Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Elweb Infra
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
PowerTower, Peter Dambier, Manfred aus ObB, Bernd Schlueter, Alfons Heck, R.M

Elektroinstallation in Wohnung optimieren

Startbeitrag von PowerTower am 29.09.2013 15:26

Hallo,

ich bin mit meiner derzeitigen Elektroinstallation in der Wohnung nicht ganz zufrieden. Das Haus ist jetzt knapp 20 Jahre alt. Zum aufladen des E-Mobils nutze ich eine zuschaltbare Schukosteckdose auf dem Balkon, die mittels 16A LSS und 30mA RCD abgesichert ist. Der kleine Norweger genießt seine Mahlzeit mit 10A und das funktioniert auch alles einwandfrei, allerdings ist auch dann schon eine Erwärmung der Steckdose und des Schalters feststellbar.

Zwischen Balkon und Parkplatz befindet sich eine 25m Leitung mit 3x2,5mm², an deren Ende bereits eine blaue CEE Dose montiert ist.

Letztens war ein C-Zero zu Gast und der hat die Belastbarkeit getestet. 4 Stunden nuckeln mit 16A und Schalter und Steckdose hatten schon am Kunststoff sommerliche Temperaturen erreicht. Dass eine Schukodose nicht dauerhaft mit 16A belastet werden soll, ist mir bekannt. Bilder der derzeitigen Elektroinstallation (können durch anklicken vergrößert werden):




Nun möchte ich gern die zwei Problemzonen - Schalter und Steckdose - so optimieren, dass ich mir auch bei 16A keine Sorgen machen muss und auch bei 10A die Verluste reduziert werden. Als Steckdose hätte ich gern eine blaue CEE Anbausdose, aber was ich bis jetzt gefunden habe geht von einer Installation auf einer neuen Wand aus, in meinem Fall ist aber schon die Bohrung (ca. 45 mm im Durchmesser) und ein Unterputz-Einsatz für Schuko vorhanden. Wie bekommt man jetzt dort am besten eine CEE Dose ran und welche ist überhaupt die richtige?

Im Baumarkt finde ich immer nur solche Wandsteckdosen. Aber die gehen nicht, weil da Löcher benötigt werden, wo keine Löcher mehr gebohrt werden können. So eine hatte ich geholt in der Hoffnung "das wird schon irgendwie gehen", aber hat eben doch nicht gepasst. Ich denke geeigneter wären diese oder diese, denn da müsste ich nur vier neue Löcher in den Putz bohren und das wäre alles? Sind diese Steckdosen denn überhaupt zum Putz hin abgedichtet, so dass dort auch kein Wasser eindringen kann? Eine Dichtung kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Muss man sich da selber eine basteln? Benötigt man noch weitere Teile für diesen Umbau?

Was kann man bezüglich des Schalters unternehmen, gibt es da besonders qualitativ hochwertige Ausführungen, die ebenfalls 16A dauerhaft vertragen? Der Schalter ist aktuell beleuchtet, es wäre auch gut wenn das so bleiben würde.

Ein Hinweis noch, weil ich es glaub noch nicht erwähnt habe: Ich wohne in dieser Wohnung zur Miete, also sollten alle durchgeführten Arbeiten auch notfalls bei Auszug (irgendwann mal) rückgängig zu machen sein. Obwohl ich schon hoffe, dass die Wohnung mit Elektroautoanschluss genommen werden würde. ;)

Danke schonmal für euren fachlichen Rat.

Gruß
Micha

Antworten:

Ich habe die genommen und mit einem Dremel passende Löcher rein gemacht. Allerdings war meine Aufputz.

[www.reichelt.de]

Nach einem Jahr i-MiEV sah meine Schuko in der gut gelüfteten Waschküche plötzlich so aus und hat fürchterlich gestunken.

Es geht plötzlich und drinnen möchte ich das nicht erleben, Gestank ...

Liebe Grüße von
Peter und Karin



von Peter Dambier - am 29.09.2013 15:47
Zitat
PowerTower


Was kann man bezüglich des Schalters unternehmen, gibt es da besonders qualitativ hochwertige Ausführungen, die ebenfalls 16A dauerhaft vertragen? Der Schalter ist aktuell beleuchtet, es wäre auch gut wenn das so bleiben würde.


Sollte es sich um einen normalen Lichtschalter mit so einer kleinen roten Lampe zum finden
oder anzeigen das in dem Raum vergessen das Licht ausschalten, kann ich nur empfehlen in der nächsten Kirche eine Kerze aufzustellen und dem Herrn danken das bis jetzt alles gut gegangen :o

von Manfred aus ObB - am 29.09.2013 16:00
@Peter, danke für den Link, aber das ist wie gesagt nicht mehr passend für das jetzt schon vorhandene Loch.

@Manfred, was meinst du? Wieso sollte es einen Unterschied machen ob der Lichtschalter eine kleine (12V) Lampe drin hat oder nicht, er kann doch deswegen qualitativ die gleichen Ansprüche erfüllen? Kennst du bessere Schalter, dann würde ich mich freuen, wenn du sie mir zeigen kannst. Denn darauf zielt ja meine Frage ab, ich möchte den Schalter ja schließlich gern ersetzen.

von PowerTower - am 29.09.2013 16:05
Zitat
PowerTower


@Manfred, was meinst du? Wieso sollte es einen Unterschied machen ob der Lichtschalter eine kleine (12V) Lampe drin hat oder nicht, er kann doch deswegen qualitativ die gleichen Ansprüche erfüllen?


Alle Schalter die ich kenn in dies Richtung sind meist für Beleuchtungszwecke ausgelegt und so meist sehr schnell an der Grenze.

Soll ein Schalter auf Dauer anständig Strom transportieren bin ich bei allen was wie ein Lichtschalter
aussieht skeptisch, eher halt Drehschalter die rasten härter und Sicherer.

Nur da siehts mit dem Lichtlein anders aus.

Was in Frage kämme, gibts im Forum kompetentere als mich.

von Manfred aus ObB - am 29.09.2013 16:19
Mit einem Drehschalter könnte ich mich auch gut anfreunden, da brauchts auch keine Beleuchtung. Aber er sollte natürlich an Ort und Stelle 1:1 gegen den jetzigen Schalter austauschbar sein. Vielleicht find ich was passendes.

von PowerTower - am 29.09.2013 16:29
Hallo

Für die Steckdose gibts eine Lösung [www.voltus.de]
Für den Schalter gibts Blindplatten wo richtige Industrieschalter rein passen.

Gruß

Roman

von R.M - am 29.09.2013 17:22
Hallo,
Zitat
Manfred aus ObB
Alle Schalter die ich kenn in dies Richtung sind meist für Beleuchtungszwecke ausgelegt und so meist sehr schnell an der Grenze.

das ist richtig. Lasten werden üblicher Weise dann mit Schützen geschaltet und nicht direkt über den Schalter. Die Firma Merten bietet "Licht"schalter mit einem Nennstrom von 16A an.
Was man auf keinen Fall machen sollte ist das Schalten unter Last. Also immer erst Schalten (einschalten) und dann Stecker einstecken oder (ausschalten) und dann Stecker entfernen.
Wobei das Ausschalten kritischer zu sehen ist als das Einschalten.

Zu CEE 3p. Von Mennekes gibt es zB Cepex 4122. Das ist eine CEESteckdose 3p/230V die auch in eine (wie hier vorhanden) uP-Dose für Schalter und Steckdosen passt.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 30.09.2013 10:35
Sicher ist die Lösung mit einem Schütz besser, aber wie gesagt das ist nur eine Mietwohnung und ich kann nicht unendlich Kosten & Aufwand betreiben für dieses Ergebnis, nur um beim Auszug wieder alles rückgängig machen zu müssen. Wobei ich schon denke, dass ich einen Nachmieter finden würde, der die Parkplatzsteckdose behalten will. Gibt ja nicht so schrecklich viele Immobilienanzeigen mit der Überschrift "vermiete elektroautotaugliche 2-Raum-Wohnung". :D

Geschaltet wird der Schalter aber ohnehin nicht unter Last. Beim einschalten dauert es ca. 5 Sekunden bis das Ladegerät in Schwung kommt und wenn das Auto voll ist fließt auch nichts mehr, abgesehen von einem aller halben Stunden stattfindenen 30 Sekunden Stromstoß für die Balancierung. Mit etwas Pech erwischt man diesen Zeitpunkt doch zufällig. Ansonsten ziehe ich unter Last (=Auto noch nicht voll geladen) den CEE Stecker am Parkplatz, ich denke der verkraftet das bei 10A schon noch. Zumindest sieht er noch nicht angegammelt aus.

------------------

Ich denke ich bin jetzt soweit mit den beiden Umbaumaßnahmen durch. Und ich kann nur sagen, wer viel misst, misst Mist. Die Aufputz-CEE Dose hat nun doch ganz gut gepasst und damit um die 30 Euro gespart verglichen mit der Unterputzdose. Die ist zwar eleganter, aber das stört an dieser Stelle nicht. Als Schalter habe ich mich für den Busch Jaeger 2000/2 US-101 entschieden, da dieser für 16A ausgelegt ist. Natürlich mussten dann auch die Blende, der zweite Schalter und die Schalterabdeckungen gegen Modelle von Busch Jaeger getauscht werden. Und weil man sich ja sonst nichts gönnt ist die Schalterbeleuchtung für die Elektroautosteckdose nun eine blaue LED. ;-)

Vielen Dank nochmal für eure Antworten, ich hätte mich echt schwer damit getan. Wer opfert sich jetzt für die erste 16A Ladung? :)



Gruß
Micha

von PowerTower - am 08.10.2013 14:49
Hallo Micha,

nimmst Du den Lichtschachtrost raus, damit Du den Stecker ziehen kannst?

Oder ist das ein CEE Verlängerungskabel?

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 08.10.2013 21:20
Das ist ein CEE Verlängerungskabel, was permanent eingesteckt bleibt. Man hätte hier sicher auch komplett auf eine Steckverbindung verzichten können, aber so schlimm find ich das jetzt nicht. Das Gegenstück ist 25 meter entfernt am Parkplatz, nur an der Stelle wird täglich gesteckt und gelöst.

Gruß
Micha

von PowerTower - am 08.10.2013 21:32
^Schukos sind eine deutsche Fehlkonstruktion, die wohl genau so wenig getestet ist wie manche Chinaproduktion auch. CE, also Herstellererklärung. So, wie der Bischof von Limburg auch Vleles erklären kann.Von dem würde ich auch keine Steckdose kaufen.Sicher zu teuer und nach kurzer Zeit schwarz wie die Nacht.
Den regelmäßigen Handtest halte ich auch bei den besten Schukos für unverzichtbar und häufigen Austausch.
Sicherlich gibt es bei den deutschen Herstellern große Unterschiede. Wer da einmal drauf geachtet hat, bitte kindtun. Ich erinnere mich an Stecker mit Dippelfederung, die nicht bei Erwärmung weich wird. Nur habe ich die ewig nicht mehr gesehen. In den Dreifach-Steckdosenleisten sind oft lange Kontaktstreifen, die stark zur Kühlung beitragen. Meist sind die fast immer durch schmelzenden Kunststoff zusammengehalten, sonst wären diese eine Alternative.

von Bernd Schlueter - am 13.10.2013 23:31
Bei der Dreifachdose ist oft, durch die Bank weg, der selbe Pin Schwarz, oft ist es der Blaue.

Nach meiner Russlanderfahrung könnte ich mir vorstellen, den Plastikdeckel weg zu lassen, dann klappt es auch mit der Kühlung.

In einem Altbau, hölzernes Treppenhaus, Sicherungskasten aus Holz, eine einzige Phase, am Elektroherd nur 2 von 4 Platten verwenden und den Backofen eher nicht, war ein Treffenlift installiert. Vom Zähler weg war der Schwarze komplett abisoliert und muß wohl häufig geglüht haben.

War das ein Mordversuch des späteren Erben? Oder einfach nur duetsche Handwerkskunst?

Liebe Grüße von Peter und Karin

von Peter Dambier - am 14.10.2013 09:12
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.