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Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Peter Dambier, Solarstrom

Die schmarte Grete ist ein ungelegtes Ei

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 27.08.2013 02:16

Es lässt sich überhaupt nichts smart machen, so lange unsere großen Stromerzeuger das Heft alleine in der Hand haben. Die wollen nicht, das ihnen jemand hineinregiert. Da kann die Regierung noch so viele Millionen hinterherwerfen, der Herr Altmaier macht doch, was die Großen wollen. Guten Appetit!

Antworten:

Angebotsorientierte Energienetze

Ehe hier manche ins Grübeln kommen, was er hier schon wieder meint, das smart grid soll dazu helfen, alleine die Elektrizität genau zu dem Zeitpunkt zu verbrauchen, wann sie anfällt. nicht umgekehrt, wie es heute gehandhabt wird, dass einem diese zu jeder Tageszeit, genau, wenn es einem einfällt, zur Verfügung steht mit mindestens einem Drittel Reservekapazität zu den Spitzenzeiten. Nein wir haben uns unter Einsatz von unendlich viel volkswirtschaftlichen Opfern entschieden, die Energiewende durchzuführen. Dann bleiben die Großen außen vor und wir können nicht mehr den Anfall alternativer Energie ganz dem Zufall überlassen. Das unsmarte Netz der großen Vier hat dann ausgedient!
Es geht darum, zeitlich gebundenen Bedarf von dem, der auf Zeiten hohen Angebots entfällt, zu trennen.
Sprich, mehrere Netze, mehr als zwei. Eines für Notstrom in geringerer Menge, sprich ein absolutes Notstromnetz mit Batterien, das man sich mit der Nachbarschaft teilt. Dieses wird allerdings gespeist vom Dauernetz, dessen Strom praktisch immer zur Verfügung steht.

Dann gibt es noch das dritte Netz das normalerweise auch dauernd Strom führt, dessen Verbraucher aber angebotsgerecht ein- und -ausgeschaltet werden, sprich , Wasch- und Spülmaschinen, Kühlgeräte, Ladestationen für Elektroautos und Vieles andere mehr. Dieses Netz kann auch zwangsausgeschaltet werden , wenn absoluter Notstand herrscht. Theoretisch könnte auch allein ein solches Netz auch funktionieren, wenn alle sich an klare Regeln des smart grids halten würden und die Steuerung zentral, in Form eines virtuellen Kraftwerks erfolgen würde. Man hofft, ein solches, einfaches Netz mittels ständig wechselnder Strompreise verwirklichen zu können. Ich bin skeptisch, ob das funktioniert.

Das vierte, meiner Meinung nach notwenige Netz mit speicherbarer Energie ist das Wärmenetz, das Warmwasser und Heizungswärme zur Verfügung stellt und mit Rohren zum Beispiel in Waschmaschinen geleitet wird, wie es heute schon in den Vereinigten Staaten der Fall ist. Die gesamte Wärmeerzeugung wird dazu auf fossile und Sonnenenergie umgestellt, wobei die fossil erzeugte Wärme durch Verbrennung in ausschließlich mittelgroßen Blockheizkraftwerken, die Automotoren, auch ausgediente, enthalten und möglichst je nach bedarf nur wenige Stunden ,unter 1000h im Jahr, laufen.


Da wir erwarten können, dass die großen Vier mit allen Mitteln unsere Parteien mit Politikern beschickt, die unter liebevoller Zuwendung all das zu verhindern versuchen, wird es wohl zum Kampf kommen müssen:
Dann benötigen wir noch ein fünftes Netz, in das uns kein Politiker hereinreden darf,, das steuer- und abgabenfreie alternative Netz, in dem wir selbst für Ordnung sorgen. So dezentral, dass dessen Energie ausschließlich alternativ erzeugt werden kann. Ihr sollt mal sehen, wie priswert der Strom in diesem Netz im Handumdrehen wird und wie schnell die Energiewende vollendet ist!
In diesem Zusammenhang bitte ich meinen vordergründig absurden Vorschlag mit dem 60Hz-Nema-Netz zu verstehen.

Aber ohne Drohung wird es nicht gehen, die gut im Futter stehende Lobby von ihren Futtertrögen zu schleppen. Eigentlich möchte ich ja das gesamte smart grid den erfahrenen EVU-Kapitänen überlassen, wenn wir die nur auf unsere Seite ziehen könnten.

Unsere Kaiserin Merkel halte ich persönlich für integer, aber neben ihr sitzen ja Pest und Cholera, zwischen denen wir uns im September entscheiden sollen. Ja, sprecht Eure Abgeordneten auch auf das smart grid an! Verwendet aber bitte öfter das deutsche Wort, "Energiewende", es sagt eigentlich alles.

Alleine schaffen wir Elektroautofahrer mit unseren fahrbaren Speichern nicht die Energiewende .

von Bernd Schlueter - am 27.08.2013 07:27

Re: Angebotsorientierte Energienetze

Warum immer zuerst mit dem Finger auf andere zeigen? Dein smartes Gretchen kannst du heute schon bei dir zuhause aufbauen, sofern du irgendeine eigene Stromquelle hast (PV, BHKW, Windrädchen, ...).

Nennt sich Energiemanager. Insbesonere für PV ist einer der Ersten der SMA Home Manger: [www.sma.de]

Macht Ertragsprogosen und Verbrauchsprognosen und schaltet/regelt dann die Verbraucher danach. Z.B. regelt er die Ladeleistung des Elektroautos, schaltet die Wärmepumpe, einen etwaigen Akkuspeicher und alle möglichen Haushaltsgeräte (falls man dies für sinnvoll hält).

Diese Technik steckt zwar noch ganz am Anfang in den Kinderschuhen, aber es ist ein Leichtes daran auch noch eine Schnittstelle für den Netzbetreiber zu integrieren. Damit auch die Notwendigkeiten des öffentlichen Stromnetzes berücksichtigt werden.

von Solarstrom - am 27.08.2013 14:29
Im Übrigen meine ich, wir sollten amerikanische Bezeichnungen für eine solche große Aufgabe vermeiden. Es gehören eine ganze Menge Auseinandersetzungen dazu, bis wir unsere Welt in energetischer Hinsicht umgemodelt haben. Das sollte jeder verstehen und mitdiskutieren können.
Die neue Art der Energieversorgung greift in das Leben von jedem ein, also soll auch jeder mitreden können. Als erstes muss Strom, der im Überfluss angeboten wird, verbilligt werden, aber ganz gehörig. Der Rest ergibt sich von selbst.
Windarbeit, das gab es früher bei der Schiffahrt, das könnte es wieder geben, wie auch der Windschabbes, wenn wir gezwungen sind, bei Windstille die Hände in den Schoß zu legen und uns mit geistigen Dingen, wie dem elweb, beschäftigen. Mit dem Kopf durch die Wand gleich Wasserstoff ins Gasrohr, machen wir zwar dem König Sisyphus alle Ehre, es richtet aber nur Schaden an. Auch wenn den Berg herabrollende Steine ein erbaulicher Anblick sein mögen. Nützlicher ist es, während eines Orkans in den stillgelegten Aluminiumelektrolyseöfen Nordeutschlands Metall für die Leitungen zu gewinnen, um Spanien und die Sahara energetisch anzuschließen. Auch nach Norwegen gibt es Bedarf. Allerdings nur in der wärmeren Jahreszeit, in der kälteren ist die Repubilk alleine schon mit Blockheizkraftwerken autark.
Da ist noch praktisch nichts von zu sehen, dass die gebaut werden, geschweige denn, dass sie kostenlos ihren überschüssigen Strom einspeisen dürfen. Wer es dennoch tut, schädigt sich bei der gegenwärtigen Gesetzgebung selbst und die Mitmenschen. So hat auch per Gesetz die schmarte Grete keinen Zutritt zu Blockheizkraftwerken.
Wenn ich das schon höre, man dürfe seinen Strom nicht verkaufen!
Angela, hilf!

von Bernd Schlueter - am 27.08.2013 14:31
Apropos, so aberwitzig ist die Idee mit 60 Hz und 120V nicht.

Die meisten von uns hier im Forum haben eine Batterie auf Rädern. Meist speichert die Gleichstrom und irgendeine wilde Spannung so zwischen 24V und 500V.

Garantiert haben wir einen Inverter, aus dem wieder 12V herauskommen, weil die praktisch jedes Auto braucht.

Um damit was häusliches anzufangen bräuchten wir eigentlich 240V und 50 Hz, für etwas wochenendhäusliches gehen vielleicht schon die 12V Gleichstrom.

Der Kruscht für 120V besonders der Inverter, ist deutlich billiger als der für 240V. Wenn wir unser CHAotenprojekt als Hobby und Bastelei betrachten, dann ist das erste Weltwunder, welches wir vollbringen können, das Erzeugen von einer netzähnlichen Spannung, nämlich 120V.

Da für die Demo es keine Geige spielt, ob wir 240 oder 120 Völte und ob da 50 Herzen schlagen, oder gar 60. Es ist aber mit kurzfristigen und langfristigen Folgen zu rechnen.

Die kurzfristige Folge wird sein, das ein Paar Herzen aussetzen und deshalb sollten wir lieber auf 60 gehen, damit es nicht so auffällt, wenn der eine odere andere Manager einen Heraussetzer bekommt.

Die langfristige Folge wird sein, das uns noch ein paar folgen und mit 120V machen wir das Folgen billiger.

Es wäre grober Unfug, zu versuchen ein synchronisiertes Netz aufzubauen. Wechselstrom war gestern. Die Zukunft ist Gleichstrom und der ist immer synchronisiert, ganz ohne Aufwand.

Egal was wir über den Zaun werfen, wenn wir so tun, als bekämen wir von drei Nachbarn zusammen Drehstrom, richten den gleich und füttern unsere Batterie damit, dann haben wir ein Netz. Wenn einer davon ausfällt, das trägt nicht auf. Wir haben immer noch unsere Batterie.

Wenn wir drei Kabel über den Zaun werfen, zu drei Nachbarn, mindestens einer von dem wir selber keinen Strom bekommen, dann haben wir ein wachsendes, unsynchronisiertes Netz, welches im Gegensatz zum Heiligen Verbundnetz weitgehend frei von Regelschwingungen ist.

Das Netz ist absolut schräg. Wir machen garnicht erst den Versuch, da was geDINnormtes zu basteln. Gaudi hat Häuser gebaut, die waren absolut schräg und stehen heute noch. Inzwischen hat es ihm Hundertwasser nachgemacht, aber der gemeinnützige Wohnungsbau fabriziert immer noch Reihenhäuser von der Klopapierrolle.

Mögen die weiterhin die Solaranlagen abwerfen, wenn die 50 Hz in den Keller gehen. Wenn genug Solaranlagen auf autark gehen und genug Leute garnicht merken, daß Stromausfall ist, dann werden auch die Strompreise für Normalverbraucher in den Keller gehen.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 28.08.2013 21:52
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