Zeitgesteuertes Laden zu Hause

Startbeitrag von Herbert Hämmerle am 07.10.2013 13:24

Hallo zusammen!

Den Start der Ladung per Schaltuhr in die Nachttarif-Phase zu verlegen, ist ja keine Hexerei.
Ich möchte aber nicht immer knallvoll laden, sondern je nach SOC eine bis zwei Stunden nachladen.
Das läßt sich mit einem Wischrelais ja auch problemlos darstellen. Wenn ich jetzt aber den Preis für eine Schaltuhr, ein Wischrelais und einen Schütz zusammenrechne, könnte eine Klein-SPS schon interessant werden (Schütz wird natürlich immer erforderlich sein).
Wer kann mir dazu Tipps geben?

Antworten:

SPS oder Arduino, das ist Geschmacksache.

OpenEVSE ist ein Arduinoprojekt, Open Source. Da noch Uhr dran gehängt ...

CANBUS lesen und dem Lader Schluß sagen, wäre eher eine Android Sache.

Wenn Du Dich mit der SPS gut auskennst ist SPS Deine erste Wahl.

Nachdem RWE jemanden eingestellt hat, der rechnen kann, haben die den Bau weiterer Ladesäulen eingestellt. Siemens hat auch die Faxen dick, also rechne ich damit, daß ich noch sehr lange auf Schuko und CEE angewiesen bin. Deshalb habe ich mich auf Arduino eingeschossen, um in Zukunft ohne Backstein überall laden zu können, Die Steckdose im i-MiEV durch eine CEE ersetzen und den Pilot vom Arduino erzeugen, damit ich den Ladestrom regeln kann.

Zwar nutzt OpenEVSE sowas ähnliches wie einen Schütz, aber es geht auch ohne. Falls Dein Auto über J1772 lädt, reicht es wenn Du den Pilot weg nimmst, 12V +/- Rechteck im Milliampere Bereich.

1 kHz Rechteck kann sicher auch die SPS erzeugen. Die negative Spannung wird nur gebraucht, um zu testen ob da draussen ein Auto steht (mit eingebauter Diode). Es geht auch ohne.

Ich nutze intern den

[www.reichelt.de]

5 polig, klein und handlich, Abwessungen wie die 12V Ziagrettenanzündersteckdose im Auto, paßt in die selben Löcher. L1, N, PE wie Schuko und L2, L3 für Pilot und Proxi mißbraucht. Verriegelt, kann also nicht versehentlich verwechselt werden und auch nicht versehentlich gezogen. Sieht aus wie Mennekes, nur kleiner, kann trotzdem 20A, darf aber nicht unter Last gezogen werden.

Paßt prima in eine Aufputz Verteilerdose, an Stelle der Gummistöpsel.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 07.10.2013 14:20
Hallo Peter,

vergiß das alles.
Ich will nur ganz schlicht und einfach eine CEE-Steckdose ein- und nach einer wählbaren Zeit wieder ausschalten. Dahinter hängt der Backstein und macht seine Arbeit, wie er sie seit Anbeginn korrekt tut.

von Herbert Hämmerle - am 07.10.2013 17:03
Hallo,
ich habe eine kleine Unterverteilung mit Schütz und mech. Schaltuhr in der Garage.
Einfach die passenden Schaltreiter rausziehen.

Gruß Matthias

von Matthias Rau - am 08.10.2013 06:00
Hallo Matthias,

Zitat
Matthias Rau
Hallo,
ich habe eine kleine Unterverteilung mit Schütz und mech. Schaltuhr in der Garage.
Einfach die passenden Schaltreiter rausziehen.


das ist wirklich das vernünftigste und kostengünstigste. Unterverteiler mit FI und LS-Schalter ist vorhanden. Platz für Schütz und Schaltuhr ebenfalls.

Welche Gebrauchskategorie ist für die Dimensionierung des Schützes maßgebend?
[de.wikipedia.org]
Nachdem die modernen Ladegeräte PFC haben, könnte ja AC-1 genügen, nicht?

von Herbert Hämmerle - am 08.10.2013 08:12
Also ich nutze als einfache Lösung gute, alte, mechanische DDR-Technik:

Programmzeitschalter HSG 2000

Ist zwar bis 10A zugelassen, ich schalte aber trotzdem ein Schütz, da ich sie nicht mehr missen möchte und auch für die Drehstromabschaltung nutze. Das Geniale ist m.E., dass mit einfachem Dreh der Wählscheibe eine Vorlaufzeit (in 0-12 Stunden fange an zu Laden) und eine Einschaltdauer (Ladedauer 0-6Stunden, Einstellung bleibt bis zur Verstellung erhalten) eingestellt werden kann. Danach schaltet das Teil ab - ganz ohne StandBy, Elektronik oder Display. :xcool:

von Joe-Hotzi - am 10.10.2013 09:34
Ich kann Euch nur ermuntern, die Schaltuhrlösung anzugehen. Ich habe beste Erfahrungen damit gemacht. Nicads mögen es nicht, wenn sie immerzu vollgeknallt werden, auf die Überladephase sollte man meistens verzichten. Dass der Akku dadurch träger wird, habe ich nie festgestellt, aber das Gegenteil. Lithium mag es noch viel weniger, überhaupt vollgeladen zu werden. Nicht öfter als nötig , ist meine Devise und vom unteren Rand der Reichweite sollte man sich, außer bei Nicads, auch fernhalten.Das ist in den meisten Fällen nötig und wenn man sich mal in der notwendigen Ladezeit verschätzt, dann gints eben eine Ausgleichsladung, die ab und zu auch mal erforderlich ist.

Gibt es überhaupt ein Lithium-BMS , das etwas anderes kennt als Volladung und Warnung vor der vollständigen Entladung?

Mein Saxo kennt nichts anderes.

Gegen mechanische Schaltuhren habe ich übrigens nichts, hatte allerdings schon durch Wärmewirkung verbogene Schaltkontakte, wobei nichts passierte. Ein dauerstromfestes Relais von der Uhr schalten zu lassen, ist kein Fehler.

Man beachte, eine Schaltuhr ist ein zusätzliches Stück Sicherheit. Auch wenn es nicht jeder glaubt, auch ein BMS kann fehlerhaft werden. Gelegentliche Kontrolle der Einzelspannungen ist ein Muss.

Zusatz: Die Ausgleichsströme vieler BMS sind sehr knapp bemessen. Deshalb beachte man, dass bei sehr ungleich geladenen Zellen manches BMS ziemlich hilflos dasteht, wenn mit 20 Ampere geladen wird, dieses aber nur 2 Ampere ausgleichen kann. Das ist auch nur beim langsamen Laden zu Hause möglich, was Standard zu sein hat, bei Lithium so langsam wie möglich.
Beim Schnelladen an der Säule verpufft die Ausgleichswirkung, wenn 200 Ampere Ladestrom 2 Ampere Ausgleichsvermögen gegenüberstehen.

Unbalanzierte Zellen sollte man deshalb nie mit starkem Strom ganz volladen.
Für die langsame Ausgleichsladung hat der Schukostecker keinerlei Nachteile.

Mich würden einmal die Erfahrungen der I-Mievfaher interessieren, die immer schnellladen.
Kann man da überhaupt die Einzelzellspannungen abfragen?

von Bernd Schlueter - am 19.10.2013 07:28
Ich habe zwar noch kein canIon, damit kann man alles und noch viel mehr abfragen: GPS Höhe, Temperatur, Spannung und Strom für jede Zelle einzeln (ich glaube den Strom eher gesamt. Will ich haben. Deshalb suche ich noch das 17 Zoll Android Tablet, das in den Autoradio Doppel.Schacht paßt.

Praktische Erfahrung, ich kann mit der Hand fühlen ob noch 16A durch das 2,5 Quadrat Kabel fließen. Sobald es kalt wird, Stecker raus. An 150 Kilometern macht das noch keine 5 Kilometer aus, die ich noch einen Stunde lang hätte hineinquälen können.

Die Leute die sich damit CHAdeMO angeschaut haben sagen, daß es schonender ist (80%) als Vollladen mit 8A und 120V.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 19.10.2013 14:29
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.