, ansonsten genügt der Anruf der Großkraftwerksbetreiber untereinander, um jeden beliebigen Bedarf zu decken. Das funktioniert nicht mehr. Wind und Wetter halten sich an keine Regeln, selbst dem Herrn Kachelmann husten sie, neben seiner ehemaligen Freundin, eins. Nein, ich sehe es als unausweichlich an, dass wir unseren Bedarf anpassen und den Verbrauch, so weit es geht, in fremde Hände zu geben. Das geschieht noch gar nicht, ist aber mit dem smart grid schon angedacht.
Die Gesetzgebung geht in leider in eine andere Richtung, ganz im Gegesatz zu den Lippenbekenntnissen. Deshalb meine Drohung mit dem zweiten Netz, das ich ebenso begrüßen würde, wie das werbefreie Internet.

Ich bin überzeugt, wenn wir alle zusammenhalten, könnten wir 75% des Strombedarfs einer Kleinstadt selber decken, mit vielen Blockheizkraftwerken, die einen deutlich höheren Wirkungsgrad als unsere miserablen Industrieprodukte haben, die heute angeboten und eingesetzt werden. Der Durchschnittswirkungsgrad liegt heute bei nicht viel mehr als 10% elektrisch, ein vernünftiges Kraftwerk läge über 30%.

Natürlich bleiben die Großkraftwerke für den sommerlichen Verbrauch und die Speicherseen für die Aufnahme von Sonnen- und Windenergie, die wir nicht in unseren Teilnetzen unterbringen. Dabei fallen auch Netzgebühren an.

Du glaubst nicht, wie preiswert es ist, ein dezentrales Netz zu betreiben, mit Spannungskonstanthalter in jedem Haus. Jedes Haus eine eigene Insel, wie es uns heute gesetzlich vorgeschrieben ist, das funktioniert allerdings nicht, auch, wenn Ihr noch so viele Elektroautos Euer Eigen nennt.

An einer zentralen Stelle wird dann das 60 Hz-Netz an das heutige 50Hz Monopolnetz angekoppelt, wie es die Stadtwerke mit dem kommunalen 50Hz-Netz heute auch tun. Mit anderen Worten, technisch ändert sich nicht viel, auch die Betreiber und Personen bleiben die gleichen, müssen aber sehr viel fleißiger arbeiten und bekommen eine andere Gesetzgebung vor die Nase geknallt, ohne dass sie sich wehren können, wie der Herr Assad im unseligen Land. Den Krieg gegen uns Atomenergiegegner (ich bin kein wirklicher) hat es schon gegeben, aber ich bin überzeugt, das lässt sich alles auch sehr friedlich und demokratisch regeln. Nicht mit den alten, etwas fundamentalistischen Grünen, aber es gibt auch grüne Alternativen.

Vielleicht müssen wir nicht einmal das Netz neu erfinden und die Drohung damit genügt.

Aber beten alleine genügt da nicht, wo der Mammon regiert.

Herr Altmaier, wir kommen!

von Bernd Schlueter - am 10.08.2013 17:04
Als Pirat freue ich mich immer wenn ich CDUler höre, die für die Förderung des Ehrenamtes eintreten.

Früher ging mein Puls hoch, aber langsam kapiere ich, ja, wir müssen das Ehrenamt fördern. Die Grundbedürfnisse der Menscheit müssen ehrenamtlich versorgt werden. Niemand will zusehen, wenn der Nachbar erfriert, verhungert oder verdurstet, zumindest nicht in zivilisierten Ländern, meist islamischer Bevölkerung.

Wir halten uns für noch zivilisierter und schließen das Dach über dem Kopf ein. Für Piraten gehört das Internet dazu und das funktioniert nur mit Strom. Der Bach fließt, die Sonne scheint, egal ob ein Zähler unseren Bedarf registriert oder ob wir Flatrate genießen.

Daß Heizöl nicht auf Flatrate gefördert und transport werden kann leuchtet ein. Aber wer schaltet die Sonne ein und aus, je nach Bedarf und Bezahlung?

Unser Wasserleitungsnetz, Ver- und Entsorgung ist da, ob wir es benutzen oder nicht. Gleichmäßige Benutzung ist billiger, weil einfacher zu regeln, als ständig auf und zu. Das Stomnetz und das Datennetz genau so. In Quebec (Kanada) hat es sich als billiger herausgestellt, die Straßenbeleuchtung Tag und Nacht laufen zu lassen, als die Schaltspitzen abzufangen.

Die "armen" Stromversorger weinen, weil die Nachtspeicherheizung als Energieverschwender verdammt und abgeschafft wurde und weil Energiesparfunzeln mit ihren Breitbandstörungen die Netzsteuerung sabottieren. Elektroautos könnten die Breitbandstörungen der Energiesparfunzeln kurzschließen und die Lücke die durch den Verlust der Nachstpeicheröfen gerissen wurden schließen.

Gerne würde ich mich opfern und sogar kostenlos den überschüssigen Strom abnehmen - ehrenamtlich :)

Aber Wucher: für 15 Cent kann unsereiner seinen Strom selber machen, samt Speicherbatterie für 24 Stunden. Wieso soll ich dafür 33 Cent berappen, von denen 11 Cent auf Stromtourismus (Verteilnetz und Regulierungbehörde) und 11 Cent auf die Förderung des Exportes von Panzern und panzerbrechenden Waffen gehen? Beiben 11 Cent und die kostet immer noch nicht der Strom, aber soweit unser Stromerzeuger und seine Angestellen davon profittieren ist mir das recht.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 10.08.2013 17:26
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